Studium, Ausbildung und Beruf
 StudiumHome   FAQFAQ   RegelnRegeln   SuchenSuchen    RegistrierenRegistrieren   LoginLogin

Zivilrecht für Fortgeschrittene in Tübingen bei Dr. Waibel
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen
Foren-Übersicht -> Jura-Forum -> Zivilrecht für Fortgeschrittene in Tübingen bei Dr. Waibel
 
Autor Nachricht
JuraStudentin
Newbie
Benutzer-Profile anzeigen
Newbie


Anmeldungsdatum: 16.08.2005
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 16 Aug 2005 - 17:17:56    Titel: Zivilrecht für Fortgeschrittene in Tübingen bei Dr. Waibel

Hallo ich schreibe Zivilrecht Groß in Tübingen bei dem Privatdozenten Dr. Dieter Waibel.
Schreibt hier jemand auch diese Hausarbeit? Ich suche jemanden mit dem ich mich ein wenig austauschen kann.

Liebe Grüße
JuraStudentin
Newbie
Benutzer-Profile anzeigen
Newbie


Anmeldungsdatum: 16.08.2005
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 18 Aug 2005 - 10:36:39    Titel:

Privatdozent Dr. Dieter Waibel Wintersemester 2005/2006


Übung im Zivilrecht für Fortgeschrittene

1. Ferienhausarbeit
Am 20.4.1997 schloss A mit der S-Steuerberatungsgesellschaft mbH (im folgenden: S-
GmbH) einen Geschäftsbesorgungsvertrag zum Erwerb einer Immobilie zwecks Steuerersparnis
ohne Eigenkapital. Die Verhandlungen hierüber sowie der Abschluss des Geschäftsbesorgungsvertrages
erfolgten in den Wohnräumen des A, durch den für die S-GmbH tätigen
Vermittler V. In derselben Urkunde, jedoch textlich getrennt, erteilte A der S-GmbH, deren
Geschäftsführer als Rechtsanwalt zugelassen war, die selbst aber über keine Erlaubnis zur
Rechtsbesorgung verfügte, eine umfassende Vollmacht zum Abschluss aller Rechtsgeschäfte
im Zusammenhang mit der Vorbereitung und Durchführung des Eigentumserwerbs. Die
Vollmacht sollte vom Inhalt und Bestand des Geschäftsbesorgungsvertrages unabhängig sein.
Zu den übernommenen Aufgaben zählte der Abschluss des Immobilien-Kaufvertrags, des
Darlehensvertrags sowie aller erforderlichen Sicherungsverträge, nicht jedoch eine eventuelle
gerichtliche Vertretung des A. Der Geschäftsbesorgungsvertrag nebst Vollmacht wurde notariell
beurkundet.

Ebenfalls am 20.4.1997 unterzeichnete A gegenüber V Formulare der B-Bank, die mit „Übermittlung
von Daten an die Schufa“ und „Bankauskunftsverfahren“ überschrieben waren,
ferner eine Einzugsermächtigung sowie eine Selbstauskunft, der Gehaltsnachweise beigefügt
waren. Gleichzeitig unterzeichnete A einen vorgedruckten, der Kaufpreisfinanzierung dienenden
Kreditantrag der B-Bank. Diese Unterlagen waren der S-GmbH von der B-Bank zuvor
überlassen worden und wurden der B-Bank wenige Tage später durch die S-GmbH übermittelt.


Im folgenden wurde der Darlehensvertrag abgeschlossen. Hierbei lag der B-Bank die notarielle
Ausfertigung des Angebots auf Abschluss eines Geschäftsbesorgungsvertrages nebst Treuhandvollmacht
vor, nicht jedoch die entsprechende Annahme der Treuhandvollmacht durch
die S-GmbH. Durch notariellen Vertrag vom 15.5.1997 kaufte die S-GmbH namens des A die
Immobilie vom Bauträger Z. Am 18.5.1997 zahlte die B-Bank die Darlehensvaluta auf ein für
A bei der S-GmbH geführtes Konto aus. Zur Sicherheit wurde das Darlehen grundpfandrechtlich
abgesichert, zudem trat A am 19.5.1997 seine Rechte aus einer Lebensversicherung an
die B-Bank ab. Im Bestätigungsschreiben an den A wies die B-Bank darauf hin, dass sie das
Projekt nur finanziere, aber mit dem Vertrieb der Immobilie an sich nichts zu tun habe.


Bis zum 30.6.2004 erbrachte A Zins-und Tilgungsleistungen in Höhe von insgesamt ca. €
40.000,00; gleichzeitig konnte er aber auch zahlreiche Steuervorteile realisieren.

Der Immobilienkauf entpuppte sich zuletzt als großes Verlustgeschäft. Es stellte sich nämlich
heraus, dass das Objekt von Z ursprünglich viel zu hoch bewertet und entsprechend zu teuer
verkauft worden war und es sich – wie zuvor von V angepriesen – nicht allein durch Steuervorteile
und Mieteinkünfte abzahlen ließ. Einem Verkehrswert der Immobilie von ca. DM
110.000,00 stand 1997 ein Kaufpreis und zu finanzierender Gesamtaufwand von ca. DM
190.000,00 gegenüber; zudem war im Kaufpreis eine verdeckte Innenprovision von ca. 15 %
des Kaufpreises enthalten gewesen, was dem A nicht bekannt war.

A überlegt, wie er seine Verluste wieder gutmachen kann.

Er bittet Sie um Auskunft darüber, ob der zwischen ihm und der B-Bank abgeschlossene Darlehensvertrag
wirksam zustande gekommen ist. Nach Möglichkeit möchte sich A sowohl von
seiner Immobilie, als auch von dem Darlehen verlustfrei lösen, da er sich insgesamt von den
Beteiligten getäuscht fühlt. Darüber hinaus verlangt er die Rückzahlung aller für das Darlehen
erbrachter Zins- und Tilgungsleistungen sowie die Rückabtretung der Lebensversicherung. Da
der Bauträger Z mittlerweile aber Insolvenz anmelden musste, möchte A nur gegen die B-
Bank vorgehen.

Kann A Ansprüche gegen die B-Bank geltend machen und wenn ja, ist deren Durchsetzung
wirtschaftlich sinnvoll? Auf eine eventuelle Verjährungs-und Gesamtbetragsproblematik ist
nicht einzugehen.

Abwandlung: Ändert sich etwas, wenn A anstatt einer Immobilie unter sonst gleichen Bedingungen
einen Anteil an einem geschlossenen Immobilienfonds als Steuersparmodell erworben
hätte und sich die Investition ebenfalls als großes Verlustgeschäft herausstellte?
Men in Black
Newbie
Benutzer-Profile anzeigen
Newbie


Anmeldungsdatum: 15.09.2005
Beiträge: 1

BeitragVerfasst am: 15 Sep 2005 - 20:06:49    Titel:

hast denn schon ne Lösungsskizze?
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Foren-Übersicht -> Jura-Forum -> Zivilrecht für Fortgeschrittene in Tübingen bei Dr. Waibel
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Seite 1 von 1

 
Gehe zu:  
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.

Chat :: Nachrichten:: Lexikon :: Bücher :: Impressum