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Objektivität der Professoren
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Ist bei den Profs in der Regel eine "Denkschule" ersichtlich?
Ja, keynsianisch
21%
 21%  [ 3 ]
Ja, neoliberal
35%
 35%  [ 5 ]
Ja, freiwirtschaftlich :lol:
21%
 21%  [ 3 ]
Ja, planwirtschaftlich
7%
 7%  [ 1 ]
Nein, objektiv
14%
 14%  [ 2 ]
Stimmen insgesamt : 14

Autor Nachricht
coffeinjunky
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Anmeldungsdatum: 27.07.2005
Beiträge: 3784
Wohnort: Europa

BeitragVerfasst am: 12 Dez 2005 - 20:57:02    Titel: Objektivität der Professoren

Hi Leute,

ich habe heute mal wieder festgestellt, dass es mit der Objektivität der Dozenten hin und wieder mal kritisch bestellt ist. Ich habe den subjektiven Eindruck, dass sich an meiner Uni irgendwie die Extrema treffen.

Da sind zum Beispiel zwei Profs, die sich eine Vorlesung teilen. Der erste ist soetwas wie Hans Werner Sinn in light und zugegebenermaßen sind nur seine Sprüche als nicht objektiv zu bemängeln, seine Lehre dagegen ist "sauber". Der zweite Prof wirft immer so komische Sachen in den Raum wie "Die Neokeynsianer haben (ideologisch) rein gar nichts mehr mit Keyns zu tun." oder "Die USA mit Allan Greenspan, ein Mensch, der Keynsianischer nicht sein kann, und was beobachten wir? Amerika geht es gut, sie haben..."

Ist das an allen Unis so extrem? Zugegebenermaßen wird jeder Prof einer Denkschule zugeneigt sein, doch muss man damit so hausieren gehen?

Beste Grüße
coffeinjunky
Mango
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Anmeldungsdatum: 04.12.2004
Beiträge: 1168

BeitragVerfasst am: 12 Dez 2005 - 21:04:32    Titel:

Also ich kann da eigentlich nicht klagen. Klar hat jeder Prof. ne Meinung, besonders in dem Gebiet, in dem er lehrt.
Aber es wird eigentlich immer sauber zwischen Lehre und persönlicher Ansicht getrennt.

Ach ja, der Prof, der Freiwirtschaftler is, den möcht ich sehen ^^
coffeinjunky
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Anmeldungsdatum: 27.07.2005
Beiträge: 3784
Wohnort: Europa

BeitragVerfasst am: 13 Dez 2005 - 10:16:38    Titel:

Mango hat folgendes geschrieben:
Ach ja, der Prof, der Freiwirtschaftler is, den möcht ich sehen ^^


Damit kann ich dienen!

http://de.wikipedia.org/wiki/Bernhard_A._Lietaer

Beachte auch: http://www.futuremoney.de/
S1
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Anmeldungsdatum: 05.06.2005
Beiträge: 349

BeitragVerfasst am: 13 Dez 2005 - 12:15:54    Titel:

ich hatte mal nen lehrer, der hat gesagt, dass wenn die DDR bessere startbedingungen gehabt haette, haette sie wirtschaftlich laenger ueberleben koennen. Das prinzip sei eigentlich gar nicht so schlecht gewesen....^^

MFG S1
Guido
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Anmeldungsdatum: 08.06.2005
Beiträge: 717
Wohnort: Süddeutschland

BeitragVerfasst am: 13 Dez 2005 - 13:09:10    Titel:

Ja, ja mit der Objektivität tun sich Sozialwissenschaftler notgedrungen schwer. Denn Sozialwissenschaften (dazu zählen auch die WiWi-Fächer) sind von ihrer Natur her nicht objektiv. In ihnen gibt es i.d.R mehrere "Schulen", die zum Teil gegensätzliche Ansichten darüber vertreten, was denn nun Sache ist oder nicht. Mit greifbaren, messbaren und längerfristig stabilen "Wahrheiten" können Sozialwissenschaften nun mal kaum dienen (es sei denn bei Trivialerkenntnissen). Daher halte ich es auch für unangebracht, von einem Prof sowas wie Objektivität zu fordern.

Seine Aufgabe ist erfüllt, wenn er seinen Studierenden vermittelt, dass es mehrere "Glaubensrichtungen" gibt, wodurch diese sich unterscheiden und dass man sich selbst eine Meinung zu bilden hat. Wie jeder andere SoWi eben auch.
Mango
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Anmeldungsdatum: 04.12.2004
Beiträge: 1168

BeitragVerfasst am: 13 Dez 2005 - 14:55:02    Titel:

Seh ich anders.

