Studium, Ausbildung und Beruf
 StudiumHome   FAQFAQ   RegelnRegeln   SuchenSuchen    RegistrierenRegistrieren   LoginLogin

Anheben des Niveaus
Gehe zu Seite Zurück  1, 2, 3, 4, 5 ... 12, 13, 14, 15, 16, 17, 18, 19, 20, 21, 22, 23  Weiter
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen
Foren-Übersicht -> Studium allgemein -> Anheben des Niveaus
 

Anheben des Niveaus auf Gymnasien?
ja
62%
 62%  [ 54 ]
Nein
37%
 37%  [ 32 ]
Stimmen insgesamt : 86

Autor Nachricht
TK1985
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 16.09.2005
Beiträge: 988

BeitragVerfasst am: 02 Dez 2005 - 01:04:27    Titel:

@rightaway

Sicher ist Bayern und Baden-Württemberg auf einem vordern Platz aber nur weil es da bis vor kurzem noch G9 gab. Die G8 wurde in Bayern auch erst kürzlich eingeführt.

Zitat:
der gesunde Menschenverstand gebietet doch, dass man auf einer Schule, die einem einen höherwertigen Abschluss (Abitur > FHR) bietet, "mehr" lernt als auf einer anderen Schule mit einem Abschluss, der weniger wert ist?


Du redest hier von gesunden Menschenverstand?? Würde es den in unserem Land geben dann hätten wir gleich viel weniger Probleme. Das Abitur höher als Fachhochschulreife ist, setzt du einfach vorraus. Erstens kann man das nicht pauschalisieren, da viel Arbeitgeber auf die praxisnähe der FOS großen Wert legen, zum zweiten musst du auch sehen das auf der FOS und noch stärker auf der BOS alles in sehr kurzer Zeit durchgepaukt wird. Denk immer auch dran, dass Leistung Arbeit geteilt durch Zeit ist um mal bei der Physik zu bleiben.

Zitat:
Normal sind aber drei Fremdsprachen, i. d. R. Englisch UND Franzöisch oder Russisch UND Spanisch oder Italienisch.


3 Fremdsprachen sind zwar möglich aber nicht Pflicht. Mein Bruder beispielsweise hat sogar 4 Sprachen, ein Kumpel von mir hatte nur Englisch und Latein.

Zitat:
Erstens: Was hat denn bitte die Kurswahl mit dem späteren Beruf zu tun?


Also wenn das nichts mit dem späteren Beruf zu tun hat weiß ich auch nicht weiter. Wenn ich mal was technisches studieren will bringt mir Deutsch genau so wenig wie Mathe für einen der Germanistik studieren will. Für eine Ausbildung gilt das ebenfalls.

Zitat:
Genau. Und während geisteswissenschaftliche oder künstlerische Fächer Verständnis für die Materie voraussetzen, geht es in den Naturwissenschaften und der Mathematik nur darum, für die Lösung eines Problems die richtigen Formeln und Definitionen aus dem Fundus herauszufischen und dann den Taschenrechner zum Ausrechnen in die Hand zu nehmen.


Schön das du so viel Ahnung von Physik und Mathe hast.

Dazu kommt auch noch, dass nicht nur Mathe und Physik sehr vernachlässigt wird. Was ist denn zum Beispiel mit Informatik oder Wirtschaftswissenschaften. Auf der FOS ist es möglich Rechnungswesen zu belegen, das ist zumindest in Bayern nicht möglich. Und sowas wäre sicher später z.B. für ein BWL Studium sinnvoll. Gleiches gilt für Informatik auch.
rightaway
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 19.10.2005
Beiträge: 1265

BeitragVerfasst am: 02 Dez 2005 - 01:55:03    Titel:

TK1985 hat folgendes geschrieben:
Das Abitur höher als Fachhochschulreife ist, setzt du einfach vorraus.

Das leite ich daraus ab, dass man mit dem Abitur sowohl an Universitäten als auch an FHs studieren darf, aber mit der FHR nur an FHs.

