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Große BGB Hausarbeit Göttingen- ein Witz?
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Foren-Übersicht -> Jura-Forum -> Große BGB Hausarbeit Göttingen- ein Witz?
 
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MrBurnz
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Anmeldungsdatum: 08.06.2005
Beiträge: 68

BeitragVerfasst am: 03 Aug 2005 - 23:01:28    Titel: Große BGB Hausarbeit Göttingen- ein Witz?

Ich habe mir jetzt den Sachverhalt der BGB Hausarbeit angeschaut, und finde die total lächerlich.

Der schwierigkeitsgrad ähnelt eher einer HA für den kleinen Schein.

Habe ich da etwas übersehen?

Ich stell den SV mal kurz rein, vielleicht könnt ihr mir mal sagen wo hier Probleme sind.

Grüße,
Burnz

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Die 63-jährige Bettina Hinscheid (B) ist Alleinerbin ihres verstorbenen Mannes Max Hinscheid (M). Im Eigentum des M befand sich eine Armbanduhr der Marke „Bréguet Atlantique“. Als Horst Krause (K), ein früherer Vereinskamerad des M, die B besucht, sieht er die Uhr und erkennt sogleich, dass sie in Sammlerkreisen einen Wert von rund 10.000 € hat.

K fragt daraufhin B, ob sie ihm die Uhr verkaufen würde. B entgegnet, die Uhr sei gewiss nicht viel wert, zumal das Uhrglas eine Schramme habe. K entgegnet, die Mutmaßung über den geringen Wert sei zwar richtig, aber er würde die Uhr gern als Erinnerung an seinen lieben Vereinskameraden haben. Er sei bereit, aus alter Freundschaft sogar 200 € zu bezahlen. Daraufhin übergibt B dem K gegen Zahlung von 200 € die Uhr.

K lässt bei einem Uhrmacher für 300 € ein neues Uhrglas einsetzen und inseriert die Uhr „gegen Höchstgebot“ im Kleinanzeigenteil des Fachmagazins „Uhren“. Das höchste Gebot (12.000 €) gibt der Apotheker Otto Adebar (A) ab. Gegen Zahlung dieser Summe übergibt K ihm die Uhr.

Einige Wochen später wird B von einem Bekannten auf die Kleinanzeige im Fachmagazin „Uhren“ aufmerksam gemacht und erfährt vom wahren Wert der Uhr. Noch am selben Tag ruft sie K an und erklärt, sie fühle sich von ihm schwer getäuscht, könne das mit ihm abgeschlossene Geschäft nicht gelten lassen und verlange den Erlös von 12.000 € abzüglich der erhaltenen 200 €. K hält dieses Verlangen für völlig unbegründet. Ergänzend weist er darauf hin, dass die Uhr – was zutrifft – im intakten Zustand in den einschlägigen Sammlerlisten mit 10.000 € verzeichnet sei, so dass der darüber hinausgehende Erlös nur seiner besonderen Geschäftstüchtigkeit zu verdanken sei. In jedem Fall müssten auch die Reparaturkosten (300 €) und die Kosten für die Kleinanzeige (100 €) berücksichtigt werden.

Wie ist die Rechtslage?
Recht komisch
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Anmeldungsdatum: 22.07.2005
Beiträge: 1956
Wohnort: Ruhrgebiet

BeitragVerfasst am: 04 Aug 2005 - 01:40:22    Titel:

Hihi, da ist man doch ganz fix bei einer Menge Probleme der gesetzlichen Schuldverhältnisse und auch einer großen Zahl von Ansprüchen. Wirklich einfach ist das nicht, könnte allerdings auch eine Examensklausur sein. Bei einer HA dürfte man aber auf eine ausreichende Anzahl von Problemen stoßen.
green
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Anmeldungsdatum: 15.08.2005
Beiträge: 1
Wohnort: Göttingen

BeitragVerfasst am: 15 Aug 2005 - 13:36:50    Titel: Hmn

schreibe die HA auch gerade... habe letztes jahr bei costede von den ansprüchen her eine fast identische HA geschrieben... habt ihr mittlerweile irgendwelche tiefgreifende probleme gefunden?! oder ist das motto der arbeit masse statt klasse? kann ich mir eigentlich bei junker nicht vorstellen...
dennis25
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Anmeldungsdatum: 03.09.2005
Beiträge: 80

BeitragVerfasst am: 03 Sep 2005 - 08:00:21    Titel:

schreibe gerade strafrecht will genau diese hausarbeit aber auch noch schreiben.

hat jemand von euch lust sich darüber auszustauschen?
MrBurnz
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Anmeldungsdatum: 08.06.2005
Beiträge: 68

BeitragVerfasst am: 05 Sep 2005 - 11:07:11    Titel:

So,also ich werde jeetzt anfangen die HA zu schreiben.

