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Strafarbeiten von Dozenten erlaubt?
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Bju
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Anmeldungsdatum: 09.01.2018
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 09 Jan 2018 - 02:53:53    Titel: Strafarbeiten von Dozenten erlaubt?

Hallo ihr Lieben,

da ich vor lauter Grübeln nicht schlafen kann, will ich mich nun hier mal mit euch austauschen.

In einem Kurs (Doppelseminar, 2x 1,5 Stunden an einem Tag in der Woche) aus dem Bereich Fachdidaktik besteht laut dem neuen Hochschulgesetz keine Anwesenheitspflicht. Die Dozentin hat auch nichts anderes verkündet. Es stehen diese und nächste Woche zwei Schulbesuche an, bei der wir in Gruppen unterrichten werden.

Aus gesundheitlichen Gründen habe ich nun an zwei Terminen gefehlt, an denen die Ansprechpartner von besagter Schule im Kurs waren. Zwischen diesen beiden Terminen hatten wir an einem Tag Zeit, im Kurs an unseren Entwürfen weiterzuarbeiten. Da hier ein Gruppenmitglied krank war, sich ein weiteres ebenfalls nicht fit fühlte und ich auch noch Termine hatte, war aus meiner Gruppe dann in der zweiten Sitzung an dem Tag keiner von uns da.

Die Gruppenarbeit hat trotzdem super geklappt und jeder hat seine Aufgaben zuverlässig erledigt.

Da keine Anwesenheitspflicht besteht und von der Dozentin weder ein Kommentar noch irgendeine Verwarnung erfolgte, habe ich mir keine Atteste ausstellen lassen und habe ihr nicht gemailt, sondern nur meine Gruppe informiert. Nun habe ich eine Mail von der Dozentin bekommen, ich solle bitte in ihre Sprechstunde kommen (ohne Angabe eines Grundes). Ich frage mich jetzt natürlich, ob sie mich zurechtweisen möchte, weil ich ja 2,5x quasi aufeinanderfolgend nicht da war.

Sollte sie das wirklich so stören - darf sie mich deswegen nachträglich (letzte Sitzung war am 14.12., da war ich nicht anwesend) zurechtweisen? "Darf" sie mich dafür in ihre Sprechstunde zitieren, und dürfte sie mir sowas wie eine Strafarbeit aufhalsen oder andere Konsequenzen verhängen, obwohl wie gesagt keine Anwesenheitspflicht besteht, ich in der Gruppe aktiv mitgewirkt habe und sie vor solchen Dingen weder zum Kursbeginn noch zum entsprechenden Zeitpunkt davor gewarnt hat?

Ich zermartere mir jetzt den Kopf, an wen ich mich eventuell hilfesuchend oder im Falle eines "Konfliktes" wenden kann (Asta, Fachbereichleitung, ...). Ich will ja nicht der faule Student sein, kann es auch verstehen, wenn sie mein Fehlen hintereinander nicht gut fand - aber unter den o.g. Umständen fände ich irgendeine aus dem nichts kommende Konsequenz trotzdem nicht ganz fair, da das nicht angekündigt war und ich jetzt vermuten würde, dass das eventuell rechtlich gar nicht zulässig wäre?

Habt ihr Erfahrungen mit sowas bzw. Tipps, wie ich reagieren kann, wenn sie tatsächlich mit einer Überraschungsaufgabe um die Ecke kommt?

Herzliche Grüße und Danke im Voraus! Smile
cyrix42
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Anmeldungsdatum: 14.08.2006
Beiträge: 24257

BeitragVerfasst am: 10 Jan 2018 - 00:02:05    Titel: Re: Strafarbeiten von Dozenten erlaubt?

Bju hat folgendes geschrieben:
Da hier ein Gruppenmitglied krank war, sich ein weiteres ebenfalls nicht fit fühlte und ich auch noch Termine hatte, war aus meiner Gruppe dann in der zweiten Sitzung an dem Tag keiner von uns da.


Super. Und die andere Seite kommt sich dann ziemlich veralbert vor, die euch etwas beibringen will...

Zitat:

Da keine Anwesenheitspflicht besteht und von der Dozentin weder ein Kommentar noch irgendeine Verwarnung erfolgte, habe ich mir keine Atteste ausstellen lassen und habe ihr nicht gemailt, sondern nur meine Gruppe informiert.


Nichtmal Bescheid zu sagen, dass man zu einem vereinbarten Termin nicht kommt, ist menschlich schon ziemlich schwach...

Zitat:

Nun habe ich eine Mail von der Dozentin bekommen, ich solle bitte in ihre Sprechstunde kommen (ohne Angabe eines Grundes). Ich frage mich jetzt natürlich, ob sie mich zurechtweisen möchte, weil ich ja 2,5x quasi aufeinanderfolgend nicht da war.


