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Deutschland, das Land der 1-Euro-Jobber
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AndreasCK
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Anmeldungsdatum: 03.01.2006
Beiträge: 16

BeitragVerfasst am: 03 Jan 2006 - 11:55:09    Titel: Deutschland, das Land der 1-Euro-Jobber

Die erschreckend hohe Arbeitslosigkeit ist die Folge der Umsetzung in die Tat der krankhaften Ideen, die grenzen an Wirtschaftskriminalität. Die Volksparteispitzenpolitiker können davon überraschend gut leben, nur die Minijobber, Arbeitslosen haben praktisch keine Handlungsspielräume.

Die Volksparteien wurden ein bisschen abgewählt und trotzdem haben sie hin vor, nur das Volk weiter abzuzocken. Jetzt u.a. durch die geplante indirekte Anhebung von Steuersatz (Mehrwertsteuererhöhung), der auf dreiste Weise praktisch nur die Ärmste und die Binnennachfrage treffen wird.
Diese und schon gebilligte Gesetze verursachen, dass die Arbeitsauswandkosten des Arbeitsnehmers und sein Nettolohn gefährlich näheren sich zum "Break-even-point" und der selbst arbeitende für sein Einkommen wird die Verluste erleiden. Und dadurch verschwindet ökonomischer Sinn der Arbeit für Arbeitnehmer – schlimmer noch, es droht "Armut trotz Arbeit", weil immer schwerer der notwendige Lebensunterhalt aus dem Lohn bestreiten ist!
Das Ganze nur um u.a. den Steuerausfall nach Steuergeschenken für Spekulationskapital, die hunderte Milliarden Euro schon kosten, auszugleichen.

Und das alles "dank" dem Ex-Medienkanzler.
Sein "Kampf" mit "Arbeitsunwilligen", der er u.a. im Rahmen der sog. "Jahrhundertreformen" durchgebracht hat, die machen fertig "keine individuellen Opfer, sondern sind auf die Schädigung der Allgemeinheit ausgerichtet" (u.a. die leeren Staatskassen nach Steuergeschenken für die Wohlhabenden -"Kumpels", Gesundheitsberaubung, Massenarbeitslosigkeit).
Und obwohl dieser "Kampf" durch die zurzeit geltenden Gesetze, trotz der rechtlichen Bedenken, abgesichert ist (was wegen 12-jähriger III-Reich-Episode sollte es niemandem täuschen)
hatte "Sein Kampf" die Merkmale der angewandten Wirtschaftskriminalität.
Leider nicht nur die Diktatoren leeren die Staatkassen oder führen die Staaten zu Grunde.

Also, Ausbeutung des Volks passiert mit System und auf zentrale Anweisungen!

Als Dankeschön, die Firmen nicht nur weiter rausschmeißen die Arbeitnehmer, aber auch um die noch höhere Gewinnspannen zu erreichen, Lohnkürzungen und unbezahlte Mehrarbeit erzwingen.
Und das alles in den, von den Volksparteispitzenpolitikern ausgearbeiteten, Rahmenbedingungen (sog. "Jahrhundertreformen"), um nach der politischen Karriere die hoch bezahlten Posten in der Wirtschaft zu kriegen (Schröder-Fall)!

Unter solchen, nur für Volksparteispitzenpolitiker-Kumpels zugeschnitten Rahmenbedingungen, der angewandte Neoliberalismus in der Bundesrepublik verursachte schon, dass fast 20 Mio. von Mitbürger, die ohne die soziale Unterstützung kaum auskommen können.

Trotz der verschönten Statistiken, für ca. 5 Mio. registrierten Arbeitslose, besteht leider praktisch keine Möglichkeit sein Arbeitslosendasein zu beenden, weil in Deutschland 6 bis 8 Mio. Arbeitsplätze fehlen.
5 Mio. Arbeitslosen kann auch nicht auswandern um die Arbeit im Ausland zu suchen, was jetzt propagiert ist.
Zwar z.B. Kanada will in den nächsten fünf Jahren, wegen Arbeitskräftemangel (sic!), jedes Mal 300 000 Einwanderer ins Land holen, aber es gibt rein rechnerisch nur 1,5 Mio. Arbeitsplätze.
Und der Rest der Welt sucht ein paar tausend der Fachkräfte, deren auch in Deutschland fehlt. Und das war's.

Zum Vergleich: In der Antike sogar die Sklaven erhielten den Lohn für ihre Sklavenarbeit, den sie sparen konnten um sich freizukaufen!!!
Heutige Arbeitsklaven, euphemistisch als 1-Euro-Jobber genannt, haben praktisch keine Möglichkeit die reguläre Arbeitsstelle zu kriegen, um seine Existenz zu sichern. (Was bestimmt heutzutage die Freiheit!)

Also: in Not kann man immer geraten. Aber in der Berliner Bundesrepublik aus der Not heraushelfen ist kaum möglich: Einmal Arbeitslos jetzt praktisch für immer 1-Euro-Jobber!

Das waren keine Tsunami-Katastrophe, Katrina-Hurrikan oder anderes Naturdesaster, die solche Wirtschaftspolitische Auswirkungen in der Berliner Bundesrepublik verursachten.
Obwohl nach genauem hinsehen kann man die "politische" Desaster, die katastrophale Wählergunst, erkennen, die kann man mit Vornahmen Helmut und Gerhard verbinden.

Diese schockierenden Wirtschaftsmissstände in Deutschland sind Nachwirkungen der eigenartigen "Wirtschaftstransformation", die grenzt an Wirtschaftskriminalität, und begann schon während Kohl-Regierung.
Und gleich danach hat der Arbeitsmarkt und dann Binnenmarkt schwanken angefangen, als Folge der Finanzierung der deutschen Einheit durch die Plünderung der Sozialkassen, um u.a. die Unternehmer nicht zu belasten.
Auch damals wurde die Arbeitszeit "entnazifiziert" bis 60-Stundenwoche. (Wie viele andere Gesetze, 48-Stundenwoche seit III-Reich in Kraft war, aber gerade diese 48-Stundenwoche das Spekulationskapital in die Augen stach).
Auch damals wurden die Unternehmer politisch ermutigt, es wurde ihnen sogar empfohlen - die älteren Arbeitnehmer aus dem Unternehmen zu feuern, um den Platz für den Berufsanfänger zu machen.

Als Folge: sank die Binnenkaufkraft was wieder verursachte weiterer Zuwachs der Arbeitslosigkeit, auch die Jugendarbeitslosigkeit.

Leider die Wirtschaft macht nichts so kaputt, wie ein medial "gesunder", aber unökonomischer – denn ohne die Berücksichtigung späterer Folgen, sog. "Menschenverstand" von Volksparteispitzen und ihre Berater.

Siebenjährige Medienkanzlerschaft.

Der Ex-Medienkanzler hat, im Rahmen seines "Kampfs" mit "Arbeitsunwilligen", rechtlich perfektionierte diese Maßnahme und einem Direktoren von VW empfohlen, die sog. Hartz-Reformen zu verfassen.
Und obwohl, der Medienkanzler selbst wollte später mit besonders Hartz-IV nicht mehr zu tun haben, aber seine Ziele dieses Vorgehen schon erreichte, und wie während des III-Reiches mit Davidssterne so jetzt die Arbeitslose als "Arbeitsunwilligen" mit Etikette ALG-II (Hartz-IV-Empfänger) markiert sind.
Natürlich das ist nicht das Ende. Ein "Paladin" und "Erfinder" des 1-Euro-Jobs verstieg sich zu der Behauptung, dass die Arbeitslosen: Abzocker, Sozialschmarotzer und Parasiten sind.
Nach diesen Mustern, konnte man behaupten, dass u.a. die Zwangsarbeiter selber Schuld sind, weil sie zu langsam waren, um die Razzia zu entkommen. (Paranoia!)

