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Internetseiten zum Thema Männerrechte
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Bürger
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Anmeldungsdatum: 27.11.2005
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BeitragVerfasst am: 31 Dez 2006 - 18:43:02    Titel:

Die Idee den Mann als Behinderten zu sehen entbehrt nicht einer gewissen Ironie, regt es doch manches männliche Ego furchtbar auf, so dass dieser nicht weiß ob er zuerst seine männliche Ehre verteidigen und dabei eventuelle Benachteiligungen in Kauf nehmen muss oder ob er sich als behindert und damit als benachteiligte Minderheit sieht, die auf Hilfe angewiesen ist.

Die Unterschiede zwischen Mann und Frau, mal abgesehen von sekundären und primären Geschlechtsmerkmalen und den damit zusammenhängenden Verhalten werden meistens grenzenlos übertrieben. So hat sich inzwischen im Volk die Ansicht verfestigt Frauen könnten keine rechte räumliche Vorstellung entwickeln und wären beim Einparken den Männern deutlich unterlegen, während Frauen eine stärkere soziale Intelligenz entwickeln würden.

Ich warne nur vor damit in Zusammenhang stehenden Mythen und Legenden. Es ist richtig, dass man in Untersuchungen Mittelwertsunterschiede festgestellt hat, die aber so minimal sind, das dies sicherlich keine Bestätigung derer ist, die am Stammtisch auf die Einparkkünste ihrer Frauen lästern und es schon immer gewusst haben. Sprich die Unterschiede zwischen den Individuen sind um ein vielfaches ausgeprägter als zwischen den Geschlechtern. Die Wahrscheinlichkeit eines Mannes auf eine eine Frau zu treffen, deren räumlichen Vorstellungskraft besser ausgeprägt ist, ist tatsächlich nur geringfügig niedriger als bei einem Mann. Stehen einem Mann zwei Frauen gegenüber überwiegt schon die Wahrscheinlichkeit, dass eine von beiden ein besseres räumliches Vorstellungsvermögen hat.

Die These, dass die Frau auf Grund ihres erlernten Rollenverhaltens weniger risikofreudig ist als der Mann, scheint mir doch eher manch vorsichtiges Parkmanöver zu erklären, während der Mann eher eine Beule als eine Verletzung des männlichen Ego riskiert und auf das Einparken verzichtet oder um Einweisung bittet.

Rollenverhalten dominieren unseren Alltag wesentlich stärker als vielen bewusst ist und suggerieren prinzipielle, auf genetische Programme hinweisende Unterschiede im Denken und Handeln, die bei genauer Betrachtung einfach zu gering sind um die Vorurteile und Verhalten im Alltag zu erklären.


Mit freundlichen Grüßen
ein
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Jomira
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Anmeldungsdatum: 23.10.2006
Beiträge: 3402
Wohnort: Köln

BeitragVerfasst am: 31 Dez 2006 - 18:56:36    Titel:

Zitat:
Werden Männer eingezogen damit diese "Ungerechtigkeit" ausgeglichen wird? Ich vermute nicht...
Überspitzt formuliert: Soll ich mir jetzt außerdem ein Bein abhacken, weil mein Nachbar einbeinig und dadurch benachteiligt ist?
Diese Argumentation ist unzulässig und gefährlich. Warum soll jemand bestraft werden, obwohl er keinerlei Schuld am Leid eines anderen hat?


Und wieso sollte man mit einer Angleichung die Benachteiligung eines anderen noch erhöhen?
Über den Sinn der Wehrplicht kann man denken was man will, aber was fest steht ist, dass wenn nun Frauen auch noch wehrpfilchtig wären, noch größere Nachteile für sie entstehen würden.
Selbst wenn nicht alle Frauen Kinder bekommen, so ist es immer noch die Mehrheit.

Zitat:
Man behauptet außerdem nicht, sondern beobachtet und sieht. Verfolge mal über ein paar Tagen Arne Hoffmanns Blog oder lies mal im Archiv herum.
Häusliche Gewalt gegen Männer, Rechte von Scheidungsvätern,


Um ein qualitatives Urteil zufällen, muß man vergleichen. Und da schneiden Frauen beim Thema Gleichberechtigung erheblich schlechter ab.


Zitat:
Männer, die unschuldig im Gefängnis sitzen, weil sie von Frauen der Vergewaltigung falschbezichtigt wurden usw. sind immer noch Sachen, die noch keinen wirklichen Anklang in der Öffentlichkeit gefunden haben...


