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Facharbeit über den Menschen und Mathe!
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Whoooo
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Anmeldungsdatum: 08.06.2005
Beiträge: 8988

BeitragVerfasst am: 14 Okt 2005 - 18:29:29    Titel:

also, mathelehrer bin ich nicht, von daher kann ich dir nicht viel zur lehrersicht des ganzen erzählen. als lehrer hat man ja auch mit lehrplänen, verschieden begabten schülern etc. zu tun, was sich von der arbeit einer nachhilfe sehr deutlich unterscheidet. ich studiere elektrotechnik - was ja auch sehr mathelastig ist - und habe in der oberstufe und danach überwiegend mittelstufennachhilfe gegeben (und hier und da n paar mathefacharbeiten für n paar freunde geschrieben, aber das darf ja keiner wissen Wink )
es scheinen viele menschen angst vor mathe zu haben, so wie andere sich vor spinnen oder engen räumen fürchten. mathe wird oft von vornherein mit etwas unverständlichem und lebensfremdem verbunden, besonders von schülern aus familien mit niedrigem bildungsniveau. gerade da kann man als nachhilfe besonders gut ansetzen - man findet vor allem in der mittelstufenmathematik schnell aufgaben, die dem schüler entgegenkommen. so kann man ihnen zeigen, dass mathe sehr sinnvoll sein kann. wer den dreisatz nicht rafft, der hat keinen bock auf theoretischere dinge wie binomische formeln. aber wenn ich zum beispiel zu einem schüler komme, dessen eltern gerade die wohnung renovieren, und ihm dann zeige, wie einfach er mit dem dreisatz die benötigte menge farbe und die gesamtkosten für die renovierung berechnen kann, dann hat der schüler ein erfolgserlebnis, mit dem er sich dann auch dzurch schwierigere aufgaben hangeln kann. hat man solche leute dann erst mal von ihrer 5 auf ne 4 oder ne 3 gebracht, sind sie viel offener. man muss nur diese initialbarriere überwinden. dies gelingt aber nur, wenn der rückstand noch nicht allzu gross ist - einem oberstufenschüler kurz vor dem abi die integralrechnung beizubringen ist nahezu unmöglich, wenn da schon kenntnisse aus der mittelstufe oder der unterstufe fehlen (ja, es gibt abiturienten, die schwierigkeiten mit der bruchrechnung haben). aus diesem grunde halte ich es für sehr wichtig, dass eltern rechenschwächen oder andere schulprobleme bei ihren kindern möglichst schnell feststellen (das sieht man ja immer auf dem zeugnis) und gegensteuern. mathematik und das damit verbundene abstraktionsvermögen - ja, auch das lässt sich erlerlen - gewinnt in unserer technologisch fortgeschrittenen welt immer mehr an bedeutung, und wer da nicht den anschluss hat, der wird schnell zu einem menschen zweiter klasse - ganz einfach weil man ohne kenntnis der bruchrechnung keinen anständigen job bekommt.
Ingo314
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Anmeldungsdatum: 10.07.2005
Beiträge: 522

BeitragVerfasst am: 14 Okt 2005 - 19:10:21    Titel:

also ich gebe auch viel nachhilfe, unterstufe mittelstufe und oberstufe, wichtig ist immer dass man den schüler schritt für schritt an aufgaben und problemstellungen heranbringt.wie the whoooo schon sagt ist der bezug zur realität wichtig, sofern er noch möglich ist.
an der Uni ist es schwer wenn man im R hoch n arbeitet aber in der schulmathematik geht das.
ich hatte auch schon nen schüler der in der 11 auf ner 6 stand in mathe und dann am ende des schuljahres eine 4 noch gekriegt hat.
wichtig ist immer, die allgemeinen Leitlinieen dem schüler zu zeigen und dann ihn anwenden zu lassen, wenn er das hinkriegt, so hat er das geschafft. es ist nicht einfach aber das muss es zum ziel haben.
manche lehrer machen übungen über übungen , das problem is aber dann bei manchen schülern dass sie versuchen nach diesem schema F zu rechnen und nicht jonglieren können, dies ist wichtig bei aufgaben mit höherer denkleisutung.
Es gibt um die fragen: Was hab ich?
ws brauch ich?Wie geh ich vor?

LIebe grüße euer ingo.
Simonomis
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Anmeldungsdatum: 09.10.2005
Beiträge: 142
Wohnort: Norddeutschland

BeitragVerfasst am: 14 Okt 2005 - 19:27:30    Titel:

Habe ich interessehalber gelesen.
algebrafreak
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Anmeldungsdatum: 28.10.2004
Beiträge: 4143
Wohnort: Passau

BeitragVerfasst am: 14 Okt 2005 - 19:34:38    Titel:

Ich kann Dir mal eine konkrete Überlegung vorgeben: Ein Kick-Out Kriterium für das deutsche Schulsystem ist, dass man zur Vorbereitung zu einer Prüfung lediglich ein paar Stichwörter bzw. Stichverfahren auswendig zu lernen braucht. D.h. die Prüfungen bzw. der Lernstoff ist "interpretationsunfreudig". Man unterrichtet um feste Aufgaben lösen zu können, sodass das Lösen-Können einer Menge von "Stichaufgaben" (z.B. Aufgaben letzter Jahre im Abitur) bereits eine Zusicherung für eine gute Note darstellt. Z.B. für das FOS/BOS in Bayern in Mathematik kann der gesamte geprüfte Stoff in Form von "Algorithmen" auf ca. 5 DIN A4-Seiten festgehalten werden.