Bedauerlicherweise die soziale Spaltung, die Demokratie gefährdet, fand schon statt und jetzt ist ein Versuch politisch auf rechtsextremer und faschistoider Art und Weiser, die an niedrigste Instinkte appelliert, um ein im III-Reich erprobte Vorgehen diesmal gegen die Arbeitslose durchzusetzen, die wieder durch Staatsgewalt rechtfertigt ist!

Es ist erschreckend, dass nur eine Linkspartei die Strafanzeige gegen damaligen Bundeswirtschaftsminister (SPD), wegen u. a. Volksverhetzung, Verleumdung und üble Nachrede erstattet hat, und nicht von Amts wegen der Hetze auf die ärmsten Menschen unserer Gesellschaft, die ist außerdem abstoßend und an III-Reich-Propaganda erinnert, erhoben worden. (Leider diese Verleumdung ist kein üblicher Antisemitismusvorwurf für Staatsanwaltschaft!)

Also, als ein nächster Schritt kann man nun eine "endgültige" Endlösung des Problems wertlosen oder zumindest überflüssigen, weil ausgebeuteten "Gen-Träger" (bleibend schon bei biologischer Terminologie) erwarten. (So was wie die Wannseekonferenz, 1942!)

Übrigens der Vorwurf des angeblichen Hartz-IV-Missbrauchs basiert auf Unkenntnis und unseriösen (wenn nicht mit krimineller Energie ausgeführten) Berechnungen.
Anderseits das Scheitern der Hartz-IV-Reform war auch dadurch vorprogrammiert, weil die Kommunen die Hartz-IV Reform erst nach einem Kuhhandel akzeptierten, wenn sie praktisch alle Sozialempfänger zu Hartz-IV verschieben konnten.

Es wurde auch den Mangel an gesetzlichem Mindestlohn in Deutschland unberücksichtigt, was verursachte, dass die Geringverdiener, deren Monatseinkommen unter der Alg II-Grundsicherung liegt – die Differenz als ergänzende Hilfe beantragen können

Also alles legal und kein Missbrauch!

Medienkanzler-Erblast:

"Die Freiheit besteht darin, dass man alles tun kann, was einem anderen nicht schadet". Auch die neoliberale Wirtschaftspolitik darf die Staatskassen nicht leeren, oder sogar nur ein Teil der Arbeitsnehmer in die Arbeitssklaven zu verwandeln.

Es ist schon aus der Pharaonenzeit klar, dass der Staat ein größter Arbeitgeber ist. Aber dazu muss er die vollen Staatskassen haben.
In den USA bis heute direkt und indirekt ist dies praktiziert, durch Subventionen und leider militärische ausgaben (auch Angriffskriege) und auf Kosten des Rests der Welt, die finanziert dabei entstandenen Defizit. (Auch "Stupid German money")

Erst "Trial-and-Error, dann Korrektur" wie im Hartz-IV-Reform-Fall - so kann man Lotto spielen, und nicht das Land regieren.
Die Regierung muss "die Dinge rechtzeitig herannahen sehen und sich darauf einrichten".

Wie schon das, der Ex-Medienkanzler Schröder: der Drahtzieher der Arbeitsplätze vernichtenden Rahmenbedingungen und Krach der Staatsfinanzen, kläglich beklagt hat, zwischen Börsenkursanstieg und Arbeitsplatzzuwachs gibt es keine proportionale Zuordnung. Aktuell ist es sogar eindeutlich antiproportional.
Sein Appell an die Großindustrie u.a. über eine Verantwortung für Standorte und Arbeitsplätze und nicht nur die Maximierung des Gewinns als das einzige Kriterium für ein Unternehmen zu haben – zeugt nur über seine ökonomische Ignoranz.
Der Politiker muss gewolltes durch Rahmenbedingungen erzwingen und nicht mit "ruhiger Hand "auf so was hoffen!

Dass die Volksparteien ein Mist gebaut haben, das sieht man mit bloßem Auge.
Doch sind die Länder, wo die Arbeitsplätze produziert und nicht vernichtet sind und wo die hohe Steuer stört der Wirtschaft (dem Sozialstaat) nicht wie hierzulande der Volksspitzenpolitiker, die für ihr Tun nicht verantwortlich gemacht werden, solange das nur im Interesse des Spekulationskapitals ist.
Den regierenden, aus Berlin, Volksparteien, es ist praktisch Massenarbeitslosigkeit in Deutschland zu meistern gelungen, statt die Arbeitslosigkeit zu halbieren, wie es Ex-Medienkanzler der Wähler täuschte.

Laut OECD-Studie, Deutschland ist schon ein Niedrigsteuerland.
Das Quatschen u.a. des Arbeitgeberpräsidenten, dass die Steuern, Löhne und die staatlichen Ausgaben sinken müssen, damit der Sozialstaat nicht zu Grunde kam, man kann sich noch erklären, schließlich er kriegt dafür sein Geld und macht das für seine Manager-Kumpels.
Um ohne die Investitionen und trotz der Dekapitalisierung und die zurückgeführte Restrukturierung, durch das Rausschmeißen von Arbeitnehmer, Spekulationsverluste die Dividende für Aktionäre zu maximalisieren, natürlich auf Kosten der Normalsteuerzahler.

Auch die mittelalterliche Weltanschauung über die Arbeit, als biblische Strafe oder sogar eine krankhafte Träumerei über moderne Arbeitssklaverei (1-Euro-Jobber), kann hier eine Rolle spielen.
Alle solche Maßnahmen sinken nur die Binnennachfrage.
Der Exportzuwachswahnsinn wächst weiter, die Binnenkonjunktur springt nicht an und die Staatskassen sind immer mehr leer.
Also, der Exportwahn belastet den Binnenmarkt und macht aus Deutschland eine "Bananenrepublik".

Besonders in der Berliner Bundesrepublik ist es zu sehen, dass der Reichtum von Wohlhabenden auf der Verarmung der Bevölkerung basiert. Also bereichern sie sich und leben bewusst auf Kosten der verarmenden Bevölkerung.

Hartz-IV kostet den Staat fast das Doppelte.
Niemand hat berechnet wie viel kostet der Zuverdienst den ALG-II-Bezieher als 1-Euro-Jober. Es ist ganz Möglich, dass 1-Euro-Job verursacht mehr Kosten als bringt in die Tasche.
Außerdem 1-Euro-Jobs verstärken das Lohndumping, was wieder leert die Staatskassen.

