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Türsteher
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Firezz
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Anmeldungsdatum: 14.11.2005
Beiträge: 658

BeitragVerfasst am: 08 Jan 2007 - 22:29:48    Titel:

Audiatur_et_altera_pars hat folgendes geschrieben:
Firezz hat folgendes geschrieben:
(..)Wie bewirbt man sich als Türsteher?

Such Dir eine Tür und stelle dich hinein.
Sollte Dir das gelingen, bist Du Steher in der Tür oder auch Türsteher.


Fast hätte ich gegrinst - fast.
Whoooo
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Anmeldungsdatum: 08.06.2005
Beiträge: 8988

BeitragVerfasst am: 08 Jan 2007 - 22:44:14    Titel:

...und mal ernsthafter:
Entweder hast du Kontakt zu jemandem, der einen solchen Laden betreibt, dann kannst du von ihm als Sicherheitsmitarbeiter angestellt werden. das ist dann meistens bei kleineren Discos und Kneipen der Fall. Viele große Diskotheken haben Verträge mit Agenturen, such mal nach "security agentur" bei google - die suchen ständig Leute, die Branche boomt. Und es geht auch ganz anders - ein Bekannter von mir hat mal auf einer Veranstaltung recht lässig einen eskalierenden Streit geschlichtet, das hat zufällig einer der Security-Leute gesehen und ihm einen Job bei seiner Firma angeboten.
StR-Tobi
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Anmeldungsdatum: 10.08.2006
Beiträge: 2686

BeitragVerfasst am: 08 Jan 2007 - 22:57:00    Titel:

Nachweis nach § 34a GewO ist nötig, ohne geht als Veranstaltungssecurity nix.

http://bundesrecht.juris.de/gewo/__34a.html
CARNAGE
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Anmeldungsdatum: 06.11.2006
Beiträge: 350

BeitragVerfasst am: 09 Jan 2007 - 01:31:48    Titel:

daysleeper hat folgendes geschrieben:
komplett egal.
"der eintritt darf ohne angabe von gründen verwehrt werden"
man darf nur nicht explizit reinschreiben:
"alle mit roten haaren bleiben draußen"


Also wenn zB n schwarzer bin und in einer deutschen kneipe von so ne dicken angestellten angemagt werde mit "sowas bediehnen wir ned".
Das is völlig legitim ?
Firezz
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Anmeldungsdatum: 14.11.2005
Beiträge: 658

BeitragVerfasst am: 09 Jan 2007 - 11:33:26    Titel:

CARNAGE hat folgendes geschrieben:
daysleeper hat folgendes geschrieben:
komplett egal.
"der eintritt darf ohne angabe von gründen verwehrt werden"
man darf nur nicht explizit reinschreiben:
"alle mit roten haaren bleiben draußen"


Also wenn zB n schwarzer bin und in einer deutschen kneipe von so ne dicken angestellten angemagt werde mit "sowas bediehnen wir ned".
Das is völlig legitim ?


Das reicht nicht. Er muss es schon aussprechen, bzw. so andeuten, dass klar wird, dass seine Aussage gegen deine Hautfarbe gerichtet ist. So kann er nämlich auch deine Klamotten o.ä. meinen.
TaLLaVA
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Anmeldungsdatum: 08.06.2006
Beiträge: 109

BeitragVerfasst am: 09 Jan 2007 - 13:48:01    Titel:

Also in Ludwigshafen lesen sie einfach den Namen, und dann je nachdem, wenn der Name ausländisch klingt dann darf man nicht rein...sie lassen auch blonde Polen nicht rein...darf man das?
stechus kaktus
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Anmeldungsdatum: 18.02.2006
Beiträge: 323

BeitragVerfasst am: 10 Jan 2007 - 19:02:55    Titel:

Soweit ich weiss ja, Du kannst auch mitten im
Kaufhaus angesprochen werden dieses zu verlassen weil es Besitzer(n) nicht gefällt dass Du 2 Pickel hast, die Öffentlichkeit des Ortes und die konkludente Willenserklärung durch die Existenz der offenen Tür kann widerrufen werden, nur aufgrund der Öffentlichkeit des Ortes kann er Dir kein Hausfriedensbruch vorwerfen, wenn Du reingegangen bist, aber jederzeit das Hausrecht nutzen und Dich rausschicken- sehr wohl. Die Nutzung des Bahnhofs, der Strasse etc. ist etwas anderes, da gilt es nicht.
Übrigens ist es sehr richtig so, es ist mein Kaufhaus und nur weil es in der Innenstadt steht, heisst es dass mir vorgeschrieben ist wem ich etwas verkaufe, bin ich ein dummer Nazi und lasse nur solche rein die eine urgermanische Abstammung nachweisen, dann ist es mein Problem.

