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Uni Angebote diverser Schwerpunkte
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Max Musterman
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Anmeldungsdatum: 09.02.2011
Beiträge: 144

BeitragVerfasst am: 17 Dez 2017 - 22:01:12    Titel: Uni Angebote diverser Schwerpunkte

Hallo miteinander!

Da es mir schwer fällt, durch sämtliche Modulhandbücher aller deutschen Mathe BSc Studiengänge zu schauen, wolte ich mich an euch wenden:

Welche Unis kennt ihr, die folgende Bereich mit regelmäßigen Angeboten im Bachelor (und später auch Master) abdecken:

(Funkana, Globale Analysis,) DiffGeo, Topologie und Algebraische Geometrie (Logik & Mengenlehre, Kategorientheorie).

Die üblichen Verdächtigen hab ich schon abgegrast: TU Berlin hat einen massiven Katalog, nur leider werden die meisten Veranstaltungen sehr unregelmäßig (lies: garnicht) gegeben.
Freiburg, Göttingen, RWTH, TUM, LMU (an beiden münchnern selber studiert) und Bonn... Ich wollte mich nicht vom Presige blenden lassen, jedoch hat letzteres ein echt tolles Angebot für Bachelor mit GA, DG, Topo und Logik - wobei mich stutzig macht, dass FunkAna mit PDE gegeben wird, wobei Altklausren nicht vermuten lassen, dass PDEs im Rampenlicht stünden... Die Auswahl ist mittelklein, aber sehr fein.

Ich wollte einfach mal wissen, ob es neben Bonn noch andere Unis gibt, welche genannte Bereich vor allem im Bachelorstudium eröffnen und idealerweise im Masterstudium auch fortführen.
London Screaming
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Anmeldungsdatum: 04.04.2013
Beiträge: 203

BeitragVerfasst am: 19 Dez 2017 - 08:37:52    Titel:

Ich kann dir zur TUM was sagen: Es gibt einen Funktionalanalysis-Kurs (9ECTS), der jedes Wintersemester angeboten wird. Einen weiterführenden Kurs in dem Bereich gibt es meines Wissens nach gar nicht oder nur sehr unregelmäßig.
Im Bereich Differentialgeometrie gibt es einen Grundlagenkurs für Bachelor und eine 9 ECTS Vorlesung im Wintersemester (aber nur alle 2 Jahre).
Topologie wird gar nicht regelmäßig angeboten. Ab und an gibt es Mastervorlesungen über allgemeine Topologie oder Algebraische Topologie, aber alles eben nur sehr unregelmäßig und teilweise auch nur einmalig.

Außerdem gibt es eine Mastervorlesung "Algebraisch Geometrie", die soweit ich weiß jedes Wintersemester angeboten wird.

Im Allgemeinen ist das Angebot im Bereich "reine Mathematik" an der TUM sehr begrenzt. Der Schwerpunkt der Uni liegt ganz klar auf Optimierung, diskreter Mathematik und vielleicht noch Numerik.

Außerdem kann ich dir ganz unabhängig davon nur davon abraten, dort zu studieren.
Max Musterman
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Anmeldungsdatum: 09.02.2011
Beiträge: 144

BeitragVerfasst am: 26 Dez 2017 - 22:41:22    Titel:

London Screaming hat folgendes geschrieben:
Ich kann dir zur TUM was sagen: Es gibt einen Funktionalanalysis-Kurs (9ECTS), der jedes Wintersemester angeboten wird. Einen weiterführenden Kurs in dem Bereich gibt es meines Wissens nach gar nicht oder nur sehr unregelmäßig.
Im Bereich Differentialgeometrie gibt es einen Grundlagenkurs für Bachelor und eine 9 ECTS Vorlesung im Wintersemester (aber nur alle 2 Jahre).
Topologie wird gar nicht regelmäßig angeboten. Ab und an gibt es Mastervorlesungen über allgemeine Topologie oder Algebraische Topologie, aber alles eben nur sehr unregelmäßig und teilweise auch nur einmalig.

Außerdem gibt es eine Mastervorlesung "Algebraisch Geometrie", die soweit ich weiß jedes Wintersemester angeboten wird.