Ziel, zumindest in VWL, ist es eben nicht, die "Glaubensrichtungen" durchzudiskutieren, sondern dir das Handwerkszeug zu geben, diese selbst zu untersuchen und zu beurteilen.
Und positive "Wenn - dann"-Aussagen sind analytisch beweisbar und haben somit nichts mit ideologie zu tun. Und welche Annahmen du reinsteckst, das ist dir selbst überlassen.
Wenn ich da z.B. an Wipol denke... ob Du nun einen allwissenden wohlwollenden Planer oder eine Marktwirtschaft mit vollkommenen Märkten hast ist vom ergebnis her das selbe.
Interessant wirds dann halt, wenn Du die Annahmen lockerst. Aber es bleibt immer "wenn-dann".
pyrotes
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Anmeldungsdatum: 04.08.2005
Beiträge: 38

BeitragVerfasst am: 13 Dez 2005 - 16:36:10    Titel: Re: Objektivität der Professoren

coffeinjunky hat folgendes geschrieben:

Da sind zum Beispiel zwei Profs, die sich eine Vorlesung teilen. Der erste ist soetwas wie Hans Werner Sinn in light und zugegebenermaßen sind nur seine Sprüche als nicht objektiv zu bemängeln, seine Lehre dagegen ist "sauber". Der zweite Prof wirft immer so komische Sachen in den Raum wie "Die Neokeynsianer haben (ideologisch) rein gar nichts mehr mit Keyns zu tun." oder "Die USA mit Allan Greenspan, ein Mensch, der Keynsianischer nicht sein kann, und was beobachten wir? Amerika geht es gut, sie haben..."


Hehe das Beispiel kommt mir doch arg bekannt vor Smile. Als so schlimm erachte ich das aber nicht, solange der Dozent zwischen der Lehre und seiner eigenen Meinung trennt, was dieser Dozent meiner Meinung nach auch tut. Vielleicht liegt es auch daran dass ich ähnlicher Meinung bin wie er, zum Beispiel wenn er sagt es werde heute zuwenig um Umverteilung diskutiert. Ich stehe der ganzen allgemeinen Lehrmeinung auch ein wenig kritisch gegenüber (nicht jedoch ohne dieser eine gerechte Chance zu geben)
Ich sehe das ähnlich wie Guido, wirklich objektiv kann eine Sozialwissenschaft nicht sein. Allein schon die Auswahl der Forschungsfelder ist stark subjektiv beeinflusst. Und eine komplett objektive Sozialwissenschaft - wenn es so etwas überhaupt gibt - geht auch am Forschungsfeld vorbei. Rein objektiv kommt man kaum zu verwertbaren Ergebnissen.
coffeinjunky
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Anmeldungsdatum: 27.07.2005
Beiträge: 3784
Wohnort: Europa

BeitragVerfasst am: 13 Dez 2005 - 18:37:16    Titel:

Hi pyrotes,

lange nicht mehr gesehen äh geschrieben. Gesehen kann ich ja nicht mit Sicherheit sagen. Wie gefällt es dir in deiner Wahluni?

Aber zurück zum Thema: ich finde es ja nicht schlecht, was er macht. Aber ich finde, man muss nicht unbedingt wie mit einem Laternenpfahl auf die Denkschule aufmerksam gemacht werden.

Was ich aber nett fand, war die Bemerkung zur Protoökonomik des Tausches vs. der Protoökonomik der Produktion.

Allerdings finde ich seine Entscheidung die VGR-Konten nicht mehr einzuführen sehr fatal. Na klar reicht es, wenn man in etwa weiß, wie... aber dafür studiere ich dieses Fach nicht. Ich will es genau wissen. Aber gut, egal.
coffeinjunky
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Anmeldungsdatum: 27.07.2005
Beiträge: 3784
Wohnort: Europa

BeitragVerfasst am: 15 Dez 2005 - 16:40:23    Titel:

Guido hat folgendes geschrieben:
Ja, ja mit der Objektivität tun sich Sozialwissenschaftler notgedrungen schwer. Denn Sozialwissenschaften (dazu zählen auch die WiWi-Fächer) sind von ihrer Natur her nicht objektiv. In ihnen gibt es i.d.R mehrere "Schulen", die zum Teil gegensätzliche Ansichten darüber vertreten, was denn nun Sache ist oder nicht.


@Guido

Nur mal so eine Frage nebenbei: In den Wirtschaftswissenschaften kann man die Denkschulen ja grob in vier fünf Gruppen einordnen. Ist dies in den restlichen Sozialwissenschaften auch so? Ich habe hin und wieder das Gefühl, dass es dort sehr viel mehr Richtungen gibt, oder ist dies nur die Wahrnehmung eines Laien?

Edit: wer outet seien Prof denn als Planwirtschaftler?
ppoldi
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Anmeldungsdatum: 06.09.2005
Beiträge: 2445

BeitragVerfasst am: 15 Dez 2005 - 16:49:25    Titel: Re: Objektivität der Professoren

coffeinjunky hat folgendes geschrieben:
Hi Leute,

ich habe heute mal wieder festgestellt, dass es mit der Objektivität der Dozenten hin und wieder mal kritisch bestellt ist. Ich habe den subjektiven Eindruck, dass sich an meiner Uni irgendwie die Extrema treffen.

Da sind zum Beispiel zwei Profs, die sich eine Vorlesung teilen. Der erste ist soetwas wie Hans Werner Sinn in light und zugegebenermaßen sind nur seine Sprüche als nicht objektiv zu bemängeln, seine Lehre dagegen ist "sauber". Der zweite Prof wirft immer so komische Sachen in den Raum wie "Die Neokeynsianer haben (ideologisch) rein gar nichts mehr mit Keyns zu tun." oder "Die USA mit Allan Greenspan, ein Mensch, der Keynsianischer nicht sein kann, und was beobachten wir? Amerika geht es gut, sie haben..."

Ist das an allen Unis so extrem? Zugegebenermaßen wird jeder Prof einer Denkschule zugeneigt sein, doch muss man damit so hausieren gehen?

Beste Grüße
coffeinjunky


wie macht man den als Zentralbanker keynsianische Politik ?
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