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Die Zukunft unseres Bildungssystems
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coffeinjunky
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Anmeldungsdatum: 27.07.2005
Beiträge: 3783
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BeitragVerfasst am: 28 Dez 2005 - 19:55:44    Titel:

Das Schlimmste am Religionsunterricht ist meines Erachtens, dass man keine Religion macht. Ich habe früher gezielt Religion gewählt und auf "Werte und Normen" verzichtet, damit ich über religiöse Themen sprechen kann. Und? Was haben wir gemacht?

Meine Religionslehrer kamen immer rein, erzählten, dass sie nur Religion studiert hätten, da das Fach als einziges übrig blieb, dann machten wir "Behinderte in der Gesellschaft", "Körperwelten-Ausstellung", "Theorien der Angst" und einige Thesen von Kohlberg. Wie religiös.
physik-verrückt
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Anmeldungsdatum: 18.12.2005
Beiträge: 730
Wohnort: Europa

BeitragVerfasst am: 28 Dez 2005 - 19:59:34    Titel:

Dann sage ich mal was dazu, das doch ins philosophische geht. Da keiner freiwillig z. B. katholisch ist, sollte man doch lieber erstmal bis zu einem bestimmten Alter warten, bis 14 etwa, ob der-/diejenige die religion akzeptiert oder nicht. Was da jetzt von statten geht ist seelische Vergewaltigung. Und wenn man was über die Religion efahren will und diese beibehält, kann der das dann im Religionsunterricht vermittelt bekommen. Alle anderen besuchen dann den Ethikunterricht.

Hochachtungsvoll

physik-verrückt
Perceval
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Anmeldungsdatum: 12.11.2005
Beiträge: 185
Wohnort: bei Preetz

BeitragVerfasst am: 28 Dez 2005 - 20:18:10    Titel:

Ich gebe es offen zu: Mich hat die Aussicht auf die Einführung der Gemeinschaftsschule in Schleswig-Holstein unter einer rot-grünen Landesregierung dazu bewogen, erstmals der CDU meine Stimme zu geben. Ich bin Gymnasiallehrerin und Mutter von drei Kindern und in beiden Funktionen möchte ich mit der Gesamtschule nichts zu tun haben.

Derzeit bin ich Klassenlehrerin einer Sexta und muss sagen, dass man sich auf die Empfehlungen der Grundschulen in der Regel verlassen kann. 1/3 der Schülerinnen und Schüler sind nicht empfohlen und diejenigen, die Probleme haben, sind fast ausschließlich in dieser Gruppe zu finden. Es gibt zwar beträchtliche Niveauunterschiede zwischen den einzelnen Grundschulen, aber dennoch gelingt den Lehrkräften dort nach vier Jahren Arbeit mit den Kindern eine zutreffende Prognose. Ich kann nur allen Eltern raten, sie ernst zu nehmen und wäre mein Kind nicht empfohlen worden, würde es nicht das Gymnasium besuchen.

Womit wir bei meinen Einwänden als Mutter wären: In der Grundschule wird in der Regel ein Schmusekurs gefahren, der sich an den Schwächsten in der Klasse orientiert. Das ist für diese ja auch zu begrüßen, aber was wird aus den Guten? Meine Jüngste - jetzt in der ersten Klasse - hat sich sehr auf die Schule gefreut, davon ist nichts merh übrig. Sie langweilt sich und braucht für die Hausaufgaben täglich 5 Minuten. Da bleibt nur die Hoffnung, dass es mal anders wird!
physik-verrückt
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Anmeldungsdatum: 18.12.2005
Beiträge: 730
Wohnort: Europa

BeitragVerfasst am: 28 Dez 2005 - 20:40:41    Titel:

Ich wil nicht, dass Sie sauer werden, aber dass Sie als Gymnasiallehrerin gegen Gemeinschaftsschulen sind, wird keinem überraschen.

Man sollte nie Fehler von Grundschullehrer(innen) ausschließen . Diese sog. PISA-Studie hat angeblich gezeigt, dass Arbeiterkinder weniger Chancen haben, eine Gym-Empfehlung zu bekommen als ein Kind eines Lehrers oder Besserverdienenden, bei gleicher Leistung.

Zur Grundschule: Man sollte die "schwächeren Schüler" und die guten Schüler fördern vermehrt fordern.

Hochachtungsvoll

physik-verrückt
coffeinjunky
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Anmeldungsdatum: 27.07.2005
Beiträge: 3783
Wohnort: Europa

BeitragVerfasst am: 28 Dez 2005 - 20:53:43    Titel:

Hallo Perceval,

schön endlich mal jemanden "vom Fach" hier zu haben.

Perceval hat folgendes geschrieben:
Derzeit bin ich Klassenlehrerin einer Sexta und muss sagen, dass man sich auf die Empfehlungen der Grundschulen in der Regel verlassen kann. 1/3 der Schülerinnen und Schüler sind nicht empfohlen und diejenigen, die Probleme haben, sind fast ausschließlich in dieser Gruppe zu finden.


Darf ich an dieser Stelle fragen, aus welchen Elternhäusern das "Problem-Drittel" kommt?

Zitat:
Es gibt zwar beträchtliche Niveauunterschiede zwischen den einzelnen Grundschulen, aber dennoch gelingt den Lehrkräften dort nach vier Jahren Arbeit mit den Kindern eine zutreffende Prognose.


