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Internetseiten zum Thema Männerrechte
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Bürger
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Anmeldungsdatum: 27.11.2005
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BeitragVerfasst am: 31 Dez 2006 - 17:43:02    Titel:

Die Idee den Mann als Behinderten zu sehen entbehrt nicht einer gewissen Ironie, regt es doch manches männliche Ego furchtbar auf, so dass dieser nicht weiß ob er zuerst seine männliche Ehre verteidigen und dabei eventuelle Benachteiligungen in Kauf nehmen muss oder ob er sich als behindert und damit als benachteiligte Minderheit sieht, die auf Hilfe angewiesen ist.

Die Unterschiede zwischen Mann und Frau, mal abgesehen von sekundären und primären Geschlechtsmerkmalen und den damit zusammenhängenden Verhalten werden meistens grenzenlos übertrieben. So hat sich inzwischen im Volk die Ansicht verfestigt Frauen könnten keine rechte räumliche Vorstellung entwickeln und wären beim Einparken den Männern deutlich unterlegen, während Frauen eine stärkere soziale Intelligenz entwickeln würden.

Ich warne nur vor damit in Zusammenhang stehenden Mythen und Legenden. Es ist richtig, dass man in Untersuchungen Mittelwertsunterschiede festgestellt hat, die aber so minimal sind, das dies sicherlich keine Bestätigung derer ist, die am Stammtisch auf die Einparkkünste ihrer Frauen lästern und es schon immer gewusst haben. Sprich die Unterschiede zwischen den Individuen sind um ein vielfaches ausgeprägter als zwischen den Geschlechtern. Die Wahrscheinlichkeit eines Mannes auf eine eine Frau zu treffen, deren räumlichen Vorstellungskraft besser ausgeprägt ist, ist tatsächlich nur geringfügig niedriger als bei einem Mann. Stehen einem Mann zwei Frauen gegenüber überwiegt schon die Wahrscheinlichkeit, dass eine von beiden ein besseres räumliches Vorstellungsvermögen hat.

Die These, dass die Frau auf Grund ihres erlernten Rollenverhaltens weniger risikofreudig ist als der Mann, scheint mir doch eher manch vorsichtiges Parkmanöver zu erklären, während der Mann eher eine Beule als eine Verletzung des männlichen Ego riskiert und auf das Einparken verzichtet oder um Einweisung bittet.

Rollenverhalten dominieren unseren Alltag wesentlich stärker als vielen bewusst ist und suggerieren prinzipielle, auf genetische Programme hinweisende Unterschiede im Denken und Handeln, die bei genauer Betrachtung einfach zu gering sind um die Vorurteile und Verhalten im Alltag zu erklären.


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Jomira
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Anmeldungsdatum: 23.10.2006
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BeitragVerfasst am: 31 Dez 2006 - 17:56:36    Titel:

Zitat:
Werden Männer eingezogen damit diese "Ungerechtigkeit" ausgeglichen wird? Ich vermute nicht...
Überspitzt formuliert: Soll ich mir jetzt außerdem ein Bein abhacken, weil mein Nachbar einbeinig und dadurch benachteiligt ist?
Diese Argumentation ist unzulässig und gefährlich. Warum soll jemand bestraft werden, obwohl er keinerlei Schuld am Leid eines anderen hat?


Und wieso sollte man mit einer Angleichung die Benachteiligung eines anderen noch erhöhen?
Über den Sinn der Wehrplicht kann man denken was man will, aber was fest steht ist, dass wenn nun Frauen auch noch wehrpfilchtig wären, noch größere Nachteile für sie entstehen würden.
Selbst wenn nicht alle Frauen Kinder bekommen, so ist es immer noch die Mehrheit.

Zitat:
Man behauptet außerdem nicht, sondern beobachtet und sieht. Verfolge mal über ein paar Tagen Arne Hoffmanns Blog oder lies mal im Archiv herum.
Häusliche Gewalt gegen Männer, Rechte von Scheidungsvätern,


Um ein qualitatives Urteil zufällen, muß man vergleichen. Und da schneiden Frauen beim Thema Gleichberechtigung erheblich schlechter ab.


Zitat:
Männer, die unschuldig im Gefängnis sitzen, weil sie von Frauen der Vergewaltigung falschbezichtigt wurden usw. sind immer noch Sachen, die noch keinen wirklichen Anklang in der Öffentlichkeit gefunden haben...


Justizfehler sind kein Indiz für Ungleichbehandlung. Es ist absurd zubehaupten, dass ein Mann verurteilt wird nur weil eine Frau ihn einer Vergewaltigung bezichtigt. Da spielen immer noch andere Beweise oder Indizien eine Rolle. Und was meinst Du wohl wie viele Vergewaltigungen garnicht erst angezeigt werden oder es zu einem Freispruch auf Grund einem mangel an Beweisen kommt?

http://www.frauenrechte.de/tdf/index.php?option=com_content&task=section&id=15&Itemid=108

http://www.dadalos-d.org/deutsch/Menschenrechte/Grundkurs_MR3/frauenrechte/warum/familie.htm

https://www-ec.destatis.de/csp/shop/sfg/Warenkorb8.csp
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Anmeldungsdatum: 27.11.2005
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BeitragVerfasst am: 31 Dez 2006 - 18:27:12    Titel:

Jomira hat folgendes geschrieben:

Justizfehler sind kein Indiz für Ungleichbehandlung. Es ist absurd zubehaupten, dass ein Mann verurteilt wird nur weil eine Frau ihn einer Vergewaltigung bezichtigt. Da spielen immer noch andere Beweise oder Indizien eine Rolle. Und was meinst Du wohl wie viele Vergewaltigungen garnicht erst angezeigt werden oder es zu einem Freispruch auf Grund einem mangel an Beweisen kommt?

Dem stimme ich ausdrücklich zu. Die Wahrscheinlichkeit dass wenn eine Frau einen Mann der Vergewaltigung bezichtigt dies auch stimmt ist auf jeden Fall höher als umgekehrt, so dass dies schon ein gewichtiges Argument darstellt. Die vielen unschuldigen Männer die angeblich in den Gefängnissen sitzen, müssten zunächst einmal nachgewiesen werden, meint dass einsitzende Vergewaltiger in den Gefängnissen ihre Unschuld beteuern, ist eben auch kein Beweis dafür, dass sie unschuldig sind. Die Wahrscheinlichkeit dass ein Täter seiner Unschuld beteuert ist ja nicht gerade niedrig, immerhin hat er so eine Chance später zu behaupten die Frau hätte ihn reingelegt.

Natürlich gibt es auch in der deutschen Justiz Irrtümer, aber die gibt es überall, auch ein des Mordes oder des Diebstahls verdächtiger kann irrtümlich eingesperrt werden. Solche Irrtümer sollten natürlich möglichst vermieden werden. Andererseits sollen Frauen auch vor Vergewaltigern geschützt werden. Es gibt aber charakteristischen Anzeichen für eine Vergewaltigung, zum Beispiel die Spuren die sich sicherstellen lassen, wenn sich die Frau gewehrt hat, Anzeichen eines gewaltsamen Eindringens feststellen, Partikel von Haut und Haaren unter den Fingernägeln, Druckstellen an Gelenken, zerrissene Klamotten usw.. Die Vorstellung Frauen würden all diese Merkmale im Griff haben, um eine Vergewaltigung zu simulieren, auch auf die Gefahr hin, dass Kriminaltechniker diese Manipulationen bemerken ist doch eher abstrus. Zudem werden meistens weitere Bekanntschaften Verdächtiger vernommen oft kommt im Zuge eines solchen Prozesses zum Vorschein, dass ein Vergewaltiger nicht zum ersten Mal mit sexuellen Tätlichkeiten in Erscheinung getreten ist.

Was im Einzelfall sein kann muss doch keine gesellschaftliche Erscheinung sein. Um überhaupt einen Überblick zu bekommen, müsste man erst einmal wissen, wieviel Männer denn pro Jahr der Vergewaltigung angeklagt und verurteilt werden. Dann müssten wir von denen, die behaupten, es gäbe soviele Fehlurteile eine begründete Abschätzung verlangen, wieviel im Mittel denn von 100 solchen Fällen ihrer Ansicht nach ein Fehlurteil seien. Dann liesse sich das statistisch hochrechnen und ich glaube damit allein, könnten sich Vorwürfe einer vermeintlichen Fehlverurteilung von Vergewaltigern und einem weiblichen Machtmissbrauch wegen Geringfügigkeit potentieller Fälle schon als erledigt betrachtet werden.

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tan(90°)
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BeitragVerfasst am: 31 Dez 2006 - 18:35:49    Titel:

Zitat:
Und wieso sollte man mit einer Angleichung die Benachteiligung eines anderen noch erhöhen?

Was fragst du mich das? Habe ich mich nicht gegen "Angleichungen", was das auch immer sein soll, ausgesprochen?
Zitat:
Über den Sinn der Wehrplicht kann man denken was man will, aber was fest steht ist, dass wenn nun Frauen auch noch wehrpfilchtig wären, noch größere Nachteile für sie entstehen würden.

Seltsam, denn vorhin, so schien es mir, hast du die Wehrpflicht heruntergespielt. Um es nochmal zu betonen: ich bin generell gegen Zwangsdient, egal welcher Art.
Zitat:
Selbst wenn nicht alle Frauen Kinder bekommen, so ist es immer noch die Mehrheit.

Ist es dann auch nicht fast immer mit einem Kinderwunsch verbunden?
Zitat:
Um ein qualitatives Urteil zufällen, muß man vergleichen. Und da schneiden Frauen beim Thema Gleichberechtigung erheblich schlechter ab.

Außer dem Gehalt, das du bereits genannt hast und das man nicht so stehen lassen kann, wo noch?

Zitat:
Justizfehler sind kein Indiz für Ungleichbehandlung.

Wohl aber dafür, dass der Mann immer noch grundsätzlich als Täter und die Frau grundsätzlich als Opfer angesehen wird, weshalb es Frauen in der Rechtsprechung einfacher haben, auch was z.B. das Strafmaß betrifft.

Zitat:
Es ist absurd zubehaupten, dass ein Mann verurteilt wird nur weil eine Frau ihn einer Vergewaltigung bezichtigt. Da spielen immer noch andere Beweise oder Indizien eine Rolle.

Es hat auch niemand behauptet, dass ein Mann sofort ins Gefängnis kommt, weil irgendeine Frau ihn der Vergewaltigung bezichtigt*. Absurd, wie du es nennst ist das mit der Vergewaltigung lange nicht. Wie schon vorhin gesagt: Verfolge mal Arne Hoffmans Blog, da gibt es ständig Meldungen über Männer, die aus dem Gefängnis entlassen wurden, weil sie unschuldig waren.
Zitat:
Und was meinst Du wohl wie viele Vergewaltigungen garnicht erst angezeigt werden

Das ist eine traurige Sache, aber was willst du dagegen tun?
Zitat:
oder es zu einem Freispruch auf Grund einem mangel an Beweisen kommt?

Oder die Vergewaltigung gar nicht stattgefunden hat? Aber was willst du denn dagegen tun, wenn es zu wenig Beweise gibt? Da kann man nichts tun, so schlimm es auch ist.

*Hat zwar nur indirekt was damit zu tun: Mir fällt gerade ein, dass z.B in Kanda ein Mann von der Polizei seines Hauses verwiesen werden darf, wenn sich die Frau bedroht fühlt, d.h. es muss nicht zu Gewalt kommen, ein Streit oder die Laune der Frau reichen da aus.


Zuletzt bearbeitet von tan(90°) am 31 Dez 2006 - 19:03:11, insgesamt einmal bearbeitet
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BeitragVerfasst am: 31 Dez 2006 - 18:44:45    Titel:

Zitat:

Es hat auch niemand behauptet, dass ein Mann sofort ins Gefängnis kommt, weil irgendeine Frau ihn der Vergewaltigung bezichtigt*. Absurd, wie du es nennst ist das mit der Vergewaltigung lange nicht. Wie schon vorhin gesagt: Verfolge mal Arne Hoffmans Blog, da gibt es ständig Meldungen über Männer, die aus dem Gefängnis entlassen wurden, weil sie unschuldig waren.


