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Wie Rechtschreibschwäche bekämpfen
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Monika93
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Anmeldungsdatum: 17.01.2018
Beiträge: 1

BeitragVerfasst am: 17 Jan 2018 - 19:01:02    Titel: Wie Rechtschreibschwäche bekämpfen

Hallo zusammen, ich möchte meine Rechtschreibung verbessern.

In der Schule wurde ich auf Legasthenie getestet. Ich hatte/habe aber keine. Meine Rechtschreibung hat sich in den (Schul)-Jahren auch verbessert. Ich habe auch keine Probleme mit der Groß- und Kleinschreibung, mit Grammatik, mit ss/ß oder so. Mir fällt es aber sehr schwer, "schwierige" Wörter zu schreiben. Besonders Fremdwörter. Ich habe da doch - meiner Meinung nach - eine Art Legasthenie. Ich kann mir nicht merken, wie man Wörter schreibt. Ich kann sehr schwer vom Sprechen darauf schließen, wie ein Wort geschrieben wird. Beispiele: Intellekt, Psychologie, Omnibus.

Ich würde gerne diese Rechtschreibschwäche angehen. Wenn ich aber nach Büchern, Software oder Online-Tools suche, werden dort hauptsächlich "Rechtschreibhilfe für Grundschüler" angeboten oder es geht darum, dass man Adjektive kleinschreibt (damit habe ich - wie gesagt - keine Probleme). Woran ich bisher gedacht habe, ich gehe den Duden durch, schreibe mir alle Wörter raus, mit den ich Probleme habe, und lerne die anschließend wie Vokabeln. Aber es sollte doch eine andere Möglichkeit geben. Am besten fände ich ein (Online)-Programm (gerne auch kostenpflichtig), bei dem man schwierige Wörter lernen kann. Wo einem das Wort vorgesprochen wird und man es anschließend schreiben muss.

Ich weiß, eigentlich sollte man "schwierige Wörter" lernen, indem man sie häufig genug liest. Das funktioniert aber leider nicht bei mir. Ich habe viele Wörter schon tausendfach gelesen und trotzdem weiß ich nicht, wie man sie schreibt bzw. bin mir sehr unsicher. Ein Grund, weshalb ich in den letzten Jahren mein Deutsch nicht verbessert habe, ist, dass ich eigentlich hauptsächlich am Computer/Handy/Tablet schreibe. Dort hat man immer eine Rechtschreibkontrolle. Ich habe also immer aus Bequemlichkeit Wörter einfach irgendwie geschrieben - ich habe schnell in die Tasten gehauen - und habe dann auf Korrektur gedrückt, ohne mir genau anzugucken, wie man das Wort nun richtig schreibt. Sehr dumm von mir, ich weiß.

Habt ihr also eine Idee, wie ich meine Rechtschreibschwäche angehen kann? Wie kann ich die Schreibweise von "schwierigen" Wörtern lernen?
Generaltoni
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Anmeldungsdatum: 30.12.2005
Beiträge: 1729
Wohnort: Im Ruhrpott

BeitragVerfasst am: 21 Jan 2018 - 22:09:22    Titel:

Ich weiß nicht, ob ich dir eine Hilfe anbieten kann: M I R hilft mein uralter Latein und Griechisch-Unterricht .. mit guten Wortbildung.

Bei dwds.de - gibt es viel, zumeist aber zu vollständige etymologische Angaben. Versuch mal deine Wort-Schwierigkeiten, mit deinen Angaben zu kontrollieren:
Bei https://www.dwds.de/wb/Psychologie – finden sich viele Hinweise auf Psyche et cetera.

Teste mal die anderen Beispiele, die dir ja auch aufgefallen sind.

Wer den Wortbefund bei Etymologie einordnen kann, hat viel erreicht, obwohl es auch eine Ausnahme von vielen „th-“-Bildung ist, die auch auf Griech. Und Latein zurückgehen....