Ich selber war an der Grundschule in Grömitz. Vielleicht sagt Dir der Ort etwas. Damals bekam ich eine Realschulempfehlung. In den darauffolgenden 6 Jahren langweilte ich mich permanent und war zusätzlich ein totaler Aussenseiter, da ich notentechnisch der Beste war. Danach ging ich auf ein Gymnasium und schloß das Abitur als Jahrgangsbester ab. Warum bekam ich eine Realschulempfehlung, Perceval? Wenn es um Fragen der Allgemeinbildung geht, so leide ich unter dieser "Diagnose" noch immer, da das Niveau an den Realschulen einfach schlecht war.

Ich frage mich noch, warum Du gegen die Gesamtschule bist. Du hast zwar gesagt, dass nach Deinen Eindrücken die Empfehlungen meistens korrekt sind und dass Deine Kinder sich in der Grundschule langweilen, doch ich vermisse die Erläuterung, warum dies Gründe gegen Gesamtschulen sein sollen.

Übrigens bin ich Dein Gegenstück. Eigentlich wollte ich eine andere Partei wählen, aber auf Grund der Bildungspolitik wählte ich dann SPD.

Hier habe ich noch einen schulkritischen Text. Würdest Du mir als Fachkraft Deine Meinung zu der Darstellung sagen?
physik-verrückt
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Anmeldungsdatum: 18.12.2005
Beiträge: 730
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BeitragVerfasst am: 28 Dez 2005 - 21:09:23    Titel:

Ich finde, es ist trotzdem ein Rätsel, warum eher die CDU-Länder "besser" sind als die SPD-Länder. Confused


Hochachtungsvoll

physik-verrückt
Dittsche123
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Anmeldungsdatum: 25.12.2005
Beiträge: 80

BeitragVerfasst am: 28 Dez 2005 - 21:33:10    Titel:

http://www.uni-protokolle.de/foren/viewtopic.php?t=43836

Ingo314 hat ne gute Lösung,
das mit den Spezialkursen is ne gute idee.
physik-verrückt
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Anmeldungsdatum: 18.12.2005
Beiträge: 730
Wohnort: Europa

BeitragVerfasst am: 28 Dez 2005 - 22:11:58    Titel:

Na ja, der ist zur Zeit gesperrt,wie ich gehört habe. Confused

Hochachtungsvoll

physik-verrückt
rightaway
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Anmeldungsdatum: 19.10.2005
Beiträge: 1265

BeitragVerfasst am: 28 Dez 2005 - 22:15:32    Titel:

coffeinjunky hat folgendes geschrieben:
Darf ich an dieser Stelle fragen, aus welchen Elternhäusern das "Problem-Drittel" kommt?

Ich kann diesen Eindruck von Perceval nur bestätigen. Glücklicherweise herrscht in meinem Kollegium die Meinung vor, dass die einzige Abhilfe zur Korrektur von Elternwünschen, die der Grundschulempfehlung entgegenstehen, eine knallharte Benotung in den ersten beiden Jahren am Gymnasium ist. Die meisten leistungsschwachen Schüler warten allerdings anderthalb bis zwei Jahre, bevor sie auf die Realschule wechseln.

Ich muss aber noch dazu sagen, dass es sich mitnichten ausschließlich um Kinder aus unteren Schichten handelt, sondern dass eher Kinder von Akademikern gegen die Grundschulempfehlung auf das Gymnasium geschickt werden.

coffeinjunky hat folgendes geschrieben:
Warum bekam ich eine Realschulempfehlung, Perceval?

Ich nehme an, du behauptest, dass du nur deswegen nicht die Gymnasialempfehlung erhalten hast, weil die Grundschullehrer dich wegen deiner Herkunft diskriminieren wollten. Wahrscheinlicher allerdings ist aber, dass du entweder faul warst oder ein intellektueller Spätzünder.

coffeinjunky hat folgendes geschrieben:
Ich frage mich noch, warum Du gegen die Gesamtschule bist.

Die Begründung hat sie schon geliefert, nämlich wegen der besseren Fördermöglichkeiten des Einzelnen bei Einteilung nach Leistungsniveau.

coffeinjunky hat folgendes geschrieben:
Übrigens bin ich Dein Gegenstück. Eigentlich wollte ich eine andere Partei wählen, aber auf Grund der Bildungspolitik wählte ich dann SPD.

Eigentlich wolltest du die KPD wählen, hast dann aber festgestellt, dass es die schon seit längerem nicht gibt. Bildungspolitisch wären sie deiner Vorstellung wohl am nähesten gekommen ...
physik-verrückt
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Beiträge: 730
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BeitragVerfasst am: 28 Dez 2005 - 22:30:01    Titel:

Wollen wir mal nicht so sein: dass einer vielleicht die SRP gewählt hätte, aber da sie nicht mehr seit 1952 exsitiert, dann deswegen CDU wählte... Confused Confused

Man kann schon der Meinung, dass die Trennung ziwschen sehr schlechten Schülern und sehr guten doch schon eine vorprogrammierte soziale Segregation darstellt. Gemischte KLassen sind eigentlich nicht unbedingt was schlechtes: Die sehr guten Schüler könnten den schwächeren helfen und so wird ein sozialer Zusammenhalt und ein Gemeinschaftsgefühl schon in der Schule vermittelt. Und ich gehe auch auf ein Gymnasium, aber dort laufen auch teilweise Typen rum, die nach diesem System i die Realschule oder gar in die Hauptschule gehören. Da kann man doch an den Prognosen der Grundschullehrerinnen stark zweifeln, zumal die gar nicht genau wissen können, wie sich das Kind in 5 bis neun Jahren notentechnisch und geistig entwicklen wird. Wenn Trennung, dann lieber später. In der achten Klasse erst z. B.. Da kann man schon eher abzeichnen, wie sich die Person entwockeln wird.



Hochachtungsvoll

physik-verrückt
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