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Türsteher
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daysleeper
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Anmeldungsdatum: 08.09.2005
Beiträge: 899
Wohnort: ESSEN

BeitragVerfasst am: 09 Nov 2005 - 16:16:01    Titel:

gibts für sowas nich PM´s?
Ali G
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Anmeldungsdatum: 23.05.2005
Beiträge: 117
Wohnort: Münster

BeitragVerfasst am: 09 Nov 2005 - 18:13:07    Titel:

Man kann sich kaum vorstellen, wieviele Türsteher Dreck am Stecken haben. Schwere Körperverletzung, Drogenbesitz, Alkohol am Steuer...
Um als Türsteher zu arbeiten, reicht ein einwöchiger Crashkurs mit anschließender Prüfung bei der IHK. Ich weiß nicht, ob diese Prüfung wirklich so schwer ist (ich vermute nicht), jedenfalls gibt es noch genug, die sie nicht bestehen. Das ist aber auch egal, denn die meisten "Securityunternehmen" achten da bei der Einstellung nicht so genau drauf. Und selbst wenn sie es mal genauer wissen wollen, sie bekommen nur die "bereinigten" Strafakten, in denen die meisten, selbst schwere Vergehen gar nicht auftauchen.
Das ganze ist eigentlich eine Katastrophe, denn von genau diesen Leuten wird erwartet, dass sie zur Deeskalation beitragen, stattdessen pöbeln sie lieber rum.
friendlyfox
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Anmeldungsdatum: 25.09.2005
Beiträge: 1342
Wohnort: Europa

BeitragVerfasst am: 09 Nov 2005 - 19:58:42    Titel:

edit

Zuletzt bearbeitet von friendlyfox am 13 Aug 2010 - 22:34:10, insgesamt einmal bearbeitet
Coolcat77
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Anmeldungsdatum: 30.12.2006
Beiträge: 1

BeitragVerfasst am: 30 Dez 2006 - 23:37:15    Titel: [color=blue]Also nun muss ich mich doch auch mal einschalten

Du kannst gegen uns (Türsteher) keine Anklage erheben, nur weil wir Dir den Eintritt verweigern. Jedes Lokal, Disco oder Veranstaltungshalle hat der Veranstalter das Hausrecht und dies wird in den meisten Fällen dem Sicherheitsunternehmen oder den Türstehern übertragen.
In den meisten Fällen liegt es an den Besuchern, welche wir nicht reinlassen. Wenn man sich Ordentlich und Zivilisiert gekleidet hat, sich auch so verhält und nicht unter Drogen oder Alkoholeinfluss steht, dann gibt es keine Probleme an der Veranstaltung teilzunehmen. Mann sollte normal und ruhig mit uns reden und wir werden es Dir oder Euch dann sagen was Ihr beim nächsten mal unterlassen sollt um nicht wieder vor der Tür zu stehen.
Ich arbeite schon 10 Jahre in diesem Bereich und seit 2 Jahren als Obertürsteher, der auch Einstellungen vor nimmt.

Zu Deiner Bewerbung im Sicherheitsbereich.
Es gibt keine genaue Rechtliche Bestimmungen was ein Türsteher vorzuweisen hat. Nur dass er die Sachkundeprüfung nach § 34a bei der IHK ablegen muss. Hier wird sehr viel verlangt (Strafrecht, Verkehrsrecht, Waffenrecht, Erste Hilfe, Brandschutz usw.) und es Fallen hier auch viele durch. Diese Prüfung gibt es erst seit ein paar Jahren.
Die Sicherheitsfirmen verlangen ein Eintrage freies Führungszeugnis und die Prüfung nach § 34a. Wenn man später als P-Schüter arbeiten möchte, muss man sich dann weiterqualifizieren und ab hier ist es dann Pflicht eine Kampfsportart zu machen um die Schutzperson besser zu Schützen.

