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ebaykauf Ware ist defekt VK stellt sich streitig Problems
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Lumasi
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Anmeldungsdatum: 09.12.2005
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 10 Dez 2005 - 13:30:48    Titel: ebaykauf Ware ist defekt VK stellt sich streitig Problems

Hi, ich brauche einen Tip. Ich habe für meinen Sohn einen PC ersteigert, dass Teil war gebraucht und hat 450€ gekostet und mein Junge hat dafür ein Jahr Zeitungen ausgetragen. Jetzt erhalte ich den PC stecken alles ein und dieser fliegt in die Luft und funktioniert nichtmehr, wir fühlen uns über den Tisch gezogen somal bei dem erstem Paket die Tastatur auch schon defekt war. Wie können wir gegen den Verkäufer vorgehen da wir uns keiner Schuld bewußt sind und dieser alles von sich weißt und den Schaden auf den Versand schiebt. Wie es meinem Sohn geht möchte ich erst garnicht erwähnen und falls alles schief geht so oder so ich als Vater wieder einspringen muss.

Gruß
Torsten
Endstille
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Anmeldungsdatum: 10.12.2005
Beiträge: 19

BeitragVerfasst am: 10 Dez 2005 - 22:09:15    Titel:

Hallöchen,

wenn es ausgeschlossen ist, dass ein Benutzerfehler vorliegt, dann ist der Verkäufer dafür haftbar, sofern er die Ware nicht als defekt verkauft hat.
Auch die seit neusten verwendeten Klauseln wie "Privatverkauf, kein Umtausch oder keine Haftung" ziehen dabei nicht. Kannst dir das ja mal durchlesen;

http://www.internetrecht-rostock.de/ebay_garantie.htm

aber sei vorsichtig, bevor du jemandem an die Gurgel gehst, such den Fehler vielleicht erstmal bei Dir. Habe es auch schonmal geschafft meinen PC mit einem lauten PUUUUUUUFFFFFFFFF und viel Qualm betriebsunfähig zu machen. Es könnte der falsch eingestellte Schalter auf dem Netzteil sein, oder auch eine nicht richtig eingesteckte Hardware (Grafik-, Sound...etc.). Womöglich beim Transport rausgeruckelt oder so, kann der VK aber nichts für.

Gruß
Christoph
Lumasi
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Anmeldungsdatum: 09.12.2005
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 11 Dez 2005 - 11:34:38    Titel:

Hallo Christoph,
vorab besten Dank für deine mail, ich werde die Kiste jetzt zu einem Gutachter bringen. Teile mir doch bitte deine mail Adresse mit ich hätte da noch ein paar fragen.

Gruß Torsten - sabtor.au@gmx.de
Pauker
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Moderator


Anmeldungsdatum: 26.05.2005
Beiträge: 7831
Wohnort: Schwäbisch Hall

BeitragVerfasst am: 11 Dez 2005 - 12:58:38    Titel:

So wie ich das sehe, ist das die Meinung eines Rechtsanwaltes. Wie sieht es mit Rechtssprechung aus?
Ein Ausschluss der Sachmängelhaftung, wenn Mängel bekannt sind, ist ja schon immer arglistige Täuschung.

Angeblich soll ein Haftungsausschluss nur möglich sein, wenn ich die Waren incl. Mängel ausführlich beschrieben habe.
Wie soll aber eine vollständige Aufführung von Mängeln erfolgen, die ich selbst nicht kenne. Ich bin doch Privatmann und nicht Computerfachhändler. Ich kenne das Innenleben meines Netzteils nicht und kann gar nicht beurteilen, ob es einen Macken hat oder nicht. Soll ich als Privatmann dafür gewährleisten wie ein Unternehmer?

Gruß
Menzemer
Stalafin
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Anmeldungsdatum: 11.12.2005
Beiträge: 280

BeitragVerfasst am: 11 Dez 2005 - 14:08:33    Titel:

Und wenn ich allgemein einen Tipp geben darf, der nichts mit Recht zu tun hat:
Stell *niemals* eine Email-Adresse in ein öffentlich einsehbares Forum, es sei denn, du hattest eh vor, die Emailadresse zu wechseln, oder Spam zu sammeln.