Justizfehler sind kein Indiz für Ungleichbehandlung. Es ist absurd zubehaupten, dass ein Mann verurteilt wird nur weil eine Frau ihn einer Vergewaltigung bezichtigt. Da spielen immer noch andere Beweise oder Indizien eine Rolle. Und was meinst Du wohl wie viele Vergewaltigungen garnicht erst angezeigt werden oder es zu einem Freispruch auf Grund einem mangel an Beweisen kommt?

http://www.frauenrechte.de/tdf/index.php?option=com_content&task=section&id=15&Itemid=108

http://www.dadalos-d.org/deutsch/Menschenrechte/Grundkurs_MR3/frauenrechte/warum/familie.htm

https://www-ec.destatis.de/csp/shop/sfg/Warenkorb8.csp
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Anmeldungsdatum: 27.11.2005
Beiträge: 2016
Wohnort: Dortmund

BeitragVerfasst am: 31 Dez 2006 - 19:27:12    Titel:

Jomira hat folgendes geschrieben:

Justizfehler sind kein Indiz für Ungleichbehandlung. Es ist absurd zubehaupten, dass ein Mann verurteilt wird nur weil eine Frau ihn einer Vergewaltigung bezichtigt. Da spielen immer noch andere Beweise oder Indizien eine Rolle. Und was meinst Du wohl wie viele Vergewaltigungen garnicht erst angezeigt werden oder es zu einem Freispruch auf Grund einem mangel an Beweisen kommt?

Dem stimme ich ausdrücklich zu. Die Wahrscheinlichkeit dass wenn eine Frau einen Mann der Vergewaltigung bezichtigt dies auch stimmt ist auf jeden Fall höher als umgekehrt, so dass dies schon ein gewichtiges Argument darstellt. Die vielen unschuldigen Männer die angeblich in den Gefängnissen sitzen, müssten zunächst einmal nachgewiesen werden, meint dass einsitzende Vergewaltiger in den Gefängnissen ihre Unschuld beteuern, ist eben auch kein Beweis dafür, dass sie unschuldig sind. Die Wahrscheinlichkeit dass ein Täter seiner Unschuld beteuert ist ja nicht gerade niedrig, immerhin hat er so eine Chance später zu behaupten die Frau hätte ihn reingelegt.

Natürlich gibt es auch in der deutschen Justiz Irrtümer, aber die gibt es überall, auch ein des Mordes oder des Diebstahls verdächtiger kann irrtümlich eingesperrt werden. Solche Irrtümer sollten natürlich möglichst vermieden werden. Andererseits sollen Frauen auch vor Vergewaltigern geschützt werden. Es gibt aber charakteristischen Anzeichen für eine Vergewaltigung, zum Beispiel die Spuren die sich sicherstellen lassen, wenn sich die Frau gewehrt hat, Anzeichen eines gewaltsamen Eindringens feststellen, Partikel von Haut und Haaren unter den Fingernägeln, Druckstellen an Gelenken, zerrissene Klamotten usw.. Die Vorstellung Frauen würden all diese Merkmale im Griff haben, um eine Vergewaltigung zu simulieren, auch auf die Gefahr hin, dass Kriminaltechniker diese Manipulationen bemerken ist doch eher abstrus. Zudem werden meistens weitere Bekanntschaften Verdächtiger vernommen oft kommt im Zuge eines solchen Prozesses zum Vorschein, dass ein Vergewaltiger nicht zum ersten Mal mit sexuellen Tätlichkeiten in Erscheinung getreten ist.

Was im Einzelfall sein kann muss doch keine gesellschaftliche Erscheinung sein. Um überhaupt einen Überblick zu bekommen, müsste man erst einmal wissen, wieviel Männer denn pro Jahr der Vergewaltigung angeklagt und verurteilt werden. Dann müssten wir von denen, die behaupten, es gäbe soviele Fehlurteile eine begründete Abschätzung verlangen, wieviel im Mittel denn von 100 solchen Fällen ihrer Ansicht nach ein Fehlurteil seien. Dann liesse sich das statistisch hochrechnen und ich glaube damit allein, könnten sich Vorwürfe einer vermeintlichen Fehlverurteilung von Vergewaltigern und einem weiblichen Machtmissbrauch wegen Geringfügigkeit potentieller Fälle schon als erledigt betrachtet werden.