TK1985 hat folgendes geschrieben:
... zum zweiten musst du auch sehen das auf der FOS und noch stärker auf der BOS alles in sehr kurzer Zeit durchgepaukt wird.

Wieso, weiter oben hast du doch was von 12 Jahren geschrieben, was ja auch gerade dem Gymnasium entspricht? Oder lernt man auf der BOS/FOS etwa mehr als auf dem Gymnasium? Was ja wieder im Widerspruch dazu stünde, dass die FHR weniger Wert ist als das Abitur.

TK1985 hat folgendes geschrieben:
Also wenn das nichts mit dem späteren Beruf zu tun hat weiß ich auch nicht weiter. Wenn ich mal was technisches studieren will bringt mir Deutsch genau so wenig wie Mathe für einen der Germanistik studieren will. Für eine Ausbildung gilt das ebenfalls.

Das, was man in der Schule lernt, ist doch vernachlässigbar gegenüber dem, was man an der Uni lernt. Wenn man Mathematik studiert, dann wird das Abiturwissen im Studium doch auch behandelt.

TK1985 hat folgendes geschrieben:
Schön das du so viel Ahnung von Physik und Mathe hast.

Ja, davon habe ich zugegebenermaßen viel Ahnung.

TK1985 hat folgendes geschrieben:
Was ist denn zum Beispiel mit Informatik oder Wirtschaftswissenschaften. Auf der FOS ist es möglich Rechnungswesen zu belegen, das ist zumindest in Bayern nicht möglich. Und sowas wäre sicher später z.B. für ein BWL Studium sinnvoll.

Der Anteil der Schüler, die später BWL studieren, ist zu gering, als dass man diese Dinge in der Schule rechtfertigen könnte. Außerdem ist BWL nicht gerade ein intellektuell anspruchsvolles Studienfach, wessenthalben es allgemein nicht von Bedeutung ist.
TK1985
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 16.09.2005
Beiträge: 988

BeitragVerfasst am: 02 Dez 2005 - 12:54:56    Titel:

Zitat:
Das leite ich daraus ab, dass man mit dem Abitur sowohl an Universitäten als auch an FHs studieren darf, aber mit der FHR nur an FHs.


Das ist ganz klar falsch. In Bayern kann man an die 12. Klasse in der FOS noch die 13. Klasse freiwillig anhängen, dann hat man die allgemeine Hochschulreife. Und wenn man dann den technischen Zweig belegt ist man in naturwissenschaftlicher Hinsicht jedem Gymnasiasten überlegen. Gleiches gilt für jemanden der im kaufmännischen Zwei war.

Zitat:
Wieso, weiter oben hast du doch was von 12 Jahren geschrieben, was ja auch gerade dem Gymnasium entspricht? Oder lernt man auf der BOS/FOS etwa mehr als auf dem Gymnasium? Was ja wieder im Widerspruch dazu stünde, dass die FHR weniger Wert ist als das Abitur.


In der FOS macht man in der 11. Klasse zur Hälfte Praktikum, d.h. effektiv hat man eigentlich nur 1,5 Jahre Zeit. Auf der BOS ist es noch krasser. Ein Kumpel von mir macht das und die pauken in einem Jahr enorm viel durch, so das er auf 36-38 Stunden in der Woche kommt.
Und wie gesagt gibt es noch die Möglichkeit der 13. Kasse, in der man so viel ich weiß noch ne Fremdsprache belegen muss, und man dann allg. HR hat.

Zitat:
Das, was man in der Schule lernt, ist doch vernachlässigbar gegenüber dem, was man an der Uni lernt. Wenn man Mathematik studiert, dann wird das Abiturwissen im Studium doch auch behandelt.