Solche Ausbeutung gilt auch z.B. in Gesundheitswesen. Nach der sog. Gesundheitsreformen, dem Volk nur im 2004 wurde für 4 Mrd. Euro die Gesundheit geraubt. Dieses Geld ausbeutete die Pharmaindustrie, die will noch mehr und wieder verkünden die Krankenkassen Beitragserhöhungen.
Die Bundesregierung geht noch weiter und sogar klagt gegen das EU-Tabakwerbeverbot u.a. mit der Begrünung: Die EU hat keine Kompetenz zur Vereinheitlichung der Gesundheitspolitik. Gerade Passivrauchen fordert mehr Tote als der Gebrauch von illegalen Drogen. Aber hat jemand von Drogensteuer gehört?
Die Unfähigkeit der Politiker zur Durchführung der Gesamtrechung: Tabaksteuer – Gesundheitskosten (in Euro) macht solche Exzesse und Gesundheitsberaubung diesmal von Passivraucher möglich.

Ex-Medienkanzler Einstieg beim deutsch-russischen Pipelinekonsortium kann fatale Folgen für die Gasversorgung haben.
Erstens: Es ist nicht sicher in welche Richtung das Gas fließen wird. (Die Arbeitslosenquote versprach er auch zu halbieren!)
Zweitens: Fast sichere Finanzpleite des Konsortiums (Hartz-IV-Kosten) - und dann nur als Folge: die Gaspreiserhöhung, was natürlich das Spekulationskapital wird freuen.

Das ist eine Schande, dass erst eine Perspektive einer Million Euro für die Aufwandsentschädigung brachte das Volk zum "Aufstand" und nicht seine 7-jährige Abzocke- (Volk) und Klientelpolitik (Globalkapital), Folge: leere Staatskassen, Zuwachs der Arbeitslosigkeit, Gewinnexplosion für Spekulationskapital...

Angie-Eröffnungsbilanz?

Im Ausland und in Medien ist die Bundeskanzlerin Merkel schon als ein Krisentalent darstellt, aber hierzulande leider setzt sie das Werk der Ausbeutung des Volks fort, statt der gemeinsam Reichtum zu erzwingen!
Dazu kann sie ganz gut die Mutmacher-Sprüche quatschen.

Und wieder wächst uns diesmal die Medienkanzlerin, obwohl mit versprochener Entlastung Deutschlands bei EU-Haushalt 2007 - wie mit Schröders Arbeitslosenhalbierung ist.
Eine Frau als Bundeskanzlerin, das soll kein journalistisches Kuriosum sein, mit der Hoffnung, dass ihr Gott helfen wird.
Sie muss auch ökonomische Folgen ihre Entscheidungen berücksichtigen und einen Unterschied zwischen Netto und Brutto im Kopf haben.

Die MedienkanzlerInnen-Reformen erinnern immer mehr an die Gorbatschow-"Perestroika", dann war nur unvermeidliche UdSSR-Zerfall (und Friedensnobelpreis, sic! - Obwohl erst dann ein paar Kriege ausbrachen was man auch vorhersehen konnte!), oder zumindest an die Verhältnisse wie in der DDR vor dem Niedergang.

Die Zukunftsangst treibt die Sparquote nach oben, was zusätzlich schwächt die Binnenkaufkraft. Hohes Wachstum und fast Vollbeschäftigung haben gerade diese Staaten, wo der private Verbrauch boomt und der Export ist so was wie eine Verlängerung dieses Wirtschaftzustands.

Es ist evident, dass die deutsche Exportweltmeisterschaft lähmt das deutsche Wachstum. Schließlich die Bananenrepublik braucht vor allem die Arbeitssklaven aus dem Niedriglohnsektor um die Bananen zu ernten und nicht die Bananen zu verspeisen. (Mit andren Worten: Jede gefressene Banane, durch den Arbeitsklaven, hemmt den Exportzuwachswahnsinn!)

Deswegen es ist wichtig ökonomische Gesamtrechung des Exportwahns zu machen und nicht nur einer Milchmädchenrechnung der Benefizianten des Exportwahns glauben.

Um das Angie-Debakel vorzubeugen:

Es muss die faktische Möglichkeit das Arbeitslosendasein beenden sein. Der sozial geregelte Niedriglohnsektor ist de facto staatliche Arbeitsklavenhaltung.

Am Anfang 2005 war das eine große Schadenfreude, dass ein Bekannter oder Nachbarn ein ALG-II- Bezieher ist. Aber jetzt wenn immer mehr Leute kriegen Lohnkürzungen und unbezahlte Mehrarbeit, das sieht die Sache ganz ernst.
Die Existenzangst erreicht sogar die Beamten und Ärzte. Schlechte Arbeitsbedienungen, Zukunftsaussichten treiben die Ärzte sogar auf die Straße.

Es ist so was wie Agrarreform des Arbeitsmarkts nötig. Es ist klar, dass wenn immer weniger der Bevölkerung arbeitet in regulären Arbeitsverhältnissen, und Rest ist Arbeitslos – das schadet auch den Staatskassen.
Die Arbeitszeitverlängerung dient nur dem Spekulationskapital. Es ist dringend notwendig die Gesamtrechung durchzuführen, um festzustellen, wie die Arbeitszeitverkürzung (30-35 Stunden pro Wochen) beeinflusst der Binnenmarkt und füllt die Staats- und Sozialkassen aus?

Auch im Straßenverkehr verursacht die Geschwindigkeitsbegrenzung und Geschwindigkeitsverstoßbestrafung, dass mehr Leute das Ziel erreichen.
Die Flexibilität ist de facto ein Deckmantel für die Managementmisswirtschaft!

Wer längere arbeitet, soll deutlich erhöhte Steuern zahlen, weil er den anderen die Arbeit wegnimmt. Aus diesem Grunde soll auch solche Arbeit für Arbeitgeber teuere sein. (zumindest um über das Vielfache höher Arbeitslosenversicherung!)

Noch mal die Fakten:

Trotz der verschönten Statistiken, für ca. 5 Mio. registrierten Arbeitslose, besteht leider praktisch keine Möglichkeit sein Arbeitslosendasein zu beenden, weil in Deutschland 6 bis 8 Mio. Arbeitsplätze fehlen.

Besonders zynisch ist ein Argument, dass erst in ein paar Jahren die Reformen richtig einspringen. Das Problem ist, dass so konnte man ein gewisser Österreicher als Urvater der EU nennen, der durch die Kriegzerstörungen die Grundlagen für gemeinsames Europa erzwang.

Die Arbeit ist keine biblische Strafe, aber meistens einzige Geldquelle für die Mitbürger, die können nicht rauben oder tricksen, um den Lebensunterhalt zu bestreiten.
Deswegen sozial geregelter Niedriglohnsektor, statt des gesetzlichen Mindestlohns (existenzsichernde Löhne), der auch die Sozial- und Staatskassen wird ausfüllen, verstößt gegen die Menschenwürde. Die Arbeit muss als die Geldquelle traktiert werden und einen ökonomischen Sinn für Arbeitenden haben!

Erst "gleicher Lohn für gleiche Arbeit am gleichen Ort" macht das ausschmeißen ältere Arbeitnehmer sinnlos.
Andernfalls hat einen wirtschaftlichen Sinn "Generationenaustausch" der Arbeitnehmer. Neu beschäftigten kann man jetzt viel weniger bezahlen.