Wie viele sind das denn nun genau, gemessen an der Anzahl der verurteilten Fälle? Ist das in irgendeiner Form gesellschaftlich relevant?

Ausgerechnet einen Blog eines Autors von SM-Geschichten als Referenz um nachzuweisen das Männer zu Unrecht vergewaltigt werden? Ich weiß ja nicht....ein Grinsen konnte ich mir bei aller Ernsthaftigkeit dieses Thema nicht verkneifen, hast Du da nicht den Bock zum Gärtner gemacht?



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BeitragVerfasst am: 31 Dez 2006 - 18:50:15    Titel:

Zitat:
Wie viele sind das denn nun genau, gemessen an der Anzahl der verurteilten Fälle? Ist das in irgendeiner Form gesellschaftlich relevant?

Problem hierbei ist, dass sich das unmöglich herausfinden lässt. Zahlen kann ich dir nicht nennen.

Aus einem Spiegelinterview lässt sich folgendes entnehmen:

"Gordon: Ich bearbeite hier in Neuruppin im Jahr ungefähr 200 Anzeigen von Sexualdelikten. Nur 20 kommen zur Anklage, 170 werden eingestellt. In zehn Fällen drehe ich den Spieß sogar um und klage wegen bewusster Falschaussage an."
Ausgabe 14/2006

Aber nun: das ist auch kein Thema für sich, sondern mehr die Tatsche, dass Männer in der Rechtsprechung schlechter dran sind.


Zitat:
Ausgerechnet einen Blog eines Autors von SM-Geschichten als Referenz um nachzuweisen das Männer zu Unrecht vergewaltigt werden? Ich weiß ja nicht....ein Grinsen konnte ich mir bei aller Ernsthaftigkeit dieses Thema nicht verkneifen, hast Du da nicht den Bock zum Gärtner gemacht?

Nö, hab ich nicht. Hast du auch schonmal nachgeschaut, was er sonst noch so geschrieben hat? Wink
Außerdem sollte man einen Menschen nicht nach seinen sexuellen Neigungen beurteilen, ich glaube soweit sind wir schon.

Im Übrigen verweist dieser Autor auf verschiedene Webseiten. Insofern dürfte sich das Problem erledigen. Ich habe auch nur gerade darauf verwiesen, weil es da öfter als auf den anderen Seiten was Aktuelles zu lesen gibt
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BeitragVerfasst am: 31 Dez 2006 - 19:16:31    Titel:

tan(90°) hat folgendes geschrieben:

Außerdem sollte man einen Menschen nicht nach seinen sexuellen Neigungen beurteilen, ich glaube soweit sin wir schon.


In der Regel mache ich das auch nicht, wenn er Kochbücher schreibt oder sich über die Höhe des Arneitslosengeldes äussern würde. Aber ausgerechnet ein Autor von Geschichten, die sexuell gewaltverherrlichende Komponenten und Vergewaltungfantasien enthalten, also Vergewaltigungen zumindestens in seiner Welt als gewünschtes Verhalten darstellt, ist meiner Ansicht nach inhaltlich nicht gerade prädästiniert zu beurteilen, ob der Vergewaltigung bezichtigter Männer zu Unschuld im Gefängnis sitzen.

In diesen Fantasien geht es um Unterwerfung und Vergewaltigung, die eben auch Ursache vieler Vergewaltigungen sind. Viele Vergewaltiger glauben die Frauen wollen das so, sie bräuchten das und geben an, sie haben das sich Zieren der Frauen als Aufforderung gedeutet. Und genau das vermittelt auch die SM-Literatur, dass es viele Frauen gibt, die so etwas so erwarten. Auch wenn es diese Frauen geben mag, ist das sicherlich nicht Alltag.

Hier ist also zwischen der sonstigen Tätigkeit als SM-Autor und der Ansicht als Unterstützer von vermeintlichen oder tatsächlichen Justizopfern wegen Vergewaltigung einsitzender Straftäter ein unmittelbarer Zusammenhang feststellbar, der eine kritische Bewertung entsprechender Referenz sehr wohl erlaubt und sogar nahelegt. Ich würde auch die Aussage eines Zahnarztes kritisch betrachten, der sich dafür einsetzt dass alle Schulkinder zwangsweise einmal pro Monat zum Zahnarzt müssen, um es verständlicher auszudrücken. Aussagen müssen auch an den Interessen derjenigen gemessen werden, die solche Aussagen treffen, denn das Sein bestimmt eben oft auch das Bewusstsein.

Zu glauben eine solche Ansucht stehe nur durch die Zufall mit der Tätigkeit als Autor von SM-Geschichten in Zusammenhang und man müsste eine solche Referenz als Ausdruck absoluter Objektivität nehmen, ist meiner Ansicht Ausruck einer quantitativ nicht gerade kleine Menge an Naivität.

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BeitragVerfasst am: 31 Dez 2006 - 19:48:39    Titel:

Bist du SM-Experte? Hast du dich so sehr mit dem Phänomen beschäftigt, dass du dir ein Urteil bilden und nicht nur ohne begründeten Ansatz darüber philosophierst? Mir scheint eher zweiteres der Fall zu sein.

Zitat:
Zu glauben eine solche Ansucht stehe nur durch die Zufall mit der Tätigkeit als Autor von SM-Geschichten in Zusammenhang und man müsste eine solche Referenz als Ausdruck absoluter Objektivität nehmen, ist meiner Ansicht Ausruck einer quantitativ nicht gerade kleine Menge an Naivität.

Danke.
Nochmal: der Autor verweist meistens auf diverse Nachrichtenseiten und kommentiert die Berichte. Lesen und sich ein Urteil bilden kann jeder selbst.

Zitat:
Hier ist also zwischen der sonstigen Tätigkeit als SM-Autor und der Ansicht als Unterstützer von vermeintlichen oder tatsächlichen Justizopfern wegen Vergewaltigung einsitzender Straftäter ein unmittelbarer Zusammenhang feststellbar, der eine kritische Bewertung entsprechender Referenz sehr wohl erlaubt und sogar nahelegt.

Gleichzeitig engagiert sich der Autor gegen Gewalt in der Partnerschaft, egal von wem sie ausgeht. Die einzige Werbung auf seiner Homepage verweist auf SOLWODI, eine Organisation, die sich für Frauen in Not einsetzt und er gibt Beratungs- und Hilfedressen für Opfer sexuellen Missbrauchs an. Reicht dir das als Gegenbeweis?
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BeitragVerfasst am: 31 Dez 2006 - 21:20:02    Titel:

Jomira hat folgendes geschrieben:
Dann frage ich mich doch, wie Du Dir eine andere Regelung vorstellst? Es kann jawohl nicht sein, dass ein Mann mit der Begründung, er hätte das Kind nie haben wollen, sich um Unterhaltszahlungen drückt. Es darf nicht sein, dass die Bedürfnisse des Kindes denen des Mannes hinten anstehen müssen. Übringens hatte ich mich nicht zu Vaterschaftstest geäußert.
Es ging nur um die Unterhaltszahlungen im Falle einer ungewollten Schwangerschaft.


Das ist im Prinzip nicht schwierig. In der Rechtsprechung gibt es das Prinzip, dass derjenige der etwas geltend macht (Anspruch) dafür einen Grund nachweisen muss (Anspruchsgrundlage, Beleg, Beweis). Wer also einen Unterhaltsanspruch geltend macht, hat zu belegen, dass dieser rechtmäßig besteht. Mit einem Gentest ist das möglich.

Heute können Frauen Unterhaltsansprüche geltend machen, ohne dass der Mann deren Rechtmäßigkeit legal nachprüfen kann – es sei denn die Frau stimmt dem zu, was sie natürlich nur dann tun wird, wenn sie sich eines Ergebnisses zu ihren Gunsten sicher ist. Im Endeffekt führt dass dazu, dass sich die Frau aus mehreren in Frage kommenden Männern den Solventesten aussuchen kann, anstatt sich an den tatsächlichen Vater zu halten.

Man nennt das auch Betrug und es ist an sich strafbar – nur nicht im Familienrecht.

Jomira hat folgendes geschrieben:
Dann mach doch bitte auch hier mal einen konkreten Alternativvorschlag?
Den wird es nicht geben. Letztendlich wird die Entscheidung bei der Frau bleiben. Immerhin wird die Geburt oder Abtreibung eines Kindes einen größeren Einfluss auf ihr Leben nehmen….


Auch das ist nicht wirklich schwierig. Einer Abtreibung hätten beide Beteiligten zuzustimmen, wobei es aus zeitlichen Gründen die Möglichkeit geben müsste, die fehlende / verweigerte Zustimmung des Mannes im Schnellverfahren zu ersetzen. Dem Mann ein Mitspracherecht zu verweigern bedeutet, seine Mitverantwortung zu negieren. Wenn das Kind ausgetragen und großgezogen werden soll, ist er ja auch ganz schnell wieder mit im Boot (Unterhalt – s.o.) – warum also hier nicht?

Allerdings habe ich an den derzeitigen Regulierungen zum Thema Abtreibung generell so meine Zweifel, da ich die Fristenlösung mit Beratungspflicht für fragwürdig halte. Ich denke die Entscheidung über eine Abtreibung haben die Betroffenen (und nur sie) zu treffen, ohne dass der Staat hier mit Strafen, Fristen ö.ä. eingreift.

Jomira hat folgendes geschrieben:
Ebenso wenig wird es nie eine absolute Gleichberechtigung geben. Dafür sind Männer und Frauen viel zuverschieden.


Das ist zutreffend, würde aber den ganzen Diskurs um Gleichberechtigungsfragen rasch beenden. Ich gehe daher mal davon aus, dass frauenbewegte Feministinnen und ihre Debattiergegner sich über diesen Fakt hinwegsetzen werden.

Jomira hat folgendes geschrieben:
Alleine die Tatsache, dass das Austragen der Kinder nur von der Frau geleistet werden kann, bringt Frauen schon Nachteile gegenüber Männern.


Letztlich trifft die Frau diese Entscheidung – ganz nach dem Prinzip „Mamas Baby, Papas Maybe“. Einen Nachteil, der ein Anrecht auf Kompensation begründen könnte, vermag ich nicht zu erkennen.
Jomira hat folgendes geschrieben:
Also muß es in gewissen Dingen einen Ausgleich geben. Hier zum Beispiel die Tatsache, dass nur Männer wehrplichtig sind. Diese "verlorene" Zeit wird sich spätestens in der Mutterschaft wieder ausgleichen.


Als Befürworter einer Berufsarmee lehne ich die wehrpflichtige bewaffnete Laienspielschar generell ab. Wer aber Gleichberechtigung fordert, dabei aber bestehende Pfründe und Privilegien nicht abgeben will, den kann ich kaum noch ernst nehmen. Gleichberechtigung gibt es nicht umsonst. Es kommt ja auch kaum jemand auf die Idee, volljährig sein zu wollen aber die Vorrechte der strafunmündigen Kindheit für sich einzufordern.

Jomira hat folgendes geschrieben:
Auf jeden Fall finde ich es ziemlich lächerlich, wenn man(n) jetzt anfängt zubehaupten, Männer wären gegenüber Frauen benachteiligt. Betrachte man doch nur mal die Gehälter. Es ist in vielen Bereichen immer noch so, dass Frauen (für die gleiche Arbeit) geringe Gehälter beziehen.


Wir haben in Deutschland Tarifautonomie (Art 9 GG). Und Gehälter sind prinzipiell eine Marktfrage, die den Staat erstmal wenig angeht. Wenn es hier Ungleichheiten gibt, ist es Sache der Betroffenen sich dagegen zu engagieren. Leistungen und Gegenleistungen sind prinzipiell verhandelbar. Wo es z.B. Tarifverträge und Betriebsräte gibt, haben alle Leute die gleichartigen Tätigkeiten nachgehen auch gleich eingruppiert zu werden. Wenn natürlich zuschlagspflichtige Nachtschichten, Schwerarbeiten etc. vermehrt von Männern gemacht werden, werden diese damit im Schnitt auch mehr verdienen.