Mit freundlichen Grüßen
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tan(90°)
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Anmeldungsdatum: 08.09.2006
Beiträge: 69

BeitragVerfasst am: 31 Dez 2006 - 19:35:49    Titel:

Zitat:
Und wieso sollte man mit einer Angleichung die Benachteiligung eines anderen noch erhöhen?

Was fragst du mich das? Habe ich mich nicht gegen "Angleichungen", was das auch immer sein soll, ausgesprochen?
Zitat:
Über den Sinn der Wehrplicht kann man denken was man will, aber was fest steht ist, dass wenn nun Frauen auch noch wehrpfilchtig wären, noch größere Nachteile für sie entstehen würden.

Seltsam, denn vorhin, so schien es mir, hast du die Wehrpflicht heruntergespielt. Um es nochmal zu betonen: ich bin generell gegen Zwangsdient, egal welcher Art.
Zitat:
Selbst wenn nicht alle Frauen Kinder bekommen, so ist es immer noch die Mehrheit.

Ist es dann auch nicht fast immer mit einem Kinderwunsch verbunden?
Zitat:
Um ein qualitatives Urteil zufällen, muß man vergleichen. Und da schneiden Frauen beim Thema Gleichberechtigung erheblich schlechter ab.

Außer dem Gehalt, das du bereits genannt hast und das man nicht so stehen lassen kann, wo noch?

Zitat:
Justizfehler sind kein Indiz für Ungleichbehandlung.

Wohl aber dafür, dass der Mann immer noch grundsätzlich als Täter und die Frau grundsätzlich als Opfer angesehen wird, weshalb es Frauen in der Rechtsprechung einfacher haben, auch was z.B. das Strafmaß betrifft.

Zitat:
Es ist absurd zubehaupten, dass ein Mann verurteilt wird nur weil eine Frau ihn einer Vergewaltigung bezichtigt. Da spielen immer noch andere Beweise oder Indizien eine Rolle.

Es hat auch niemand behauptet, dass ein Mann sofort ins Gefängnis kommt, weil irgendeine Frau ihn der Vergewaltigung bezichtigt*. Absurd, wie du es nennst ist das mit der Vergewaltigung lange nicht. Wie schon vorhin gesagt: Verfolge mal Arne Hoffmans Blog, da gibt es ständig Meldungen über Männer, die aus dem Gefängnis entlassen wurden, weil sie unschuldig waren.
Zitat:
Und was meinst Du wohl wie viele Vergewaltigungen garnicht erst angezeigt werden

Das ist eine traurige Sache, aber was willst du dagegen tun?
Zitat:
oder es zu einem Freispruch auf Grund einem mangel an Beweisen kommt?

Oder die Vergewaltigung gar nicht stattgefunden hat? Aber was willst du denn dagegen tun, wenn es zu wenig Beweise gibt? Da kann man nichts tun, so schlimm es auch ist.

*Hat zwar nur indirekt was damit zu tun: Mir fällt gerade ein, dass z.B in Kanda ein Mann von der Polizei seines Hauses verwiesen werden darf, wenn sich die Frau bedroht fühlt, d.h. es muss nicht zu Gewalt kommen, ein Streit oder die Laune der Frau reichen da aus.


Zuletzt bearbeitet von tan(90°) am 31 Dez 2006 - 20:03:11, insgesamt einmal bearbeitet
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Anmeldungsdatum: 27.11.2005
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BeitragVerfasst am: 31 Dez 2006 - 19:44:45    Titel:

Zitat:

Es hat auch niemand behauptet, dass ein Mann sofort ins Gefängnis kommt, weil irgendeine Frau ihn der Vergewaltigung bezichtigt*. Absurd, wie du es nennst ist das mit der Vergewaltigung lange nicht. Wie schon vorhin gesagt: Verfolge mal Arne Hoffmans Blog, da gibt es ständig Meldungen über Männer, die aus dem Gefängnis entlassen wurden, weil sie unschuldig waren.


Wie viele sind das denn nun genau, gemessen an der Anzahl der verurteilten Fälle? Ist das in irgendeiner Form gesellschaftlich relevant?

Ausgerechnet einen Blog eines Autors von SM-Geschichten als Referenz um nachzuweisen das Männer zu Unrecht vergewaltigt werden? Ich weiß ja nicht....ein Grinsen konnte ich mir bei aller Ernsthaftigkeit dieses Thema nicht verkneifen, hast Du da nicht den Bock zum Gärtner gemacht?