Aber mal ehrlich, wenn ihr Südländer seid oder wer auch immer und die Besitzer der Disco wollen euch nicht, dann versucht es doch nicht, meidet es eher und lasst es.
Würde da nie klagen.
Es wird doch paar Discos geben wo ihr reinkommt und selbst wenn nicht, da gibt es wohl noch andere Freizeitmöglichkeiten.

Also ich achte das Recht des Eigentümers sich die Kundschaft auszusuchen, auch nach falschen Kriterien (Ob sich Südländer öfter problematisch verhalten oder die Disco-Besitzer das nur unterstellen, mal ganz egal), ihn entsteht ja der wirtschaftliche Schaden aus weniger Kundschaft.

Gibt auch eben nagative oder nagativ empfundene Folgen der Freiheit, zum Glück kann ich Claudia Schiffer nicht wegen Beleidigung oder Ungleichbehandlung verklagen, damit sie mich heiratet Wink
StR-Tobi
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Anmeldungsdatum: 10.08.2006
Beiträge: 2686

BeitragVerfasst am: 11 Jan 2007 - 00:20:30    Titel:

stechus kaktus hat folgendes geschrieben:
(...) Übrigens ist es sehr richtig so, es ist mein Kaufhaus und nur weil es in der Innenstadt steht, heisst es dass mir vorgeschrieben ist wem ich etwas verkaufe, bin ich ein dummer Nazi und lasse nur solche rein die eine urgermanische Abstammung nachweisen, dann ist es mein Problem. (...)

Das stimmt so nicht, es gibt immer noch den Kontrahierungszwang, hier aus vorsätzlicher, sittenwidriger Schädigung (§ 826 BGB). Ein Verkäufer kann nicht unter Verweis auf die dunkle Hautfarbe eines Kunden den Abschluss einen Kaufvertrages verweigern, no way.
Melv
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Anmeldungsdatum: 13.01.2007
Beiträge: 1

BeitragVerfasst am: 13 Jan 2007 - 15:31:05    Titel: Ausländer in einer Disco

Ja nochmal zu dem Thema, Leute mit ausländischem Akzent oder Südländische Typen dürfen nicht in eine bestimmte Disco. Das ist keinerlei Diskreminierung. Und man kann dort nicht rechtlich vorgehen. Wenn der Besitzter der Disco sagt, Südländische Typen dürfen hier in großen Scharen nicht rein, dann ist das so und die Türsteher müssen dies befolgen. Der Hintergedanke ist das diese in großen Scharen gerne ärger machen. Wenn der Disco Pächter das sagt, dann kommen die Typen die so aussehen nicht rein und wenn man damit zur Polizei rennt und diesen Türsteher wegen Diskreminierung anzeigen will wird man wohl nur ein müdes lächeln des Polizisten bekommen. Türsteher führen auch nur Aufträge aus. Eine Discothek ist Privatbesitz, und jeder der ein Privaten Besitz hat darf entscheiden wer da rauf darf und wer nicht. Also um es deutlich zu sagen : ES GIBT KEINE RECHTLICHEN MÖGLICHKEITEN DAGEGEN VORZUGEHEN WENN MAN WEGEN SCHWARZEN HAAREN NICHT IN EINE DISCO KOMMT. ES IST PRIVAT BESITZ UND DER PÄCHTER/BZW. BESITZER DER DISCO DARF ENTSCHEIDEN WER AUF SEIN GRUND UND BODEN GEHT UND WER NICHT. Und glaubt mir, was ich geschrieben habe stimmt, ich kenne mich da aus Wink

Melv
secu24
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Anmeldungsdatum: 07.02.2007
Beiträge: 1

BeitragVerfasst am: 07 Feb 2007 - 17:55:51    Titel:

citsch hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Coolcat77 tippte:
Du kannst gegen uns (Türsteher) keine Anklage erheben, nur weil wir Dir den Eintritt verweigern. Jedes Lokal, Disco oder Veranstaltungshalle hat der Veranstalter das Hausrecht und dies wird in den meisten Fällen dem Sicherheitsunternehmen oder den Türstehern übertragen.