Jomira hat folgendes geschrieben:
Und dass sie häufig (auch wenn hier jetzt einzelne Gegenbeispiele genannt werden) bei Bewerbungen gegenüber Männern benachteiligt werden.


Wir haben seit dem 18.08.2006 ein allgemeines Gleichstellungsgesetz, das u.a. Diskriminierungen aufgrund des Geschlechtes verbietet und Schadensersatzpflichten dafür festschreibt. Firmen, die Frauen aufgrund ihres Frauseins bei der Stellenauswahl benachteiligen, riskieren happige Strafgelder und arbeitsgerichtliche Scherereien.
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BeitragVerfasst am: 31 Dez 2006 - 22:58:45    Titel:

tan(90°) hat folgendes geschrieben:
Bist du SM-Experte?


Wir sind hier alle Experten, für SM, für Vergewaltigungen, für das Rechtswesen, deswegen dürfen wir uns auch unterhalten.

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BeitragVerfasst am: 31 Dez 2006 - 23:26:26    Titel:

tan(90°) hat folgendes geschrieben:
Hast du dich so sehr mit dem Phänomen beschäftigt, dass du dir ein Urteil bilden und nicht nur ohne begründeten Ansatz darüber philosophierst? Mir scheint eher zweiteres der Fall zu sein.

Zunächst habe ich meine Ansicht begründet. SM händelt mit Gewalt und Vergewaltigungsszenen sind Bestandteil entsprechender Literatur. Ich bin auch alt genug, dass ich so etwas lesen darf, manches gehört schließlich zur Weltliteratur. Außerdem wäre es schwierig jeden Kontakt zu SM zu vermeiden so stark wie sich dieser in den letzten Jahren im Internet verbreitet hat. Ich bin allerdings kein Anhänger dieser Szene, wenn Du das andeuten wolltest.

Man könnte Dir natürlich ebenso diese Fragen stellen, hast Du Dich schon mit SM beschäftigt, oder woher nimmst Du die Anmaßung zu beurteilen, das meine Ansätze unbegründet seien? Handelt die SM Szene nicht mit Vergewaltigungsfantasien und wird das sexuell nicht ausgelebt? Gab es in den letzten 10 Jahren keine Auseinandersetzung und Reibungspunkte mit der SM-Szene und der Frauenrechtsbewegung?

Von daher bleibe ich dabei, ich halte einen SM-Autor nicht für eine objektive Referenz, inwieweit Frauen Männer zu Unrecht beschuldigen, sie vergewaltigt zu haben. Mit Sicherheit ist das keine seriöse Quelle, auch wenn sich der gleiche Autor mit Büchern im nicht gerade liberalen Lager einen Namen geschaffen hat. Mir scheint eher die Tendenz bestimmter Autoren durch besonders provokanten Thesen eine bestimmte Leserschaft zu erreichen, die dann sein Opus kaufen sollen.

Durch den erwarteten Rechtsruck nach dem Ende der DDR scheint das so eine Art Zeitgeisterscheinung zu werden. Tumbe Thesen provokant zu formulieren scheint sich ja in barer Münze auszuzahlen. Lange hält der Ruhm solche Werke allerdings nicht an, insbesondere wenn man sich ernsthaft damit auseinandersetzt. Immehin war selbst dem Focus, nicht gerade die Quelle für ausgewogene politische Ansichten, die Werke dieses Autors zu einseitig, was die Sammlung männerfeindlicher Begebenheiten angeht, und dessen Thesen an vielen Stammtischen Zustimmung frauenfeindlich eingestellter Dumpfbacken finden dürfte.

Wirklich, Du solltest Dir eine andere Referenz suchen.

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Jomira
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BeitragVerfasst am: 01 Jan 2007 - 20:08:59    Titel:

Zitat:
Aus einem Spiegelinterview lässt sich folgendes entnehmen:

"Gordon: Ich bearbeite hier in Neuruppin im Jahr ungefähr 200 Anzeigen von Sexualdelikten. Nur 20 kommen zur Anklage, 170 werden eingestellt. In zehn Fällen drehe ich den Spieß sogar um und klage wegen bewusster Falschaussage an."
Ausgabe 14/2006


Und was sagt uns das? Nichts!
Frauen die einem Sexualdelikt zum Opfer gefallen sind, gehen selten sofort damit zur Polizei. Wenn sie sich dann dazu durchringen sind häufig Körperliche Anzeichen für eine Vergewaltigung nicht mehr auszumachen. Wenn sie also nicht vorher diese Anzeichen von einem Arzt dokomentieren lassen hat, steht meist Aussage gegen Aussage. Das heißt ab er noch lange nicht, dass die Tat nie statt gefunden hat. Genauso wenig ist eine Gegenanzeige ein Zeichen von Unschuld. Ein Mann der sich das Recht herraus nimmt einer Frau so etwas anzutun, der wird wohl auch keine Skrupel haben eine Gegenanzeige zustarten. Wäre auch interessant wieviele von diesen Klagen letztendlich gegen Gericht Bestand haben.

Zitat:
Das ist im Prinzip nicht schwierig. In der Rechtsprechung gibt es das Prinzip, dass derjenige der etwas geltend macht (Anspruch) dafür einen Grund nachweisen muss (Anspruchsgrundlage, Beleg, Beweis). Wer also einen Unterhaltsanspruch geltend macht, hat zu belegen, dass dieser rechtmäßig besteht. Mit einem Gentest ist das möglich.

Heute können Frauen Unterhaltsansprüche geltend machen, ohne dass der Mann deren Rechtmäßigkeit legal nachprüfen kann – es sei denn die Frau stimmt dem zu, was sie natürlich nur dann tun wird, wenn sie sich eines Ergebnisses zu ihren Gunsten sicher ist. Im Endeffekt führt dass dazu, dass sich die Frau aus mehreren in Frage kommenden Männern den Solventesten aussuchen kann, anstatt sich an den tatsächlichen Vater zu halten.

Man nennt das auch Betrug und es ist an sich strafbar – nur nicht im Familienrecht.


Es ist mir neu, dass Männer zu einer Anerkennung einer Vaterschaft gezwungen werden können.

Zitat:
Auch das ist nicht wirklich schwierig. Einer Abtreibung hätten beide Beteiligten zuzustimmen, wobei es aus zeitlichen Gründen die Möglichkeit geben müsste, die fehlende / verweigerte Zustimmung des Mannes im Schnellverfahren zu ersetzen. Dem Mann ein Mitspracherecht zu verweigern bedeutet, seine Mitverantwortung zu negieren. Wenn das Kind ausgetragen und großgezogen werden soll, ist er ja auch ganz schnell wieder mit im Boot (Unterhalt – s.o.) – warum also hier nicht?


Aja, und was passiert, wenn sie Mann und Frau nicht einig werden? Dann zwingen wir die Frau halt zur Abtreibung oder zum Austragen?

Zitat:
Allerdings habe ich an den derzeitigen Regulierungen zum Thema Abtreibung generell so meine Zweifel, da ich die Fristenlösung mit Beratungspflicht für fragwürdig halte. Ich denke die Entscheidung über eine Abtreibung haben die Betroffenen (und nur sie) zu treffen, ohne dass der Staat hier mit Strafen, Fristen ö.ä. eingreift.


Die Entscheidung liegt alleine bei den Betroffenen. Die Beratung dient alleine dem Aufzeigen der Möglichkeiten, die es gibt um ein Kind groß zuziehen. Schließlich sind nicht alle Menschen so gut über ihre Rechte aufgeklärt. Und gerade bei jüngeren Frauen kann der Druck aus der Familie schnell einmal zu einer übereilten Entscheidung führen.
Was mit der Fristen Regelung nicht stimmen soll, verstehe ich nicht. Man kann jawohl kaum ein Kind im 8. oder 9. Monat abtreiben. Die 3 Monate Regelung ist völlig ausreichend und in besonderen Fällen gibt es immer noch die Möglichkeit einer späteren Abtreibung.
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BeitragVerfasst am: 01 Jan 2007 - 21:48:59    Titel:

Jomira hat folgendes geschrieben:

Zitat:
Das ist im Prinzip nicht schwierig. In der Rechtsprechung gibt es das Prinzip, dass derjenige der etwas geltend macht (Anspruch) dafür einen Grund nachweisen muss (Anspruchsgrundlage, Beleg, Beweis). Wer also einen Unterhaltsanspruch geltend macht, hat zu belegen, dass dieser rechtmäßig besteht. Mit einem Gentest ist das möglich.

Heute können Frauen Unterhaltsansprüche geltend machen, ohne dass der Mann deren Rechtmäßigkeit legal nachprüfen kann – es sei denn die Frau stimmt dem zu, was sie natürlich nur dann tun wird, wenn sie sich eines Ergebnisses zu ihren Gunsten sicher ist. Im Endeffekt führt dass dazu, dass sich die Frau aus mehreren in Frage kommenden Männern den Solventesten aussuchen kann, anstatt sich an den tatsächlichen Vater zu halten.

Man nennt das auch Betrug und es ist an sich strafbar – nur nicht im Familienrecht.


Es ist mir neu, dass Männer zu einer Anerkennung einer Vaterschaft gezwungen werden können.

Das würde mich aber auch mal interessieren - guido, könntest du auf entsprechende gesetzestexte verweisen?

Zitat:
Die 3 Monate Regelung ist völlig ausreichend und in besonderen Fällen gibt es immer noch die Möglichkeit einer späteren Abtreibung.
dass 3 monate "völlig ausreichend" seien ist kein grund, dass es nach 3 monaten explizit verboten sein soll.
die 3monatsregelung ist eine notlösung, ein "kompromiss", der vor ein paar jahrzehnten in seiner grundform beschlossen wurde, weil sich die sachliche diskussion zu dem thema auf kein wirklcihes ergebnis einigen konnte. im grunde wurde sie jedoch willkürlich gesetzt.
folglich ist es auch äusserst fraglich und anmaßend, dass irgendwelche politiker oder der staat einer schwangeren mit einer fadenscheinigen argumentation vorschreiben wollen, wann sie abtreiben darf und wann nicht.

die sonderregelungen für spätabtreibungen sind sehr eng gefasst, man sollte sie nicht zum standartrepertoire in dieser diskussion zählen.
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Jomira
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BeitragVerfasst am: 01 Jan 2007 - 22:51:59    Titel:

Ich habe auch nicht behauptet, dass die 3Monats Regelung nicht willkürlich gesetzt wurde. Aber menschliches Leben steht nun einmal unter einem besonderem Schutz und die Abtreibungsregelung war ein entgegenkommen der Politik auf die Frauen. Immerhin ist es immer noch schwer zu definieren wann Leben beginnt. Ein Baby ist im 3. Monat schon sehr weit ausgebildet und in wie weit es schon ein Schmerzempfinden hat, ist auch höchst umstritten. Also denke ich nicht, dass man an dieser Regelung etwas ändern sollte oder sie aufheben sollte. Im Extremfall könnte eine Frau noch bis in den 9. Monat abtreiben, wenn sie ihr Kind nach der Geburt töten würde, wäre es Mord.
Aber wo läge denn wirklich der Unterschied?
Drei Monate sollten wohl ausreichen, um sich für ein Kind oder dagegen zuentscheiden.
Guido
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BeitragVerfasst am: 02 Jan 2007 - 15:59:34    Titel:

Jomira hat folgendes geschrieben:
Frauen die einem Sexualdelikt zum Opfer gefallen sind, gehen selten sofort damit zur Polizei. Wenn sie sich dann dazu durchringen sind häufig Körperliche Anzeichen für eine Vergewaltigung nicht mehr auszumachen. Wenn sie also nicht vorher diese Anzeichen von einem Arzt dokomentieren lassen hat, steht meist Aussage gegen Aussage. Das heißt ab er noch lange nicht, dass die Tat nie statt gefunden hat. Genauso wenig ist eine Gegenanzeige ein Zeichen von Unschuld. Ein Mann der sich das Recht herraus nimmt einer Frau so etwas anzutun, der wird wohl auch keine Skrupel haben eine Gegenanzeige zustarten. Wäre auch interessant wieviele von diesen Klagen letztendlich gegen Gericht Bestand haben.


