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(Zeitaufwand) Elektrotechnik vs Mathematik
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Foren-Übersicht -> Studium allgemein -> (Zeitaufwand) Elektrotechnik vs Mathematik
 
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MathematischeElektronik
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Anmeldungsdatum: 20.09.2017
Beiträge: 9

BeitragVerfasst am: 20 Sep 2017 - 10:59:02    Titel: (Zeitaufwand) Elektrotechnik vs Mathematik

Hallo,

ich kämpfe zur Zeit mit der Entscheidung, ob es Mathematik oder Elektrotechnik werden soll. Bei Elektrotechnik würde ich wohl zur FH gehen, da deutlich näher. Bei Mathematik wäre es eine Uni. Da Elektrotechnik an der FH sicherlich ein Stück leichter sein wird als an einer Uni (weniger Beweise u. Theorie) und man den Master an einer Uni machen kann, dachte ich daran diesen Weg zu gehen, denn das Mathematik Studium soll ja einen hohen Zeitaufwand mitbringen. Meine konkreten Fragen lauten:

1. Wie hoch ist der Zeitaufwand bei Mathematik (Uni)
2. Wie hoch ist der Zeitaufwand bei Elektrotechnik (Uni) -> würde ich gerne mitberüchsichtigen
3. Wie hoch ist der Zeitaufwand bei Elektrotechnik (FH)

Grundsätzlich neige ich zum Mathematik Studium, aber ich bin nicht hochbegabt und weiß nicht, ob ich wirklich über die komplette Studienzeit nur noch für die Uni leben möchte.


LG
Crourakder
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Anmeldungsdatum: 26.06.2017
Beiträge: 16

BeitragVerfasst am: 20 Sep 2017 - 14:12:49    Titel:

Das man man so pauschal nicht anworten.
Dabei kommt es auf dein Ehrgeiz und Fleiß an
MathematischeElektronik
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Anmeldungsdatum: 20.09.2017
Beiträge: 9

BeitragVerfasst am: 20 Sep 2017 - 17:42:11    Titel:

Crourakder hat folgendes geschrieben:
Das man man so pauschal nicht anworten.
Dabei kommt es auf dein Ehrgeiz und Fleiß an


Kann man das beantworten, wenn wir folgendes festlegen:

1. Durchschnittlich Intelligent mit Stärken in Mathematik u. Naturwissenschaften
2. Notendurchschnitt von 2,0 wird erreicht, unabhängig vom Studium und der Hochschule
3. Für das erreichen des Schnitt von 2,0 wird alles andere, wenn nötig, liegen gelassen. "Keine Rücksicht auf Verluste"

Ich denke mal 2,0 in ET (FH) kann mit weniger Aufwand erreicht werden, als 2,0 in Mathe/ET (Uni)

Oder vielleicht anders die Frage gestellt, unter den oben festgelegten Punkten:

Um wie viel x ist der Aufwand in Mathe höher? Doppelt so hoch, drei Mal so hoch, 0,125 mal so hoch...

Vielleicht kann so die Frage beantwortet werden, da wir hiermit konkrete Wochenstunden vermeiden(?)
Deniz
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Anmeldungsdatum: 08.07.2004
Beiträge: 3106

BeitragVerfasst am: 20 Sep 2017 - 20:26:59    Titel:

Ein Mathematikstudium ist schon zeitintensiv. So ist es nicht. Geschenkt wird einem nichts.
Das gilt generell für die s. g. MINT-Fächer.

Für ein Mathe-Studium musst Du wissen, auf was Du Dich einlässt.

Ich habe eine zweijährige Ing-Ausbildung absolviert und das Niveau war knapp unter FH (so wurde es gesagt). Klar haben wir da nicht alles durchgekaut, aber es war locker machbar, trotz Vollzeit Ausbildung.

Alles ist möglich, Frage ist nur, wie viel Du bereit bist zu investieren.

In den ersten beiden Mathe-Semestern hatte ich bestimmt eine 50+ Stundenwoche. Problem war das für mich keines, denn es macht einfach richtig Spass.

Viel Erfolg.
London Screaming
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Anmeldungsdatum: 04.04.2013
Beiträge: 204

BeitragVerfasst am: 22 Sep 2017 - 10:19:46    Titel: Re: (Zeitaufwand) Elektrotechnik vs Mathematik

MathematischeElektronik hat folgendes geschrieben:
Hallo,

ich kämpfe zur Zeit mit der Entscheidung, ob es Mathematik oder Elektrotechnik werden soll. Bei Elektrotechnik würde ich wohl zur FH gehen, da deutlich näher. Bei Mathematik wäre es eine Uni. Da Elektrotechnik an der FH sicherlich ein Stück leichter sein wird als an einer Uni (weniger Beweise u. Theorie) und man den Master an einer Uni machen kann, dachte ich daran diesen Weg zu gehen, denn das Mathematik Studium soll ja einen hohen Zeitaufwand mitbringen. Meine konkreten Fragen lauten:

1. Wie hoch ist der Zeitaufwand bei Mathematik (Uni)
2. Wie hoch ist der Zeitaufwand bei Elektrotechnik (Uni) -> würde ich gerne mitberüchsichtigen
3. Wie hoch ist der Zeitaufwand bei Elektrotechnik (FH)

Grundsätzlich neige ich zum Mathematik Studium, aber ich bin nicht hochbegabt und weiß nicht, ob ich wirklich über die komplette Studienzeit nur noch für die Uni leben möchte.