Die Forderung der sozialen Verantwortung von Großkonzerne, zeugt nur vom ökonomischen Schwachsinn der Volkspolitiker.
Die Firmeninhaber oder Manager sind manchmal blöd, aber sicher, auf kurze Sicht, keine ökonomische Idioten. Wenn die Staatsgewalt ermöglicht ihnen die Arbeitnehmerausbeutung, das tun sie das. Rauschmeißen, Lohndumping, Mehrarbeit ohne Entgeltung macht die Gewinnexplosion, ohne riskante Investitionen, erst möglich.
Natürlich solche de facto staatlich unterstütze Wirtschaftskriminalität bringt leere Staatskassen, Verarmung der Bevölkerung, aber was schlimmer noch wird Standort-Deutschland, im Lande der überwiegend 1-Euro-Jobber, immer weniger attraktiv für Investitionskapital!!!

Das Spekulationskapital spielt anders, das nimmt mit, was geht, und wandert weiter plündern.

Ist das Gerecht? Die Ungerechtigkeit ist so lange ein Gesetz bis eine andere Staatsmacht oder politische Formation das nicht ändert!
Und dabei die Farbe der Fahne oder Gaumen der Politiker ist nicht so wichtig, wie zeigt das Chinas wirtschaftliche Entwicklungsexplosion.

Bei diese Gelegenheit, nur 22% Arbeitslose die Linke wählten.
Ob tatsächlich nur 22% Arbeitslosen will die reguläre Arbeit finden und dem Rest scheint das egal zu sein, oder sie mit 1-Euro-Job zufrieden sind?
Deutschland hat die Volksparteien ein bisschen abgewählt, aber trotzdem zusammen ca. 70% der Wähler haben sie gewählt.
Also die Farbefahne ist für 70% der Wähler wichtiger als Arbeitslosendasein zu beenden!

Wenn als Steuergeschenk 1 Mio. Euro Firmenbesitzer oder Aktionär kriegt, das dieses Geld ist für deutschen Binnenmarkt verloren. Nicht selten, als "Stupid German money" unterstützte der USA-Binnenmarkt
Wenn es kehrt nach Deutschland zurück, das meistens um Spekulationsverluste geltend zu machen, um noch auf dieser Art und Weise der Normalesteuerzahler auszubeuten.
Jedoch diese 1 Mio. Euro ausgezahlt als Lohn für z.B. 1 000 Arbeitnehmer füllt die Staatskassen und das mehrmals aus. Vor allem als Lohnsteuer, Sozialabgaben und ganz Möglich dazu noch Kaufrausch. Also – Kaufkraft, was kommt dem Binnenmarkt zugute.
Und so die Firmen können den Gewinn erwirtschaften und das ohne Klientelpolitik der Volkspitzenpolitiker.
Aber solche wirtschaftliche Fakten sind für die Volkspitzenpolitiker kaum nachvollziehbar. Und außerdem, wenn sie keine Klientelpolitik machen, dann kriegen sie keine hoch bezahlten Posten in der Wirtschaft! (Schröder-Fall)

Man sieht schon, dass dieser wirtschaftliche Missstand die neue Medienkanzlerin nicht beseitigt.
Wie Marie-Antoinette empfahlt: "Die Kuchen, statt des Brods", sie wird 1-Euro-Job oder Minijob statt einer reguläre Arbeitstelle empfehlen.
Man muss sagen, dass in Deutschland noch nicht die vorrevolutionäre Verhältnisse sind, um die Politiker, die 1-Euro-Jobbs befürworten, los zu werden, aber die Verhältnisse, die Vorposten der IV-Reich kündigen an, kann man schon sehen.

Clements letzter Amoklauf im Amt, bestätigte es, dass bei der Idee sog. Hartz-IV-Reform das "Vorgehen" in dem III-Reich doch nachahmte.
Wenn schon ein Begriff "parasitäres Verhalten" wurde gebraucht, dann wundert es nicht, dass für die Alg-II-Bezieher, nach die Markierung mit einer Hetz-Etikette: Hartz-IV – jetzt die Endlösung kann kommen.
Also, die Alg-II-Bezieher sind, nach dieser Meinung, so was wie die überflüssige menschliche "Gen-Träger", die nur Widerholung von Wannsee-Konferenz-Bestimmungen aus dieser Welt schaffen kann.
(Schließlich Wannsee-Konferenz wo physische Vernichtung sog. "Unnützigen" vereinbart wurde, fand erst drei Jahre vor dem Ende des "III-Reichs" statt.
Vor 60-70 Jahren schien auch das ähnliche Horrorszenario als unmöglich zu der Verwirklichung!)
Jetzt wurden schon drei wichtige Schritte in dieser Richtung gemacht.
– Die hausgemachten Arbeitslosen wurden als Arbeitsunwillige mit Hetz-Etikette Hartz-IV-Empfänger markiert.
– Auch wurden sie schon als " Abzocker, Sozialschmarotzer und Parasiten" (Clements letzter Amoklauf im Amt) beschimpft.
– Sogar für die Bundskanzlerin ist ohne Zweifel die erschreckend hohe Arbeitslosigkeit ein Problem, aber weiter macht sie alles um sie noch zu vermehren.
Aber die Staatskassen sind kein Fass ohne Boden. Schon jetzt braucht fast 20 Mio. Mitbürger die Soziale Unterschützung.
Die ganze Misswirtschaft macht manchmal der Politiker stark für Vorteilsnahme verdächtigt. So dumm kann kein Politiker, um nur die Arbeitslosigkeit zu produzieren, sein!

Um Hartz-IV zu rechtfertigen, wurde die Propaganda mit "Eintag-TV-Arbeitsunwilligen" gemacht. (Die Arbeitswillige waren in der TV-Propaganda abwesend.)
Nach Ausbeutung von Kindergroschen und Alterversorgung, ist jetzt versucht, weil fehlt in Deutschland 6-8 Mio. Arbeitsplätzen, die Arbeitsuchenden im Ausland vertreiben, mit dem Köder, dass nur im Ausland kann deutschte Fachkraft noch anständig Verdienen.
Aber wie vor über 60 Jahren, so und heute nur klein Bruchteil kann im Ausland die Flucht finden. Schließlich wo soll 5 Mio., mit Familien noch mehr, auswandern?

Sogar die Verlängerung der Ladenöffnung oder sog. Flexibilisierung des Arbeitsmarktes bringt keine Entlastung auf dem Arbeitsmarkt – wenn gleichzeitig die gesetzliche Arbeitzeitkürzung wird nicht folgen.

Zum Schluss:

Wie ist es jetzt auch empirisch belegt, bei Hartz-Reformen im Grunde geht es um die Ausbeutung der Arbeitslosen, die sogar nach über 30 Erwerbsjahren (über 50-jähriger) jetzt als die Hartz-IV-Empfänger enden.
Die Verlängerung der Lebensarbeitszeit, fehlen 6-8 Mio. Arbeitsplätze, führt zu einer Rentenkürzung.

Der Geisterfahrer wird bestraft, aber die Politiker, die ein ganzes Land zu Gunsten des Spekulationskapitals in dem wirtschaftlichen Untergang richten sind straflos.
Die Politiker können durch die Rahmenbedingungen die Arbeitsplätze schaffen oder vernichten. Es ist erstaunlich, wie ihnen sich die Vernichtung der Arbeitsplätze so einfach, unter dem Deckmantel "Jahrhundertreformen", gelungen ist.
Aber es ist fraglich, ob die Autoren solches ökonomischen Phänomens den Nobelpreis kriegen. Obwohl die Verarmung des Volkes sehr friedlich verläuft.