Das ist, meiner Meinung nach, ein zentrales Problem des deutschen Matematikunterrichtes (und auch Unterrichtes allgemein). Die Lösung liegt wohl auf der Hand!
Whoooo
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Anmeldungsdatum: 08.06.2005
Beiträge: 8988

BeitragVerfasst am: 14 Okt 2005 - 19:53:46    Titel:

..womit wir den nagel auf den kopf treffen können. das lösungswort lautet nämlich wieder mal 'transferleistung'. und wenn die schüler nicht an das vollbringen solcher herangeführt werden, kann man sich den matheunterricht auch ganz sparen.
sunridy
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Anmeldungsdatum: 14.10.2005
Beiträge: 63

BeitragVerfasst am: 14 Okt 2005 - 19:56:38    Titel:

Also ich schreibe euch ja nicht ohne grund, es ist ja so das ich selber Matheschwirigkeiten ahbe owohl mir tatsächlich mathe noch spass macht, obwohl ich oft viel verhaue, aber ansich so wenn man auf den richtigen weg ist macht es unheimlich Spass und die zeit vergeht, trotzdessen sehe ich die Lösungswege nicht auf anhieb, daher finde ich es übelst interessant und auch traurig das ich nicht so einen tollen mathenachhilfelehrer habe wie euch der mich von meiner 4 auf ne drei katapultiert bzw wenigstens meine prüfungen schaffen lässt....aber leider soll es ja hier um meine facharbeit gehen und das ist wichtiger denn das ist schon ein schritt nach vorne oder vielleicht auch nach hinten.....

whooo schreibste mir meine facharbeit auch *fg* ne aber echt mal ich würde es gerne richtig können...schade....

und algebrafreak es tut mir leid aber ich meine teils zu verstehen was du mir sagen willst aber nur teils nicht ganz, könntest du das nochmal bissel vertiefen sorry Wink
sunridy
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Anmeldungsdatum: 14.10.2005
Beiträge: 63

BeitragVerfasst am: 14 Okt 2005 - 19:58:49    Titel:

tut mir leid im moment verstehe ich nicht ganz wovon ihr redet, bin ja nicht dumm aber da fehlt mir gerade der faden.... zu mathematisch *fg*
yushoor
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Anmeldungsdatum: 05.07.2005
Beiträge: 517

BeitragVerfasst am: 14 Okt 2005 - 23:35:02    Titel:

algebrafreak hat (so wie ich das verstanden habe) gesagt:
das deutsche schulsystem ist schlecht, weil man zum lernen für prüfungen (zb abitur) nicht flexibel denken können muss, sondern es ausreicht, ein paar regeln auswendig zu lernen.
zb in mathe kurvendiskussion... wer denkt da schon großartig über die bedeutung der einzelnen schritte nach, wenn man das "verfahren" gelernt hat.


ich bin natürlich der meinung, dass es optimal wäre, dass jeder flexibel nachzudenken lernt. aber praktisch ist das schlecht umsetzbar. da bräuchte sozusagen jeder schüler einen privatlehrer, der auf die persönlichen fähigkeiten und schwächen eingeht. deshalb müssen lehrer einen mittelweg gehen, der sozusagen "möglichst" vielen schülern "möglichst" viel beibringt.
dabei haben lehrer natürlich noch eine eigene meinung davon, was wichtig ist für die schüler, und die steht evtl im konflikt mit dem lehrplan.

mathematik als eine _exakte_ wissenschaft und menschen, die sehr _verschieden_ in ihren fähigkeiten und methoden sind, stehen sich da gegenüber... kein wunder, dass mathematik vielen leuten nicht so einleuchtet *g*
Nerak23
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Anmeldungsdatum: 08.10.2005
Beiträge: 408

BeitragVerfasst am: 15 Okt 2005 - 11:27:56    Titel:

Es stellt sich dann aber immer noch die Frage, warum sind in Mathe so VIELE Schüler schlecht, in anderen Fächern, wo ja eigentlich das gleiche Dilemma vorhanden sein sollte, aber nicht?!

Da ich nicht an die Existenz eine "Mathe-Gens" glaube, muesste jeder, der durchschnittlich begabt ist, doch in der Lage sein, dem Unterricht zu folgen, da er es ja in anderen Fächern auch kann.

Und das kann ja nicht am Unterricht liegen, denn es ist doch ziemlich unwahscheinlich, dass ALLE Mathelehrer einen schlechten Unterricht geben, während in ALLEN anderen Fächern, der durchschnittliche Erfolg der Schüler weitaus besser ist.
Simonomis
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Anmeldungsdatum: 09.10.2005
Beiträge: 142
Wohnort: Norddeutschland

BeitragVerfasst am: 15 Okt 2005 - 11:41:34    Titel:

Ich glaube eher das es an der Abstraktheit liegt.

Das was hauptsächlich an der Schule, sogar an der UNI (wenn es nicht gerade Mathematik, Physik, Technomathematik usw.) gelernt wird geht ja kaum über den Stoff hinaus, der auch schon vor 150 Jahren bekannt war.

Das sieht man doch auch an diesem Forum. Sobald es an Gruppen, Körper, Aussagenlogik, Boolsche Algebra, Differetialgleichungen, Topologien, Relationen, Abbildungen etc geht, werden die meisten Leute abschalten, da sie vor allem mit der mathematischen Terminologie nicht klar kommen und sich innerlich dagegen sträuben.

Das Problem liegt meiner Meinung nach bei der Abstraktheit, die viele Schüler und Studenten gar nicht zu durchdringen versuchen. Denn wenn sie es täten würden sie mitkriegen, das das meiste doch sehr leicht zu verstehen ist.

Was mich interessieren würde: Wie würdet ihr Mathematikübungsstunden vorbereiten und halten!?
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