Man zählt an der Uni auch 1 und 1 zusammen und trotzdem wird das in der Grundschule durchgenommen. Das ist jetzt vielleicht weng überzogen, aber was ich damit sagen will ist, dass man dann im Studium noch mehr durchstarten kann und nicht im ersten Semester noch mal den Schulstoff auffrischt.

Zitat:
Der Anteil der Schüler, die später BWL studieren, ist zu gering, als dass man diese Dinge in der Schule rechtfertigen könnte. Außerdem ist BWL nicht gerade ein intellektuell anspruchsvolles Studienfach, wessenthalben es allgemein nicht von Bedeutung ist.


So ein Unsinn, das find ich echt traurig. BWL ist sehr überlaufen, es studieren also sehr viele. Und das obwohl sie vorher nie damit in Kontakt getreten sind. Bei Informatik zeigt sich das doch auch. Warum gibt es da denn so viele Abbrecher?? Weil sie mit falschen Vorstellungen ins Studium gegangen sind. Und woher sollten die das auch wissen??? Sie haben ja vorher nie Kontakt dazu gehabt. Und warum? Weil die sie es in der Schule einfach nicht erlernt haben, in einer Einrichtung in der man für das Leben und den Beruf lernen soll.
Die Schule muss sich einfach mehr auf die Nachfrage aus der Wirtschaft und der Forschung einstellen. Denn wenn Deutschland z.B. keine fähigen IT-Kräfte hervorbringt dann suchen sich Firmen eben Angestellte in Indien und neuerdings wohl auch in Polen und andern Ländern.
rightaway
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 19.10.2005
Beiträge: 1265

BeitragVerfasst am: 02 Dez 2005 - 16:35:23    Titel:

TK1985 hat folgendes geschrieben:
Das ist ganz klar falsch. In Bayern kann man an die 12. Klasse in der FOS noch die 13. Klasse freiwillig anhängen, dann hat man die allgemeine Hochschulreife.

Das unterstützt doch wieder meine These: Warum sollte man in der FOS noch ein weiteres Jahr absolvieren müssen, um das Abitur zu kriegen, wenn die FOS besser ist als das Gymnasium?

TK1985 hat folgendes geschrieben:
Und wenn man dann den technischen Zweig belegt ist man in naturwissenschaftlicher Hinsicht jedem Gymnasiasten überlegen.

Das bezweifle ich. Wenn man sich die Stundentafeln anschaut, haben Gymnasiasten in mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächern nicht weniger Wochenstunden als FOSler.

TK1985 hat folgendes geschrieben:
Ein Kumpel von mir macht das und die pauken in einem Jahr enorm viel durch, so das er auf 36-38 Stunden in der Woche kommt.

In den letzten beiden Jahren auf dem Gymnasium hatte ich 37 bzw. 34 Stunden pro Woche, so what?

TK1985 hat folgendes geschrieben:
Und wie gesagt gibt es noch die Möglichkeit der 13. Kasse, in der man so viel ich weiß noch ne Fremdsprache belegen muss, und man dann allg. HR hat.

Was bringt einem denn ein Jahr Fremdsprachenunterricht?

TK1985 hat folgendes geschrieben:
Man zählt an der Uni auch 1 und 1 zusammen und trotzdem wird das in der Grundschule durchgenommen. Das ist jetzt vielleicht weng überzogen, aber was ich damit sagen will ist, dass man dann im Studium noch mehr durchstarten kann und nicht im ersten Semester noch mal den Schulstoff auffrischt.

Im Mathematikstudium hat man normalerweise erst im dritten Semester alles abgehandelt, was auch in der Schule schon vorkam.

TK1985 hat folgendes geschrieben:
BWL ist sehr überlaufen, es studieren also sehr viele.

Weil sie genau wissen, dass es ihnen für ein intellektuell anspruchsvolles Studium nicht reicht.

TK1985 hat folgendes geschrieben:
Bei Informatik zeigt sich das doch auch. Warum gibt es da denn so viele Abbrecher??

