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Jura studieren trotz Vorstrafen
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anonym
Gast






BeitragVerfasst am: 18 Jun 2004 - 20:41:27    Titel: Jura studieren trotz Vorstrafen

Hallo,
kann man Jura studieren trotz Vorstrafen?

Habe gelesen, dass das Justizministerium individuell Jurastudenten zum 2 jährigen Vorbereitungsdienst einstellt und auch zum 2.Examen.
Wollen vorher einen Antrag mit handgeschriebenem Lebenslauf und Polizeiführungsregister (??wieso das denn ?)

Hat nicht jeder das recht auf die Referendariatszeit und auf die 2.Prüfung ?
missmaniac
Gast






BeitragVerfasst am: 19 Jun 2004 - 10:54:43    Titel:

als referendar stehst du in einem öffentlich-rechtlichen arbeitsverhältnis. ein polizeil. führungszeugnis ist unabdingbar.
Angie
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Anmeldungsdatum: 25.05.2004
Beiträge: 525

BeitragVerfasst am: 19 Jun 2004 - 11:29:25    Titel:

Ganz genau wie missmaniac schrieb Smile
Im öffentlich-rechtlichen Arbeitsverhältnis ist ein polizeiliches Führungszeugnis erforderlich.
Es kann Dich keiner dran hindern, an der Uni trotz Vorstrafe zu studieren. Aber ein "Recht auf Referendariat" gibts nicht Smile Es gibt gar kein Recht darauf, von irgendwem eingestellt zu werden - und das Ministerium kann die Richtlinien für eine Einstellung selbst festlegen. Führungszeugnis gehört da nunmal dazu.
Gast







BeitragVerfasst am: 17 Jul 2004 - 14:04:27    Titel:

das Jurastudium und das erste Staatsexamen kann von jedem aufgenommen und abgelegt werden. schließlich ist das Recjht auf Bildung grundgesetzlich gesichert. Hinsichtlich der Voraussetzungen einer Einstellung in den juristischen Vorbereitungsdienst empfehle ich dir in einem entsprechendem JAG deines Landes nachzuschlagen. Der Kommentar von Angie ist völlig falch, was das Recht auf eine Einstellung angeht. Sie verwechslt wohl das Recht auf Arbeit in der privaten Wirtschaft mit der öffentlich- rechtlichen Einstellungspflicht, soweit die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt sind. Insoweit empfehle ich Ihr den Gesetzeswortlaut zu beachten, der keinerlei Ermessen vorsieht. In NRW kann eine Einstellung in der Regtel abgelehnt werden, wenn der Bewerber zu einer Freiheitsstrafe von 10 Monaten rechtskräftig verurteilt worden ist. Insoweit greift eine gesetzliche Vermutung für die Nichtbefähigung.
mfg, mari
Angie
Senior Member
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Anmeldungsdatum: 25.05.2004
Beiträge: 525

BeitragVerfasst am: 17 Jul 2004 - 14:11:42    Titel:

Wo bitte findet sich eine Rechtsgrundlage für die "öffentlich-rechtliche Einstellungspflicht"???
Gast







BeitragVerfasst am: 22 Jul 2004 - 14:17:26    Titel:

hi angie,
das Referendariat entspricht einem oeffentlich- rechtlichem Einstellungtsverhaeltnis (leider nicht mehr einem Beamtenverhaeltnis auf Zeit, dass war den Laendern zu teuer). Nachzuschlagen in z. B. ca. 30 ff. JAG NW. Demach ist einem Antarg auf Einstallung zu entsprechen. Insowiet besteht eine Einstellungspflicht, soweit das erste juristische Staatsexamen vorliegt und der Antragsteller einer Einstellung wuerdig ist.
werde noch heute nach der Randnummer im Gesetz sehen und gebe dir den genauen wortlaut wieder
mfg, mari
Gast







BeitragVerfasst am: 23 Jul 2004 - 08:33:02    Titel:

Schau mal hier:

http://www.nebenjob.de/njspez/ratgeber_07_inhalt.html
1000.gast
Gast






BeitragVerfasst am: 23 Jul 2004 - 09:54:05    Titel: *häh* ;-)

@gast (23.07.04)

????

Der Beitrag passt hier nicht rein, gehört wo anders hin, oder?
Gast







BeitragVerfasst am: 23 Jul 2004 - 11:40:52    Titel:

also engie,
hier die Norm, von denen Du glaubtest, dass es solche nicht gaebe:
30 I JAG NW ''wer die erste Pruefung bestanden hat, WIRD nach Massgabe der... im Rahmen eines OEFFENTLICH- RECHTLICHEN Ausbildungsverhaeltnisses... aufgenommen".
So, ich verweise auf das erste Semester und die Wortlautauslegung! (das Entsprechende habe ich gross geschrieben.)
Ferner laesst sich aus 30 III JAG NW ein Rueckschlussargument ziehen.
Demnach; '' Ein Rechtsanspruch auf Aufnahme... im bestimmten OLG Bezirk odetr Termin besteht nicht ''. Wie sich aus der Norm ergibt, ist der Anspruch auf Aufnahme begrenzt aber wohl gegeben. Die Norm benennt die Verpflichtung selbst als einen Rechtsanspruch.
Des weiteren kann sich sehr wohl ein Aspruch auf Einstellung in einen oeffentlich- rechtlichen Dienst aus Art. 3 I GG ergeben. Soweit ich mich erinnern kann, sind Grundrecht Stoff des zweiten Semesters!
Also: informienern, besser aufpassen und weniger mit Halbwissen falsche Schluesse verbreiten!
mfg, mari
Gast







BeitragVerfasst am: 27 Jul 2004 - 16:37:39    Titel:

liebe miss maniac,
um einige Missverstaendnisse aus dem Weg zu raemen, wollte ich anmerken, dass mein Kommentar eine Antwort auf Angies Kommentar von 19.06 ist. So wurde auch meine Anwort eingeleitet. Angie lehnte dabei eine EinstellungsPFLICHT ins REFERENDARIAT ab. Wie ich bereits anmerkte, besteht diese sehr wohl, auch wenn der Antragsteller vorbestraft ist. Diese darf jedoch nicht 10 Monate Freiheitsstrafe uebersteigen (siehe 30 jag nw). Die von Dir angefuehrte UNWUERDIGKEIT ist ein offenner Rechtsbegriff und finden sicherlich eine Konkretisierung in einer entsprechenden Norm oder es greift eine gesetzliche Vermutung in einem entsprechendem JAG Deines Landes.
Was die Anmerkung hinsichtlich des Art. 3 I GG angeht, bezog ich mich ebenfalls auf Angies generelle Festestellung von 19. 06, dass es einen Anspruch auf Einstellung u. a. ins oeffentlich- rechliche Verhaeltniss nicht gaebe.
Ferner beabsichtige ich nicht, dass beine Beitraege denunzieren sollten. Bin aber der Ansicht, dass einem Hilfesuchendem nicht geholfen ist, wenn falsche Informationen verbreitet werden. Man koennet insofern Anmerken, ohne dabei zynisch wirken zu wollen: '' Schusster bleib bei deinen Leisten''
mari
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