Hast du mittlerweile größere Probleme gefunden, green?
ullis
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Anmeldungsdatum: 07.09.2005
Beiträge: 15

BeitragVerfasst am: 07 Sep 2005 - 20:37:05    Titel:

sitze auch an der Hausarbeit.
Bräuchte einwenig Anregung...

Sieht irgendjemand vertragliche Ansprüche oder einen Anspruch aus GoA ??

Weiterhin hab ich ein kleines Problem mit §812 I 1 Alt. 1 BGB; anwendbar oder nicht??

würde gern drüber reden...
Slade
Gesperrter User
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Anmeldungsdatum: 08.09.2005
Beiträge: 99

BeitragVerfasst am: 08 Sep 2005 - 09:44:50    Titel:

wie sieht es den mit einer herausgabe anspruch aus 985 und im 985 anfechtung wegen täuschung?
ich hätte nicht so auf goa abgestellt, viel zu dürftig die beweislage.
ullis
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Anmeldungsdatum: 07.09.2005
Beiträge: 15

BeitragVerfasst am: 08 Sep 2005 - 10:49:08    Titel:

mh sehe da keinen anspruch aus 985

dachte vielleicht unechte GoA ?

obwohl scheidet die GoA nicht bei "nichtigen Verträgen" laut der h.M. aus?
oder bezieht sich dass nur auf §§ 677ff ??
brazzo
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Anmeldungsdatum: 16.05.2005
Beiträge: 131

BeitragVerfasst am: 08 Sep 2005 - 20:26:18    Titel:

Hmm, warum kein 985 gegen A? Würde ich schon prüfen und darin dann auch diese ganze Anfechtungssache 119 II und 123!
Recht komisch
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Anmeldungsdatum: 22.07.2005
Beiträge: 1956
Wohnort: Ruhrgebiet

BeitragVerfasst am: 08 Sep 2005 - 21:17:45    Titel:

Die Anfechtung gem. § 123 erfaßt auch die Übereignung (Fehleridentität), das Eigentum ist aber gem. § 932 verloren und insoweit ggü. dem gutgläubigen Erwerber kondiktionsfest - im Ergebnis also keine Ansprüche gegen A, interessant scheinen nur die gegen B.
Bedenkt da den offenbar einschlägigen § 816 I (lex specialis zu § 812, "Eigentumsfortwirkungsanspruch", neben den §§ 987 ff. anwendbar) inklusive des Standardproblems, ob das herauszugebende Erlangte nur den objektiven Wert erfaßt (so zB Medicus) oder aber auch einen darüber hinaus erzielten Mehrerlös (hM); stellt sich dann bei den Verwendungen die Frage der Entreicherung.
Weiterhin war B bösgläubig (§ 142 II!) und dürfte daher auch SE nach §§ 989, 990 schulden, kann aber uU die Verwendungen analog § 1001 entgegenhalten (str.), soweit der Eigentümer den Substanzwert der Sache zurückerlangt; § 999 I ist ggf. teleologisch zu reduzieren.
Weiterhin uU SE aus §§ 687 II, 677, 678.
Anspruch auf Gewinnherausgabe ebenso aus §§ 687 II 1, 681, 667 möglich (aber Konkurrenz zum EBV problematisch, Verhältnis zu § 816 auch beachten).
§§ 985, 285 (-), da § 285 hierauf nicht anwendbar.

Spannend sind auch die Gegenrechte des B: wg. Bösgläubigkeit nur notwendige Verwendungen, § 994 II iVm §§ 677 ff., aber bei positivem Wissen Wertungswiderspruch zu § 687 II, daher weitere Beschränkung auf Bereicherungsanspruch, §§ 687 II 2, 684, 812 (Bereicherung dürfte im höheren SE/Bereicherungsanspruch zu sehen sein).
Anspruch aus Bereicherung wohl (-), da §§ 994 ff. bzgl. Verwendungen abschließend (hM, auch ziemlich str.).

Das ist jetzt so mein grober Überblick, meint noch wer, der Fall wäre einfach (oder gesetzliche Schuldverhältnisse, insbes. die Konkurrenzen, seien einfach)?
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