Informatik ist ein Sonderfall, da manche Leute Informatik studieren, die wissen, wie man in der Windows-Registry herumpfuscht und wie man Websites erstellt, aber keine Ahnung von Mathematik haben.

TK1985 hat folgendes geschrieben:
Weil sie mit falschen Vorstellungen ins Studium gegangen sind. Und woher sollten die das auch wissen??? Sie haben ja vorher nie Kontakt dazu gehabt. Und warum? Weil die sie es in der Schule einfach nicht erlernt haben, in einer Einrichtung in der man für das Leben und den Beruf lernen soll.

Es gibt tausende von Studienfächern, soll man die etwa alle an der Schule unterrichten, nur damit die Schüler schon vor dem Studium eine genaue Vorstellung davon haben, was sie im Studium möglicherweise erwartet?

TK1985 hat folgendes geschrieben:
Die Schule muss sich einfach mehr auf die Nachfrage aus der Wirtschaft und der Forschung einstellen. Denn wenn Deutschland z.B. keine fähigen IT-Kräfte hervorbringt dann suchen sich Firmen eben Angestellte in Indien und neuerdings wohl auch in Polen und andern Ländern.

Die Schule darf doch nicht dafür da sein, dem kapitalistischen System Arbeitssklaven zur Verfügung zu stellen. Das humboldtsche Bildungsideal war mal, in der Schule die Schüler zu Menschen zu erziehen und nicht zu Industrierobotern ...
Milou
Junior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Junior Member


Anmeldungsdatum: 02.12.2005
Beiträge: 69

BeitragVerfasst am: 02 Dez 2005 - 17:05:32    Titel:

Ich habe dieses Thread mit Interesse gelesen. Zu FOS und BOS kann ich nichts sagen, da ich solche Schulen nur vom Hören kenne.
Allerdings habe ich ein 8-jähriges Gymnasium besucht (in Österreich). Mir wäre bisher nicht in einem einzigen Fach aufgefallen, dass ich weniger gelernt hätte als ein deutscher Abiturient. In vielen Fächern (z.B. Mathe, aber auch den anderen Naturwissenschaften und Sprachen) ist mir viel mehr aufgefallen, dass wir trotz einem Jahr weniger Schule mehr gelernt haben. So kommen in deutschen Lehrplänen keine komplexen Zahlen (wir haben damit auch in Physik gerechnet), kein Summenzeichen (was allerdings die Profs an der Uni noch nicht gemerkt haben), wenig Statistik und Vektorrechnung vor.

Ein großes Problem sehe ich auch im Abwählen der Fächer. Spätestens an der Uni sitzen ja alle wieder im gleichen Hörsaal und müssen die gleichen Leistungen bringen. Das war bei uns zum Beispiel in Physik ein riesiges Problem. Ich weiß, dass die meisten Studenten viele Fächer nicht mehr brauchen, aber zumindest in meinem Fall benötige ich alle Fächer (naja fast). Ich kenne auch genug Studenten die ihre Wahl bereuen.
rightaway
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 19.10.2005
Beiträge: 1265

BeitragVerfasst am: 02 Dez 2005 - 17:12:20    Titel:

Milou hat folgendes geschrieben:
So kommen in deutschen Lehrplänen keine komplexen Zahlen (wir haben damit auch in Physik gerechnet), kein Summenzeichen (was allerdings die Profs an der Uni noch nicht gemerkt haben), wenig Statistik und Vektorrechnung vor.