LG


Hallo, für mich war der Zeitaufwand in den ersten vier Semestern des Mathestudiums sehr hoch, danach hat sich das gebessert.
Ich kenne ein paar Leute, die an FHs Elektrotechnik studieren. So wie ich das sehe, hält sich der Aufwand eigentlich im Rahmen. Die gehen teilweise auch mal ein, zwei Abende vor einer Klausur aus - das käme für mich nie in Frage Very Happy .
Außerdem weiß ich, dass die Klausuren in einigen Fächern an der FH immer gleich aufgebaut sind, d.h. jedes Jahr gleiche Form, gleicher Umfang, gleiche Aufgabentypen und häufig einfach nur andere Zahlen. Da reicht also eigentlich das Rechnen von alten Klausuren als Vorbereitung.

An meiner Uni kann man auch Elektrotechnik studieren und dort scheint (zumindest für mich als Außenstehenden) der Aufwand DEUTLICH höher zu sein, als an obiger FH. Das liegt evtl. zum Teil auch daran, dass die E-Techniker an meiner Uni richtige Mathevorlesungen haben, d.h. im Prinzip abgespeckte Versionen der jeweiligen Mathematikervorlesungen (die heißen dann auch "Analysis 1,2,3 für Elektrotechnik" usw. und nicht "Höhere Mathematik 1,2" usw. Entsprechend ist auch der Anspruch - hier muss - wie bei Mathematikern - wöchentlich ein Übungsblatt gemacht und abgegeben werden. Allerdings gibt es auch Unis, wo die E-Techniker nur die Vorlesungen "Höhere Mathematik" machen, da musst du dich in den jeweiligen Studienplänen genauer informieren.


Wie schon geschrieben wurde, solltest du dir darüber im Klaren sein, was ein Mathematikstudium bedeutet: das Nachvollziehen und Beweisen von (theoretischen!) Sätzen. Man hat hier nur sehr selten wirklich Anwendungsbezug, selbst Fächer aus der angewandten Mathematik sind eigentlich ziemlich theoretisch Very Happy .

Abgesehen davon sind die Berufsaussichten mit Elektrotechnik deutlich besser. Für Mathematiker sind die nicht besonders gut (was ich jetzt gegen Ende meines Bachelors immer mehr merke - trotz ordentlicher Noten, viel Zusatzengagement und einer sogenannten "Exzellenzuni"...).
Ich sehe eben auch, wo andere Absolventen landen - und in den meisten Fällen finde ich es schade, dass man nach so einem anstrengenden Studium solche Jobs bekommt, wie sie die meisten eben bekommen Very Happy .
Aber man muss sich eben im Klaren darüber sein, dass man als Mathematiker im Regelfall (fachlich) nichts kann, was für einen Arbeitgeber besonders interessant ist (außer in einigen Einzelfällen).
Häufig spielt das Nebenfach auch eine große Rolle dabei, in welchem Bereich man unterkommt.
MathematischeElektronik
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Anmeldungsdatum: 20.09.2017
Beiträge: 9

BeitragVerfasst am: 22 Sep 2017 - 21:34:47    Titel: Re: (Zeitaufwand) Elektrotechnik vs Mathematik

London Screaming hat folgendes geschrieben:
MathematischeElektronik hat folgendes geschrieben:
Hallo,

ich kämpfe zur Zeit mit der Entscheidung, ob es Mathematik oder Elektrotechnik werden soll. Bei Elektrotechnik würde ich wohl zur FH gehen, da deutlich näher. Bei Mathematik wäre es eine Uni. Da Elektrotechnik an der FH sicherlich ein Stück leichter sein wird als an einer Uni (weniger Beweise u. Theorie) und man den Master an einer Uni machen kann, dachte ich daran diesen Weg zu gehen, denn das Mathematik Studium soll ja einen hohen Zeitaufwand mitbringen. Meine konkreten Fragen lauten:

1. Wie hoch ist der Zeitaufwand bei Mathematik (Uni)
2. Wie hoch ist der Zeitaufwand bei Elektrotechnik (Uni) -> würde ich gerne mitberüchsichtigen
3. Wie hoch ist der Zeitaufwand bei Elektrotechnik (FH)

Grundsätzlich neige ich zum Mathematik Studium, aber ich bin nicht hochbegabt und weiß nicht, ob ich wirklich über die komplette Studienzeit nur noch für die Uni leben möchte.


