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Unterhalt für Studium anrechenbar auf Erbe ?
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Zsinj_de
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Anmeldungsdatum: 05.09.2005
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 05 Sep 2005 - 20:59:44    Titel: Unterhalt für Studium anrechenbar auf Erbe ?

Hallo,

ich habe folgende Frage:

Mein Bruder macht ein Studium und bekommt monatliche Unterstützung von meinen Eltern, da er kein Bafög bekommen würde. Ich habe eine Ausbildung gemacht nach der Schule und gleich selber mein Geld verdient und habe somit nie Unterstützung während der Ausbildungszeit von meinen Eltern bekommen. Kann oder muss die Summe die mein Bruder über all die Jahre erhalten hat (immerhin mehrere zehntausend EURO) auf das Erbe was wir von unseren Eltern erhalten werden angerechnet werden und müßte ich dann entsprechend mehr erben oder werden solche Zahlungen dabei dann nicht berücksichtigt ?

Danke im voraus Smile

Gruß
Matthias
Whoooo
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Anmeldungsdatum: 08.06.2005
Beiträge: 8988

BeitragVerfasst am: 05 Sep 2005 - 21:10:47    Titel:

lol
als nichtjurist würd ich sagen, dass das nicht anrechenbar ist, immerhin sind deine eltern zu disem unterhalt verpflichtet, ausserdem ist das geld ja noch zu deren lebzeiten deinem bruder zur verfügung gestellt worden.

aber allein dieser post ist satt.. deinen bruder so krass um die unterstützung beneiden und dann auch noch jezuz schon ums erbe streiten.. entweder hast du das ganze hier absolut falsch formuliert (was ich hier mal hoffe) und anders gemeint, oder du bist echt absolut geldgeil und herzlos.
Zsinj_de
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Anmeldungsdatum: 05.09.2005
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 05 Sep 2005 - 22:00:49    Titel:

also erstmal interessiert mich der Sachverhalt im allgemeinen, ob man da was anrechnen darf / kann / muss ...
Leider hat mein Bruder mittlerweile seit mehr als 4 Jahren so getan als würde er studieren ... nicht zu Vorlesungen und Prüfungen gegangen und ist mittlerweile rausgeflogen. Ich finde es von Ihm absolut unfair gegenüber meinen Eltern, wie er sie da 4 Jahre lang belogen, betrogen und auf deutsch gesagt bes.chissen hat ... Mir geht es auch nicht darum mehr geld zu bekommen. ich stehe wie gesagt schon seit jahren auf eigenen beinen. allerdings ist es meinem rechtsempfinden nach eine schweinerei, 4 Jahre lang die kohle zu nehmen, nichts zu machen dafür und es gibt dann keinerlei möglichkeit irgendwas zu machen ... Jetzt hat er 4 Jahre lang Geld bekommen, nichts gemacht und verlangt weitere Unterstützung. wegen mir können meine eltern ihr geld auch ausgeben und es erbt keiner was ... aber das haus wird wohl übrig bleiben .

im übrigen verbitte ich mir hier als herzlos und neidisch hingestellt zu werden. ich hätte auch studieren können und habe mich anders entschieden und habe somit kein problem damit, dass er studieren wollte ... wenn er es denn getan hätte.

Oder noch etwas anders gefragt. Kann man den Unterhalt mit Zahlungen aufrechnen, die ich eventuell zu Lebzeiten meiner Eltern bekomme ?

So jetzt hoffe ich mal auf eine vernünftige Antwort.

Matthias
Stormcrow
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Anmeldungsdatum: 03.06.2005
Beiträge: 421
Wohnort: Mössingen

BeitragVerfasst am: 05 Sep 2005 - 22:18:09    Titel:

Whooo hat recht...
Im Erbfall wird nur das Momentanvermögen vererbt, was deine Eltern all die Jahre für ihre Kinder ausgegeben haben fällt da bei Gott nicht rein.
Mehr kann man dazu nicht sagen.