Na jedenfalls kann sie dir sagen, dass man so nicht miteinander umgeht. Versuche dich mal umgekehrt in ihre Position hineinzuversetzen. Als angehender Lehrer solltest du dich ja auch als Lehrender verstehen können:

Diejenigen, denen du was beibringen möchtest, zeigen keinerlei Interesse, erscheinen nicht zu den Terminen und halten es nicht einmal für nötig, Bescheid zu sagen. Du bereitest dich also unnötig vor; und die Schüler/Studenten wollen dann auch noch von dir, deren Leistung sie offensichtlich so gering schätzen, bescheinigt haben, dass sie alle Anforderungen auch ohne anwesend gewesen zu sein, noch sonst irgendetwas nachgewiesen zu haben, erfüllt haben.

Hm... Siehst du das Problem?

Zitat:

Sollte sie das wirklich so stören - darf sie mich deswegen nachträglich (letzte Sitzung war am 14.12., da war ich nicht anwesend) zurechtweisen?


Ach, mal wieder nicht für nötig befunden, in einer Sitzung, bei der du etwas hättest lernen können, anwesend zu sein?!

Zitat:

"Darf" sie mich dafür in ihre Sprechstunde zitieren, und dürfte sie mir sowas wie eine Strafarbeit aufhalsen oder andere Konsequenzen verhängen, obwohl wie gesagt keine Anwesenheitspflicht besteht, ich in der Gruppe aktiv mitgewirkt habe und sie vor solchen Dingen weder zum Kursbeginn noch zum entsprechenden Zeitpunkt davor gewarnt hat?


Natürlich musst du, wenn es keine Anwesenheitspflicht gibt, nicht unbedingt im Seminar vor Ort sein, um das zuvermittelnde Wissen zu erhalten und dessen Kenntnisse nachzuweisen. Im Seminar tust du das durch die aktive Mitarbeit. Aber wenn du nicht da bist, wie soll die Dozentin die attestieren, dass du dieses Wissen erhalten/ erarbeitet hast? Na klar kann sie einen entsprechenden Nachweis wie eine Hausarbeit o.Ä. ersatzweise verlangen, wenn du nicht mit deiner aktiven Mitarbeit dies schon nachgewiesen hast.

Zitat:

Ich zermartere mir jetzt den Kopf, an wen ich mich eventuell hilfesuchend oder im Falle eines "Konfliktes" wenden kann (Asta, Fachbereichleitung, ...).


In erster Linie würde ich dir empfehlen, mal daran zu denken, wie blöd du dich verhalten hast. Vielleicht mal an den eigenen Kopf fassen, bevor man andere Leute angeht, die sich für dich[!] engagieren, die du aber nur abschätzig behandelst und vor den Kopf stößt, dann aber was von diesen haben willst. Du solltest doch selbst feststellen, dass das nicht allzu clever ist...

Zitat:

Ich will ja nicht der faule Student sein,


Warum verhältst du dich dann so?!

Zitat:
aber unter den o.g. Umständen fände ich irgendeine aus dem nichts kommende Konsequenz trotzdem nicht ganz fair, da das nicht angekündigt war und ich jetzt vermuten würde, dass das eventuell rechtlich gar nicht zulässig wäre?


Was sagt dir denn dein gesunder Menschenverstand: Wofür willst du den Nachweis über 30h/CP * Anzahl_Credit_Points_des_Moduls geleisteten Arbeitsaufwand erhalten? Mit welcher Begründung soll die Dozentin dir bestätigen, dass du das in der Modulbeschreibung aufgeführte Wissen und entsprechende Kenntnisse erfolgreich erworben hast?

Dieser Nachweis kann durch aktive Mitarbeit erbracht werden, oder eben auch anders. Aber allein für den Akt der Anmeldung zum Modul, ohne je irgendeine sinnvolle Leistung erbracht zu haben? ...

Wie gesagt: Versuche dich mal in die Position hineinzudenken, wenn deine zukünftigen Schüler so mit dir umgehen, wie du es gerade mit deiner Dozentin versuchst...

Cyrix
jo icke eben
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Anmeldungsdatum: 08.09.2010
Beiträge: 4536

BeitragVerfasst am: 10 Jan 2018 - 01:02:11    Titel: Re: Strafarbeiten von Dozenten erlaubt?

Bju hat folgendes geschrieben:

Nun habe ich eine Mail von der Dozentin bekommen, ich solle bitte in ihre Sprechstunde kommen (ohne Angabe eines Grundes). Ich frage mich jetzt natürlich, ob sie mich zurechtweisen möchte, weil ich ja 2,5x quasi aufeinanderfolgend nicht da war.