Die Gesundheitsreformen rauben die Gesundheit der Pflichtversicherten.

Das kann man auch als Wirtschaftssabotage, Wirtschaftwandalismus betrachten, aber das was über Dutzend Jahren in Deutschland die Volksspitzenpolitiker meistern grenzt an Wirtschaftskriminalität. Ganz einfach diese Reformen schaden der Allgemeinheit.
Schließlich sogar die Politiker müssen auch bis zu 10 können zählen und kapieren, dass wenn 6-8 Mio. Arbeitsplätze in Deutschland fehlt – das die 5 Mio. registrierte Arbeitslose sind keine "Abzocker, Sozialschmarotzer und Parasiten" aber die Opfer der hausgemachten Binnennachfrageflaute und vernichtenden Arbeitsplätze Rahmenbedingungen. Und geht es nicht durch die organisatorische Machenschaften ihr Arbeitslosigkeitsdasein zu beenden.

Die hoch qualifizierten Zuwanderer kommen auch kaum nach Deutschland trotzt des Zuwanderungsgesetzes. Lohndumping, Arbeitsbedingungen nach "Jahrhundertreformen" macht sogar für Fachkräfte aus Dritter Welt, nach der Integration, eine Perspektive: als 1-Euro-Jobber abschreckend.

Übrigens die Kleinunternehmer, "Tante Emma"-Laden sind auch Opfer der "Jahrhundertreformen" also Verarmung der Bevölkerung.
Die 1-Euro-Jobber, Minijobber können sich die Dienstleistungen oder Lebensmittel gleich um die Ecke, wo ist ein bisschen teurer, kaum leisten.

Aber weil die Kleinunternehmer sowieso den Volkspolitikern hoch bezahlten Posten nicht anbieten können, sind die Kleinunternehmer auch durch die "Jahrhundertreformen" fix und fertig gemacht.

Wie z.B. in den USA die Prohibition mit seinem Ziel gescheitert war (die Restriktion hat vielmehr das organisierte Verbrechen gefördert) so die "Jahrhundertreformen" in der Berliner Republik produzieren Massenarbeitslosigkeit, 1-Euro-Jobber. Und der Staat handelt immer mehr wie Arbeitssklavenhalter.
Solange kein Antisemitismus-Vorwurf liegt und das ganzes im Interesse des Spekulationskapitals ist – die Politiker für den Mistbau werden nicht zur Rechenschaft gezogen.

Schon Machiavelli bemerkt: "Bei ihren Veränderungen pflegen die meisten Staaten von der Ordnung zur Unordnung überzugehen, um dann von neuem von der Unordnung zur Ordnung zurückzukehren."

Es ist höchste Zeit mit der ökonomischen Scharlatanerie Schluss zu machen, das ist: klonen von, laut Propaganda, "überglücklichen" 1-Euro-Jobber um die Börse-Gewinnexplosion zu ermöglichen.

Die Situation entwickelt sich zum ökonomischen Albtraum. In der (aus Steuergeldern bezahlte) Werbekampagne: die Kanzlerin kann nicht akzeptieren, dass so viele arbeitswillige in Deutschland keine Beschäftigung finden.

Leider frisch verabschiedete Gesetze zeigen, dass noch schlimmer und teurer wird. Gerade die arbeitende am Band oder Minijobber, die verstehen von Einkommensteuererklärung nur "Bahnhof", werden z.B. für die Ausfüllung der Steuererklärung bezahlen müssen.
Wäre der Steuerpapierkram der Firmen nur aus dem Gewinn bezahlt, es konnte man sagen: "dura lex, sed lex".
Aber natürlich: Das Honorar für Steuersinkendenberatungen (was interessiert nur die Wohlhabenden) wird absetzbar.

Die Frage ist, ob die Bastille der wirtschaftlichen Willkür, die grenzt an Wirtschaftskriminalität, der Volksspitzenpolitiker dem Erdboden gleichgemacht wird oder die Politiker machen eine Wiederholung aus der Geschichte und die "endgültige" Endlösung der Abgezockten "Sozialschmarotzer und Parasiten", diesmal in der Rahmen des IV-Reichs.

Das Problem liegt drin, dass die Volkspolitiker und Arbeitslose haben unterschiedliche Ziele. Zumindest 22% der Arbeitslosen wollen die Arbeit finden, der ihnen den anständigen Lebensunterhalt sichert und die Volkspolitiker die Ausgaben für Hartz-IV zu minimalisieren. Für die Volkspolitiker die Arbeitslosen sind Arbeitsunwilligen: "Abzocker, Sozialschmarotzer und Parasiten".

Die Politiker haben nur das finanzmarktorientierte Kapitalismus, der basiert auf ausgeprägte Ungleichheit und durch die USA rund um den Globus exportiert wurde, im Auge – und nicht der gemeinsame Reichtum, der stützt sich gerade auf der Beschränkung der Plünderung des Spekulationskapitals!

Neben den Zuwanderungsmegaflop auch die zurückgehende Schwarzarbeit deutlich zeigt auf sinkende Binnenkaufkraft. Obwohl es kann auch sein, dass die 1-Euro-Jobber machen die Konkurrenz.
Obwohl die Schwarzarbeit illegal ist, zeugt sie über die Kaufkraft der Bevölkerung.
Also, für die Arbeitslosen in Deutschland ist praktisch unmöglich seinen Lebensunterhalt sogar mit Schwarzarbeit zu bestreiten.

Der Kombilohn wird wieder noch eine mehr Gewinnquelle für Spekulationskapital, weil für die Arbeit sowieso die Staatskasse bezahlt. Es ist sehr wahrscheinlich, dass deswegen der Kombilohn (ALG-II-Fall!) wird nur das nackte Überleben sichern.

Es wäre wohl besser wenn ein Politiker es schlecht gemeint hätte und es ihm doch nicht gelungen wäre. Das konnte erst eventuell Deutschlands nicht schaden.
Der Reichskanzler Otto von Bismarck ist der Vater der gesetzlichen Krankenversicherung für die Arbeitnehmer, obwohl er kein Marxist war. Aber ihm fernhalten die Arbeiter von der Sozialdemokratie ist trotzdem nicht gelungen.

Ob der neuste Klon der "ruhigen Hand" gelingt es die lahmende Wirtschaft, wie in der Argentinien, zerstören, und das Leben der noch arbeitenden für seinen Lebensunterhalt in unwürdiges Leben der "Bananenpflücker" des Mitteleuropas umwandeln, um weiter Weltexportrekorde zu brechen, das wird sich noch zeigen.
Die Bundeskanzlerin plaudert, dass will sie das Gegenteil! Aber die Mutmacher-Sprüche reichen nicht![/b]
Mehmet.Sand
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Anmeldungsdatum: 03.01.2006
Beiträge: 13

BeitragVerfasst am: 03 Jan 2006 - 13:33:24    Titel:

Als Neu-Mitglied im Club der "ALG II" Freaks, nehme ich die Kriegserklärung unseres wohlwollenden Staates an. Wir sind die Masse, nein, die "ungeheure Masse" und werden uns wehren.

ALG II'ler aller (Bundes) Länder vereinigt euch !!!

