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Gefälligkeit mit Transportschaden - hat jemand eine Idee?
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128887
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Anmeldungsdatum: 28.10.2005
Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: 29 Okt 2005 - 21:52:00    Titel: Gefälligkeit mit Transportschaden - hat jemand eine Idee?

Hallo zusammen,

ich wirklich wenig Ahnung von der Materie und habe einen Fall der mir meine Nerven kostet.

Nun mal ganz kurz:

K kauft bei V (Kaufmann) einen PC

K vereinbart eine Versendung mit V , mit der Klausel das Risiko beim Versand trägt der K, weil V normalerweise nicht versendet.

P (Putzfrau) von V bietet sich an, das Paket freiwillig an K abzuliefern


Möglichkeiten:

1. V muss K neu beliefern und trägt somit das volle Risiko selbst

2. V muss K neu beliefern und holt sich das Geld hinterher von P wieder

3. K hat Pech gehabt, da er laut Vereinbarung das Risiko des Transports selbst trägt


Vielen Dank im voraus für eure Vorschläge und Hinweise um in dem Dschungel an Paragraphen den Ausweg zu finden
128887
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Anmeldungsdatum: 28.10.2005
Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: 29 Okt 2005 - 21:53:32    Titel:

Falls ich euer Interesse geweckt habe, hier der komplette Fall:


K kauft bei dem V-Computer-Abhol-Markt einen neuen Computer nebst Monitor und weiterem Zubehör zu insgesamt 799,- €. Da der Computer, den K sich ausgesucht hat, zur Zeit vergriffen ist, muss V diesen erst noch bestellen. Auf Wunsch des K soll V den Computer verpacken und ihm zusenden. Dies sei – so V – ein Entgegenkommen, denn eigentlich würde er dies nicht tun, denn er betreibe ja einen Abholmarkt. Es sei das Risiko des K, wenn etwas beim Transport passiere.

Daraufhin zahlt K die geforderte Anzahlung von 100,- € und geht. Wenige Tage später erhält V von seinem Lieferanten wieder neue Waren, u.a. mehrere Computer des von K bestellten Typs. Hiervon wählt V ein Modell aus und stellt – zusammen mit den anderen von K bestellten Gegenständen – die Lieferung für K zusammen. Mit der Adresse des K versehen stellt er das Paket in den Verkaufsraum, damit es vom Paketdienst abgeholt werden kann. Noch bevor er den Paketdienst unterrichtet hatte, teilt ihm die Putzfrau P mit, dass der K ihr nachbar sei und sie das Paket kostenlos mitnehmen könne. V ist damit einverstanden, zumal er sich so die portokosten spart. P nimmt am Abend das Paket in ihrem Auto mit. Beim Ausladen aus dem Kofferraum ihres Pkw vor dem Haus des K fällt ihr das Paket aus Unachtsamkeit aus der Hand auf die Straße, wo es von einem herannahenden Lkw überrollt wird. Der Inhalt wird dabei völlig zerstört.

Fragestellung:

Kann K eine neue Lieferung verlangen?
Muss er den Kaufpreis bezahlen?
Hat er gegebenenfalls Ansprüche gegen P?
Fabian
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Anmeldungsdatum: 03.06.2005
Beiträge: 94
Wohnort: Mainz

BeitragVerfasst am: 31 Okt 2005 - 21:17:15    Titel:

Mit dem Wiederholen bei P ist das so eine Sache. Wenn man es so sieht, dass sich die "Gefaelligkeit" der P im Rahmen des Arbeitsvertrages V/P haelt (was mir fraglich erscheint, man koennte auch eine "selbstaendige" Gefaelligkeit der P annehmen), dann haftet die Arbeitnehmerin P ihrem Arbeitgeber V nach arbeitsrechtlichen Grundsaetzen nicht, sofern sie mit mittlerer Fahrlässigkeit gehandelt hat.

Ansonsten: Versendungskauf, § 447 BGB, Stichwort: "Transport durch eigene Leute"

§ 474 BGB muesste man ausschließen, um zur weiteren Problemen wie der Drittschadensliquidation zu kommen. Sehe aber noch nicht ganz wie, denn K ist ja Verbraucher.
128887
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Anmeldungsdatum: 28.10.2005
Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: 01 Nov 2005 - 12:50:21    Titel:

Danke Fabian,

ich werde Deinen Vorschlag aufgreifen und bedanke mich für Deine Mühe.


Mfg Sebastian
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