Vergewaltigung ist ein so gravierender Vorwurf, dass er schon belegt werden können sollte. Es nur zu behaupten und auf Aussage / Aussage ankommen zu lassen reicht nicht. Wer erst Monate nach der Tat, ohne Zeugen, ohne Belege und ohne Beweise eine Anzeige ins Blaue macht, muss damit leben, dass die Tat mangels Beweisbarkeit ungestraft bleibt. Das ist das Prinzip „Im Zweifel für den Angeklagten“ wonach jeder erst mal als unschuldig zu gelten hat, bis ihm die Schuld nachgewiesen wurde.

Jomira hat folgendes geschrieben:
Es ist mir neu, dass Männer zu einer Anerkennung einer Vaterschaft gezwungen werden können.


Im Regelfall läuft es genau umgekehrt. Ihm wird die Vaterschaft unterstellt und soweit es ihm nicht gelingt, sie zu widerlegen (was er ohne Gentest und Zustimmung der Frau stellvertretend für das Kind hierzu meist nicht kann), zahlt er. Genau darum drehen sich viele Vaterschaftsstreitigkeiten.

Jomira hat folgendes geschrieben:
Aja, und was passiert, wenn sie Mann und Frau nicht einig werden? Dann zwingen wir die Frau halt zur Abtreibung oder zum Austragen?


Wie ich bereits ausführte, wäre in einer solchen Regelung natürlich eine Möglichkeit vorzusehen, was bei Nichteinigung zu geschehen hätte. Bitte nachlesen.

Jomira hat folgendes geschrieben:
Was mit der Fristen Regelung nicht stimmen soll, verstehe ich nicht.


Die Fristen sind im Prinzip willkürlich gesetzt. Willkür kann aber keine tragfähige Basis für brauchbares Recht sein.
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BeitragVerfasst am: 02 Jan 2007 - 18:48:25    Titel:

Guido hat folgendes geschrieben:

Jomira hat folgendes geschrieben:
Es ist mir neu, dass Männer zu einer Anerkennung einer Vaterschaft gezwungen werden können.


Im Regelfall läuft es genau umgekehrt. Ihm wird die Vaterschaft unterstellt und soweit es ihm nicht gelingt, sie zu widerlegen (was er ohne Gentest und Zustimmung der Frau stellvertretend für das Kind hierzu meist nicht kann), zahlt er. Genau darum drehen sich viele Vaterschaftsstreitigkeiten.


Na, ganz so ist meines Wissens aber nicht, zumindestens wenn die Süddeutsche Recht hat. Die Vaterschaft wird nur in bestimmten Fällen unterstellt, und zwar dann wenn ein Ehe besteht. Ansonsten ist das wohl nicht so. Im Übrigen kann der Vater noch 2 Jahre nach Anerkennung der Vaterschaft Einspruch einlegen:
Zitat:


Gemäß Paragraph 1592 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) ist Vater eines Kindes der Mann, der zum Zeitpunkt der Geburt des Kindes mit der Mutter verheiratet ist; oder derjenige, der mit Zustimmung der Mutter die Vaterschaft anerkannt hat.

Diesem rechtlichen Vater wird das Recht eingeräumt, die Vaterschaft anzufechten. Das Gesetz sieht aber, um die Kindesinteressen zu berücksichtigen, Befristungen dafür vor: Wenn der Mann von "Umständen" erfährt, die gegen seine Vaterschaft sprechen, muss er diese binnen von zwei Jahren geltend machen.

Quelle: http://www.sueddeutsche.de/deutschland/artikel/210/92118/


Ein Mann, der nicht mit der Frau verheiratet ist und nicht ausdrücklich die Vaterschaft anerkennt, dem wird eben auch nicht automatisch die Vaterschaft unterstellt. Die Beweispflicht liegt in solchen Fällen auch wohl nicht beim Mann zu beweisen, dass er nicht der Vater ist.


Mit freundlichen Grüßen
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BeitragVerfasst am: 02 Jan 2007 - 19:49:16    Titel:

Zitat:
Vergewaltigung ist ein so gravierender Vorwurf, dass er schon belegt werden können sollte. Es nur zu behaupten und auf Aussage / Aussage ankommen zu lassen reicht nicht. Wer erst Monate nach der Tat, ohne Zeugen, ohne Belege und ohne Beweise eine Anzeige ins Blaue macht, muss damit leben, dass die Tat mangels Beweisbarkeit ungestraft bleibt. Das ist das Prinzip „Im Zweifel für den Angeklagten“ wonach jeder erst mal als unschuldig zu gelten hat, bis ihm die Schuld nachgewiesen wurde.


Da sagt ja auch keiner etwas gegen. Hier wurde aber behauptet, dass ständig Mäner unschuldig wegen Vergewaltigung verurteilt werden. Oder es ihnen zumindest unterstellt wird. Man Ausführung waren nur dafür gedacht, um klar zumachen, dass eine "Nichtanklage" bzw. Verurteilung nicht gleichbedeutend mit Unschuld ist.
Natürlich kann man jemanden nicht alleine auf Grund einer Aussage verurteilen. Das war auch nicht mein Anliegen.


Zitat:
Wie ich bereits ausführte, wäre in einer solchen Regelung natürlich eine Möglichkeit vorzusehen, was bei Nichteinigung zu geschehen hätte. Bitte nachlesen.


Tut mir leid, aber ich kann in Deine Ausführung nicht entnehmen, was in einem Fall der Nichteinigung zutun sein soll.


Zitat:
Na, ganz so ist meines Wissens aber nicht, zumindestens wenn die Süddeutsche Recht hat. Die Vaterschaft wird nur in bestimmten Fällen unterstellt, und zwar dann wenn ein Ehe besteht. Ansonsten ist das wohl nicht so. Im Übrigen kann der Vater noch 2 Jahre nach Anerkennung der Vaterschaft Einspruch einlegen:
Zitat:


Gemäß Paragraph 1592 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) ist Vater eines Kindes der Mann, der zum Zeitpunkt der Geburt des Kindes mit der Mutter verheiratet ist; oder derjenige, der mit Zustimmung der Mutter die Vaterschaft anerkannt hat.

Diesem rechtlichen Vater wird das Recht eingeräumt, die Vaterschaft anzufechten. Das Gesetz sieht aber, um die Kindesinteressen zu berücksichtigen, Befristungen dafür vor: Wenn der Mann von "Umständen" erfährt, die gegen seine Vaterschaft sprechen, muss er diese binnen von zwei Jahren geltend machen.

Quelle: http://www.sueddeutsche.de/deutschland/artikel/210/92118/


Ein Mann, der nicht mit der Frau verheiratet ist und nicht ausdrücklich die Vaterschaft anerkennt, dem wird eben auch nicht automatisch die Vaterschaft unterstellt. Die Beweispflicht liegt in solchen Fällen auch wohl nicht beim Mann zu beweisen, dass er nicht der Vater ist.


Mit freundlichen Grüßen
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Ja, das war auch mein Wissen. Alles andere macht auch keinen Sinn. Dann werde ich jetzt schwanger und sage Bill Gates ist der Vater. Soll er mal schön das Gegenteil beweisen.

Zitat:
Die Fristen sind im Prinzip willkürlich gesetzt. Willkür kann aber keine tragfähige Basis für brauchbares Recht sein.


Wie schon einmal erwähnt, wann Leben anfängt ist nicht zubestimmen und reine Definition. Auch ob ein Kind nach 3 Monaten schon Schmerzen empfindet ist nicht klar. Desweiteren staht menschliches Leben unter einem besoderem Schutz und Abtreibungen sind nur eine absolute Ausnahmenregelung. Solange die Frage nach dem "Beginn des menschlichen Lebens" beantwortet wurde, gibt es keinen Grund diese Frist zuändern geschweige denn völlig aufzuheben. Auch weil die 3 Monate für eine Entscheidung für oder gegen ein Kind ausreichend sind, selbst wenn sie willkürlich gesetzt sind.
tan(90°)
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BeitragVerfasst am: 02 Jan 2007 - 20:56:35    Titel:

Zitat:
Hier wurde aber behauptet, dass ständig Mäner unschuldig wegen Vergewaltigung verurteilt werden. ...


Na, so wurde das aber nicht gesagt. Wink
Tut mir leid, falls das so herüber gekommen ist.
Jomira
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BeitragVerfasst am: 02 Jan 2007 - 21:07:53    Titel:

Na dann...können wir diese Streitigkeit ja beilegen Wink
Feedja
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BeitragVerfasst am: 02 Jan 2007 - 22:46:28    Titel:

Hallöchen erstmal, also ich muss mal zugeben, dass ich nicht alle Beiträge durchgelesen habe.

So erstmal eine ganz allgemeine frage an den Ersteller dieses Themas: wie kommst du auf so ein Thema? habe ich ehrlichgesagt noch nie irgendwo gelesen oder gesehn...hmm

Und dann noch etwas zum dem Bild was eingefügt wurde "Sind Frauen bessere Menschen?" NEIN sind sie nicht, Alle menschen ob männlich oder weiblsich sind gleichviel wert!

Viele grüße
MarcusWM
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BeitragVerfasst am: 13 Feb 2007 - 16:02:55    Titel:

Ich finde es jedesmal lächerlich, wenn irgendwo bei Jobanzeigen Frauen bevorzugt werden oder wenn ich eine Frauenstelle sehe, von Frauenbeauftragten höre, von Frauenministerinnen, etc. Oder diese widerliche Verhunzung der Sprache nach feministischen Maßstäben. Und die Ungleichbehandlung beim Wehrdienst, etc. Es gibt viele Beispiele.

Krass ist, dass dieser Zustand als normal empfunden wird. Noch krasser ist, dass sich anscheinend nur ganz wenige Männer davon gestört fühlen. Für mich ist das unbegreiflich.
neofelis
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BeitragVerfasst am: 13 Feb 2007 - 16:26:04    Titel:

Zitat:
Krass ist, dass dieser Zustand als normal empfunden wird. Noch krasser ist, dass sich anscheinend nur ganz wenige Männer davon gestört fühlen. Für mich ist das unbegreiflich.


Ja, wir leben in einer krassen Welt, gell? Wink

Zitat:
Ich finde es jedesmal lächerlich, wenn irgendwo bei Jobanzeigen Frauen bevorzugt werden oder wenn ich eine Frauenstelle sehe, von Frauenbeauftragten höre, von Frauenministerinnen, etc.


Ich finde es nicht lächerlich sondern traurig, dass so etwas heutzutage, in unserer "aufgeklärten" Welt noch notwendig ist. Inwieweit diese Maßnahmen auch von Erfolg gekrönt sind, bleibt allerdings eine andere Sache...
(Im Übrigen gibt es auch Stellen, bei denen explizit nach Männern gesucht wird - findest Du das auch lächerlich?)

Zitat:
Oder diese widerliche Verhunzung der Sprache nach feministischen Maßstäben.


Stimmt, wir sollten konsequent wieder zu 'Frau Bundeskanzler' und 'Frau Professor' zurückkehren. Was denken sich die ollen Emanzen eigentlich, sind ja schließlich althergebrachte Männerdomänen. Die wenigen 'Herren Kindergärtnerinnen' sollten sich dann natürlich auch anpassen...
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BeitragVerfasst am: 19 Feb 2007 - 17:42:13    Titel:

Männer rechte geil alter! Gibt es denn überhaupt so was?