Embarassed Idea Evil or Very Mad Twisted Evil Very Happy
Freidenker
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Anmeldungsdatum: 27.07.2005
Beiträge: 344
Wohnort: Auf´m Sofa

BeitragVerfasst am: 03 Jan 2006 - 14:13:46    Titel:

Deine Vergleiche der heutigen Situation mit dem 3.Reich finde ich zwar etwas weit gegriffen, doch finde ich mich mit meiner Sicht der Dinge in Deinen Ausführungen vielfach wieder.

AndreasCK schrieb:

Zitat:
Sein Appell an die Großindustrie u.a. über eine Verantwortung für Standorte und Arbeitsplätze und nicht nur die Maximierung des Gewinns als das einzige Kriterium für ein Unternehmen zu haben – zeugt nur über seine ökonomische Ignoranz.
Der Politiker muss gewolltes durch Rahmenbedingungen erzwingen und nicht mit "ruhiger Hand "auf so was hoffen!
Wohl wahr! Nicht Phrasen und Worthülsen verbessern die Lebensumstände in unserem Land, sondern konkrete Maßnahmen. Doch ich bezweifle, daß die etablierte Politik überhaupt den Willen bzw. die Ideen hat, die Interessen der Bevölkerung gegenüber dem Kapital durchzusetzen. Dafür wird sie wie z.B. Schröder bei Gasprom auch vom Kapital viel zu gut geschmiert.

Zitat:
Laut OECD-Studie, Deutschland ist schon ein Niedrigsteuerland.
Ah, das ist mir neu. Hast Du dazu einen Link?

Zitat:
Hartz-IV kostet den Staat fast das Doppelte.
Niemand hat berechnet wie viel kostet der Zuverdienst den ALG-II-Bezieher als 1-Euro-Jober. Es ist ganz Möglich, dass 1-Euro-Job verursacht mehr Kosten als bringt in die Tasche.
Kann ich nicht ganz nachvollziehen. Kannst Du das mal bitte vorrechnen?

Zitat:
Solche Ausbeutung gilt auch z.B. in Gesundheitswesen. Nach der sog. Gesundheitsreformen, dem Volk nur im 2004 wurde für 4 Mrd. Euro die Gesundheit geraubt. Dieses Geld ausbeutete die Pharmaindustrie, die will noch mehr und wieder verkünden die Krankenkassen Beitragserhöhungen.
Es wird eine Optimierung der Zahlungen für Medikamente sowie der Arztbesuche gefordert, die Forderung nach Optimierung des Verwaltungs-Wasserkopfes auf seiten der Krankenkassen habe ich bisher vermißt.

Zitat:
Es ist evident, dass die deutsche Exportweltmeisterschaft lähmt das deutsche Wachstum. Schließlich die Bananenrepublik braucht vor allem die Arbeitssklaven aus dem Niedriglohnsektor um die Bananen zu ernten und nicht die Bananen zu verspeisen. (Mit andren Worten: Jede gefressene Banane, durch den Arbeitsklaven, hemmt den Exportzuwachswahnsinn!)
Ich denke auch, daß sich der Export vom hiesigen Wohlstand abgekoppelt hat. Trotz Exportweltmeisterschaft sinkt hier der Lebensstandard. Wir brauchen nicht mehr Export, sondern höheren Anteil des Arbeiters an Exportgewinnen. Allgemeinwohl vor Kapitalinteressen!

Zitat:
Erst "gleicher Lohn für gleiche Arbeit am gleichen Ort" macht das ausschmeißen ältere Arbeitnehmer sinnlos.
Andernfalls hat einen wirtschaftlichen Sinn "Generationenaustausch" der Arbeitnehmer. Neu beschäftigten kann man jetzt viel weniger bezahlen.
Auch ein interessanter Gedanke! Allerdings könnte der Schuß auch nach hinten losgehen. Denn bei Überangebot von Arbeitskräften wird der Unternehmer versuchen, die Lohnhöhe und den Urlaubsanspruch des älteren Arbeiters an den des Jüngeren anzugleichen und nicht umgekehrt.

Zitat:
Bei diese Gelegenheit, nur 22% Arbeitslose die Linke wählten.
Ob tatsächlich nur 22% Arbeitslosen will die reguläre Arbeit finden und dem Rest scheint das egal zu sein, oder sie mit 1-Euro-Job zufrieden sind?
Deutschland hat die Volksparteien ein bisschen abgewählt, aber trotzdem zusammen ca. 70% der Wähler haben sie gewählt.
Also die Farbefahne ist für 70% der Wähler wichtiger als Arbeitslosendasein zu beenden!
Ein entscheidendes Problem hier in Deutschland! Solange die Bevölkerung glaubt, daß in Politikern, welche uns erst in heutige Verhältnisse geführt haben, das "Heil" zu suchen sei, wird sich hier nichts verbessern, sondern eher noch verschlechtern.

Zitat:
Clements letzter Amoklauf im Amt, bestätigte es, dass bei der Idee sog. Hartz-IV-Reform das "Vorgehen" in dem III-Reich doch nachahmte.
Wenn schon ein Begriff "parasitäres Verhalten" wurde gebraucht, dann wundert es nicht, dass für die Alg-II-Bezieher, nach die Markierung mit einer Hetz-Etikette: Hartz-IV – jetzt die Endlösung kann kommen.
Dieser Krieg gegen Arbeitslose und die Verhetzung der Bevölkerung gegen Arbeitslose ist ein Akt der Diskriminierung und der Menschenverachtung und soll nur von der Unfähigkeit und Mißwirtschaft der Politik ablenken! Schändlich!


Deine Kritik an der bestehenden Politik hat mir weitgehend gefallen, doch Kritik aleine ist nur "die halbe Miete". Wer kritisiert, sollte auch Alternativen nennen können. Hast Du welche?
coffeinjunky
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Anmeldungsdatum: 27.07.2005
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BeitragVerfasst am: 04 Jan 2006 - 00:58:04    Titel: Re: Deutschland, das Land der 1-Euro-Jobber

AndreasCK hat folgendes geschrieben:
Die erschreckend hohe Arbeitslosigkeit ist die Folge der Umsetzung in die Tat der krankhaften Ideen, die grenzen an Wirtschaftskriminalität.


Bitte objektiv bleiben. Im Übrigen vertrete ich die Gegenthese, nämlich, dass die Alo (Abkürzung für Arbeitslose, Arbeitslosigkeit oder ähnliches je nach Kontext) in der Zukunft viel weiter steigen würde, wenn alles beim Status Quo bleiben würde.

Zitat:
Jetzt u.a. durch die geplante indirekte Anhebung von Steuersatz (Mehrwertsteuererhöhung), der auf dreiste Weise praktisch nur die Ärmste und die Binnennachfrage treffen wird.


Auch wenn ich absolut gegen diese Erhöhung bin (wg. Binnennachfrage), so muss man sagen, dass die "Armen" von dieser Maßnahme nur unterproportional betroffen sind, da sie relativ wenige Luxusgüter konsumieren (haben ja auch kein Geld dafür).

Zitat:
Diese und schon gebilligte Gesetze verursachen, dass die Arbeitsauswandkosten des Arbeitsnehmers und sein Nettolohn gefährlich näheren sich zum "Break-even-point" und der selbst arbeitende für sein Einkommen wird die Verluste erleiden. Und dadurch verschwindet ökonomischer Sinn der Arbeit für Arbeitnehmer – schlimmer noch, es droht "Armut trotz Arbeit", weil immer schwerer der notwendige Lebensunterhalt aus dem Lohn bestreiten ist!