Wenn du bei duden.de die Beispiele suchst, hast du es, glaube ich, noch einfacher:
https://www.duden.de/rechtschreibung/Intellekt

Dass du dir selber die schwierigen Wörter aufschreibst – hat das dann Erfolg?
beacce
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Anmeldungsdatum: 12.10.2017
Beiträge: 50
Wohnort: irgendwo im nirgendwo

BeitragVerfasst am: 22 Jan 2018 - 08:48:57    Titel:

Ich hab auch das Problem und versuche das mit Lesen zu verbessern Smile
Generaltoni
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Anmeldungsdatum: 30.12.2005
Beiträge: 1729
Wohnort: Im Ruhrpott

BeitragVerfasst am: 26 Jan 2018 - 17:10:08    Titel:

Stefan Zweig hat einmal eine wunderbar gerechte – für mein Verständnis – LiteraturTheorie für Ent- und Verstehen und sicherlich auch für Erfassen der Lautung und der Schriftzeichen formuliert, die auch psychoanalytisch durchsetzt ist, formuliert:

Aus Die Welt von Gestern, aus dem Kapitel Wieder in der Welt1]:

Da ich es immer als meine Pflicht empfand, bei fremden Werken oder Gestalten biographisch oder essayistisch den Ursachen ihrer Wirkung oder Unwirkung innerhalb ihrer Zeit nachzugehen, konnte ich in manchen nachdenklichen Stunden nicht umhin, mich zu fragen, in welcher besonderen Eigenschaft meiner Bücher ihr für mich so unvermuteter Erfolg eigentlich begründet war. Letzten Endes glaube ich, stammt er von einer persönlichen Untugend her, nämlich daß ich ein ungeduldiger und temperamentvoller Leser bin. Jede Weitschweifigkeit, alles Schwelgerische und Vage-Schwärmerische, alles Undeutliche und Unklare, alles Überflüssig-Retardierende in einem Roman, einer Biographie, einer geistigen Auseinander-setzung irritiert mich. Nur ein Buch, das ständig, Blatt für Blatt, die Höhe hält und bis zur letzten Seite in einem Zuge atemlos mitreißt, gibt mir einen vollkommenen Genuß. Neun Zehntel aller Bücher, die mir in die Hand geraten, finde ich mit überflüssigen Schilderungen, geschwätzigen Dialogen und unnötigen Nebenfiguren zu sehr ins Breite gedehnt und darum zu wenig spannend, zu wenig dynamisch. Selbst bei den berühmtesten klassischen Meisterwerken stören mich die vielen sandigen und schleppenden Stellen, und oft habe ich Verlegern den kühnen Plan entwickelt, einmal in einer übersichtlichen Serie die ganze Weltliteratur von Homer über Balzac und Dostojewskij bis zum ›Zauberberg‹ mit gründlicher Kürzung des individuell Überflüssigen herauszugeben, dann könnten alle diese Werke, die zweifellos überzeitlichen Gehalt haben, erneut lebendig in unserer Zeit wirken.


So konzentriert, so wahr, wahr-haft sind Zweigs Bücher, Blatt für Blatt – seine Novellen, seine Essays - Blatt für Blatt – für mich (wenigstens).

Der Germanist Sørensen schreibt dazu: „Diesem ästhetischen Credo blieb er [SZ] auch in seiner letzten Erzählung [der Schachnovelle] treu. Bengt Algot Sørensen: Stefan Zweig: Schachnovelle. In: S. 256. Interpretationen: Erzählungen des 20. Jahrhunderts. Bd.. 1. Stuttgart 1996, S. 251 – 263; hier S. 257.


Also: LESEN trifft auch immer die verstehbaren Voraussetzungen in einem selbst, im SELBST.
Lio81M
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Anmeldungsdatum: 13.11.2016
Beiträge: 7

BeitragVerfasst am: 12 März 2018 - 16:26:28    Titel:

Ich würde an deiner Stelle das ganze professionell angehen. Habe ich auch getan und hat mir ein ganzes Stück weitergeholfen. Suche dir eine Beratungsstelle in deiner Nähe und lasse dir dort einfach am Telefon einen Termin geben.
Ist leider mit viel Arbeit und Selbstdisziplin verbunden, aber es geht!
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