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Ist die Blutentnahme wirklich eine gefährliche KV?
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happyJuri
Gast






BeitragVerfasst am: 19 Aug 2004 - 13:16:47    Titel: Ist die Blutentnahme wirklich eine gefährliche KV?

Ich habe gelesen, dass einige die Blutentnahme durch einen Arzt im Prinzip schon als gef. KV (wegen Spritze als gef. Werkzeug) durchgehen lassen, es aber letzlich an der Rechtswidrigkeit scheitern lassen.
Aber worunter würde man denn die Entnahme subsumieren, Gesundheitsschädigung (steig.oder heVorrufen eines path. Zustandes)? Körperliche Misshandlung (mehr als unerhebliche Beeinträchtigung des Wohlbefindens)? Passt doch irgendwie alles nicht oder??
Gast







BeitragVerfasst am: 18 Feb 2005 - 18:30:58    Titel:

Die Rechtssprechung sieht eigentlich jeden ärztlichen Eingriff als körperl. Misshandlung an, somit kommt man zur KV. Doch liegt ja meistens eine Einwilligung als Rechtfertigungsgrund vor.
Für eine gef. KV braucht man ja erst einmal den Grundtatbestand, deshalb nur ohne Einwilligung denkbar.
Gast







BeitragVerfasst am: 18 Feb 2005 - 19:06:17    Titel:

@Gast,

du hast Recht, Blutentnahme ist im Grunde genommen eine gef. KV, die mittels eines gefährlichen Werkzeuges - einer Nadel- begangen wird. Die KV wird dabei als üble unangemessene Behandlung eines Menschen - Durchdringen in das Körperinnere mithilfe eines Fremdkörpers-, wobei sein Wohlbefinden nicht nur unerheblich beeinträchtigt wird - der Bertroffene verspürt dabei (starke?) Schmerzen-.Und das ist alles...
Die Rechtfertigungsgründe solten dabei, wie happy Juri schon geschrieben hat, besonders beachtet werden.

Gruß Schenja
Gast







BeitragVerfasst am: 19 Feb 2005 - 09:38:05    Titel:

Man könnte sogar noch hergehen und die Wegnahme des Blutes unter § 242 subsumieren....., wenn der Doc damit das Weite sucht!
Und dann: die subsidiäre Unterschlagung nicht vergessen!!
Wink
murdock
Gast






BeitragVerfasst am: 27 März 2005 - 20:09:57    Titel:

die rspr. sieht zwar ärztliche eingriffe als kv an, verneint jedoch eine spritze als gef. werkzeug, da es sich nciht um eine angriffs- ode rverteidigungswaffe handelt. nachzulesen bei BGHSt, NJW 78, 1206
black_cat
Newbie
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Newbie


Anmeldungsdatum: 23.02.2005
Beiträge: 34

BeitragVerfasst am: 28 März 2005 - 02:10:47    Titel:

Anonymous hat folgendes geschrieben:
Die KV wird dabei als üble unangemessene Behandlung eines Menschen - Durchdringen in das Körperinnere mithilfe eines Fremdkörpers-, wobei sein Wohlbefinden nicht nur unerheblich beeinträchtigt wird - der Bertroffene verspürt dabei (starke?) Schmerzen-.


Ergänzung: Substanzverletzungen sind jedenfalls übel und unangemessen.

kannst also in jedem fall auf die substanzverletzung, hier, eindringen mit der nadel in dei haut, abstellen.
Gast







BeitragVerfasst am: 28 März 2005 - 18:28:46    Titel:

Eine Nadel etc. in den Händen eines Arztes ist kein gefährliches Werkzeug!!! --> Gefährliche Körperverletzung könnt ihr also vergessen.

(Habe über dieses Thema ein Hausarbeit geschrieben und 12 Punkte erhalten)
Gast







BeitragVerfasst am: 28 März 2005 - 19:44:19    Titel:

schau mal in eines der ersten strafrecht richters heftechen, da steht genau der fall mit der blutentnahme drin...einfach umschreiben->fertig...hatte den fall auch im ersten semester und damit viel erfolg...

im übrigen herrscht darüber streit, ob man eine blutentnahme al särztlichen heileingriff sehen kann oder als konkrete körperverletzung nach § 223, 224 I ...
ich habe mich damals dafür entschieden, dass es sich nicht um eine körperverletzung handelt, wenn die blutentnahme ordnungsgemäß gemacht wird...von nem arzt versteht sich...
würde ich die blutentnahme machen, dann auf jeden fall körperverletzung...aber schau mal im richters heft...
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