Es gibt gute Türsteher und es gibt auch ein paar schwarze Schafe unter uns, wie in jedem Beruf. Aber das macht meistens der Preis aus. Wenn ein Türsteher am Abend 6,25 Euro auf die Stunde bekommt, da kann man keinen guten Türsteher erwarten. Wenn man über 15 Euro in der Stunde bekommt, hat man auch zu 95% gute Türsteher.
Was Du auch noch wissen sollst wir sind auch nur Menschen, die auch mal einen schlechten Tag haben und nicht immer super gut drauf sind. Wenn ich mal so einen Tag hab, da bin ich dann auch mal schneller auf 100 als an normalen Tagen.
citsch
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Anmeldungsdatum: 20.01.2006
Beiträge: 37

BeitragVerfasst am: 03 Jan 2007 - 17:11:15    Titel:

Zitat:
Coolcat77 tippte:
Du kannst gegen uns (Türsteher) keine Anklage erheben, nur weil wir Dir den Eintritt verweigern. Jedes Lokal, Disco oder Veranstaltungshalle hat der Veranstalter das Hausrecht und dies wird in den meisten Fällen dem Sicherheitsunternehmen oder den Türstehern übertragen.


Nein, das ist nicht richtig. Nach Auffassung des BGH verzichtet ein Geschäftsinhaber partiell auf das Hausrecht, wenn er den Geschäftsbetrieb für den allgemeinen Publikumsverkehr öffnet:

Zitat:
Der BGH vertritt die Auffassung, dass mit der Öffnung eines Geschäftsbetriebs zum Publikumsverkehr ein partieller Verzicht auf das Hausrecht erfolgt. Der Geschäftsinhaber muss in diesem Fall das Betreten und den Aufenthalt in dem Geschäftsbetrieb im Rahmen des „üblichen Käuferverhaltens“ der Kunden dulden. Der Geschäftsinhaber verzichtet mit der Öffnung für den Publikumsverkehr zwar nicht generell auf die Möglichkeit einer Beschränkung des Zugangs. Er kann die generelle Erlaubnis zum Betreten einschränken (z.B. Schließung des Betriebs, zeitliche Beschränkungen). Solange der Geschäftsinhaber aber eine Öffnung für das Publikum zulässt, darf er das Hausrecht nicht willkürlich handhaben. Einschränkungen des Zugangs sind nur zulässig, wenn kein „übliches Käuferverhalten“ eines Kunden mehr vorliegt, und der Betriebsablauf gestört wird
Quelle


Oder hier:

Zitat:
Wer ein Geschäft für den allgemeinen Publikumsverkehr eröffnet, bringt damit zwar zum Ausdruck, daß er an jeden Kunden Waren verkaufen oder Dienstleistungen erbringen will. Er gestattet somit generell und unter Verzicht auf eine Prüfung im Einzelfall allen Kunden den Zutritt, die sich im Rahmen »üblichen Käuferverhaltens« bewegen (BGH, Urteile vom 25. April 1991 - I ZR 283/89 - Testfotos = MDR 1991,1155 m. w.Nachw. und vom 13. Juli 1979 - I ZR 138/77 - Hausverbot II = NJW 1980,700 unter I 2).
Quelle


Und bei einer normalen Diskothek dürfte es sich wohl um einen Geschäftsbetrieb handeln, der für den allgemeinen Publikumsverkehr zugänglich ist. Wenn Du das Hausrecht nun willkürlich handhabst und dem Kunden z.B. ohne verständlichen Grund den Zutritt verweigerst machst Du Dich u.U. einer Nötigung schuldig, da Du den Kunden rechtswidrig unter Androhung von körperlicher Gewalt dazu nötigst die Diskothek nicht zu betreten.

Auch deswegen sind manche Diskotheken als Clubs ausgezeichnet, weil bei dieser Geschäftsform die Problematik mit dem allgemeinen Publikumsverkehr nicht auftritt.

Zitat:
Auch das stammt von Coolcat77:
In den meisten Fällen liegt es an den Besuchern, welche wir nicht reinlassen. Wenn man sich Ordentlich und Zivilisiert gekleidet hat, sich auch so verhält und nicht unter Drogen oder Alkoholeinfluss steht, dann gibt es keine Probleme an der Veranstaltung teilzunehmen.