LG


Hallo, für mich war der Zeitaufwand in den ersten vier Semestern des Mathestudiums sehr hoch, danach hat sich das gebessert.
Ich kenne ein paar Leute, die an FHs Elektrotechnik studieren. So wie ich das sehe, hält sich der Aufwand eigentlich im Rahmen. Die gehen teilweise auch mal ein, zwei Abende vor einer Klausur aus - das käme für mich nie in Frage Very Happy .
Außerdem weiß ich, dass die Klausuren in einigen Fächern an der FH immer gleich aufgebaut sind, d.h. jedes Jahr gleiche Form, gleicher Umfang, gleiche Aufgabentypen und häufig einfach nur andere Zahlen. Da reicht also eigentlich das Rechnen von alten Klausuren als Vorbereitung.

An meiner Uni kann man auch Elektrotechnik studieren und dort scheint (zumindest für mich als Außenstehenden) der Aufwand DEUTLICH höher zu sein, als an obiger FH. Das liegt evtl. zum Teil auch daran, dass die E-Techniker an meiner Uni richtige Mathevorlesungen haben, d.h. im Prinzip abgespeckte Versionen der jeweiligen Mathematikervorlesungen (die heißen dann auch "Analysis 1,2,3 für Elektrotechnik" usw. und nicht "Höhere Mathematik 1,2" usw. Entsprechend ist auch der Anspruch - hier muss - wie bei Mathematikern - wöchentlich ein Übungsblatt gemacht und abgegeben werden. Allerdings gibt es auch Unis, wo die E-Techniker nur die Vorlesungen "Höhere Mathematik" machen, da musst du dich in den jeweiligen Studienplänen genauer informieren.


Wie schon geschrieben wurde, solltest du dir darüber im Klaren sein, was ein Mathematikstudium bedeutet: das Nachvollziehen und Beweisen von (theoretischen!) Sätzen. Man hat hier nur sehr selten wirklich Anwendungsbezug, selbst Fächer aus der angewandten Mathematik sind eigentlich ziemlich theoretisch Very Happy .

Abgesehen davon sind die Berufsaussichten mit Elektrotechnik deutlich besser. Für Mathematiker sind die nicht besonders gut (was ich jetzt gegen Ende meines Bachelors immer mehr merke - trotz ordentlicher Noten, viel Zusatzengagement und einer sogenannten "Exzellenzuni"...).
Ich sehe eben auch, wo andere Absolventen landen - und in den meisten Fällen finde ich es schade, dass man nach so einem anstrengenden Studium solche Jobs bekommt, wie sie die meisten eben bekommen Very Happy .
Aber man muss sich eben im Klaren darüber sein, dass man als Mathematiker im Regelfall (fachlich) nichts kann, was für einen Arbeitgeber besonders interessant ist (außer in einigen Einzelfällen).
Häufig spielt das Nebenfach auch eine große Rolle dabei, in welchem Bereich man unterkommt.


Vielen Dank für die ausführliche Nachricht.

Im Prinzip beschreibst Du alles genau so wie ich es mir vorstelle. Auch den Unterscheid von FH und Uni bei Elektrotechnik, da ich aus meinem Bekanntenkreis ähnliches erfahren habe.

Mich interessiert die Materie der Mathematik deutlich mehr als die der Elektrotechnik. Ich finde gerade die Beweise und Sätze der Mathematik interessant. Aber eben diese Beweise und Sätze sind auch kopfzerbrechend.

Genau wie die Entscheidung Laughing naja, ich denke ich mache Mathe Rolling Eyes

Edit: Habe mal aus Interesse bei der Uni Siegen geschaut und dort hören die E-Techniker "Mathematik für Elektroingenieure" (I -III). Dabei mit 8 SWS, wobei 6 SWS Vorlesungen sind und 2 SWS Übung.
Da die Maschinenbauingenieure in Siegen "Höhere Mathematik" (I - III) hören, nehme an, dass die E-Techniker etwas "höhere" Mathematik haben. Außerdem ist, laut Modulhandbuch, die Vorlesungen der E-Techniker zusammen mit den Informatikstudenten.
London Screaming
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Anmeldungsdatum: 04.04.2013
Beiträge: 204

BeitragVerfasst am: 23 Sep 2017 - 14:11:09    Titel:

Du scheinst dir ja relativ sicher zu sein mit Mathematik, das ist schonmal eine sehr gute Ausgangsposition. Vielleicht hast du ja "Glück" und das Studium begeistert sich wirklich, wie z.B. Deniz, das ist wohl das beste, was einem passieren kann.

Ich fand die abstrakten Fragestellungen im Mathestudium eine Zeit lang auch spannend und interessant und es hat mir eigentlich gut gefallen, aber gegen Ende meines Studiums habe ich mir zunehmend (deutlich) mehr Praxisbezug gewünscht (z.B. wie in einem Ingenieursfach).

Eine wirklich gute Eigenschaft des Mathestudiums ist aber, dass du - egal was du im Anschluss machst - wohl keine Probleme mit Mathematik haben wirst Wink
Von daher bereue ich das Mathestudium im Großen und Ganzen nicht.

Viel Erfolg!
MathematischeElektronik
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Anmeldungsdatum: 20.09.2017
Beiträge: 9

BeitragVerfasst am: 24 Sep 2017 - 23:52:47    Titel:

London Screaming hat folgendes geschrieben:

Viel Erfolg!


Vielen Dank Smile
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