Das trifft vielleicht für den Lehrplan der Waldorfschule zu, aber nicht für deutsche Gymnasien. Die Vektorrechnung z. B. ist unter dem Namen "Analytische Geometrie" ein wesentlicher Bestandteil der Abiturprüfung und füllt im Mathematikunterricht knapp ein Schuljahr aus. Physik ist ohne komplexe Zahlen gar nicht möglich, wie wird zum Beispiel Elektrodynamik ohne Komplexifizierung unterrichtet? -- Und Statistik und Stochastik kommen bereits in der Sek. I vor.
Milou
Junior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Junior Member


Anmeldungsdatum: 02.12.2005
Beiträge: 69

BeitragVerfasst am: 02 Dez 2005 - 22:13:07    Titel:

Schreiben nicht Waldorfschulen das selbe Abi wie andere Schulen?
Ansonsten hat keiner meiner Komilitonen kompelexe Zahlen durchgenommen. Mich hat es auch gewundert... Ich weiß nicht, wieviel Vektorrechnung gemacht wird, aber soweit ich weiß sind zum Beispiel Kugeln keine Pflicht. Was Regressionsgeraden sind wissen auch die wenigstens.
rightaway
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 19.10.2005
Beiträge: 1265

BeitragVerfasst am: 03 Dez 2005 - 00:49:34    Titel:

In welchem Bundesland haben denn die Abitur gemacht? Falls es Nordrhein-Westfalen war, wundert mich gar nichts mehr. Aber Kugeln kamen in den Abituraufgaben zur Analytischen Geometrie ausreichend oft vor.
TK1985
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 16.09.2005
Beiträge: 988

BeitragVerfasst am: 03 Dez 2005 - 01:04:28    Titel:

Zitat:
Weil sie genau wissen, dass es ihnen für ein intellektuell anspruchsvolles Studium nicht reicht.


Was ist deiner Meinung nach intellektuell anspruchsvoll? Sollen wir alle Kunstgeschichte oder Musik studieren?

Zitat:
Es gibt tausende von Studienfächern, soll man die etwa alle an der Schule unterrichten, nur damit die Schüler schon vor dem Studium eine genaue Vorstellung davon haben, was sie im Studium möglicherweise erwartet?


Nein natürlich sollte nicht jedes Fach unterrichtet haben, aber eine gewisse Zahl von Fächern die ein Grundpfeiler unserer Wirtschaft sind. Stattdessen lernt man Latein, eine tote Sprache die nur höchstens noch für die Medizin von Interesse ist und selbst da könnte man getrost drauf verzichten. Da sollen einfach zwanghaft irgendwelche Traditionen fortgesetzt werden ohne sich mal auf neue Dinge einzulassen.

Zitat:
Das unterstützt doch wieder meine These: Warum sollte man in der FOS noch ein weiteres Jahr absolvieren müssen, um das Abitur zu kriegen, wenn die FOS besser ist als das Gymnasium?


Das mit der 13. Klasse wurde noch zu der Zeit eingeführt als es auch noch die G9 gab. Ich weiß nicht wie das jetzt in Zukunft geändert wird ob man dann her geht und sagt man hat nach der 11. Klasse Fachabi und nach der 12. das Abi.

Zitat:
Die Schule darf doch nicht dafür da sein, dem kapitalistischen System Arbeitssklaven zur Verfügung zu stellen. Das humboldtsche Bildungsideal war mal, in der Schule die Schüler zu Menschen zu erziehen und nicht zu Industrierobotern ...


Du hörst dich an als wärst du der Sohn reicher Eltern der nur in die Schule geht um weng Spaß zu haben. Selbstverständlich ist die Schule dafür da um einen auf den Beruf vorzubereiten. Moralische und ethische Werte solltest du bei deinen Eltern lernen.
rightaway
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 19.10.2005
Beiträge: 1265

BeitragVerfasst am: 03 Dez 2005 - 01:29:29    Titel:

TK1985 hat folgendes geschrieben:
Was ist deiner Meinung nach intellektuell anspruchsvoll? Sollen wir alle Kunstgeschichte oder Musik studieren?

Nicht alle, aber wenn jemand beispielsweise BWL studiert, dann sollte er auch ein paar Semester Kunstgeschichte oder Musikwissenschaft studieren, damit er wenigstens einmal ein bisschen nachgedacht hat.

TK1985 hat folgendes geschrieben:
Nein natürlich sollte nicht jedes Fach unterrichtet haben, aber eine gewisse Zahl von Fächern die ein Grundpfeiler unserer Wirtschaft sind.