Und ich hoffe du fühlst dich jetzt nicht ausgegrenzt Wink
Zsinj_de
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Anmeldungsdatum: 05.09.2005
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 05 Sep 2005 - 22:20:55    Titel:

danke, das reicht mir als antwort
Whoooo
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Anmeldungsdatum: 08.06.2005
Beiträge: 8988

BeitragVerfasst am: 05 Sep 2005 - 22:30:53    Titel:

wenn deine eltern das ähnlich sehen wie du, dann kannst du bestimmt zu ihren lebzeiten (sprich jetzt) mit ihnen über eveltuelle 'ausgleichszahlungen' reden. was du bekommst, solang deine eltern noch leben, hat nichts mit erben zu tun. so kannst du vielleicht jetzt schon 'gerechtigkeit' bekommen. ausserdem braucht man soche finanzspritzen sowieso eher, wenn man jung ist und nicht ein so grosses einkommen hat.
Ass.Jur.
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Anmeldungsdatum: 26.08.2005
Beiträge: 134
Wohnort: Münster

BeitragVerfasst am: 07 Sep 2005 - 10:18:31    Titel:

Also vorausschicken möchte ich einmal folgendes:

Bin überhaupt kein Freund von Beschimpfungen in öffentlichen Foren, in denen um Hilfe bei einer Problem- oder Fragestellung gebeten wird.

@ whoooo: Die Motivation der Fragestellung dürfte dich nicht interessieren, im übrigen wurdest du nicht um eine persönliche Wertung gebeten. Finde deine anmaßenden Äußerungen über die innere Einstellung des Kollegen schlichtweg dreist.

Ferner ist die Frage wieder einmal nicht so leicht abzutun. Grundsätzlich habt ihr Recht, wenn ihr sagt, dass nur das im Zeitpunkt vorhandene Vermögen als Erbmasse anzusehen ist. Grundsätzlich gilt ferner, dass die Eltern, abgesehen von der Erfüllung ihnen obliegender Unterhalts- und sonstigen Verpflichtungen, mit ihrem Vermögen machen können, was sie wollen.
Dennoch beantwortet ihr die Frage für den hier vorliegenden Fall ein wenig zu vorschnell, da in diesem Zusammenhang Regelungen aus dem Pflichtteilsrecht, sofern sie für den vorliegenden Fall zutreffen, Bedeutung haben können.

§ 2315 BGB:
Danach sind zu Lebzeiten erfolgte Zahlungen auf den Pflichtteil anzurechnen, wenn vertraglich zwischen Erblasser und Zuwendungsempfänger geregelt ist, dass die Zahlungen auf den Pflichtteil anzurechnen sind.

Dieser Fall ist hier durchaus möglich, evtl. besteht eine solche Regelung zwischen deinen Eltern und deinem Bruder.

Außerdem besteht ein Pflichtteilsergänzungsanspruch nach § 2325 BGB, wonach der Pflichtteilsberechtigte bei Schenkungen, die nicht mehr als 10 Jahre ggü. dem Erfall zurückliegen, Erhöhung seines Pflichtteilsanspruchs verlangen kann.
Auch dieser Fall ist hier denkbar. Ggf. haben deine Eltern einen Teil der Zuwendung als Unterhalt geleistet und einen anderen Teil als Schenkung oder über die gewöhnlichen Unterhaltszahlungen hinaus weitere Geldgeschenke gemacht.

Das sind die Möglichkeiten, die du hast Zsinj_de. Ob du sie in Anspruch nehmen kannst, musst du dann selbst untersuchen. Jedenfalls konnte man nicht einfach pauschal behaupten, es gäbe keinerlei Möglichkeit, die Geldzahlungen irgendwie auf das Erbe anrechnen zu lassen.
Ass.Jur.
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Anmeldungsdatum: 26.08.2005
Beiträge: 134
Wohnort: Münster

BeitragVerfasst am: 17 Sep 2005 - 21:02:07    Titel:

Ergänzung:

§ 2050 BGB ordnet sogar ausdrücklich eine Ausgleichungspflicht des zu Lebzeiten im Vergleich zu den anderen Abkömmlingen mehr Erhaltene an.
Allerdings wiederum nur für die gesetzliche Erbfolge. Ob es für die gewillkürte Erbfolge eine vergleichbare Regelung gibt, weiß ich nicht.
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