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Duales Studium abbrechen
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woelfchen29
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Anmeldungsdatum: 05.09.2017
Beiträge: 1

BeitragVerfasst am: 05 Sep 2017 - 17:42:33    Titel: Duales Studium abbrechen

Hallo zusammen!

Ich studiere momentan Wirtschaftsinformatik an der DHBW im dritten Semester und bin am überlegen abzubrechen.

Während der Theoriephasen fühle ich mich unterfordert und habe das Gefühl, dass ich bis jetzt nicht viel gelernt habe. Bei vielen Dozenten denke ich mir, dass ich genauso gut auch hätte im Bett liegen bleiben können. Das Fach Wirtschaftsinformatik finde ich schon spannend, aber es wird alles nur recht oberflächlich gelehrt.

Zudem sind mein Praxisstandort und DH-Standort 300km entfernt. Während der Theoriephase wohne ich in der Stadt mit meinem Freund zusammen, alles gut. Während meiner Praxisphase wohne ich zuhause und pendele täglich 250km! zu meinem Unternehmen. Zwei Wohnungen sind finanziell nicht drin. Das Pendeln belastet mich schon und das ich meinen Partner nur am Wochenende sehe, bringt mich unter der Woche oft zum weinen. Des Weiteren sitze ich alle Phasen in einer Abteilung, weil unser Chef das so will. Das habe ich auch schon angesprochen, dass ich gerne mehr sehen würde. Die Abteilung Kosten und Ergebnisrechnung hat auch wenig mit WI zu tun. Ich finde kaum eine Verknüpfung zwischen Theorie und Praxis.

Ich fühle mich momentan einfach nicht glücklich damit. Ich fühle mich einfach nicht richtig gefordert. Ich liebe es an Dingen rumzuknobeln und auch über Ecken zudenken, um auf eine Lösung zu kommen. Das fehlt mir einfach. Ich lasse mich in der Theorie wochenlang berieseln und lerne dann für die Klausur alles auswendig und das wars.

Meine Überlegung ist daher, dass DH-Studium abzubrechen und ein normales Studium an der Uni zu beginnnen. Entweder würde ich auch wieder WI oder eventuell Mathe studieren.

Die Alternative ist das DH Studium abzuschließen und danach entweder den Master an der Uni oder einen neues BA Studium zu beginnen.

Was ist eure Meinung dazu?

Ein riesen Dankeschön im Vorraus
jo icke eben
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Anmeldungsdatum: 08.09.2010
Beiträge: 4157

BeitragVerfasst am: 06 Sep 2017 - 16:17:32    Titel: Re: Duales Studium abbrechen

woelfchen29 hat folgendes geschrieben:

Während der Theoriephasen fühle ich mich unterfordert und habe das Gefühl, dass ich bis jetzt nicht viel gelernt habe. Bei vielen Dozenten denke ich mir, dass ich genauso gut auch hätte im Bett liegen bleiben können. Das Fach Wirtschaftsinformatik finde ich schon spannend, aber es wird alles nur recht oberflächlich gelehrt.


Also 95% der Dinge die ich im Studium lernte, habe ich nie wieder im Berufsleben gebraucht. Insofern ist es völlig normal und unproblematisch, dass man im Studium fast nur Theorie lernt und das Zeug im realen Leben eh nicht braucht. Man haut sich das Zeug rein, schreibt die Klausur und vergisst danach alles wieder...so ist leider unser System aufgebaut.
Wenn die Problematik eher daran liegt, dass die Theorie zu trocken und langweilig ist, wird ein Studiengangwechsel wenig bringen. Wenn das Fach zu leicht ist könnte ein Wechsel des Faches bzw. an die Uni helfen. Allerdings hast du natürlich die Möglichkeit dein Studium mit guten Noten abzuschließen.

Zitat:
Zudem sind mein Praxisstandort und DH-Standort 300km entfernt. Während der Theoriephase wohne ich in der Stadt mit meinem Freund zusammen, alles gut. Während meiner Praxisphase wohne ich zuhause und pendele täglich 250km! zu meinem Unternehmen. Zwei Wohnungen sind finanziell nicht drin. Das Pendeln belastet mich schon und das ich meinen Partner nur am Wochenende sehe, bringt mich unter der Woche oft zum weinen. Des Weiteren sitze ich alle Phasen in einer Abteilung, weil unser Chef das so will. Das habe ich auch schon angesprochen, dass ich gerne mehr sehen würde.


Puh, 300km entfernt? Kann man nicht etwas finden, was näher liegt?

Zitat:
Meine Überlegung ist daher, dass DH-Studium abzubrechen und ein normales Studium an der Uni zu beginnnen. Entweder würde ich auch wieder WI oder eventuell Mathe studieren.


An der Uni wirst du sicher mehr gefordert Wink
Letztendlich muss das jeder für sich selbst entscheiden...also ich jedenfalls bin ein absoluter Uni-Mensch. Ich habe meine Uni-Zeit einfach geliebt und wäre gerne länger geblieben. Tagsüber Vorlesungen und Übungen, die sicher anstrengend sind, abends dann Uni-Partys, Vereine, ehrenamtliche Tätigkeiten, Sport oder weggehen. Der beste Tipp den ich immer noch geben kann ist folgender: Fühle mal tief in dich hinein und schaue, was sich für dich gut und richtig anfühlt. Etwas, was dir Energie und Kraft gibt. Wenn es dir nur Energie entzieht, dann ist es nicht das richtige.
Gozo
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Anmeldungsdatum: 11.09.2007
Beiträge: 5739
Wohnort: Mainz

BeitragVerfasst am: 12 Sep 2017 - 08:37:45    Titel: Re: Duales Studium abbrechen

woelfchen29 hat folgendes geschrieben:

Während der Theoriephasen fühle ich mich unterfordert und habe das Gefühl, dass ich bis jetzt nicht viel gelernt habe. Bei vielen Dozenten denke ich mir, dass ich genauso gut auch hätte im Bett liegen bleiben können. Das Fach Wirtschaftsinformatik finde ich schon spannend, aber es wird alles nur recht oberflächlich gelehrt.