Im Allgemeinen ist das Angebot im Bereich "reine Mathematik" an der TUM sehr begrenzt. Der Schwerpunkt der Uni liegt ganz klar auf Optimierung, diskreter Mathematik und vielleicht noch Numerik.

Außerdem kann ich dir ganz unabhängig davon nur davon abraten, dort zu studieren.


Funkana 2 oder Funktionentheorie 2 wurde einmal angeboten, aber was die reine Mathe angeht, wirds recht schnell recht dünn, da ist die LMU besser aufgestellt, aber auch nicht 'optimal'.
Ich mache an der TUM meinen Info Bachelor und saß teilweise in Grundlagen DiffGeo und Algebra 1 (neben anwendungsorientierten Sachen wie ADM, nichtlineare und diskrete Optimierung, welche ich für mein Anwendungsfach auch geschrieben hab) gehört.
Für die nicht anwendungsorientierte sondern reine Mathematik kann ich Deine Abraten von der TUM verstehen, aber fachlich sowie räumlich ist die Fakultät in Garching doch echt nicht schlecht, findest du nicht?
Und CFK all day, every day!
London Screaming
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Anmeldungsdatum: 04.04.2013
Beiträge: 203

BeitragVerfasst am: 27 Dez 2017 - 14:04:26    Titel:

Funktionentheorie 2 wird ab und an mal angeboten (unregelmäßig), aber um ehrlich zu sein: der Dozent ist ein dummes Arschloch (muss ich leider so deutlich sagen).
Funktionalanalysis 2 gibt es meines Wissens nach nicht, höchstens (einmalige Veranstaltungen wie) Operatortheorie oder Spektraltheorie. Aber auch Funktionalanalysis wird immer von verschiedenen Dozenten gehalten, man kann großes Glück haben und Prof. Brokate bekommen, der in meinen Augen einer der besten Professoren an der TUM ist oder man bekommt eben einen Vollidioten (war bei mir der Fall, das war jemand von gleichen Lehrstuhl wie der, der Funktionentheorie 2 hält). Auch der Inhalt kann hier stark variieren, bei mir wurde z.B. im gesamten Kurs nichts über Hilberträume durchgenommen - ein Thema, das eigentlich Bestandteil JEDER Funktionalanalysis-Vorlesung sein sollte.

Räumlich und technisch ist die TUM sicher (sehr) gut ausgestattet/aufgestellt - zumindest was Mathematik angeht.

Die Qualität der Ausbildung halte ich insgesamt aber für relativ schlecht. In der ersten Semestern hat man zwar meistens Vorlesungsteams, die sich sehr viel Mühe machen und wo man wirklich etwas lernt (der von Dir erwähnte CFK ist dafür ein gutes Beispiel - den hatte ich als Übungsleiter in Analysis 1 und 2). Du schreibst, dass Du Algebra 1, Differentialgeometrie: Grundlagen und ADM gemacht hast - ich bin mir ziemlich sicher, zu wissen, bei welchen Dozenten und deshalb kann ich Dir sagen, dass du vermutlich relativ "verwöhnt" bist, was deren Qualität angeht. In den spezielleren und vertiefenden Vorlesungen ein paar Semester später (die auch oft nicht mehr von Professoren selbst gehalten werden) sieht das aber ganz anders aus. Es gibt meistens keine Übungsblätter mehr, höchstens noch Präsenzübungen, in denen die Blätter viel zu voll und die Aufgaben meistens zu schwer sind, um sie selbst zu lösen. Die Möglichkeit, Blätter abzugeben und korrigeren zu lassen gibt es später so gut wie nie, d.h. man bekommt das gesamte Semester über absolut keine Rückmeldung und die gesamte Leistung wird anhand einer einzigen Klausur direkt nach Ende der Vorlesungszeit festgemacht. Hier möchte ich auch darauf hinweisen, dass die Prüfungsordnung in Mathematik vorsieht, dass alle Klausuren bis 5 ECTS eine Klausur über 60 Minuten und alle Vorlesungen mit >5 ECTS eine Klausur über 90 Minuten vorsehen. Jetzt kannst Du Dir sicher gut vorstellen, dass es schwer für die Professoren ist, den Stoff des gesamten Semesters bei 5 ECTS (also 150h Arbeit - laut Definition von "ECTS") in 60 Minuten (oder auch 90 Minuten) abzufragen. Manche Dozenten schreiben dann eine viel zu umfangreiche Klausur - den Nachteil davon hast Du als Student.

