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Klassensprecher absetzten
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Ingo314
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Anmeldungsdatum: 10.07.2005
Beiträge: 522

BeitragVerfasst am: 12 Dez 2005 - 22:36:02    Titel:

ne mal ernsthaft, das mit dem Schulleiter stimmt, das hängt doch irgendwie mit Elternbeirat und so zusammen, irgendwie sind da die mehrheiten 3:2
Die schulseite hat irgendwie mehr zu sagen.
Der Klassensprecher soll ja nur in einem vorgegebenem rahmen die Klasse vertreten.
Das ist doch auch ein demokratisches Mittel.
S1
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Anmeldungsdatum: 05.06.2005
Beiträge: 349

BeitragVerfasst am: 13 Dez 2005 - 01:01:49    Titel:

Du musst innerhalb der Klasse die Vertrauensfrage stellen. Nach einem Fehlschlag gehst du zum schulleiter und bittest ihn den klassenverband aufzulösen. wenn er dies nicht tut, musst du zurücktreten. Und es gibt neuwahlen.

Tut er dies, musst DU Neuwahlen für die Klasse ansetzen (§23 mindestens inerhalb von 6 wochen)

Innerhalb dieses Wahlkampfes musst du fuer deine Position werben. Der lehrer wird für sich werben und seine entscheidung darlegen.

Wenn du genügend leute auf deine seite bringst, kannst du klassensprecher bleiben.


MFG S1
Pauker
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Anmeldungsdatum: 26.05.2005
Beiträge: 7831
Wohnort: Schwäbisch Hall

BeitragVerfasst am: 13 Dez 2005 - 01:03:56    Titel:

Hier hat ein Mensch ein Problem gepostet und ihn zu verarschen ist das Einzige was euch einfällt... das ist arm.

Gruß
Pauker
S1
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Anmeldungsdatum: 05.06.2005
Beiträge: 349

BeitragVerfasst am: 13 Dez 2005 - 01:06:36    Titel:

wenn du dann abgewählt wirst, kannst du dich aber elegant aus der affäre ziehen indem du sagst:

"Die Jenigen, die einen Wechsel im Amt des Klassensprechers wollten, sind grandios gescheitert. Ich verstehe nicht, wie der Klassenlehrer, so zuversichtlich, so arrogant gestartet, aus seinem desaströsen wahlergebnis einen Anspruch auf die ernennung des klassensprechers ableiten will.
Ich fühle mich bestätigt, für unsere Klasse, auch die nächsten vier jahre ein streitfreudiger Klassenführer zubleiben!"


MFG S1
Recht komisch
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Anmeldungsdatum: 22.07.2005
Beiträge: 1956
Wohnort: Ruhrgebiet

BeitragVerfasst am: 13 Dez 2005 - 17:32:52    Titel:

Was meine Vorredner vielleicht (hoffentlich?) zum Ausdruck bringen wollten, war, das sich bestimmte Konflikte wie der vorliegende nicht sinnvoll verrechtlichen lassen bzw. mit rechtlichen Kategorien weder zu erfassen noch zu lösen sind.
In so einem Fall auf die Rechtsordnung (zumal eine Schulordnung) zurückgreifen zu wollen, erscheint dementsprechend kontraproduktiv
alba_chiara
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Anmeldungsdatum: 13.12.2005
Beiträge: 6

BeitragVerfasst am: 13 Dez 2005 - 21:34:40    Titel:

Pauker hat folgendes geschrieben:
Hier hat ein Mensch ein Problem gepostet und ihn zu verarschen ist das Einzige was euch einfällt... das ist arm.

Gruß
Pauker


Find ich auch traurig, aber das ist mittlerweile in den meisten Foren so.
Iwan
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Anmeldungsdatum: 08.07.2005
Beiträge: 14

BeitragVerfasst am: 13 Dez 2005 - 23:11:42    Titel:

Klingt zwar wirklich alles putzig (und ist es ja auch irgendwo Wink ), rechtlich ist aber vielleicht doch mehr dahinter, als man auf den ersten Blick meint!
Nur die Tatsache, dass die Absetzung eines Klassensprechers durch seinen Lehrer nicht gleichberechtigt neben Art. 67, 68 GG in Vorlesungen vorkommt heißt noch lange nicht, dass sie automatisch im rechtsfreien Raum steht... Lest doch einfach mal [nehme mal an, der Schreiber ist aus Bayern] die http://www.realschule.bayern.de/bestimmungen/bestimm/RSO.pdf - ist eine normale RVO und das dazu passende ermächtigende Gesetz http://www.servicestelle.bayern.de/bayern_recht/recht_db.html?http://by.juris.de/by/EUG_BY_2000_Art89.htm und hier die Regelungen über den Klassensprecher http://www.servicestelle.bayern.de/bayern_recht/recht_db.html?http://by.juris.de/by/EUG_BY_2000_Art62.htm.
Dass ein Misstrauensvotum i.S.v. Art. 67 GG mit erheblich weitreichenderen Konsequenzen verbunden ist, mag es zu Unistoff machen. Schließt aber nicht aus, dass es auch im Kleinen geht.
Ergo, der Lehrer kann wohl keinen Klassensprecher absetzen - was für einen Sinn hätte dann eigentlich die Schülermitbestimmung?!?
Die Frage ist nur, was man sich von der Festsellung kaufen kann, dass der Lehrer kein kleiner Diktator ist. Deshalb einen Zwergenaufstand zu starten wäre zwar wohl lächerlich, aber "legal" wird dadurch der "Staatsstreich von oben" auch nicht...
P.S. Habe das Gesetz nur überflogen und kannte es - wohl wie alle anderen - auch nicht. Kann also was überlesen haben!
Recht komisch
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Anmeldungsdatum: 22.07.2005
Beiträge: 1956
Wohnort: Ruhrgebiet

BeitragVerfasst am: 14 Dez 2005 - 01:18:07    Titel:

Hihi, und ich dachte schon, wir hätten in NRW zu viele zu detaillierte Regelungen im Schulrecht in Form eines Parlamentsgesetzes, glücklicherweise jüngst vereinheitlicht.
Aber im Ernst: gewisse Parallelen gibt´s zu Art 67, 68 GG schon, nämlich insoweit, daß viele politische Vorgänge auch nicht im rechtsfreien Raum stattfinden (da gibt´s in der BRD ja nun nicht wirklich viele Sachbereiche, auf die das zutrifft), die betreffenden Vorgänge aber nur am äußeren Rand rechtlich erfaßbar und justitiabel sind und die dahinterstehenden rein politischen Vorgänge sich einer rechtlichen Bewertung im Ergebnis entziehen. Außerhalb von Klausuren ist die Frage "Wie ist die Rechtslage?" einfach manchmal schon falsch gestellt...
Pauker
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Anmeldungsdatum: 26.05.2005
Beiträge: 7831
Wohnort: Schwäbisch Hall

BeitragVerfasst am: 14 Dez 2005 - 12:57:11    Titel:

Die Frage ob ein Lehrer einen Klassensprecher absetzen darf, ist in DIESEM Fall aber die zentrale Frage. Und m.E. darf er das nicht.

Gruß
Pauker
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