Dazu vielleicht zwei oder drei Anmerkungen.
1.) Auch ein Studium ist kein Hexenwerk. Ich habe mich auch gefragt, was alle am Studium so "schwer" finden. Das bisschen lernen...
2.)...aber: Ein Studium ist (ich weiß aus Erfahrung´; an dualen oder berufsbegleitenden Studiengängen nimmt man es damit nicht so genau) vor allem dazu da, selbst sich mit der Materie zu beschäftigen. Was Du also wirklich lernst - hängt von Dir ab. Niemand sagt, dass Du Dich mit dem Stoff der Profs zufrieden geben musst.
3.) Vielleicht bist Du an einer regulären HS oder Uni besser aufgehoben, glaube aber nicht, dass es dort wirklich viel besser wird.

Zitat:
Zudem sind mein Praxisstandort und DH-Standort 300km entfernt. Während der Theoriephase wohne ich in der Stadt mit meinem Freund zusammen, alles gut. Während meiner Praxisphase wohne ich zuhause und pendele täglich 250km! zu meinem Unternehmen. Zwei Wohnungen sind finanziell nicht drin.

Mmmh...also die meisten Personen die ich von den DHBW kenne, die nicht in einer sinnvollen Pendelreichweite wohnten, hatten immer Zeitmietverträge über die jeweilige Phase. An den Studienorten ist das meist kein Problem, die Leute dort kennen das. Je nachdem wo Dein Unternehmen ist, kann es leichter oder schwieriger sein.
Ist insgesamt etwas teurer als "eine" Wohnung aber meist irgendwie machbar.

Zitat:
Des Weiteren sitze ich alle Phasen in einer Abteilung, weil unser Chef das so will.

Das allerdings sollte nicht sein. Ggf. mal mit der Hochschule reden!

Zitat:
Die Abteilung Kosten und Ergebnisrechnung hat auch wenig mit WI zu tun. Ich finde kaum eine Verknüpfung zwischen Theorie und Praxis.

Jain. Kommt darauf an was Du machst. Ich habe in meiner Zeit im FRW viel mit Wirtschaftsinformatikern zusammengearbeitet - um die Systeme richtig aufeinander abzustimmen etc. Abfragen zu generieren usw. Wenn sie Dich allerdings als Buchhaltungsdruide einsetzen, bist Du da falsch.

Zitat:
Ich lasse mich in der Theorie wochenlang berieseln und lerne dann für die Klausur alles auswendig und das wars.

Das wird dir woanders nicht anders werden...

Zitat:
Meine Überlegung ist daher, dass DH-Studium abzubrechen und ein normales Studium an der Uni zu beginnnen. Entweder würde ich auch wieder WI oder eventuell Mathe studieren.

Sicherlich eine Möglichkeit...

Die Alternative ist das DH Studium abzuschließen und danach entweder den Master an der Uni oder einen neues BA Studium zu beginnen.

Was ist eure Meinung dazu?

Ein riesen Dankeschön im Vorraus[/quote]
RalfMichelanski
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Anmeldungsdatum: 14.10.2017
Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: 14 Okt 2017 - 16:29:51    Titel:

Ich habe mein duales Studium der Wirtschaftsinformatik nach 5 Semestern abgebrochen. Ich bereue es nicht.

Scheitern ist keine Schande. Ich halte es für schlimmer Jahre seines Lebens in etwas zu investieren, in das man nicht glaubt oder es nur aus niederen Gründen (Geld, Ansehen) tut.

Dir sollte aber im Klaren sein, dass die Studiengebühren oftmals zurückverlangt werden.
Akadem-Ghostwriter
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Anmeldungsdatum: 20.10.2017
Beiträge: 1
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 20 Okt 2017 - 11:17:30    Titel: Nicht unbedingst Studium abbrechen

Wenn man schon angefangen hat, muss das zu Ende führen.

Selber oder mit Hilfe.

Lieber weitermachen.
der andy
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Anmeldungsdatum: 04.10.2017
Beiträge: 35
Wohnort: Köln

BeitragVerfasst am: 08 Nov 2017 - 10:13:30    Titel:

Die Verknüpfung von Theorie und Praxis ist gerade bei Wirtschaftsinfo schwer weil es nie so abläuft wie in der Vorlesung. Ist aber hauptsächlich so. Das was man für den beruf braucht lernt man in den ersten Arbeitswochen und nicht in der Vorlesung Very Happy Das mit dem Pendeln, wie du es beschrieben hast wäre mir schon zu viel.Wäre es ein Standort hätte ich gesagt ziehs durch aber ich weiß nicht ob die zusätzliche Belastung dir gut tut. Auch wenn du in deiner Arbeitsstelle unzufrieden bist spricht nichts mehr gegen einen Abbruch. Du kannst ein neues Studium an einer Hochschule/uni beginnen und dann immer noch als Werkstudent 20h die Woche arbeiten und Berufserfahrung sammeln, auf die kommt es nämlich an, dann schaut kein zukünftiger Arbeitgeber mehr so genau auf deinen Abbruch Wink Außerdem kannst du ihn ja begründen und bist nicht einfach nur faul.
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