Nun, das Problem der "Armutsfalle" ist allgemein bekannt. Daraus wird immer wieder abgeleitet, man müsse alle Sozialleistungen kürzen. Damit wird nur leider das Problem nicht behoben, so dass man am Ende bei der Forderung nach der Abschaffung des sozialen Netzes angelangt. Was aber nicht unbedingt gewünscht ist. Aber dies nur am Rande.

Ich verstehe deine Analogie zum BEP nicht ganz. Durch die Herabsenkung der Sozialleistungen und Verteuerung der Produkte wird die Alo doch gerade unattraktiver. Da können noch nicht mal die Mikro-Hardliner etwas gegenhalten. Entweder Armut trotz Arbeit oder Verhungern (da wir gerade bei populistischen Sprüchen sind), da wird man doch eher die Arbeit nehmen, gell?

Zitat:
Trotz der verschönten Statistiken, für ca. 5 Mio. registrierten Arbeitslose, besteht leider praktisch keine Möglichkeit sein Arbeitslosendasein zu beenden, weil in Deutschland 6 bis 8 Mio. Arbeitsplätze fehlen.


Ja, sie werden nie wieder einen normalen Job bekommen. Quasi werden sie für den Rest ihres Lebens vom Staat leben. Darin werden wir uns sicher einig sein, oder? Die Frage ist nun, ob der Staat diese Leute einfach bezahlt und wartet bis sie sterben, oder ihnen Beschäftigungsmöglichkeiten in Form von Minijobs oder Niedriglohnjobs gibt. Wo ist der Unterschied? Im letzten Fall können sie noch sagen, dass sie etwas tun und werden nicht mehr als der schmarotzende Abschaum angesehen, wie es in einigen Kreisen ja leider der Fall ist, sondern sie haben halt etwas zu tun. In London z.B. laufen ganz viele Schildträger herum, die stumpf ein Werbeplakat halten. Das ist zwar echt keine schöne Arbeit, aber es ist welche.

Zitat:
5 Mio. Arbeitslosen kann auch nicht auswandern um die Arbeit im Ausland zu suchen, was jetzt propagiert ist.


Wer propagiert das denn?

Zitat:
Zwar z.B. Kanada will in den nächsten fünf Jahren, wegen Arbeitskräftemangel (sic!), jedes Mal 300 000 Einwanderer ins Land holen, aber es gibt rein rechnerisch nur 1,5 Mio. Arbeitsplätze.
Und der Rest der Welt sucht ein paar tausend der Fachkräfte, deren auch in Deutschland fehlt. Und das war's.


Und da sind wir bei meinem Lieblingsthema. Freidenker wird wissen, was jetzt kommt. *trommelwirbel* BILDUNG!

Zitat:
Zum Vergleich: In der Antike sogar die Sklaven erhielten den Lohn für ihre Sklavenarbeit, den sie sparen konnten um sich freizukaufen!!! Heutige Arbeitsklaven, euphemistisch als 1-Euro-Jobber genannt, haben praktisch keine Möglichkeit die reguläre Arbeitsstelle zu kriegen, um seine Existenz zu sichern.


Du hast da etwas falsch verstanden. Niemand wird zur Arbeit gezwungen. Das ist der Unterschied zur Sklaverei. Wenn ein Alo nicht auf die Konditionen eingehen will, dann muss er schlicht seinen ALG-Antrag zurückziehen. So einfach geht das. Die Sklaven hingegen mussten arbeiten oder sterben. Im übrigen waren viele Schwarze damals freiwillig Sklaven, da sie eine Art Lohn im Vorfeld bekamen (für Family etc) und damit ihre Arbeitskraft für eine bestimmte Zeit verkauften.

Zitat:
Übrigens der Vorwurf des angeblichen Hartz-IV-Missbrauchs basiert auf Unkenntnis und unseriösen (wenn nicht mit krimineller Energie ausgeführten) Berechnungen.


Nee nee, das Entstehen von etlichen Bedarfsgemeinschaften kann nicht normal erklärt werden. Dazu zitiere ich den SVR:

SVR - JG 2005 Pkt 342 hat folgendes geschrieben:
Seit Beginn des Jahres 2005 nahm auch wegen der schlechten Arbeitsmarktlage die Zahl der
Bedarfsgemeinschaften weiter stetig zu, und im Jahresdurchschnitt dürfte mit rund 2,3 Millionen
Bedarfsgemeinschaften zu rechnen sein, die ohne die Reform Arbeitslosenhilfe erhalten hätten.
Addiert man hierzu die Zahl an Bedarfsgemeinschaften, die bisher Sozialhilfe bezogen (ohne Doppelz
ählungen maximal rund 1,1 Millionen), erkennt man in der Gegenüberstellung mit den für das
Gesamtjahr zu erwartenden Bedarfsgemeinschaften (3,7 Millionen Fälle), dass die Herkunft von
mindestens 300 000 Bedarfsgemeinschaften auch dann nicht erklärt werden kann, wenn man die
im Vergleich zur ursprünglichen Planung ungünstigere Entwicklung des Arbeitsmarkts in Rechnung
stellt. Das Entstehen dieser „neuen“ Bedarfsgemeinschaften kann unterschiedliche Ursachen
haben, die mit den gegenwärtig zur Verfügung stehenden Daten jedoch nicht hinreichend
genau zu quantifizieren sind. Unklar ist zum einen, ob nicht auch die Zahl der Sozialhilfeempfänger,
wäre es nicht zu der Reform gekommen, im Jahr 2005 einen starken Anstieg aufgewiesen
hätte. Zum anderen dürften aber auch Haushalte mit niedrigem Einkommen − dazu zählen Arbeitslosengeldempf
änger, aber auch Haushalte mit geringem Einkommen aus einer nichtselbständigen
Beschäftigung oder einer selbständigen Tätigkeit − das Arbeitslosengeld II erstmals aufstockend in
Anspruch nehmen. Im Vergleich zur früheren Sozialhilfe wurden die Grenzen für das nicht anzurechnende
Vermögen erhöht, so dass ein solcher Anspruch häufiger entsteht; überdies war die Inanspruchnahme
von Sozialhilfe wohl mit größeren Hürden im Sinne einer sozialen Stigmatisierung
verbunden als der nunmehr mögliche Antrag auf das Arbeitslosengeld II. Eine weitere Erklärung
stellt auf die dem neuen System inhärenten Anreize ab, eine eigenständige Bedarfsgemeinschaft zu
gründen; dies ist immer dann attraktiv, wenn die übrigen Haushaltsmitglieder (meist die Eltern
oder unverheiratete Partner) über anzurechnendes Einkommen oder Vermögen in relevantem Umfang
verfügen. Ein Indiz für die Bedeutung dieser Erklärung besteht darin, dass die Zahl der Mitglieder
einer Bedarfsgemeinschaft im Arbeitslosengeld II im Durchschnitt geringer ausfiel als urspr
ünglich gedacht.


Zitat:
Laut OECD-Studie, Deutschland ist schon ein Niedrigsteuerland.


Ja, aber: Bei den Punkten Sozialabgaben und tariflichen und effektiven Steuersätzen auf Kapitalgesellschaftsebene sind wir international traurige Spitze. Übersicht zu finden im SVR JG 2005 Tab. 26.