Mit freundlichen Grüßen
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tan(90°)
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Anmeldungsdatum: 08.09.2006
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BeitragVerfasst am: 31 Dez 2006 - 19:50:15    Titel:

Zitat:
Wie viele sind das denn nun genau, gemessen an der Anzahl der verurteilten Fälle? Ist das in irgendeiner Form gesellschaftlich relevant?

Problem hierbei ist, dass sich das unmöglich herausfinden lässt. Zahlen kann ich dir nicht nennen.

Aus einem Spiegelinterview lässt sich folgendes entnehmen:

"Gordon: Ich bearbeite hier in Neuruppin im Jahr ungefähr 200 Anzeigen von Sexualdelikten. Nur 20 kommen zur Anklage, 170 werden eingestellt. In zehn Fällen drehe ich den Spieß sogar um und klage wegen bewusster Falschaussage an."
Ausgabe 14/2006

Aber nun: das ist auch kein Thema für sich, sondern mehr die Tatsche, dass Männer in der Rechtsprechung schlechter dran sind.


Zitat:
Ausgerechnet einen Blog eines Autors von SM-Geschichten als Referenz um nachzuweisen das Männer zu Unrecht vergewaltigt werden? Ich weiß ja nicht....ein Grinsen konnte ich mir bei aller Ernsthaftigkeit dieses Thema nicht verkneifen, hast Du da nicht den Bock zum Gärtner gemacht?

Nö, hab ich nicht. Hast du auch schonmal nachgeschaut, was er sonst noch so geschrieben hat? Wink
Außerdem sollte man einen Menschen nicht nach seinen sexuellen Neigungen beurteilen, ich glaube soweit sind wir schon.

Im Übrigen verweist dieser Autor auf verschiedene Webseiten. Insofern dürfte sich das Problem erledigen. Ich habe auch nur gerade darauf verwiesen, weil es da öfter als auf den anderen Seiten was Aktuelles zu lesen gibt
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BeitragVerfasst am: 31 Dez 2006 - 20:16:31    Titel:

tan(90°) hat folgendes geschrieben:

Außerdem sollte man einen Menschen nicht nach seinen sexuellen Neigungen beurteilen, ich glaube soweit sin wir schon.


In der Regel mache ich das auch nicht, wenn er Kochbücher schreibt oder sich über die Höhe des Arneitslosengeldes äussern würde. Aber ausgerechnet ein Autor von Geschichten, die sexuell gewaltverherrlichende Komponenten und Vergewaltungfantasien enthalten, also Vergewaltigungen zumindestens in seiner Welt als gewünschtes Verhalten darstellt, ist meiner Ansicht nach inhaltlich nicht gerade prädästiniert zu beurteilen, ob der Vergewaltigung bezichtigter Männer zu Unschuld im Gefängnis sitzen.

In diesen Fantasien geht es um Unterwerfung und Vergewaltigung, die eben auch Ursache vieler Vergewaltigungen sind. Viele Vergewaltiger glauben die Frauen wollen das so, sie bräuchten das und geben an, sie haben das sich Zieren der Frauen als Aufforderung gedeutet. Und genau das vermittelt auch die SM-Literatur, dass es viele Frauen gibt, die so etwas so erwarten. Auch wenn es diese Frauen geben mag, ist das sicherlich nicht Alltag.

Hier ist also zwischen der sonstigen Tätigkeit als SM-Autor und der Ansicht als Unterstützer von vermeintlichen oder tatsächlichen Justizopfern wegen Vergewaltigung einsitzender Straftäter ein unmittelbarer Zusammenhang feststellbar, der eine kritische Bewertung entsprechender Referenz sehr wohl erlaubt und sogar nahelegt. Ich würde auch die Aussage eines Zahnarztes kritisch betrachten, der sich dafür einsetzt dass alle Schulkinder zwangsweise einmal pro Monat zum Zahnarzt müssen, um es verständlicher auszudrücken. Aussagen müssen auch an den Interessen derjenigen gemessen werden, die solche Aussagen treffen, denn das Sein bestimmt eben oft auch das Bewusstsein.

Zu glauben eine solche Ansucht stehe nur durch die Zufall mit der Tätigkeit als Autor von SM-Geschichten in Zusammenhang und man müsste eine solche Referenz als Ausdruck absoluter Objektivität nehmen, ist meiner Ansicht Ausruck einer quantitativ nicht gerade kleine Menge an Naivität.

