Studium, Ausbildung und Beruf
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Studium oder Ausbildung?
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Semyon
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Anmeldungsdatum: 09.07.2017
Beiträge: 2
Wohnort: Celle

BeitragVerfasst am: 09 Jul 2017 - 03:07:39    Titel: Studium oder Ausbildung?

Ich habe jetzt noch ein JahrSchule vor mir. Das sind zwei Semester der 13. Klasse an einem beruflichen Gymnasium mit dem Schwerpunkt Informatik. Wenn ich das fertig habe bin ich 24, also schon recht alt. Meine besten Fächer sind im Bereich Technik. Der Rest sieht eher mager aus. Sprüche wie „Du könntest mehr“ muss ich mir ständig von

jedem anhören. Schätzungsweise wird mein Schnitt bei 3,2 – 3,4 liegen, wenn sich da nichts mehr großartig an den Noten ändert. Nicht wirklich gut, I know.

Die Frage ist nun was ich mit 24dann mache, sollte ich das Abitur geschafft haben. Ich könnte studieren gehen oder eine Ausbildung machen. Gehe ich studieren, so bin ich mit Ende 20 fertig. Sollte ich versagen muss ich mir dann eine Ausbildung suchen. Fraglich, wer mich dann noch nimmt. Ist mit dem Schnitt ohnehin nicht leicht. Zum Studium sei folgendes gesagt: Es ist mir im Prinzip egal in welcher Stadt, da ich mich auf keinen Ort fixiert habe.

Das zweite Problem ist, dass ichnicht weiß was ich überhaupt machen kann/soll/will. Meine Interessen liegen im Bereich Informatik, Wirtschaft und Marketing. Diese ganzen „Was ist der richtige Beruf für mich“ – Tests bringen mich nicht weiter.

Was ich kann und was evtl.relevant sein könnte:
Ich kann gut kalkulieren und auchBuchhaltung bzw. dokumentieren liegt mir. Ich bin kreativ und habe stets positive Reputationen bekommen, wenn ich etwas entworfen habe. Ich bin sehr fixiert auf Ästhetik, Symmetrie und Struktur. Informatik interessiert mich, allerdings bezweifle ich, dass mir stumpfes programmieren Spaß macht. Marketing ist auch ein faszinierender Bereich, dabei auch Psychologie und Manipulation der Menschen. Außerdem kann ich viel schreiben ohne viel Inhalt.

Was mich interessiert undrelevant sein könnte:
Informatik, Psychologie,Marketing, Manipulation, Wirtschaft, Finanzen/Kalkulation und Designen.

Folgendes schließe ich aus:
Maler und Lackierer, Elektriker,KFZ-Mechaniker, Mechatroniker und sämtliche Metall- und Holzberufe – generell Handwerk. Ich bin handwerklich zwar begabt, aber der Verdienst ist meiner Meinung nach für das Geleistete unfair, da zu gering. Vor allem kommt noch der körperliche Verschleiß dazu. Außerdem macht mir das wenig Spaß, habe in den Bereichen Praktika und bzgl. Metall ein Jahr Berufsfachschule absolviert.


Ihr seht, ich stehe vor einemProblem. Falls ihr bis hier durchgehalten habt: Klasse!
Hättet ihr eine Idee was zu mirpassen könnte, wie ich selber herausfinden kann was mir liegt oder sonst irgendwelche Tipps?
konstantin87
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Anmeldungsdatum: 08.08.2008
Beiträge: 5978

BeitragVerfasst am: 09 Jul 2017 - 09:35:02    Titel:

Unterschätze die Möglichkeiten mit einer Ausbildung nicht. Ich kenne in Süd-Niedersachsen einen Gas-Wasser-Scheisse-Installateur mit Hauptschulabschluss, der einen Meister draufsetzte und seine Firma gründete. Er hat zwei Arbeitnehmer und nachdem alles bezahlt ist einen Jahresgewinn von über 80.000€. Dadurch konnte er sich in den letzten Jahren ein paar Wohnungen kaufen.
Gerade in Zeiten wo jetzt jeder unbedingt studieren will, hat man bessere Chancen mit einem Weg (wenn man handwerklich geschickt ist, mit Leuten und auch Geld umgehen kann).

Jetzt schau dir als Gegensatz die durchschnittlichen Gehälter von Akademikern wie BWLer an. Zum Einstieg 42000 in Westdeutschland, aber das ist Brutto und da gehen noch Steuern und Versicherungen ab. Später vielleicht um die 58.000 (gefragte Spezialisten natürlich mehr als irgendwelche Sachverwalter). Bis du dir da Wohnungen kaufen und abbezahlen kannst gehen Jahre ins Land.

Selbst Allgemeinärzte verdienen kaum mehr als 100.000€ Jahresgewinn, aber müssen dafür durch eine über 10 jährige Ausbildung. Der Installateur macht nach seiner Ausbildung 6 Monate lang den Meister und darf ausbilden.

