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Aufbaufrage schwerer Fall des Bandendiebstahls
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Hexe400
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Anmeldungsdatum: 09.02.2018
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 09 Feb 2018 - 14:18:09    Titel: Aufbaufrage schwerer Fall des Bandendiebstahls

Hallo liebe Foristen,

ich habe ein paar Probleme, in meinen aktuellen Fall zu kommen. Vielleicht könnt Ihr mir auf die Sprünge helfen....?

Und zwar geht es um folgenden (verkürzten) Sachverhalt:

A, B und C wollen künftig gemeinsam nachts Schmuck aus Juweliergeschäften klauen. Sie sprechen ihre einzelnen Aufgaben dazu ab.
A ist kräftig und soll mit einem Gullideckel die Schaufenster einwerfen,
B soll in die Auslage klettern und den Schmuck einsammeln.
Cs Aufgabe besteht darin, geeignete Geschäfte zu suchen und die Zufahrtsstraße weiter entfernt zu überwachen.

Ich sehe folgende Delikte als in Betracht kommend:

§ 242 I i.V.m. § 243 I S2. Nr.1
§ 244 I Nr.2
§ 303 I

Jeder der drei Beteiligten hat bestimmte Teile der Delikte verwirklicht.

Wie sollte man die Prüfung am besten aufbauen? Getrennt oder zusammen? Letzteres habe ich selten gemacht bisher.....

LG und ein schönes Wochenende

Hexa
Porfavor
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Anmeldungsdatum: 18.11.2008
Beiträge: 1477
Wohnort: Mainz

BeitragVerfasst am: 18 Feb 2018 - 00:51:55    Titel:

Ich würde getrennt prüfen - erst B als denjenigen, der die objektiven Tatbestandsmerkmale verwirklicht, dann A und C über § 25 I StGB, wobei man dann hier auch alle Delikte zusammenfassen könnte, sofern überall eine Zurechnung zu bejahen ist.

Im Übrigen: Was ist mit § 244a StGB (gewerbsmäßiger Bandendiebstahl)? Deswegen dann auch §§ 242 I, 243 I 2 Nr. 3 (welcher natürlich zurücktritt)
Weiter in Betracht kommt § 244 I Nr. 1 lit. a Alt. 2 StGB (Gullideckel; weiß aber nicht, ob das reicht)
Schließlich könnte § 315b I Nr. 2 StGB erfüllt sein.

Für die Gewerbsmäßigkeit müsste der Sachverhalt natürlich etwas hergeben, aber das vermute ich einmal.

Ich gehe natürlich davon aus, dass die Taten so auch begangen werden. Ansonsten müssen wir über § 30 StGB reden.
Hexe400
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Anmeldungsdatum: 09.02.2018
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 22 Feb 2018 - 10:46:55    Titel:

Guten Morgen,
Hallo Porfavor,

ja, stimmt...§244a ist da wohl einschlägig.

Ist es folgendermaßen korrekt:

1. Ich beginne mit der Prüfung von B bzgl. §§242 iVm 243 (spreche hier bereits bei §243 A an, 25 II)

2. So dann gleich §244a bzgl. B (oder vorher noch §244 I Nr.2?)

3. §244a für A

4. §244a für C

Oder kann/soll man gleich mit §244a anfangen und dort dann §§242, 243 inzident prüfen?

LG Hexe
Porfavor
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Anmeldungsdatum: 18.11.2008
Beiträge: 1477
Wohnort: Mainz

BeitragVerfasst am: 22 Feb 2018 - 20:27:16    Titel:

Im Grunde ist es deine Entscheidung, wie du aufbaust. Wenn du eine Qualifikation prüfst, die als Tatbestandsmerkmale all das enthält, was Merkmale des besonders schweren Falls sind (so etwas wie (!) eine Qualifikation), dann halte ich es für sinnlos, den besonders schweren Fall zu prüfen. Der ist schließlich nur Strafzumessungsregel. Bevor ich mir über die Strafzumessung Gedanken mache, muss ich aber erst einmal wissen, ob das Grunddelikt nicht im Wege der Spezialität zurücktritt.
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