Schreib's besser so name[at]provider.de.
Dann sind schonmal die Bots draußen, die das Forum auf Email untersuchen.
Oder am besten - oer persönlicher Nachricht an den jeweiligen Benutzer.
lawww
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Anmeldungsdatum: 22.08.2005
Beiträge: 45
Wohnort: münchen

BeitragVerfasst am: 11 Dez 2005 - 14:08:42    Titel:

Hab auch eine Frage bezüglich ebay! Mein Vater hat als Privatmann drei Uhren und 12 Brillengestelle von jeweils verschiedenen Privatläuten über ebay zu sehr günstigen Preisen erworben. Als er die Geldüberweisung gleich im Anschluss an die beendete Auktion machen wollte, stellte er fest, es sind gar keine Kontodaten der verkäufer angegeben worden. Somit kann er die Sachen nicht bezahlen und hat dann den Verkäufern jeweils emails verschickt mit der Bitte um Kontodaten. Dies gschah vor drei vier Tagen und er erhielt keine Antworten und auch noch keine Sachen per Post.

Wir haben schon früher Sachen über ebay erworben und konnten sofort das Geld an die Verkäufer überweisen, da ihre Kontodaten angegeben waren. Sodann erhielten wr die Ware meistens gleich am nächsten Tag per versicherten Postversand zugeschickt.

Wie sollen wir aber diesmal vorgehen? Was machen wenn die Verkäufer sich gar nicht mehr melden, dürfen die das? Wir haben über email eine Bestätigung über den Erwerb des jeweiligen Produkts erhalten, kann es aber sein, dass sich der Verkäufer einfach so zurückziehen kann NACHDEM das produkt von ihm erworben wurde weil er den Preis für zu niedrig hält? Geht das so einfach?

Mein Dad und ich wären für Ratschläge dankbar!

GLG
Aikou
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Anmeldungsdatum: 08.12.2005
Beiträge: 10

BeitragVerfasst am: 11 Dez 2005 - 15:45:07    Titel:

Zu Fall 1: Wie gesagt wurde, Haftungsausschluss über diese Meldung immer unten in den Auktionsbeschreibungen sind absoluter Käse, ich lache mich immer krank was die du von sich geben. Durch "geltendes EU-Recht" sei das ja alles gegeben, sehr lustig. Mängelhaftungsauschluss gilt hier NUR für nachträglich eingetretene Mängel, die nicht schon ausführlich beschrieben sind. Sind keine Mängel in der Beschreibung enthalten, dann hat die Sache auch so zu sein ("wie abgesprochen"), alles andere liegt hierbei im Gefahrenbereich des VK. Nur der Garantieausschluss macht eigentlich Sinn, man braucht das aber nicht dazuzuschreiben, das wird ohnehin vermutet, bei Privatleuten in EBay. Ist er ein Unternehmer, dann muss er eh regulär haften.
Dennoch, wenn der Schaden erst bei dir entstanden ist, dann hast du ein Problem, denn es kann sein, dass sich innen die Grafikkarte auf dem Transport gelockert hat, die sich mich einem hässlichen Gestank verabschieden kann, allerdings würde ich mir mal die Verpackung ansehen. War die angemessen? Ist dein Gegenüber ein Unternehmer (wohl nicht, huh?), denn dann hättest du viel bessere Karten von wegen Gefahrenübergang. War die Karte richtig installiert? Oder wenn es an etwas anderem lag, war es transportsicher installiert? So müsstest du ihn eigentlich festnageln können. Wenn allerdings alles nachweislich in Ordnung war, dann wird's schwierig. Aber selbst dann ist wahrhscheinlich nur ein Einzelteil des PC's beschädigt und du musst den halt ersetzen. Ordentliche GraKa's sind nicht mehr sehr teuer, alles wird nicht verloren sein. Der Gutachter (nebenbei gute Idee!) wird das schon feststellen können. Zur Not schmieren Very Happy

zu Fall 2: Die Frage ist leicht, Very Happy Der hat rechtlich gesehen keine Chance, Kaufvertrag ist fix, die Schose mit dem §433I kennst du ja. Nebenbei solltet ihr ihn schriftlich (am Besten Fax) zur Leistung auffordern, dann kommt er nämlich in Verzug. Frist setzen, dann Anwalt her und das wird geregelt. Wenn's euch das wert ist....