Das alles sind meiner Meinung nach Dinge, die an einer Uni, die einen solchen (ungerechtfertigten) Elitedünkel vertritt, wie die TUM es tut, nicht (in einem solchen Ausmaß) vorkommen sollten.

Abgesehen davon: zwar kenne ich die anderen von Dir genannten Unis nicht persönlich, habe mich aber mal mit dem Studienplan der RWTH auseinandergesetzt. Ich glaube, dass hier der Fokus stark auf Numerik, also angewandter Mathematik, liegt. Also eher nicht das, wonach Du zu suchen scheinst.
Bonn bietet in Sachen "reine Mathematik" sicher sehr viel Interessantes an, da kannst Du bestimmt nicht viel falsch machen!

Ansonsten kann ich Dir noch empfehlen, Dir mal die Uni Heidelberg anzuschauen, da gibt es auch sehr viel reine Mathematik (vor allem sehr spezielle Vorlesungen im Master).
Ich habe auch mal mit jemandem von der Uni Mainz gesprochen, der ähnliche Interessen hatte wie Du und der schien ziemlich zufrieden zu sein mit dem Mainzer Angebot (persönlich kann ich dazu aber absolut nichts sagen) - anschauen kannst Du Dir's ja mal.

Darf ich fragen, wieso du von Informatik zu reiner Mathematik wechseln möchtest? (Die Verbesserung der Chancen auf dem Arbeitsmarkt wird wohl kaum der Grund sein. Very Happy Very Happy )


Zuletzt bearbeitet von London Screaming am 03 Jan 2018 - 00:41:08, insgesamt einmal bearbeitet
cyrix42
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Anmeldungsdatum: 14.08.2006
Beiträge: 24252

BeitragVerfasst am: 29 Dez 2017 - 12:00:16    Titel:

Ich habe in Jena in meinem Hauptstudium (zum Diplom) zumindest eine Funk-Ana I, Topologische Algebra, Algebraische Geomtrie sowie Logik gehört, während ich weiß, dass auch Differentialgeometrie, ne ganze Reihe weiterer Analysis-Vorlesungen und sonstiger Spaß angeboten wurden. Ein Freund hat dann auch irgendwelchen Spaß mit Abtract Nonsense (Kategorien-Theorien) in seiner Promotion gemacht, d.h., da ist auch min. ein Algebraiker dabei, der da was macht.

Von Tribel an der Uni Jena ist mir auch als einzigem bekannt, dass er mal einen durchgängigen, 10-semestrigen Analysis-Kurs gehalten hat. Wink (Ok, meine Ana II hatte damals auch 6+4 SWS, was man dann später - im Sinne der Modularisierung - dann in zwei Vranstaltungen zerlegt hat. Wink )

Cyrix
Max Musterman
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Anmeldungsdatum: 09.02.2011
Beiträge: 144

BeitragVerfasst am: 03 Jan 2018 - 01:07:12    Titel:

London Screaming hat folgendes geschrieben:

Die Qualität der Ausbildung halte ich insgesamt aber für relativ schlecht. In der ersten Semestern hat man zwar meistens Vorlesungsteams, die sich sehr viel Mühe machen und wo man wirklich etwas lernt (der von Dir erwähnte CFK ist dafür ein gutes Beispiel - den hatte ich als Übungsleiter in Analysis 1 und 2). Du schreibst, dass Du Algebra 1, Differentialgeometrie: Grundlagen und ADM gemacht hast - ich bin mir ziemlich sicher, zu wissen, bei welchen Dozenten und deshalb kann ich Dir sagen, dass du vermutlich relativ "verwöhnt" bist, was deren Qualität angeht. In den spezielleren und vertiefenden Vorlesungen ein paar Semester später (die auch oft nicht mehr von Professoren selbst gehalten werden) sieht das aber ganz anders aus. Es gibt meistens keine Übungsblätter mehr, höchstens noch Präsenzübungen, in denen die Blätter viel zu voll und die Aufgaben meistens zu schwer sind, um sie selbst zu lösen. Die Möglichkeit, Blätter abzugeben und korrigeren zu lassen gibt es später so gut wie nie, d.h. man bekommt das gesamte Semester über absolut keine Rückmeldung und die gesamte Leistung wird anhand einer einzigen Klausur direkt nach Ende der Vorlesungszeit festgemacht.