Schwierig einzuschätzen. Es kann sein, dass sie dich auf den Vorfall anspricht. In jedem Fall ruhig und sachlich bleiben.

Was die Kommentare dieses anderen Users angeht: Mach dir nichts daraus. Es wird immer wieder User geben, die es total geil finden, wenn Sie andere User so richtig fertig machen und zurechtweisen können. Das verschafft Ihnen einen Gefühl der Erhabenheit und "etwas besseres" zu sein. Es gibt ihnen die Möglichkeit sich gut zu fühlen, wenn sie dir zeigen, wie schlecht du bist. Das sind Moralapostel, die in ihrem Leben noch nie etwas falsch gemacht haben und auch sonst immer perfekt sind. Insofern, mach dich nicht selber fertig und schau einfach, was bei dem Termin herauskommt.
cyrix42
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Anmeldungsdatum: 14.08.2006
Beiträge: 24257

BeitragVerfasst am: 10 Jan 2018 - 02:20:40    Titel:

Da hast du ja jetzt richtig viele Argument geliefert... Im Übrigen geht es in obigem Beitrag um Selbstreflexion.

Cyrix
jo icke eben
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Anmeldungsdatum: 08.09.2010
Beiträge: 4536

BeitragVerfasst am: 10 Jan 2018 - 14:18:20    Titel:

cyrix42 hat folgendes geschrieben:
Da hast du ja jetzt richtig viele Argument geliefert... Im Übrigen geht es in obigem Beitrag um Selbstreflexion.

Cyrix


Dann reflektiere sein Verhalten und hör auf es zu beurteilen, zu bewerten oder ihn verbal anzugreifen und nieder zu machen.

Nichtmal Bescheid zu sagen, dass man zu einem vereinbarten Termin nicht kommt, ist menschlich schon ziemlich schwach...

Ach, mal wieder nicht für nötig befunden, in einer Sitzung, bei der du etwas hättest lernen können, anwesend zu sein?!

In erster Linie würde ich dir empfehlen, mal daran zu denken, wie blöd du dich verhalten hast.
Bju
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Anmeldungsdatum: 09.01.2018
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 10 Jan 2018 - 14:18:29    Titel:

Vielen Dank für die freundlichen und sachlichen Rückmeldungen! Smile

Den vorwurfsvollen Beitrag kann ich nicht so wirklich ernst nehmen oder nachvollziehen.
Ich kenne dich nicht - genau so wenig kennst du mich und meine Arbeitseinstellung zur Uni. Das man immer gleich urteilen muss wenn jemand vielleicht mal aus gesundheitlichen oder familiären Gründen fehlt, bedarf genauso viel Selbstreflexion wie mein Verhalten.

Mir ist durchaus klar, dass es ungünstig ist an nicht unwichtigen Terminen zu fehlen. Da wir aber keine Anwesenheitspflicht haben (und selbst wenn, dürfte man dennoch 2x unentschuldigt fehlen), habe ich nicht Bescheid gegeben bzw. das nur mit meiner Gruppe besprochen, ob das für die in Ordnung ist.

Die Dozentin hätte jederzeit in den Seminaren davor oder zwischen meinen Fehlzeiten ansprechen könnten, dass sie dort Anwesenheit erwartet/voraussetzt bzw. sie eine Abmeldung möchte, wenn man fehlt. Ist nicht passiert, dann kann ich mich auch schlecht danach richten. An der zu dem Zeitpunkt anstehenden Gruppenarbeit (fand immer daheim statt) habe ich mich ja trotzdem aktiv beteiligt, wir sind da generell alle sehr zufrieden mit unserer Zusammenarbeit.

Als Prüfungsleistung sollen wir ein Portfolio anfertigen. Das sollte ja zeigen, ob ich die Inhalte des Seminars begriffen habe oder nicht. Ich bin hier ja nicht mehr in der Schule, sondern erwachsen. Wenn ich also aus gesundheitlichen oder familiären Gründen nicht aufnahmefähig bin und mir meine 1-stündige Autofahrt zur Uni nicht zutraue, bleibe ich zuhause - in dem Wissen, dass ich etwas nachbereiten bzw. mich erkundigen muss, was gemacht wurde.

Ich bin durchaus betroffen darüber, dass sie mich nun in ihre Sprechstunde zitiert, da ich damit nicht gerechnet habe. Hätte sie ihre Anforderungen klar kommuniziert oder mich sofort angesprochen, wenn ihr was nicht passt, hätte ich mich auch an ihre Ansage gehalten - Aber wenn sie das einfach stillschweigend hinnimmt, kann ich schlecht was besser machen.
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