Laughing
Zettel
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BeitragVerfasst am: 09 Apr 2007 - 14:49:11    Titel:

Zitat:
Zitat:

Ich finde es jedesmal lächerlich, wenn irgendwo bei Jobanzeigen Frauen bevorzugt werden oder wenn ich eine Frauenstelle sehe, von Frauenbeauftragten höre, von Frauenministerinnen, etc.



Ich finde es nicht lächerlich sondern traurig, dass so etwas heutzutage, in unserer "aufgeklärten" Welt noch notwendig ist. Inwieweit diese Maßnahmen auch von Erfolg gekrönt sind, bleibt allerdings eine andere Sache...
(Im Übrigen gibt es auch Stellen, bei denen explizit nach Männern gesucht wird - findest Du das auch lächerlich?)
@ neofelis
Was ich, ehrlich gesagt, ulkig finde, ist, dass bei dieser Art von Diskussion fast nie die folgende einfache Tatsache erwähnt wird:

dass es nämlich, gerade bei der Besetzung einer gut dotierten Stelle, einen guten Grund gibt, einen Mann zu bevorzugen: Die Wahrscheinlichkeit ist recht groß, dass er das verdiente Geld einsetzen wird, um seine Ehefrau mitzuversorgen, während der umgekehrte Fall selbst heute noch exotisch anmutet.

Oder würdest Du, als Bio-Studentin, wenn Du Deinen Abschluss in der Tasche hast, im Traum auf die Idee kommen, einen hochbezahlten Job dazu zu nutzen, einem gesunden, aber zuhause sitzenden Mann Jahre, vielleicht Jahrzehnte lang den Lebensunterhalt zu finanzieren - und vielleicht obendrein noch eine Lebensversicherung zu seinen Gunsten abzuschließen, damit er´s im Alter auch schön hat?

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borabora
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BeitragVerfasst am: 09 Apr 2007 - 15:09:42    Titel:

Zettel, das ist mittlerweile gar nicht mehr so selten. Schau dich mal in Akademikerkreisen um. Meist verdienen beide gut, aber Frauen versorgen zunehmend Hausmänner. Eine Professorin meiner Uni hat unlängst ein Kind bekommen - ihr Mann übernimmt die Erziehungszeit.

Also ist das längst kein Grund einem Mann den Vorzug zu geben weil er ein Heimchen zu Hause hat. Wink
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Zettel
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BeitragVerfasst am: 09 Apr 2007 - 16:02:48    Titel:

@ borabora

Dass das vorkommt, mag sein. Aber zu sagen, es sei auch nur annähernd so gängig wie das traditionelle Gegenteil (so wie du behauptest), ist fernab jeder Realität.

Der Grund, einen Mann bei der Stellenvergabe zu bevorzugen, würde erst dann aufgehoben, wenn die Anzahl der frauenversorgenden Männer und die der männerversorgenden Frauen sich (in etwa) die Waage halten würden. Davon sind wir Lichtjahre entfernt.

Bitte vergiss auch Folgendes nicht: Die Massenmedien wie Fernsehen und Presse tun nach wie vor so, als ginge es gar nicht, dass Frauen Hausmänner versorgen, denn sie behaupten immer noch, eine Frau könne ohne langfristige Ganztagsbetreuung für ihre Kinder nicht Beruf und Familie vereinbaren. Es wird dabei also wie selbstverständlich davon ausgegangen, dass der Mann ein Geldverdiener und tagsüber nicht zuhause ist. Rolling Eyes Wären Hausmänner ein gängiges Phänomen, könnten die Massenmedien diesen Standpunkt gar nicht mehr verbreiten, weil sie sich dann lächerlich machen würden.

Es ist auch ein Unterschied, ob man dem Partner die Gelegenheit eröffnet, vielleicht 3 Jahre zu Hause zu bleiben - und das vielleicht auch nur, weil die öffentliche Hand Geld zubuttert - und ihm anschließend in den Hintern tritt, damit er wieder beruflichen Anschluss findet, oder ob man dem Anderen das Leben wirklich *langfristig absichert*.
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BeitragVerfasst am: 09 Apr 2007 - 17:03:55    Titel:

Zettel, schau dir doch mal die Realität an. Wieviele Familien können es sich überhaupt noch leisten, dass nur EINER arbeiten geht? Die allerwenigsten. Der Ehemann unserer Professorin ist selbst Forscher und wird in den Beruf schnell zurück kehren. Heute kann keiner mehr "einfach so" 3-6 Jahre in seinem Beruf pausieren und auf ein ganzes Einkommen verzichten schon mal gar nicht. Wer heute Kinder bekommt muss, sollte man ihnen ein Studium ermöglichen wollen, mit hohen Studiengebühren im Jahre 2025 rechnen.

Auch gehst du davon aus, als könnten nur Männer die Familien versorgen und reproduzierst somit dieses gängige Vorurteil. Die Erziehungszeit kann jeder Elternteil nehmen, egal ob Vater oder Mutter, oder die Eltern teilen sich diese. Sei doch froh um die in Deutschland endlich erreichte Akzeptanz des "erziehenden Vaters" Wink
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neofelis
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Anmeldungsdatum: 20.12.2006
Beiträge: 642

BeitragVerfasst am: 09 Apr 2007 - 18:13:54    Titel:

Zettel hat folgendes geschrieben:
Oder würdest Du, als Bio-Studentin, wenn Du Deinen Abschluss in der Tasche hast, im Traum auf die Idee kommen, einen hochbezahlten Job dazu zu nutzen, einem gesunden, aber zuhause sitzenden Mann Jahre, vielleicht Jahrzehnte lang den Lebensunterhalt zu finanzieren - und vielleicht obendrein noch eine Lebensversicherung zu seinen Gunsten abzuschließen, damit er´s im Alter auch schön hat?

Du kannst ganz sicher sein, dass ich ggf. genau das tun würde - wären meine beruflichen Chancen besser, hätte ich mit dem Modell "Hausmann" überhaupt keine Probleme. Irgendwelchen typischen Rollenklischees kann ich nämlich nichts abgewinnen. Freiwillig würde ich mich nicht von einem Mann aushalten lassen und ihm dafür seine Hemden bügeln - dann lieber die umgekehrte Situation! Wink
Womit ich aber gleichzeitig nicht sagen will, dass ich ein solches Familienmodell toll fände...das gilt allerdings sowohl für "zu Hause sitzende" Frauen als auch Männer. Meiner Meinung nach sollten beide Geschlechter die Möglichkeit bekommen, sich auch beruflich zu verwirklichen, da ich an die Mär von "ich gehe ganz in meiner Aufgabe als Mutter/Vater auf" nicht so recht glauben mag. Rolling Eyes

Zettel hat folgendes geschrieben:
dass es nämlich, gerade bei der Besetzung einer gut dotierten Stelle, einen guten Grund gibt, einen Mann zu bevorzugen: Die Wahrscheinlichkeit ist recht groß, dass er das verdiente Geld einsetzen wird, um seine Ehefrau mitzuversorgen, während der umgekehrte Fall selbst heute noch exotisch anmutet.

Ja, ja, die berühmte Frage nach der Henne und dem Ei: Was ist Ursache und was Wirkung? So wie Du die Situation beschreibst, mag Deine Argumentation ja stimmen. Ich behaupte aber vielmehr, dass der umgekehrte "exotische" Fall nur deshalb heute noch nicht gängig ist, weil Frauen normalerweise weniger verdienen und es deshalb gar nicht erst zur Disposition steht, ob sie ihren Mann mitversogern wollen/können/dürfen oder nicht.
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BeitragVerfasst am: 09 Apr 2007 - 19:08:37    Titel:

@ borabora
Zitat:
Auch gehst du davon aus, als könnten nur Männer die Familien versorgen und reproduzierst somit dieses gängige Vorurteil. Die Erziehungszeit kann jeder Elternteil nehmen, egal ob Vater oder Mutter, oder die Eltern teilen sich diese. Sei doch froh um die in Deutschland endlich erreichte Akzeptanz des "erziehenden Vaters"

Hallo?? Shocked

Habe ich mich so missverständlich ausgedrückt oder wieso verdrehst Du meine Aussage?

Ich habe doch eben *nicht* gesagt, dass nur Männer Familien ernähren können. Ich habe gesagt, dass die Massenmedien das behaupten, indem sie so tun, als könnten die Frauen nur "dazuverdienen", während der Mann auch Geldverdiener bleibt.

Um nochmal deutlich zu machen, worauf ich hinauswollte: Eine Frau *kann* ihrem Mann nicht nur 3 Jahre geförderte Erziehungszeit gönnen, sondern sie *kann*, wenn sie *will*, sich auch bereit erklären, mit ihrem selbst verdienten Geld auf Dauer ihrem Mann den Lebensunterhalt zu finanzieren. Nur fehlt dem größten Teil der weiblichen Bevölkerung die Bereitschaft dazu. (hierzu: siehe auch unten, meine Antwort auf neofelis)

Zitat:
Wieviele Familien können es sich überhaupt noch leisten, dass nur EINER arbeiten geht? Die allerwenigsten.
Es gibt m. E. 2 Arten von Familien, die sagen, sie hätten zuwenig Geld: die, die wirklich zu wenig haben - und die, die sich das nur einbilden, weil ihre Konsumansprüche zu hoch geschraubt sind. Viele glauben doch, sie müssten alles kaufen, was neu erfunden wird. Immer weiter steigende Doppelverdienerei gibt der Arbeitsmarkt auch gar nicht her. Guck mal, wie viel Arbeitslose es jetzt schon gibt.
Und selbst bei denen, die wirklich zu wenig haben, ist nicht einzusehen, warum die finanzielle Hauptverantwortung meistens bei den Männern liegt nach 40 Jahren Frauenbewegung. Deswegen bin ich für mehr weibliche Hauptverdiener (Familienernährerinnen).

Zitat:
Heute kann keiner mehr "einfach so" 3-6 Jahre in seinem Beruf pausieren und auf ein ganzes Einkommen verzichten schon mal gar nicht.
Ach so, "kann keiner"? Und wieso *können* das dann noch heute so viele Frauen, die sich trotz der Emanzipation immer noch fürs jahrelange Hausfrauendasein entscheiden? Da kenne ich aus meinem Umfeld etliche. Wieso tragen sie nicht selbst mal die Hauptverantwortung und zahlen dann später ihren Kindern die Studiengebühren? Wieso muss die Knete für die Studis immer von Papa kommen?



@ neofelis
Zitat:
Zettel hat folgendes geschrieben:
Zitat:
dass es nämlich, gerade bei der Besetzung einer gut dotierten Stelle, einen guten Grund gibt, einen Mann zu bevorzugen: Die Wahrscheinlichkeit ist recht groß, dass er das verdiente Geld einsetzen wird, um seine Ehefrau mitzuversorgen, während der umgekehrte Fall selbst heute noch exotisch anmutet.


Ja, ja, die berühmte Frage nach der Henne und dem Ei: Was ist Ursache und was Wirkung? So wie Du die Situation beschreibst, mag Deine Argumentation ja stimmen. Ich behaupte aber vielmehr, dass der umgekehrte "exotische" Fall nur deshalb heute noch nicht gängig ist, weil Frauen normalerweise weniger verdienen und es deshalb gar nicht erst zur Disposition steht, ob sie ihren Mann mitversogern wollen/können/dürfen oder nicht.

Ich habe damit gerechnet, dass das Argument kommt, weil es so häufig in solchen Zusammenhängen kommt. Laughing Aber es verfängt nicht und der Vergleich mit Henne und Ei hinkt:

Wenn es nämlich wirklich wahr wäre, dass Frauen wegen ihrer gelegentlich noch schlechteren Bezahlung keine ganzen Familien allein ernähren, dann müssten es ja wenigstens diejenigen Frauen tun, die trotz dieser Benachteiligung genug Geld dafür verdienen. Und diese Frauen *gibt* es, und zwar zuhauf: z. B. Ärztinnen, Lehrerinnen, Juristinnen. Die Bereitschaft zur Ernährung von Männern ist aber auch hier eher gering - denn sonst müssten in den Villenvororten der Städte etwas mehr männliche Luxusgeschöpfe herumlaufen...