Verwöhnt trifft es bei diesem Maßstab wohl auf den Punkt, das hab ich beim Infostudium sehr zu schätzen gelernt und möchte es nicht missen - sonst könnte ich auch einfach autodidaktisch Mathe lernen, käme aufs selbe hinaus.

London Screaming hat folgendes geschrieben:

Das alles sind meiner Meinung nach Dinge, die an einer Uni, die einen solchen (ungerechtfertigten) Elitedünkel vertritt, wie die TUM es tut, nicht (in einem solchen Ausmaß) vorkommen sollten.

Auf diesen 'Elitestatus' kann man doch eh getrost pfeifen, da dürfte keine Uni in Deutschland so herausstechen wie die echten Eliteunis in der Welt (das Angebot jeweiliger Faklutäten schon, um beim Thema zu bleiben). Ob das gut oder schlecht ist sei dahingestellt.

London Screaming hat folgendes geschrieben:

Ansonsten kann ich Dir noch empfehlen, Dir mal die Uni Heidelberg anzuschauen, da gibt es auch sehr viel reine Mathematik (vor allem sehr spezielle Vorlesungen im Master).
Ich habe auch mal mit jemandem von der Uni Mainz gesprochen, der ähnliche Interessen hatte wie Du und der schien ziemlich zufrieden zu sein mit dem Mainzer Angebot (persönlich kann ich dazu aber absolut nichts sagen) - anschauen kannst Du Dir's ja mal.


Ich wusste, ich hatte eine Uni in meiner Aufzählung vergessen und diese war Heidelberg.
Mainz werd ich mir anschauen, danke für diesen Tipp!

London Screaming hat folgendes geschrieben:

Darf ich fragen, wieso du von Informatik zu reiner Mathematik wechseln möchtest? (Die Verbesserung der Chancen auf dem Arbeitsmarkt wird wohl kaum der Grund sein. Very Happy Very Happy )


Hat begonnen mit der Mengenlehre und der obligatorischen Russellsche Antinomie, welche nicht aufgelöst wurde, sondern einfach im Raum stand über Gruppentheorie, was mir total die Rübe weggeblasen hat (wie abstrakt kann man Strukturen in der Mathematik herausarbeiten ⇒ Interesse für Kategorientheorie), "jeder Vektorraum hat eine Basis" via Auswahlaxiom/Zornsches Lemma, was schon wieder nicht näher erläutert wurde, Analysis Vorlesung in der nahezu kein Beweis vorkam und mündete schließlich bei der NumProg Vorlesung in der ständigen Frage, wieso dieses und jenes überhaupt funktioniert.
Also: Reines Interesse(#nsstudium), die Frage nach dem Wieso geht das? und nicht Wie geht das?

cyrix42 hat folgendes geschrieben:

Von Tribel an der Uni Jena ist mir auch als einzigem bekannt, dass er mal einen durchgängigen, 10-semestrigen Analysis-Kurs gehalten hat.


Das is mal ein ausdauender Dozent, hoffentlich kamen da auch einige nützliche Diplomanten und Doktoranten für ihn bei raus; klingt schonmal interessant, danke Dir
London Screaming
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Anmeldungsdatum: 04.04.2013
Beiträge: 203

BeitragVerfasst am: 04 Jan 2018 - 14:33:57    Titel:

In meinen Augen hast Du genau die richtige Motivation für ein Mathematikstudium. Die Frage nach dem "Wieso geht das?" wird hier sehr ausführlich beantwortet - aber das braucht Zeit, deshalb dauert das Mathematikstudium auch mehrere Jahre! Wink

Sollten Dein Interesse und Deine Motivation so bleiben, denke ich, dass Du das Mathematikstudium erfolgreich und zufrieden abschließen kannst - sofern Du bereit bist, karrieretechnisch Einbußen hinzunehmen (und die sind gerade in der reinen Mathematik nicht unerheblich!). Das soll aber kein "Abraten" sein, sondern eher eine (realistische) Warnung.

Allerdings bleibe ich dabei, dass ich von einem Mathematikstudium an der TUM definitiv nur abraten kann!!
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