Mit freundlichen Grüßen
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tan(90°)
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Anmeldungsdatum: 08.09.2006
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BeitragVerfasst am: 31 Dez 2006 - 20:48:39    Titel:

Bist du SM-Experte? Hast du dich so sehr mit dem Phänomen beschäftigt, dass du dir ein Urteil bilden und nicht nur ohne begründeten Ansatz darüber philosophierst? Mir scheint eher zweiteres der Fall zu sein.

Zitat:
Zu glauben eine solche Ansucht stehe nur durch die Zufall mit der Tätigkeit als Autor von SM-Geschichten in Zusammenhang und man müsste eine solche Referenz als Ausdruck absoluter Objektivität nehmen, ist meiner Ansicht Ausruck einer quantitativ nicht gerade kleine Menge an Naivität.

Danke.
Nochmal: der Autor verweist meistens auf diverse Nachrichtenseiten und kommentiert die Berichte. Lesen und sich ein Urteil bilden kann jeder selbst.

Zitat:
Hier ist also zwischen der sonstigen Tätigkeit als SM-Autor und der Ansicht als Unterstützer von vermeintlichen oder tatsächlichen Justizopfern wegen Vergewaltigung einsitzender Straftäter ein unmittelbarer Zusammenhang feststellbar, der eine kritische Bewertung entsprechender Referenz sehr wohl erlaubt und sogar nahelegt.

Gleichzeitig engagiert sich der Autor gegen Gewalt in der Partnerschaft, egal von wem sie ausgeht. Die einzige Werbung auf seiner Homepage verweist auf SOLWODI, eine Organisation, die sich für Frauen in Not einsetzt und er gibt Beratungs- und Hilfedressen für Opfer sexuellen Missbrauchs an. Reicht dir das als Gegenbeweis?
Guido
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Anmeldungsdatum: 08.06.2005
Beiträge: 717
Wohnort: Süddeutschland

BeitragVerfasst am: 31 Dez 2006 - 22:20:02    Titel:

Jomira hat folgendes geschrieben:
Dann frage ich mich doch, wie Du Dir eine andere Regelung vorstellst? Es kann jawohl nicht sein, dass ein Mann mit der Begründung, er hätte das Kind nie haben wollen, sich um Unterhaltszahlungen drückt. Es darf nicht sein, dass die Bedürfnisse des Kindes denen des Mannes hinten anstehen müssen. Übringens hatte ich mich nicht zu Vaterschaftstest geäußert.
Es ging nur um die Unterhaltszahlungen im Falle einer ungewollten Schwangerschaft.


Das ist im Prinzip nicht schwierig. In der Rechtsprechung gibt es das Prinzip, dass derjenige der etwas geltend macht (Anspruch) dafür einen Grund nachweisen muss (Anspruchsgrundlage, Beleg, Beweis). Wer also einen Unterhaltsanspruch geltend macht, hat zu belegen, dass dieser rechtmäßig besteht. Mit einem Gentest ist das möglich.

Heute können Frauen Unterhaltsansprüche geltend machen, ohne dass der Mann deren Rechtmäßigkeit legal nachprüfen kann – es sei denn die Frau stimmt dem zu, was sie natürlich nur dann tun wird, wenn sie sich eines Ergebnisses zu ihren Gunsten sicher ist. Im Endeffekt führt dass dazu, dass sich die Frau aus mehreren in Frage kommenden Männern den Solventesten aussuchen kann, anstatt sich an den tatsächlichen Vater zu halten.

Man nennt das auch Betrug und es ist an sich strafbar – nur nicht im Familienrecht.

Jomira hat folgendes geschrieben:
Dann mach doch bitte auch hier mal einen konkreten Alternativvorschlag?
Den wird es nicht geben. Letztendlich wird die Entscheidung bei der Frau bleiben. Immerhin wird die Geburt oder Abtreibung eines Kindes einen größeren Einfluss auf ihr Leben nehmen….


Auch das ist nicht wirklich schwierig. Einer Abtreibung hätten beide Beteiligten zuzustimmen, wobei es aus zeitlichen Gründen die Möglichkeit geben müsste, die fehlende / verweigerte Zustimmung des Mannes im Schnellverfahren zu ersetzen. Dem Mann ein Mitspracherecht zu verweigern bedeutet, seine Mitverantwortung zu negieren. Wenn das Kind ausgetragen und großgezogen werden soll, ist er ja auch ganz schnell wieder mit im Boot (Unterhalt – s.o.) – warum also hier nicht?