Nein, das ist nicht richtig. Nach Auffassung des BGH verzichtet ein Geschäftsinhaber partiell auf das Hausrecht, wenn er den Geschäftsbetrieb für den allgemeinen Publikumsverkehr öffnet:

Zitat:
Der BGH vertritt die Auffassung, dass mit der Öffnung eines Geschäftsbetriebs zum Publikumsverkehr ein partieller Verzicht auf das Hausrecht erfolgt. Der Geschäftsinhaber muss in diesem Fall das Betreten und den Aufenthalt in dem Geschäftsbetrieb im Rahmen des „üblichen Käuferverhaltens“ der Kunden dulden. Der Geschäftsinhaber verzichtet mit der Öffnung für den Publikumsverkehr zwar nicht generell auf die Möglichkeit einer Beschränkung des Zugangs. Er kann die generelle Erlaubnis zum Betreten einschränken (z.B. Schließung des Betriebs, zeitliche Beschränkungen). Solange der Geschäftsinhaber aber eine Öffnung für das Publikum zulässt, darf er das Hausrecht nicht willkürlich handhaben. Einschränkungen des Zugangs sind nur zulässig, wenn kein „übliches Käuferverhalten“ eines Kunden mehr vorliegt, und der Betriebsablauf gestört wird
Quelle


Oder hier:

Zitat:
Wer ein Geschäft für den allgemeinen Publikumsverkehr eröffnet, bringt damit zwar zum Ausdruck, daß er an jeden Kunden Waren verkaufen oder Dienstleistungen erbringen will. Er gestattet somit generell und unter Verzicht auf eine Prüfung im Einzelfall allen Kunden den Zutritt, die sich im Rahmen »üblichen Käuferverhaltens« bewegen (BGH, Urteile vom 25. April 1991 - I ZR 283/89 - Testfotos = MDR 1991,1155 m. w.Nachw. und vom 13. Juli 1979 - I ZR 138/77 - Hausverbot II = NJW 1980,700 unter I 2).
Quelle


Und bei einer normalen Diskothek dürfte es sich wohl um einen Geschäftsbetrieb handeln, der für den allgemeinen Publikumsverkehr zugänglich ist. Wenn Du das Hausrecht nun willkürlich handhabst und dem Kunden z.B. ohne verständlichen Grund den Zutritt verweigerst machst Du Dich u.U. einer Nötigung schuldig, da Du den Kunden rechtswidrig unter Androhung von körperlicher Gewalt dazu nötigst die Diskothek nicht zu betreten.

Auch deswegen sind manche Diskotheken als Clubs ausgezeichnet, weil bei dieser Geschäftsform die Problematik mit dem allgemeinen Publikumsverkehr nicht auftritt.

Zitat:
Auch das stammt von Coolcat77:
In den meisten Fällen liegt es an den Besuchern, welche wir nicht reinlassen. Wenn man sich Ordentlich und Zivilisiert gekleidet hat, sich auch so verhält und nicht unter Drogen oder Alkoholeinfluss steht, dann gibt es keine Probleme an der Veranstaltung teilzunehmen.


Gilt eine entsprechende Kleiderordnung und der Kunde hält sich nicht daran wäre eine Verwehrung des Eintritts mMn in der Tat nicht willkürlich. Gleiches gilt bei übermäßiger Angetrunkenheit oder Drogenkonsum...


ist zwar nett, dass du hier ein paar normen auf den tisch haust, blöderweise liegst du damit vollkommen falsch.

ein gastronomiebetrieb unterliegt strengen regeln was den besucherverkehr angeht. der jugendschutz regelt den einlass und weitergehende pauschale einlassregeln (z.b. einlass ab 18 ) kommen hinzu. damit ist eine discothek nicht für den allgemeinen publikumsverkehr geöffnet und fällt damit per definition sehr wohl unter die anwendung des hausrechts!!

und der tatbestand der nötigung ist bei einer - durchaus auch willkürlichen - einlassverwehrung nicht gegeben. es kann höchstens zu einer diskriminierung kommen, wenn mit dem gegebenen grund zur einlassverweigerung eine definierte gruppe pauschal betroffen ist. (z.b. ausländer, männer, punks etc.)

erst denken, dann reden!
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