Gilt eine entsprechende Kleiderordnung und der Kunde hält sich nicht daran wäre eine Verwehrung des Eintritts mMn in der Tat nicht willkürlich. Gleiches gilt bei übermäßiger Angetrunkenheit oder Drogenkonsum...
Coolchiller
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Anmeldungsdatum: 05.01.2007
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 05 Jan 2007 - 17:26:00    Titel:

Nunja, wäre das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz in seiner ursprünglichen Form als Antidiskriminierungsgesetz in Kraft getreten wäre dort auch ein kontrahierungszwang gegeben gewesen, d.h. bei einer vorliegenden Diskriminierung hätte der Türsteher einen einlassen müssen. (Glaube in der Diskussion wurde oft das Beispiel des Behinderten der in die Diskothek will genannt.)
BostonLegal
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Anmeldungsdatum: 02.01.2007
Beiträge: 300

BeitragVerfasst am: 05 Jan 2007 - 19:38:31    Titel:

Ich würde mal - unter Berufung auf meine grundgesetzlich garantierte Meinungsfreiheit - sagen, dass es gegen den Verweigerungsgrund eines Türstehers, der einen bestimmten Gast nicht hereinlassen will, keine juristische Möglichkeit gibt.

Im Prinzip ist es ja genauso wie beim Vermieter-Mieter-Verhältnis bzw. wie bei der Anbahnung des Mietverhältnisses:
Der (mögliche) Mieter ist ein Bewerber, der sich um den Bezug des Wohngegenstandes bzw. den Abschluss eines Mietvertrages bewirbt, letzten Endes aber vom Wohlwollen und der Zusage der vermietenden Partei abhängig ist. Es handelt sich also auch im Falle einer Gegenüberstellung mit einem Türsteher um eine "Bewerbung", eine von subjektiven Eindrücken abhängige Entscheidung derjenigen Person, die letztlich über "Ja" oder "Nein" entscheidet, also um eine Auswahl - die vollkommen legitim ist, denn auch eine Discothek/ein Club verfügt über einen Vermieter/Pächter/Besitzer.

Es gibt keinen Weg gegen die Macht. Es gibt nur einen Weg mit der Macht. (Seneca)

In diesem Sinne: Lass es. Oder willst du deine Schneidezähne verliern? Very Happy
citsch
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Anmeldungsdatum: 20.01.2006
Beiträge: 37

BeitragVerfasst am: 08 Jan 2007 - 13:34:55    Titel:

Ein fehlender Kontrahierungszwang scheint den BGH ja immerhin nicht gestört zu haben als dieser auf den partiellen Verzicht auf das Hausrecht bei Geschäften mit Publikumsverkehr hingewiesen hat.

Zitat:
Im Prinzip ist es ja genauso wie beim Vermieter-Mieter-Verhältnis bzw. wie bei der Anbahnung des Mietverhältnisses:


Ein (ge)wichtiger Unterschied zum Mietverhältnis ist, dass es sich bei einer Diskothek um einen Geschäftsbetrieb für den allgemeinen Publikumsverkehr handelt.

Zitat:

In diesem Sinne: Lass es. Oder willst du deine Schneidezähne verliern?


Für die Nötigung reicht die "Androhung eines empfindlichen Übels". Man muss sich also nicht erst die Incisivi ausschlagen lassen, um jemanden wegen Nötigung anzuzeigen. Wink
Firezz
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Anmeldungsdatum: 14.11.2005
Beiträge: 658

BeitragVerfasst am: 08 Jan 2007 - 20:47:38    Titel:

Sehr interessantes Thema!
Mal eine Frage, auch wenn sie nicht konkre hier reinpasst.
Wie bewirbt man sich als Türsteher?
Audiatur_et_altera_pars
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Anmeldungsdatum: 26.07.2006
Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: 08 Jan 2007 - 21:54:34    Titel:

Firezz hat folgendes geschrieben:
(..)Wie bewirbt man sich als Türsteher?

Such Dir eine Tür und stelle dich hinein.
Sollte Dir das gelingen, bist Du Steher in der Tür oder auch Türsteher.
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