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Tookie Williams und die Todesstrafe
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Sheep
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Anmeldungsdatum: 14.06.2005
Beiträge: 972

BeitragVerfasst am: 16 Jan 2006 - 19:09:26    Titel:

Animosity hat folgendes geschrieben:
Einfach die Annahme, dass ein Mensch weil er getötet hat (GANZ BÖSE) getötet wird (GAR NICHT BÖSE) ist nicht nur paradox, sondern auch von grundauf falsch


Einem Menschen die Freiheit zu nehmen, weil er getötet hat, ist dagegen nicht falsch ?
Animosity
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Anmeldungsdatum: 15.07.2005
Beiträge: 110
Wohnort: Pirmasens

BeitragVerfasst am: 16 Jan 2006 - 20:12:32    Titel:

Sheep hat folgendes geschrieben:
Animosity hat folgendes geschrieben:
Einfach die Annahme, dass ein Mensch weil er getötet hat (GANZ BÖSE) getötet wird (GAR NICHT BÖSE) ist nicht nur paradox, sondern auch von grundauf falsch


Einem Menschen die Freiheit zu nehmen, weil er getötet hat, ist dagegen nicht falsch ?


Ein Mensch zu bestrafen ist nicht unbedingt falsch, aber einen Menschen umzubringen, weil er umgebracht hat ist genauso schlimm wie die Tat selbst. Und wenn Amerika doch schon so einen auf christlich macht, dann sollten sie sich doch wenigstens an die 10 Gebote erinnern.
Joe20
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Anmeldungsdatum: 23.09.2005
Beiträge: 39
Wohnort: Hessen

BeitragVerfasst am: 16 Jan 2006 - 23:13:16    Titel:

Wenn man die DABHAR-Übersetzung (wortwörtliche Übersetzung) liest, steht da:


2Mo 20,13 Nicht mordest du.


...und glaube mir, in den USA gibt es sehr, sehr viele Sekten und Glaubensrichtungen... "Christlich" ist nichts Einheitliches und Definiertes mehr... "Christ" ist ein Gummibegriff.

Korrekt wäre da: JÜNGER JESU (ist immerhin in der Bibel definiert)
Bürger
Gesperrter User
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Anmeldungsdatum: 27.11.2005
Beiträge: 2016
Wohnort: Dortmund

BeitragVerfasst am: 17 Jan 2006 - 04:42:19    Titel:

Sheep hat folgendes geschrieben:
Animosity hat folgendes geschrieben:
Einfach die Annahme, dass ein Mensch weil er getötet hat (GANZ BÖSE) getötet wird (GAR NICHT BÖSE) ist nicht nur paradox, sondern auch von grundauf falsch


Einem Menschen die Freiheit zu nehmen, weil er getötet hat, ist dagegen nicht falsch ?


Nein, das ist nicht falsch. Die Todestrafe ist Ausdruck der Rache und erzeugt immer auf die ein oder andere Art Gegengewalt durch die Verrohung der Gesellschaft.

Eine Gefängnisstrafe dient dem Schutz der Bevölkerung ohne die negativen Begleiteffekte einer Verrohung der Gesellschaft. Eine Gefängnisstrafe ist zudem für den Täter notwendig um seine Tat als etwas grundlegend Falsches zu begreifen. Diese Erkenntnis verlangt einen Bruch mit dem bisherigen Leben und eine Zeit der Verarbeitung und der Einsicht.
Der Täter soll sich gefälligst mit seiner Tat auseinandersetzen. Manchmal sind dazu viele Jahre notwendig und manchmal scheitert der Strafvollzug auch.

Die Todesstrafe ist in diesem Konzept unnötig grausam und überflüssig. Ausserdem führt sie zu einer Verrohung der Gesellschaft die wiederum zu mehr Gewalt führt, als das sie durch Ausschalten der Täter verhindern könnte. Ich sollte diesen wichtigen Apekt noch einmal ausführen, weil er auch bei rein aus moralischen Gründen mit der Todesstrafe liebäugelnden Zeitgenossen so etwas wie nachdenklichkeit erzeugen kann.

Die wenigsten Mörder und Totschläger sind Mehrfachtäter, die Todesstrafe würde also die Gesellschaft nur vor jenen Mörder schützen die mehrfach straffällig werden. Das ist ein winziger Teil der Bevölkerung so winzig, dass er in den Statistiken überhaupt keine Rolle spielt.
Die Angst eines Mörders entdeckt zu werden und sein Leben zu verlieren könnte zu Folgetaten führen die schon ganze ohne den Verrohungsaspekt die Anzahl der Mordtaten steigen lässt. Hinzu kommt noch, die emotionale Gegengewalt die in Gangmitgliedern oder Verwandten steigt. Das ein Freund oder Bekannter aus dem kriminellen Umfeld freundlicher und ziviler mit Opfern und Polizei umgeht ist ebenfalls kaum anzunehmen.
In mehrfacher Hinsicht führt die Todesstrafe also eher zu einer Steigerung der Opferzahlen. Hinzu kämen die Justizirrtümer. Kann sich hier jemand aus den reihen der Anhänger der Todesstrafe vorstellen, wie grausam es ist, wenn ein Unschulidger mitunter jahrelang in der Todeszelle sitzt, wissend dass er hingerichtet wird?

Nur um das Rachegefühl eines Teils der Bevölkerung zu befriedigen würden statistisch höchstwahrscheinlich eine Reihe weitere unschuldige Menschenleben geopfert,

Das ist absolut nicht einzusehen. Mit der Todesstrafe wird also nicht das Opfer in den Mittelpunkt gestellt, wie so oft behauptet wird, sondern ein Teil der Bevölkerung, den es nach dumpfer Rache gelüstet. Ein wirksamer Opferschutz sieht anders aus.


Mit freundlichen Grüßen
ein
Bürger
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