Zitat:
Irgendwelchen typischen Rollenklischees kann ich nämlich nichts abgewinnen. Freiwillig würde ich mich nicht von einem Mann aushalten lassen und ihm dafür seine Hemden bügeln - dann lieber die umgekehrte Situation!
Super! Jetzt musst Du nur noch das Vorhaben in die Tat umsetzen und ich gratuliere Dir! Daumen hoch für unsere neofelis!
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BeitragVerfasst am: 09 Apr 2007 - 20:24:11    Titel:

Zettel hat folgendes geschrieben:


Ich habe doch eben *nicht* gesagt, dass nur Männer Familien ernähren können. Ich habe gesagt, dass die Massenmedien das behaupten, indem sie so tun, als könnten die Frauen nur "dazuverdienen", während der Mann auch Geldverdiener bleibt.
Soweit sind wir uns ja einig.

Zitat:
Um nochmal deutlich zu machen, worauf ich hinauswollte: Eine Frau *kann* ihrem Mann nicht nur 3 Jahre geförderte Erziehungszeit gönnen, sondern sie *kann*, wenn sie *will*, sich auch bereit erklären, mit ihrem selbst verdienten Geld auf Dauer ihrem Mann den Lebensunterhalt zu finanzieren. Nur fehlt dem größten Teil der weiblichen Bevölkerung die Bereitschaft dazu. (hierzu: siehe auch unten, meine Antwort auf neofelis)
Gebildete, selbstbewusste, berufsorientierte Frauen wollen in der Regel auch einen Mann der so ähnlich ist - also eben kein Hausmann der im zu-Hause-sein seine Erfüllung sieht. Mir geht das genauso. Doch lebe ich ja in der realen Welt des 21. Jhd. und werde gewiss meinen zukünftigen Mann in den heutzutage unausweichlichen Phasen der Arbeitslosigkeit mit durchbringen und vice versa. Woher du deine "größtenteils weiblichen" hernimmst frage ich mich, bzw. ich frage mich langsam eh, wenn ich mir dieses Forum betrachte, ob ich ein einem Paralleluniversum lebe. Zwei Paare in meinem Freundeskreis sind im Moment so gestaltet: Er promoviert, sie finanziert komplett.

Zitat:
Immer weiter steigende Doppelverdienerei gibt der Arbeitsmarkt auch gar nicht her. Guck mal, wie viel Arbeitslose es jetzt schon gibt.
Es gab mal eine düstere Zeit in Deutschland in dem das mal praktiziert wurde: Frauen raus aus den Berufen und Kinder kriegen und Kuchen backen... ne danke. Jeder darf und soll so leben wie es ihm gefällt. Keiner darf zur Arbeit oder aus "arbeitsmarktpolitischen Gründen" zur nicht-arbeit gezwungen werden. Seien die _Opfer solcher Maßnahmen nun Frauen oder Männer.
Zitat:
Und selbst bei denen, die wirklich zu wenig haben, ist nicht einzusehen, warum die finanzielle Hauptverantwortung meistens bei den Männern liegt nach 40 Jahren Frauenbewegung. Deswegen bin ich für mehr weibliche Hauptverdiener (Familienernährerinnen).
Es gibt doch schon viele. Vielleicht sollte ich dir mal meinen Freundes- und Bekanntenkreis vorstellen? Wink
Gerade die Hartz-Reformen haben dazu beigetragen. In vielen mir bekannten Fällen sind Frauen im krisensicheren Pflege- und Krankensektor beschäftigt. Ihre Männer/ meist Lebensgefährten (spielt aber für ALG keine Rolle, da die Damen im einen und anderen Fall für ihren Herrn aufkommen müssen) in Industrieberufen ausgebildet, wurden in den vergangenen Jahren entlassen (Produktionsverlagerungen, z.B.). Wer kommt für den Lebensunterhalt auf? Die Freundin/Ehefrau.

Zitat:
Und wieso *können* das dann noch heute so viele Frauen, die sich trotz der Emanzipation immer noch fürs jahrelange Hausfrauendasein entscheiden? Da kenne ich aus meinem Umfeld etliche. Wieso tragen sie nicht selbst mal die Hauptverantwortung und zahlen dann später ihren Kindern die Studiengebühren? Wieso muss die Knete für die Studis immer von Papa kommen?
Du vermischst hier zwei Generationen. Für den Fall Nr. 1 (Verbleib im Hausfrauendasein) gibt es ein paar Gründe: 1. zuvor bestand kein unbefristeter Arbeitsvertrag, somit ist auch der Job nicht mehr da und eine Bewerbung als Frau mit Familie ist ungleich schwieriger als für einen Mann der Familie hat; 2. fehlende oder zu teure Betreuungsangebote für unter 3-jährige und kein Familienbetreuungsnetzwerk, im späteren Verlauf fehlende Betreuungsplätze für Schulkinder an Nachmittagen. So bleibt vielen Frauen nur der Halbtagsjob - die Väter sind zu solchen "Einschränkungen" zumeist nicht bereit.
Die Studiengebühren von Papi: In Doppelverdienerhaushalten werden diese von beiden Eltern finanziert, bzw. - wie in meinem Fall - von mir selbst. Im Verlaufe unserer Elterngeneration hat das erst angefangen, dass Frauen Ausbildungen gemacht haben, Abitur und Studium, etc. Unter unseren Müttern gibt es einfach nicht so viele gut ausgebildete Frauen wie heute. Außerdem wurde die Pille erst in den späten 60ern eingeführt. Heute haben sich die Parameter verschoben. Siehe Geburtenrate. Frauen entscheiden sich eher gegen ein Kind als das Risiko einzugehen ein Heimchen zu werden. Oder noch schlimmer: 100% Haushalt + 100% Kindermanagement + Vollzeitjob. (gibt ja noch immer so erschreckend viele Typen an denen die Grundkenntnisse der Haushaltsführung vorbei gegangen sind Wink )
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BeitragVerfasst am: 09 Apr 2007 - 20:30:38    Titel:

Zettel hat folgendes geschrieben:
Wenn es nämlich wirklich wahr wäre, dass Frauen wegen ihrer gelegentlich noch schlechteren Bezahlung keine ganzen Familien allein ernähren, dann müssten es ja wenigstens diejenigen Frauen tun, die trotz dieser Benachteiligung genug Geld dafür verdienen. Und diese Frauen *gibt* es, und zwar zuhauf: z. B. Ärztinnen, Lehrerinnen, Juristinnen. Die Bereitschaft zur Ernährung von Männern ist aber auch hier eher gering - denn sonst müssten in den Villenvororten der Städte etwas mehr männliche Luxusgeschöpfe herumlaufen...

Betrachten wir das Ganze doch wieder einmal nicht so einseitig: Die Frage ist doch auch, wieviele Männer würden sich überhaupt freiwillig von ihren Frauen aushalten lassen (wenn sie die Wahl dazu hätten, wohlgemerkt)? Und wieviele könnten sich eben nicht mit einem Hausmann-Dasein abfinden, weil es schlichtweg nicht in ihr althergebrachtes Versorger-Rollenbild passt? Man schiebt gerne Frauen den schwarzen Peter zu und wirft ihnen vor, sich "gerne" von ihren Ehemännern aushalten zu lassen (ich erinnere mich da z.B. an einen ganz bestimmten Thread in diesem Forum Rolling Eyes ) - dass im Umkehrschluss wohl die meisten Männer eine andere Rollenverteilung von vorneherein gar nicht akzeptieren würden, wird dabei aber geflissentlich unter den Teppich gekehrt.

Zettel hat folgendes geschrieben:
Super! Jetzt musst Du nur noch das Vorhaben in die Tat umsetzen und ich gratuliere Dir! Daumen hoch für unsere neofelis!

Klar doch, wir sprechen uns in 20 Jahren wieder, dann bekommst Du einen ausführlichen Lebensverlaufsplan von mir. Wink
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BeitragVerfasst am: 09 Apr 2007 - 22:01:04    Titel:

neofelis hat folgendes geschrieben:
Und wieviele könnten sich eben nicht mit einem Hausmann-Dasein abfinden, weil es schlichtweg nicht in ihr althergebrachtes Versorger-Rollenbild passt? [...] dass im Umkehrschluss wohl die meisten Männer eine andere Rollenverteilung von vorneherein gar nicht akzeptieren würden, wird dabei aber geflissentlich unter den Teppich gekehrt.


Nur weil ich nicht zu Hause bleiben möchte bin ich noch lange kein Verfechter des Patriarchats, schließlich verlange ich das auch nicht von meiner Freundin. 6 Wochen nach der Geburt reichen vollkommen aus, dann können beide wieder arbeiten. Das habe ich jetzt schon mehrmals in meinem Freundeskreis gesehen.

Du machst es dir so was von einfach, dass es schon fast eine Frechheit ist. Unglaublich mit was für einer Chuzpe in diesem Thread diskutiert wird.
Die Frauen haben Jahrhunderte lang Ungerechtigkeit erfahren? Dann sind jetzt die Männer dran!
Es gibt Fälle in denen Männer benachteiligt werden? Erst mal ohne Gegenbeweise abstreiten und falls es gar nicht mehr widerlegbar ist, einfach auf Frage 1 zurückgreifen.
Geiches gilt auch für manche Jungs. Es geht doch hier nicht um den Kampf der Geschlechter, sondern um Fälle in denen Männer irgendwie benachteiligt werden (die zugegebenermaßen weit seltener vorkommen als die Benacheiligung von Frauen).

Wie wäre es mal mit entspannen und wieder auf das eigentliche Thema des Threads zurückkommen? Keiner streitet ab, dass Frauen in Deutschland beruflich stark benachteiligt werden (das wäre auch dumm, jetzt wo die UNO Studie gerade erschienen ist...).

Es geht hier aber darum, dass Männer in manchen Fällen in der Gesellschaft benachteiligt werden. Das kann ebenfalls keiner abstreiten. Auch gibt es keinerlei Rechtfertigung dafür. Oder seht ihr welche?
Diese Benachteiligungen müssen aufhören. Dazu zählt z.B. auch die Wehrpflicht. Wo zuerst angefangen wird spielt aber m.E. keine Rolle.
borabora
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BeitragVerfasst am: 09 Apr 2007 - 22:45:59    Titel:

Wir nähern uns an: Immerhin sind wir uns mehrheitlich darin einig, dass geschlechtsspezifische Diskriminierung und die eingetretenen Rollenbilder des 20. Jahrhunderts für uns nicht in Frage kommen und wir diese als ungerechtfertig und ungerecht empfinden.

*Juhuu*! So einen Zwischenkonsens haben wir selten in diesem Forum. (das schreibe ich ohne jegliche Ironie - um möglichen Missverständnissen zuvor zu kommen.)
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neofelis
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BeitragVerfasst am: 10 Apr 2007 - 05:56:20    Titel:

St. Nimmerlein hat folgendes geschrieben:
Nur weil ich nicht zu Hause bleiben möchte bin ich noch lange kein Verfechter des Patriarchats, schließlich verlange ich das auch nicht von meiner Freundin. 6 Wochen nach der Geburt reichen vollkommen aus, dann können beide wieder arbeiten. Das habe ich jetzt schon mehrmals in meinem Freundeskreis gesehen.

Du machst es dir so was von einfach, dass es schon fast eine Frechheit ist. Unglaublich mit was für einer Chuzpe in diesem Thread diskutiert wird.
Die Frauen haben Jahrhunderte lang Ungerechtigkeit erfahren? Dann sind jetzt die Männer dran!

Entschuldige mal, es wäre hilfreich, wenn Du nicht nur lesen würdest, was Du lesen willst. Ich habe mich mit meiner Antwort ganz deutlich auf ein Statement von Zettel bezogen - und inwiefern ich mich dafür ausgesprochen habe "Männer jetzt zu benachteiligen", weiß ich nicht!

