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Ärger mit dem Vermieter und seinem Anwalt
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frank370
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Anmeldungsdatum: 16.09.2005
Beiträge: 1

BeitragVerfasst am: 16 Sep 2005 - 21:29:41    Titel: Ärger mit dem Vermieter und seinem Anwalt

Ich habe am 31.08.05 meinem Vermieter das Mietverhältnis gekündigt und ihn darum gebeten, schon zum 15.10., mit Hilfe von Nachmietergestellung, auszuziehen. Desweiteren bat ich ihn um Einstellung einer Kautionsratenzahlung. Mit beiden Punkten erklärte er sich einverstanden. Ich suchte 5 potentielle Nachmieter und er schaltete selbst auch eine Anzeige.
Doch heute bekam ich ein Schreiben seines Anwaltes. Darin wird behauptet, dass ich meine letzte Miete nicht bezahlt haben soll, welches ich aber beweisen kann. Ebenso wurde ich darauf hingewiesen, dass das Mietverhaltnis noch bis 30.11.05 läuft und ich die Restliche Kaution binnen 2 Wochen zu zahlen habe. Und jetzt kommt der Hammer. Ich soll Anwaltsgebühren in Höhe von 588,70 € zahlen. Er berechnete 12x475,00€ Miete plus Mietrückstand und Kaution von 1135,00€. Gesamtsumme: 6835,00€
Ist hierbei überhaupt irgendetwas in Ordnung, wobei ich meinen Verpflichtungen immer pünktlich nachgekommen bin??
Was kann und was sollte ich tun???
Bitte helft mir.
mfg frank370 Crying or Very sad
Angie
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Anmeldungsdatum: 25.05.2004
Beiträge: 525

BeitragVerfasst am: 17 Sep 2005 - 13:02:19    Titel:

Meines Erachtens musst Du die Anwaltsrechnung NUR DANN bezahlen, wenn Du Dich im Verzug befindest! Wenn Du nachweisen kannst, dass Du die fällige Forderung (Miete) beglichen hast, z. B. durch Vorlage des entsprechenden Kontoauszugs, musst Du seinen Anwalt nicht bezahlen - das muss er dann nämlich selbst.

Wieso musst DU noch Kaution nachzahlen, wenn Du gekündigt hast??

Und gibt es Zeugen oder Schriftstücke, die belegen können, dass Kündigung zum 15.10. vereinbart war?
Ass.Jur.
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Anmeldungsdatum: 26.08.2005
Beiträge: 134
Wohnort: Münster

BeitragVerfasst am: 17 Sep 2005 - 14:24:38    Titel:

Shocked
Das ist ja mal ein dicker Hund. Wenn man sowas hört, mag man es nicht für möglich halten, aber es scheint sich ja tatsächlich so abgespielt zu haben.

Zur Sachverhaltsklärung folgende Fragen zum Einstieg:
1. Die bitte um Einstellung der Kautionsratenzahlung bezieht sich auf eine Vereinbarung zwischen dir und dem Vermieter, nachdem du berechtigt bist, die dem Vermieter geschuldete Kaution in Raten zu zahlen ??? (vgl. § 551 II BGB)

2. Wie lange dauerte das Mietverhältnis bereits und war es auf einen gewissen Zeitraum beschränkt? Du warst tatsächlich nicht mir der Miete in Rückstand?

3. Wie hoch ist die Kautionsleistung, die du bereits erbracht hast bzw. in welcher Höhe steht die Kaution noch aus?

4. Warst du zuvor bereits mit dem Vermieter in Streit geraten über die Umstände der Beendigung des Mietverhätlnisses?

Setze dich umgehend mit deinem Vermieter bzw. dessen Anwalt in Verbindung und bringe in Erfahrung, warum der Vermieter seinem Anwalt den Auftrag erteilt hat. Die Berechnungsgrundlage für die Anwaltsgebühren erscheint mir gemäß deiner Sachverhaltsschilderung utopisch. Wie Angie schon sagte, werden Anwaltsgebühren dem Grunde nach erst dann zu deinen Lasten fällig, wenn du dem Vermieter ggü. infolge Verzögerung deiner Leistung schadenersatzpflichtig geworden bist. Du hast dann auch die Anwaltskosten zu tragen. Selbst wenn du evtl. mit der letzten Rate säumig gewesen bist, kann ich mir schwer vorstellen, dass die Forderung des Anwalts i.H.v. 6835,- € berechtigt ist.
Unter den genannten Umständen stellt es sich aber so dar, dass der Vermieter unberechtigterweise einen Anwalt eingeschaltet hat und er demnach auch allein das Kostenrisiko trägt.
Angie
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Anmeldungsdatum: 25.05.2004
Beiträge: 525

BeitragVerfasst am: 17 Sep 2005 - 15:36:48    Titel:

@ Ass. Jur.
Ich glaube, die 6.835 € sind nicht die Forderung des Anwalts, sondern der Streitwert, nach dem der Anwalt dann seine Rechnung erstellte. Wobei ich es (davon abgesehen, dass die Rechnung sich mangels Verzug sowieso erübrigen müsste) auch für zweifelhaft halte, dass dieser Streitwert hier angebracht ist?!
Ass.Jur.
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Anmeldungsdatum: 26.08.2005
Beiträge: 134
Wohnort: Münster

BeitragVerfasst am: 17 Sep 2005 - 16:12:51    Titel:

Ah, ok. Es geht also tatsächlich "nur" um 588,70 €. Sorry, hab diesen Betrag einfach überlesen. Der wird dann schon richtig berechnet sein. Allerdings war die Beauftragung des Anwalts und das damit verbundene Kostenrisiko nicht vom Mieter zu tragen. Offenbar haben sich doch beide zuvor über alle Angelegenheiten geeinigt und das Rechtsverhältnis zwischen Mieter und Vermieter war doch geklärt. Es bestand also keine Veranlassung für die Beauftragung eines Rechtsbeistandes. Die Abwälzung der Anwaltskosten auf den Mieter erscheint mir willkürlich.
Es bleibt abzuwarten, wie der RA des Vermieters die Sachlage schildert. Bislang ist der Sachverhalt noch sehr offen.
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