Viele Grüße,
Ben
Pauker
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Anmeldungsdatum: 26.05.2005
Beiträge: 7831
Wohnort: Schwäbisch Hall

BeitragVerfasst am: 11 Dez 2005 - 15:57:59    Titel:

Und was bitte ist bei einer gebrauchten Sache "wie abgesprochen". Das Teil war u.U. in Ordnung als ich es verschickt habe. Jetzt raucht es nach kurzer Zeit beim Kunden ab. Eine Gewährleistungshaftung für Privatleute in diesem Fall, muss doch ausgeschlossen werden können? Immerhin lassen sich ja beide Seiten vertraglich darauf ein.

Was für einen Sinn macht dann die Sonderregelung beim Verbrauchsgüterkauf, nach der die Gewährleistung eines Unternehmers nicht zu Lasten des Verbrauchers eingeschränkt oder verkürzt werden darf, wenn doch auch der Verbrauch in vollem Umfang haften muss?

Gruß
Pauker
Aikou
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Anmeldungsdatum: 08.12.2005
Beiträge: 10

BeitragVerfasst am: 11 Dez 2005 - 17:36:31    Titel:

Was habe ich denn gesagt? Die Mängelhaftung ist nur ausgeschlossen, wenn die Sache bei Übergang mängelfrei war. Wenn der Computer nachweislich in Ordnung war, als er losgeschickt worden ist und auch ordnungsgemäß verpackt und gesichert (!) worden ist, dann haftet der VK auch nicht. "Wie abgesprochen" = wie es in der Beschreibung steht. Steht da was von Sachmängeln ist die Haftung für selbige ausgeschlossen, was auch alles ist, das durch den Satz "Mängelhaftung ausgeschlossen" bewirkt wird. Der Verbrauch haftet eben garnicht mehr, außer möglicherweise auf Mängel, die unsichtbar waren, das weiß ich gerade nicht so genau.
Wenn ich es nicht klar genug ausgedrückt hatte tuts mir Leid, sehe ich aber gerade nicht.

Viele Grüße,
Ben

EDIT: Ups, jetzt sehe ich erst, was du meintest: Zwischen Verbraucher und Unternehmer ist eine besondere Rechtslage zu beachten, die fast ausschließlich zugunsten des Verbrauchers greift, im Verhältnis zu privat-privat. Unternehmer - Unternehmer - Verhältnisse sind dann nochmal anders, aber da sind wir dann schon in einigen Fällen eher im HGB, wie ich vermute, da habe ich aber keine Ahnung mehr, bzw. noch nicht. Hier liegt doch aber ein privat-privat-Fall vor, also gibt es auch keine besondere Gefahrenverteilung. Unternehmer könnten aber eine Mängelhaftung nicht per Klausel ausschließen, das wär ja pervers. Daher ist es auch bei EBay sicherer, bei Geschäften zu kaufen als bei Privatleuten.
Pauker
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Anmeldungsdatum: 26.05.2005
Beiträge: 7831
Wohnort: Schwäbisch Hall

BeitragVerfasst am: 11 Dez 2005 - 22:19:14    Titel:

also gelten deine Aussagen nur für offensichtliche Mängel? Du schreibst nämlich die ganze Zeit nur allgemein von vorhandenem Mangel. Das abgerauchte Teil kann ja beim Verkauf mangelhaft gewesen sein, nur hat sich der Mangel eben erst später gezeigt. Da habe ich das Problem.
Ich bin der Ansicht, dass man für solche Fälle die Haftung ausschließen können sollte. Nur beim Verbrauchsgüterkauf (Unternehmer - Privatkunde) geht das eben nicht.

Gruß
Pauker
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