Dein Wehrpflicht-Argument deutet für mich eher darauf hin, dass Du die Diskussion in einem ganz anderen Thread verfolgt hast: allerdings leider auch nicht sonderlich aufmerksam. Es hilft nicht wirklich weiter, Aussagen aus dem Zusammenhang zu reißen und dem Betreffenden daraufhin irgendwelche Unterstellungen zu machen.
An dem Punkt, dass in der heutigen Zeit geschlechtsspezifische (bzw. jegliche) Diskriminierungen eigentlich kein Thema mehr sein sollten, waren wir außerdem meines Wissens nach schon einmal.
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borabora
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BeitragVerfasst am: 10 Apr 2007 - 13:34:45    Titel:

Zitat:
An dem Punkt, dass in der heutigen Zeit geschlechtsspezifische (bzw. jegliche) Diskriminierungen eigentlich kein Thema mehr sein sollten, waren wir außerdem meines Wissens nach schon einmal.
Ja, das ist unser Forenminimalkonsens, unser kleinster gemeinsamer Nenner. Immerhin.
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neofelis
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BeitragVerfasst am: 10 Apr 2007 - 14:56:57    Titel:

borabora hat folgendes geschrieben:
Immerhin.

Genau! Wink
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Zettel
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BeitragVerfasst am: 13 Apr 2007 - 19:04:05    Titel:

@ borabora

Zitat:
Gebildete, selbstbewusste, berufsorientierte Frauen wollen in der Regel auch einen Mann der so ähnlich ist - also eben kein Hausmann der im zu-Hause-sein seine Erfüllung sieht. Mir geht das genauso. Doch lebe ich ja in der realen Welt des 21. Jhd. und werde gewiss meinen zukünftigen Mann in den heutzutage unausweichlichen Phasen der Arbeitslosigkeit mit durchbringen und vice versa. Woher du deine "größtenteils weiblichen" hernimmst frage ich mich, bzw. ich frage mich langsam eh, wenn ich mir dieses Forum betrachte, ob ich ein einem Paralleluniversum lebe.
In dem Moment, wo man sich kennen lernt, wird Ähnlichkeit oft von beiden gewünscht, von Mann und Frau. Nur, wenn dann später das erste Kind kommt und falls sich dann die Frau für die Hausfrauenrolle entscheidet, stört sie sich doch nicht daran dass sie an "Ähnlichkeit" mit dem Partner verliert, oder? Und aus meinem persönlichen Umfeld kenne ich keine Frau, die den Lebensunterhalt des Mannes *dauerhaft* finanziert - und habe auch noch von keinem jungen Mädchen gehört, das gesagt hätte: "Ich kann noch keine Kinder haben, weil ich noch keine Familie ernähren kann." Du etwa? Wink
Zitat:
Zwei Paare in meinem Freundeskreis sind im Moment so gestaltet: Er promoviert, sie finanziert komplett.
Du schreibst "promoviert", nicht "hat promoviert". Wenn ich es richtig verstehe, ist er also noch dabei, die Dissertation zu schreiben. Von solchen Fällen habe ich allerdings auch schön öfter gehört. Aber sowas ist doch bloß Scheinemanzipation nach Art des Kreditwesens: Die Frau investiert vorübergehend in den Mann, weil sie davon ausgeht, dass sie später, wenn er einen lukrativen Job hat, das Doppelte und Dreifache von ihm zurückbekommt. Ich möchte nicht wissen, was so eine Frau sagt, wenn der Freund nach Hause kommt und sagt: "Schatz, ich schreib meine Doktorarbeit nicht fertig, ich hab´s hingeschmissen. Und ich möchte ganz viele Kinder haben und dann mindestens 10 Jahre zuhause bleiben, um sie zu erziehen..."

Was die gegenseitige Unterstützung im Falle von Arbeitslosigkeit angeht, bin ich zwar im Prinzip Deiner Meinung (dass diese nämlich gegenseitig geleistet wird). Aber ich möchte betonen: Es ist ein Unterschied, ob man zum/zur Partner(in) sagt: "Du hör mal, es wird Zeit, dass du einen neuen Job suchst, denn auf eine(n) Nichtsverdiener(in) hab ich bald keinen Bock mehr" oder ob man ihm/ihr sagt: "Ich finanzier dir ein häusliches Dasein auf Dauer und beschaff dir mittels Lebensversicherung noch mehr Geld für den Lebensabend"! Exclamation

Und dass das *auf Dauer* nicht im Sinne der berufstätigen Frauen ist, gibst Du ja selber zu mit dem Satz:

Zitat:
Gebildete, selbstbewusste, berufsorientierte Frauen wollen in der Regel auch einen Mann der so ähnlich ist - also eben kein Hausmann der im zu-Hause-sein seine Erfüllung sieht. Mir geht das genauso.


Gell?

Zitat:
Es gab mal eine düstere Zeit in Deutschland in dem das mal praktiziert wurde: Frauen raus aus den Berufen und Kinder kriegen und Kuchen backen... ne danke. Jeder darf und soll so leben wie es ihm gefällt. Keiner darf zur Arbeit oder aus "arbeitsmarktpolitischen Gründen" zur nicht-arbeit gezwungen werden.
Überzeichne es doch nicht so. Von "Frauen raus aus den Berufen" hat ja keiner geredet; ich sage ja ausdrücklich das Gegenteil.

Nur hat die Arbeitswelt eben auch viel mit Verantwortung zu tun. Sie ist kein Wunschkonzert oder Kindergarten, wo man sagen kann: "Och, ich hätt' ganz gern dies und das..." Im Zeitalter von steigender sozialer Not muss man halt einen Stellenbewerber vorziehen, der den Job unbedingt braucht, weil er sonst in der Gosse landet und nicht jemanden, für den das Geld nur ein Zuverdienst ist.

Aber falls Du eine geniale Idee hast, wie man ganz schnell viele neue Arbeitsplätze schafft, am besten für alle Männer *und* alle Frauen, dann her damit!! Very Happy

Zitat:
So bleibt vielen Frauen nur der Halbtagsjob - die Väter sind zu solchen "Einschränkungen" zumeist nicht bereit.
Meine Meinung hierzu kannst Du ein paar Zeilen tiefer in meiner Antwort auf neofelis lesen...

Zitat:
(gibt ja noch immer so erschreckend viele Typen an denen die Grundkenntnisse der Haushaltsführung vorbei gegangen sind )
Tatsächlich? Es gibt bestimmt mehr putzende und kochende Männer als Frauen, die freiwillig bei der Reparatur von Autos, Computern oder Wasserleitungen arbeiten oder?

Außerdem: Die allerbesten Köche der Welt - sind das Frauen? Wink



@ neofelis

Zitat:
Betrachten wir das Ganze doch wieder einmal nicht so einseitig: Die Frage ist doch auch, wieviele Männer würden sich überhaupt freiwillig von ihren Frauen aushalten lassen (wenn sie die Wahl dazu hätten, wohlgemerkt)? Und wieviele könnten sich eben nicht mit einem Hausmann-Dasein abfinden, weil es schlichtweg nicht in ihr althergebrachtes Versorger-Rollenbild passt? Man schiebt gerne Frauen den schwarzen Peter zu und wirft ihnen vor, sich "gerne" von ihren Ehemännern aushalten zu lassen (ich erinnere mich da z.B. an einen ganz bestimmten Thread in diesem Forum ) - dass im Umkehrschluss wohl die meisten Männer eine andere Rollenverteilung von vorneherein gar nicht akzeptieren würden, wird dabei aber geflissentlich unter den Teppich gekehrt.
Dann guck dich mal z. B. auf den Korridoren der Sozialämter oder bei den Obdachlosen um!

Tatsache ist nämlich, dass die meisten Frauen keinen Mann zu heiraten bereit wären, der vorher schon sagt: "Ich will kein Geld verdienen gehen." Die bleiben oft allein.

Weißt Du, was ich in diesem Zusammenhang echt witzig finde? Wenn in den Medien von der Belastung der öffentlichen Kassen die Rede ist, werden die nichts verdienenden Männer meist als Faulpelze, Sozialschmarotzer u. ä. bezeichnet. Geht es aber um das Thema "Mann und Frau", dann wird plötzlich so getan, als ob es diese Männer gar nicht gäbe. Dann heißt es, die Männer seien ja alle karrieregeil und würden nieeeeee zuhause bleiben wollen. Laughing Ist doch putzig, nicht wahr?
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borabora
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BeitragVerfasst am: 13 Apr 2007 - 19:09:23    Titel:

Irgendwie wird mir die Diskussion nun zu klischeehaft. Ich finde mich in deinem Bild von "Frauen von heute" einfach nicht - genausowenig lassen sich meine Freunde und Bekannten darin einordnen.
Wohlmöglich leben wir in sehr verschiedenen Milieus und kommen hier deshalb keinen Schritt weiter.
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BeitragVerfasst am: 13 Apr 2007 - 20:37:28    Titel:

Zettel hat folgendes geschrieben:
Dann guck dich mal z. B. auf den Korridoren der Sozialämter oder bei den Obdachlosen um!

Tatsache ist nämlich, dass die meisten Frauen keinen Mann zu heiraten bereit wären, der vorher schon sagt: "Ich will kein Geld verdienen gehen." Die bleiben oft allein.

Äh Question Wir reden gerade über den durchschnittlichen Otto Normalverbraucher und Du argumentierst mit Sozialhilfe-Empfängern und Obdachlosen? Noch sind die meisten deutschen Männer wohl keine Sozialhilfe-Empfänger und Obdachlose schon gar nicht. Du spricht von Extremsituationen, in denen sich die entsprechenden Männer - verständlicherweise - lieber von ihrer Frau als von irgendeinem Amt aushalten lassen würden. Ob das aber für den Durchschnittsmann auch zutrifft, der immerhin in einer Gesellschaft lebt, die den Ehemann eben nicht primär als Hausmann betrachtet (das will ich an dieser Stelle nicht bewerten - es ist aber doch wohl eine Tatsache), wage ich zu bezweifeln.

Und was glaubst Du, wieviele junge Paare es sich heutzutage überhaupt leisten können, dass irgendein Partner sagt "Ich will nicht arbeiten gehen."? Dass nur eine Person (ob Mann oder Frau) als tatsächlicher Alleinunterhalter der Familie agieren muss, geschieht doch wohl in den meisten Fällen zwangsweise und nicht aufgrund freier Entscheidungen.
Es stimmt, jemanden, der mir einfach nur vor den Latz knallt "ich will kein Geld verdienen", würde ich nicht heiraten. Umgekehrt hätte ich aber wohl auch sehr schlechte Karten. In dem Moment, wo sich aber beide Partner freiwillig dafür entscheiden, dass einer nur noch zu Hause bei Kindern und Herd herumwuselt, und simple finanzielle Überlegungen ergeben, dass die Ehefrau besser für das Familieneinkommen sorgen kann (was aber meistens nicht der Fall ist), ist die "Hausmann-Konstellation" in modernen Familien doch kein Problem und auch nichts Ungewöhnliches mehr.

Zettel hat folgendes geschrieben:
Weißt Du, was ich in diesem Zusammenhang echt witzig finde? Wenn in den Medien von der Belastung der öffentlichen Kassen die Rede ist, werden die nichts verdienenden Männer meist als Faulpelze, Sozialschmarotzer u. ä. bezeichnet.

Ich habe noch nie gehört, dass zu den vielzitierten "Sozialschmarotzern" Männer gezählt werden, die auf die Ausübung ihres Berufes verzichten, um ihre Kinder zu erziehen. Jetzt übertreibst Du wohl ein wenig.
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Zettel
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BeitragVerfasst am: 13 Apr 2007 - 21:46:22    Titel:

@ borabora

Zitat:
Irgendwie wird mir die Diskussion nun zu klischeehaft. Ich finde mich in deinem Bild von "Frauen von heute" einfach nicht - genausowenig lassen sich meine Freunde und Bekannten darin einordnen.
Wohlmöglich leben wir in sehr verschiedenen Milieus und kommen hier deshalb keinen Schritt weiter.
Dein sehr knapper Beitrag ist eine nette Umschreibung für "Mir sind die Argumente ausgegangen." Touché! Very Happy




@neofelis

Zitat:
Zettel hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Dann guck dich mal z. B. auf den Korridoren der Sozialämter oder bei den Obdachlosen um!