Allerdings habe ich an den derzeitigen Regulierungen zum Thema Abtreibung generell so meine Zweifel, da ich die Fristenlösung mit Beratungspflicht für fragwürdig halte. Ich denke die Entscheidung über eine Abtreibung haben die Betroffenen (und nur sie) zu treffen, ohne dass der Staat hier mit Strafen, Fristen ö.ä. eingreift.

Jomira hat folgendes geschrieben:
Ebenso wenig wird es nie eine absolute Gleichberechtigung geben. Dafür sind Männer und Frauen viel zuverschieden.


Das ist zutreffend, würde aber den ganzen Diskurs um Gleichberechtigungsfragen rasch beenden. Ich gehe daher mal davon aus, dass frauenbewegte Feministinnen und ihre Debattiergegner sich über diesen Fakt hinwegsetzen werden.

Jomira hat folgendes geschrieben:
Alleine die Tatsache, dass das Austragen der Kinder nur von der Frau geleistet werden kann, bringt Frauen schon Nachteile gegenüber Männern.


Letztlich trifft die Frau diese Entscheidung – ganz nach dem Prinzip „Mamas Baby, Papas Maybe“. Einen Nachteil, der ein Anrecht auf Kompensation begründen könnte, vermag ich nicht zu erkennen.
Jomira hat folgendes geschrieben:
Also muß es in gewissen Dingen einen Ausgleich geben. Hier zum Beispiel die Tatsache, dass nur Männer wehrplichtig sind. Diese "verlorene" Zeit wird sich spätestens in der Mutterschaft wieder ausgleichen.


Als Befürworter einer Berufsarmee lehne ich die wehrpflichtige bewaffnete Laienspielschar generell ab. Wer aber Gleichberechtigung fordert, dabei aber bestehende Pfründe und Privilegien nicht abgeben will, den kann ich kaum noch ernst nehmen. Gleichberechtigung gibt es nicht umsonst. Es kommt ja auch kaum jemand auf die Idee, volljährig sein zu wollen aber die Vorrechte der strafunmündigen Kindheit für sich einzufordern.

Jomira hat folgendes geschrieben:
Auf jeden Fall finde ich es ziemlich lächerlich, wenn man(n) jetzt anfängt zubehaupten, Männer wären gegenüber Frauen benachteiligt. Betrachte man doch nur mal die Gehälter. Es ist in vielen Bereichen immer noch so, dass Frauen (für die gleiche Arbeit) geringe Gehälter beziehen.


Wir haben in Deutschland Tarifautonomie (Art 9 GG). Und Gehälter sind prinzipiell eine Marktfrage, die den Staat erstmal wenig angeht. Wenn es hier Ungleichheiten gibt, ist es Sache der Betroffenen sich dagegen zu engagieren. Leistungen und Gegenleistungen sind prinzipiell verhandelbar. Wo es z.B. Tarifverträge und Betriebsräte gibt, haben alle Leute die gleichartigen Tätigkeiten nachgehen auch gleich eingruppiert zu werden. Wenn natürlich zuschlagspflichtige Nachtschichten, Schwerarbeiten etc. vermehrt von Männern gemacht werden, werden diese damit im Schnitt auch mehr verdienen.

Jomira hat folgendes geschrieben:
Und dass sie häufig (auch wenn hier jetzt einzelne Gegenbeispiele genannt werden) bei Bewerbungen gegenüber Männern benachteiligt werden.


Wir haben seit dem 18.08.2006 ein allgemeines Gleichstellungsgesetz, das u.a. Diskriminierungen aufgrund des Geschlechtes verbietet und Schadensersatzpflichten dafür festschreibt. Firmen, die Frauen aufgrund ihres Frauseins bei der Stellenauswahl benachteiligen, riskieren happige Strafgelder und arbeitsgerichtliche Scherereien.
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Anmeldungsdatum: 27.11.2005
Beiträge: 2016
Wohnort: Dortmund

BeitragVerfasst am: 31 Dez 2006 - 23:58:45    Titel:

tan(90°) hat folgendes geschrieben:
Bist du SM-Experte?


Wir sind hier alle Experten, für SM, für Vergewaltigungen, für das Rechtswesen, deswegen dürfen wir uns auch unterhalten.

Mit freundlichen Grüßen
ein
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