Wenn du aber unbedingt studieren willst, mach Wirtschaftsinformatik und du kombinierst die meisten der von dir genannten Talente und Interessen. Gerade dieser Bereich wird auch in 10 Jahren noch auf dem Weltmarkt gefragt sein.
cyrix42
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Anmeldungsdatum: 14.08.2006
Beiträge: 24242

BeitragVerfasst am: 09 Jul 2017 - 20:36:59    Titel:

Die Agentur für Arbeit (bzw. genauer das Berufs-Informations-Zentrum) bietet für Leute wie dich, die kurz vor ihrem Schulabschluss stehen und sich dann beruflich orientieren müssen (also quasi jeden Schulabgänger), extra Beratungen an, wo du mit einer Person, die sich in der Berufswelt gut auskennt, einen für dich sinnvollen Weg herausfinden kannst.

Sprich: Informiere dich mal, was es da so an Beratungsangeboten so gibt. Smile

Cyrix
Semyon
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Anmeldungsdatum: 09.07.2017
Beiträge: 2
Wohnort: Celle

BeitragVerfasst am: 18 Jul 2017 - 03:09:17    Titel:

Ich halte von diesem Beispielen nichts. „Machte seinen Meister, gründete seine eigene Firma“ – Nichts für ungut. Das sind Einzelfälle und man benötigt eine Portion Glück. Ist vor allem dann problematisch, wenn man es nicht schafft. Dann hat man sein kleines Gehalt und einen bescheidenen Job.

Ich lese nur immer wieder wie schlecht Bezahlt Ausbildungsberufe seien und dass die Aufstiegsmöglichkeiten nicht immer gegeben sind, daher bin ich mir da unsicher.
konstantin87
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Anmeldungsdatum: 08.08.2008
Beiträge: 5978

BeitragVerfasst am: 18 Jul 2017 - 14:53:04    Titel:

Ich habe in dem Beispiel auf gewisse notwendige Eigenschaften fuer so einen Weg verwiesen. Selbstverstaendlich kann das nicht jeder machen. Wer es aber kann, faehrt damit besser als mit einer Sachbearbeiterstelle nach einem BWL-Studium. Ich bin Ingenieur und das sind die Erfahrungen, die ich in den letzten Jahren gemacht habe. Selbststaendige sind weit oefter wohlhabend als Akademiker.

Mein Bruder verdient als Logistiker ohne Studium 55.000 brutto im Jahr, waehrend gute Freunde als Bauingenieure weniger als 50.000 haben. Ja er arbeitet im Konzern und sie in kleineren Unternehmen, aber trotzdem haette man sich das Studium sparen koennen...
Jan214
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Anmeldungsdatum: 25.09.2016
Beiträge: 9

BeitragVerfasst am: 19 Jul 2017 - 08:39:41    Titel:

Für mich liest sich das so, als hättest Du Dich schon entschieden und nur noch auf der Suche nach Bestätigung bist. Dein Vorbehalten gegenüber Handwerksberufe lassen zumindest Rückschluss darauf schließen. Als spezialisierter Schweißer verdienst Du mehr als 60 % der Uniabsolventen, Nachteil: Man macht sich dreckig und es ist körperliche (interessante) Arbeit. Selbst als einfacher Elektroniker kann man sich weiterbilden und muss noch lange nicht am Ende der Fahnenstange sein. Aber wenn Du keine Lust auf sowas hast, dann studier halt BWL, für was anderes scheinst Du mir nicht qualifiziert zu sein. Bedenke: Abitur ist nichts besonderes mehr, das haben immer mehr also bloß nichts darauf einbilden.
Krawallbiene
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Anmeldungsdatum: 15.08.2005
Beiträge: 5179

BeitragVerfasst am: 25 Jul 2017 - 21:09:58    Titel:

Verdiene auch über 50.000 € im Jahr - mit einer Ausbildung.
Ich bereue es nicht, dass ich mein Studium abgebrochen habe... Also man kann auch mit einer Ausbildung gut verdienen...
Susan-Allmighty
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Anmeldungsdatum: 12.06.2017
Beiträge: 13
Wohnort: Köln

BeitragVerfasst am: 16 Aug 2017 - 22:45:26    Titel:

Mit einer Ausbildung kann man auch sehr viel Geld verdienen, aber generell würde ich sagen das das Monatseinkommen mit einem Studium höher liegt.

Es gibt natürlich immer wieder Abweichungen nach oben und unten, aber durschnittlich ist ein Studium schon lukrativer meiner Meinung nach.
Torben.P
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Anmeldungsdatum: 16.05.2017
Beiträge: 7

BeitragVerfasst am: 21 Aug 2017 - 21:40:22    Titel:

Ganz klar, Studium! Very Happy
habe es nicht bereut und es war eine sehr prägsame Zeit.
Kann ich nur jedem empfehlen Wink
Horrormann
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Anmeldungsdatum: 01.07.2017
Beiträge: 14

BeitragVerfasst am: 23 Aug 2017 - 16:56:37    Titel:

Ich hab eine Ausbildung gemacht und auch eine tolle Zeit gehabt. Hat beides halt seine Vor- und Nachteile. Letztlich bereue ich es nicht und erinnere mich an eine tolle Zeit zurück Smile

Was du letztlich machst, musst du natürlich selbst abwägen. Wobei eine Ausbildung ein Studium ja nicht ausschließt.
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