Tatsache ist nämlich, dass die meisten Frauen keinen Mann zu heiraten bereit wären, der vorher schon sagt: "Ich will kein Geld verdienen gehen." Die bleiben oft allein.



Äh Wir reden gerade über den durchschnittlichen Otto Normalverbraucher und Du argumentierst mit Sozialhilfe-Empfängern und Obdachlosen? Noch sind die meisten deutschen Männer wohl keine Sozialhilfe-Empfänger und Obdachlose schon gar nicht. Du spricht von Extremsituationen, in denen sich die entsprechenden Männer - verständlicherweise - lieber von ihrer Frau als von irgendeinem Amt aushalten lassen würden. Ob das aber für den Durchschnittsmann auch zutrifft, der immerhin in einer Gesellschaft lebt, die den Ehemann eben nicht primär als Hausmann betrachtet (das will ich an dieser Stelle nicht bewerten - es ist aber doch wohl eine Tatsache), wage ich zu bezweifeln.
Wieso "Extremsituationen"? Es ist heutzutage nichts Ungewöhnliches mehr, "durchs Sieb" zu fallen und ganz unten zu landen! Das kann vielen passieren. Insofern ist es unsinnig, eine strikte Zweiteilung vorzunehmen nach dem Motto "Hier die Normalbürger, dort die Verkrachten!"

Und überleg mal, warum es mehr obdachlose Männer als Frauen gibt.

Zitat:
Und was glaubst Du, wieviele junge Paare es sich heutzutage überhaupt leisten können, dass irgendein Partner sagt "Ich will nicht arbeiten gehen."?
Seufz... Dazu habe ich mich schon in vorangegangenen Beiträgen diese Woche an boraboras Adresse geäußert. Bin zu müde, mich zu wiederholen...
Zitat:
Dass nur eine Person (ob Mann oder Frau) als tatsächlicher Alleinunterhalter der Familie agieren muss, geschieht doch wohl in den meisten Fällen zwangsweise und nicht aufgrund freier Entscheidungen.
Das soll doch wohl nicht heißen, die freiwillige Hausfrau sei schon im Aussterben begriffen? Du willst mich nicht zufällig veralbern?
Zitat:
Es stimmt, jemanden, der mir einfach nur vor den Latz knallt "ich will kein Geld verdienen", würde ich nicht heiraten. Umgekehrt hätte ich aber wohl auch sehr schlechte Karten. In dem Moment, wo sich aber beide Partner freiwillig dafür entscheiden, dass einer nur noch zu Hause bei Kindern und Herd herumwuselt, und simple finanzielle Überlegungen ergeben, dass die Ehefrau besser für das Familieneinkommen sorgen kann (was aber meistens nicht der Fall ist), ist die "Hausmann-Konstellation" in modernen Familien doch kein Problem und auch nichts Ungewöhnliches mehr.
Aber auch noch nichts Gewöhnliches. Wie ich letzte Tage schon sagte: Das *müssen* mehr werden.

Aber noch nicht mal die großen Protagonistinnen des Feminismus fordern lautstark den vollständigen Rollentausch. Statt dessen schreien sie nach mehr Ganztagsbetreuung und Doppelverdienerei... Müssten dann nicht gerade Alice Schwarzer und Co. uns mal erklären, wo dann die vielen zusätzlichen Arbeitsplätze herkommen sollen? Laughing

Zitat:
Zettel hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Weißt Du, was ich in diesem Zusammenhang echt witzig finde? Wenn in den Medien von der Belastung der öffentlichen Kassen die Rede ist, werden die nichts verdienenden Männer meist als Faulpelze, Sozialschmarotzer u. ä. bezeichnet.


Ich habe noch nie gehört, dass zu den vielzitierten "Sozialschmarotzern" Männer gezählt werden, die auf die Ausübung ihres Berufes verzichten, um ihre Kinder zu erziehen. Jetzt übertreibst Du wohl ein wenig.
Von Männern, die bereits Väter sind, bin ich nicht ausgegangen. Ich meinte Folgendes: Wer bereits aussieht wie eine, na ja, erfolgsarme Existenz, der wird von Frauen nicht gern als zukünftiger "Mr. Right" für die Familienplanung angesehen.

Und das hier...
Zitat:
Es stimmt, jemanden, der mir einfach nur vor den Latz knallt "ich will kein Geld verdienen", würde ich nicht heiraten.

...widerspricht doch wohl Deiner eigenen Aussage von vor 4 Tagen...
Zitat:
Freiwillig würde ich mich nicht von einem Mann aushalten lassen und ihm dafür seine Hemden bügeln - dann lieber die umgekehrte Situation!
... oder findest Du nicht? Question
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BeitragVerfasst am: 13 Apr 2007 - 22:09:38    Titel:

Zettel hat folgendes geschrieben:
Und das hier...
neofelis hat folgendes geschrieben:

Es stimmt, jemanden, der mir einfach nur vor den Latz knallt "ich will kein Geld verdienen", würde ich nicht heiraten.

...widerspricht doch wohl Deiner eigenen Aussage von vor 4 Tagen...

neofelis hat folgendes geschrieben:

Freiwillig würde ich mich nicht von einem Mann aushalten lassen und ihm dafür seine Hemden bügeln - dann lieber die umgekehrte Situation!

... oder findest Du nicht?

Nein, ganz und gar nicht - Statements vollständig zu lesen, soll manchmal ganz nützlich sein.

neofelis hat folgendes geschrieben:
Es stimmt, jemanden, der mir einfach nur vor den Latz knallt "ich will kein Geld verdienen", würde ich nicht heiraten. Umgekehrt hätte ich aber wohl auch sehr schlechte Karten. In dem Moment, wo sich aber beide Partner freiwillig dafür entscheiden, dass einer nur noch zu Hause bei Kindern und Herd herumwuselt, und simple finanzielle Überlegungen ergeben, dass die Ehefrau besser für das Familieneinkommen sorgen kann (was aber meistens nicht der Fall ist), ist die "Hausmann-Konstellation" in modernen Familien doch kein Problem und auch nichts Ungewöhnliches mehr.


Und zu Deinen restlichen Aussagen kann ich leider nichts sagen. Wenn Du meine Argumente nicht verstehen willst, nützt es wohl auch nichts, sie Dir noch fünfmal darzulegen.
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borabora
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BeitragVerfasst am: 14 Apr 2007 - 00:20:07    Titel:

Zettel hat folgendes geschrieben:
Dein sehr knapper Beitrag ist eine nette Umschreibung für "Mir sind die Argumente ausgegangen." Touché! Very Happy
Nö, nur mir sind deine Klischees und der Diskussionsverlauf zu stereotyp.
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BeitragVerfasst am: 14 Apr 2007 - 12:39:32    Titel:

@ neofelis

Zitat:
Nein, ganz und gar nicht - Statements vollständig zu lesen, soll manchmal ganz nützlich sein.
Mach ich sogar, stell Dir vor.

Nur:
1. Mit dem Satz, den ich von Dir zitiert hatte, hast Du für Dein *eigenes* Leben zugegeben, dass Du die erwähnte langfristige Verantwortung nicht tragen willst, und
2. deine Behauptung...
Zitat:
In dem Moment, wo sich aber beide Partner freiwillig dafür entscheiden, dass einer nur noch zu Hause bei Kindern und Herd herumwuselt, und simple finanzielle Überlegungen ergeben, dass die Ehefrau besser für das Familieneinkommen sorgen kann (was aber meistens nicht der Fall ist), ist die "Hausmann-Konstellation" in modernen Familien doch kein Problem und auch nichts Ungewöhnliches mehr.
widerspricht, vor allem in Bezug auf die Worte "nichts Ungewöhnliches" den Beobachtungen der meisten Menschen - und auch den Fakten: eine der wenigen Sites, die sich auch mal trauen, auf Männerprobleme aufmerksam zu machen, erwähnt (Stand Juni 2002), dass 96 % der Unterhaltspflichtigen Männer sind, nachzulesen hier:
http://www.vafk.de/themen/recht/unterhaltszahlungen_in_deutschland.htm
Und dem wäre doch wohl nicht so, wenn es viele Frauen gäbe, die ihren Männern das Aufgeben ihres Jobs gestatten würden. Also hör doch bitte auf, den Leuten Utopia als Realität zu verkaufen, ja? Und wenn Du als Nächstes behauptest, die Lage hätte sich in den 5 Jahren seit 2002 auf den Kopf gestellt, kriege ich endgültig einen Lachkrampf. (Nur wäre Letzteres vielleicht gar nicht schlecht, denn Surfen soll ja auch Spaß machen. Laughing )

Und wer kann heute noch das Gerede ertragen, das Einkommen der Frau sei in vielen Fällen für die Finanzierung des gesamten Familienlebens nicht ausreichend? Seit x Jahrzehnten stehen euch Frauen alle Studiengänge und nahezu alle lukrativen Berufe offen. Es ist also keine Frage fehlender Frauen-"Rechte", sondern eine Frage der persönlichen *Wahl*, die darüber entscheidet, ob eine Frau so weit nach oben kommt, dass sie eine Familie ernähren kann.

Aber es ist eben ein uralter rhetorischer Trick: Hat man auf Verantwortung keinen Bock, behauptet man (oder besser gesagt: frau) einfach, man werde von irgend jemandem daran "gehindert" oder "unterdrückt". So bleiben der Schwarze Peter und die Hauptverantwortung immer schön auf der anderen Seite, sprich: bei den Männern...




@ borabora

Zitat:
Nö, nur mir sind deine Klischees und der Diskussionsverlauf zu stereotyp.
Findest Du nicht, dass Du es Dir da ein bisschen sehr einfach machst?

Ich mache mir die Mühe, wer weiß wie lange Beiträge zu schreiben, um im Detail zu argumentieren, und weil Dir nichts Konkretes mehr einfällt, mogelst Du Dich mit knappen, fadenscheinigen Sätzen heraus, die man in 30 Sekunden eintippen kann. Da muss ich mich langsam schon fragen, für was ich hier meine Zeit opfere, noch dazu bei dem schönen Wetter... Rolling Eyes Schließlich hab ich auch noch ein Leben...
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BeitragVerfasst am: 14 Apr 2007 - 13:03:43    Titel:

Zettel hat folgendes geschrieben:
1. Mit dem Satz, den ich von Dir zitiert hatte, hast Du für Dein *eigenes* Leben zugegeben, dass Du die erwähnte langfristige Verantwortung nicht tragen willst, und

Wenn man Deine Aussagen liest, könnte man echt heulen. Anscheinend kommt keine Information vollständig bei Dir an...

Noch mal ganz langsam für Dich zum Mitschreiben:
Ich würde mit Sicherheit nicht einen Mann mitdurchfüttern, der mir sagt "ICH will nicht arbeiten. BASTA!". Würden wir diese Entscheidnung jedoch (aus welchen Gründen auch immer) GEMEINSAM treffen, hätte ich damit ABSOLUT kein Problem. Genauso wie ich es bereits gesagt habe, wäre ich unter diesen Umständen also dazu bereit, diese "langfristige Verantwortung zu tragen".

Und zum Rest: Anscheinend hast Du ja die Weisheit mit Löffeln gefressen, welchen Bedarf hast Du dann an einer Diskussion?

Zettel hat folgendes geschrieben:
eine der wenigen Sites, die sich auch mal trauen, auf Männerprobleme aufmerksam zu machen, erwähnt (Stand Juni 2002), dass 96 % der Unterhaltspflichtigen Männer sind, nachzulesen hier: ...

Und dem wäre doch wohl nicht so, wenn es viele Frauen gäbe, die ihren Männern das Aufgeben ihres Jobs gestatten würden.

Oh Mann, Deine eigenartige Logik muss man hoffentlich nicht verstehen, oder? Confused
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