Und was sind die Grundpfeiler unserer Wirtschaft? Mit Sicherheit nicht Biologie, Sport, Kunst, Physik, Chemie, Geschichte, Soziologie und Politologie etc. ... du würdest also diese ganzen "unnützen" und "nicht umfassenden" Fächer über Bord werfen und ersetzen durch Informatik, Betriebliches Rechnungswesen, Jura, VWL usw.?

TK1985 hat folgendes geschrieben:
Stattdessen lernt man Latein, eine tote Sprache die nur höchstens noch für die Medizin von Interesse ist und selbst da könnte man getrost drauf verzichten. Da sollen einfach zwanghaft irgendwelche Traditionen fortgesetzt werden ohne sich mal auf neue Dinge einzulassen.

Das Latein seine besten Zeiten als Sprache der Gebildeten und der Wissenschaft hinter sich hat, ist klar. Aber der Zweck des Lateinunterrichts an Schulen ist es doch, das analytische Denken zu erlernen und nicht die Kommunikation auf Latein! Sonst würde man ja in der 5. Klasse Rollenspiele machen à la "Wir gehen um 300 v. Chr. ein Brot kaufen, was sagt man da beim Bäcker?", wie man das im Fremdsprachenunterricht zu "lebendigen" Sprachen macht, um die Kommunikationsfähigkeit zu verbessern.

TK1985 hat folgendes geschrieben:
Ich weiß nicht wie das jetzt in Zukunft geändert wird ob man dann her geht und sagt man hat nach der 11. Klasse Fachabi und nach der 12. das Abi.

Das wäre doch ein Witz. Mit dem Schulabschluss nach der 11. Klasse nähert sich das Ganze ja dem US-amerikanischen High-School-Abschluss. In der 11. Klasse sind die Schüler 16 Jahre alt, was kann man da schon groß mit denen anfangen? Brutales Faktenwisseneinpauken ist schon möglich, aber in diesem Alter erreichen sie doch gerade erst die geistige Reife, die anspruchsvoller und effizienter Schulunterricht voraussetzt.

TK1985 hat folgendes geschrieben:
Du hörst dich an als wärst du der Sohn reicher Eltern der nur in die Schule geht um weng Spaß zu haben.

Wieso sollte jemand in die Schule gehen, um wenig Spaß zu haben? -- Mir hat die Schule meistens viel Spaß gemacht.

TK1985 hat folgendes geschrieben:
Selbstverständlich ist die Schule dafür da um einen auf den Beruf vorzubereiten.

Das sehe ich nicht so. Man lebt ja auch nicht, um zu arbeiten, sondern umgekehrt. Die Schule bereitet einen eher darauf vor, ein Leben als Teil der Gesellschaft zu führen. Vieles davon kann man in seinem Berufsleben zwar auch verwenden, aber: die Schule nur als Produktionsstätte für Humankapital? Das klingt doch sehr voraufklärerisch ...

TK1985 hat folgendes geschrieben:
Moralische und ethische Werte solltest du bei deinen Eltern lernen.

Die meisten Eltern sind doch gar nicht so gut ausgebildet. Eltern bringen ihren Kindern viel Fundamentalere Dinge bei, z. B. das Laufen, Zähneputzen, Essen mit Besteck, das Sprechen, Fahrradfahren, Sozialverhalten und Manieren, Kochen und Waschen, wie man eine Steckdose anschließt oder ein Fenster putzt usw.
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Foren-Übersicht -> Studium allgemein -> Anheben des Niveaus
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Gehe zu Seite Zurück  1, 2, 3, 4, 5 ... 12, 13, 14, 15, 16, 17, 18, 19, 20, 21, 22, 23  Weiter
Seite 15 von 23

 
Gehe zu:  
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.

Chat :: Nachrichten:: Lexikon :: Bücher :: Impressum