Zitat:
Es ist evident, dass die deutsche Exportweltmeisterschaft lähmt das deutsche Wachstum.


Sehe ich nicht so.

Well, auf den Rest gehe ich vielleicht später nochmal ein. Aber by the way, du bist ein Engländer oder Amerikaner, stimmts?
Dirk Nerge
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BeitragVerfasst am: 06 Jan 2006 - 22:41:41    Titel:

coffeinjunky hat folgendes zu den ca. 5 Millionen registrierten Arbeitslosen geschrieben:

Zitat:
Ja, sie werden nie wieder einen normalen Job bekommen. Quasi werden sie für den Rest ihres Lebens vom Staat leben. Darin werden wir uns sicher einig sein, oder? Die Frage ist nun, ob der Staat diese Leute einfach bezahlt und wartet bis sie sterben, oder ihnen Beschäftigungsmöglichkeiten in Form von Minijobs oder Niedriglohnjobs gibt. Wo ist der Unterschied? Im letzten Fall können sie noch sagen, dass sie etwas tun und werden nicht mehr als der schmarotzende Abschaum angesehen, wie es in einigen Kreisen ja leider der Fall ist, sondern sie haben halt etwas zu tun. In London z.B. laufen ganz viele Schildträger herum, die stumpf ein Werbeplakat halten. Das ist zwar echt keine schöne Arbeit, aber es ist welche.


Manchmal könnte man meinen, dass arbeitsmarktpolitische Empfehlungen eher an längst vergangene Zeiten erinnern, in denen bei verordneter Arbeitspflicht Menschenmassen mit der Schippe in der Hand zum Autobahnbau gezwungen worden sind.

Heute sind es natürlich nur „Erntehelfer“ etc., aber für ein angeblich hoch-technologisiertes Land käme es dann doch wohl eher darauf an, Verfahren zur Einsparung menschlicher Arbeitskraft konsequent weiterzuentwickeln, eben auch in der Landwirtschaft. Jede von politischer Seite angeordnete Umkehr dieser Entwicklung ist kontraproduktiv, wirkt sich negativ auf das Wachstum aus, unterdrückt die Entstehung neuer Berufe, demotiviert die gesamte Gesellschaft und wird sich letztendlich rächen.

Wenn also ein Land der Hochtechnologie die Problematik am Arbeitsmarkt mit einer künstlichen Ausweitung von „Runkel-Rüben-Arbeit“ zu beheben gedenkt, dann könnte bald die gesamte Wirtschaft auf dem anscheinend neuen Feld der Ehre, dem Rüben- und Gurken-Acker, liegen. „Runkel-Rüben-Arbeit“ steht hier stellvertretend für die politisch verfolgte Absicht der künstlichen Belebung des Niedriglohnsektors.
AndreasCK
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BeitragVerfasst am: 23 Jan 2006 - 20:07:18    Titel: Deutschland, das Land der 1-Euro-Jobber (Fortsetzung)

Der Staatsbürger beteiligt sich an den Wahlen, hoffend, dass das sein Beitrag in der parlamentarischen Demokratie in Form einer Kritik und gleichzeitig des Suchens der Alternative ist.
Der Wähler hofft auch normalerweise, dass die Politiker, die er aus der Wahlliste wählt, zumindest rationell handeln werden. Schließlich kriegen sie dafür ihr Geld und sicher nicht um sich durch eine Klientenpolitik Posten in der Wirtschaft zu sichern.
Ein durchschnittlicher Mitbürger hat praktisch keine Möglichkeiten, um Parteiprogrammen zu verifizieren. Und deswegen wählt er z.B. einen Walspruch: Arbeitslosigkeitshalbierung.

Die Ausbeutung des eigenen Volkes wurde bis jetzt die Domäne der Diktatoren. Die viele Volksspitzenpolitiker zeigen dies schon Jahren lang, wie man, im Rahmen der parlamentarische Demokratie, dieses "ausüben".
Leider macht die Berliner Bundesrepublik sich immer mehr Bürgerfeindlich und arrogant für, nicht durch eigene Schuld, in Not geratenden.

Genauso wie vor 70 Jahren. Aber die damalige "Arbeitslosigkeitsbekämpfung" führte, mit rassenhassbedingten rausschmeißen, um Arbeitsplatz für die damaligen Arbeitslosen zu schaffen, u.a. zum Nürnbergerprozess.
Seit über ein Dutzendjahren wurde die Massenarbeitslosigkeit, diesmal zuerst nach "Alterkriterium", um Platz für Berufsanfängen zu schaffen, "produziert" und dann ist zurzeit, mit der Oberideologie "ruhige Hand" (Hartz-Reformen), mit der Ausbeutung der Arbeitslosen fortgesetzt.
Aber diesmal nach solchem verfassungswürdigern Vorgehen, kriegen die Politiker die hoch bezahlten Posten in der Wirtschaft und Lob des Spekulationskapitals!

Mit der geplanten "Umkehrung der Beweislast" wird es auch eine höhere Stufe der Atomisierung der Gesellschaft erreicht. Jetzt kann jede Hilfe einem Bekanntem oder Verwandtem, der Hartz-IV-Empfänger ist, für diese, verhängnisvolle Folgen haben. Besonders die Übernachtungen können den Tatbestand des Betrugs erfüllen und dann zu einer Rückzahlung ALG II und einer Geldstrafe oder sogar Haftstrafe führen.

Schon ein OVG-Urteil versagte die Sozialhilfe, weil in der Wohnung keinen Strom verbraucht wurde, obwohl gerade das nicht so lebensfremd ist, aus Geldmangel, auf Elektrogeräte und Licht zu verzichten.
Dazu noch die erzwungenen Umzüge wegen Hartz-IV zeigen, dass die Geschichte sich wiederholen mag. Na klar, noch ist niemand für die Übernachtung des Verfolgten Hartz-IV-Empfänger hingerichtet worden, wie das im Generalgouvernement üblich war, aber die ersten Weichen sind in dieser Richtung wieder gestellt.

Es scheint, dass jetzt mit allen Mitteln die Arbeitslosen bekämpft werden, aber die Folgen treffen auch immer mehr Menschen, die noch die Arbeit haben.

Nach der Katastrophe von Bad Reichenhall, die 15 Menschen das Leben kostete, suchen die Menschen in ganz Deutschland Antworten, es scheint, auf ungeklärte Fragen.

Aber u.a. der Präsident des Deutschen Städtetages, Münchens Oberbürgermeister Christian Ude, hat die Frage beantwortet, er hat festgestellt:
"Fast alle Kommunen in Deutschland haben wegen ihrer Haushaltssituation in den vergangenen Jahren Mittel für den Bauunterhalt kürzen müssen. Dabei steigt die Zahl problematischer Gebäude in öffentlicher Hand".

Schon im Jahr 2003 wurde im Stadtrat Bad Reichenhaller über fällige Sanierungsmaßnahmen diskutiert. Aus Geldmangel passierte nichts.

Tatsache ist, dass die Bauwerken aus den 60er- und 70er-Jahren jetzt die Renovierung brauchen und gerade jetzt haben die Kommunen kein Geld für die Renovierung, in vielen Fällen schon zum Teil maroden, Bauwerken. Übrigens, hätten die Kommunen das Geld für die Renovierung dann wäre auch mehr Arbeit für die jetzt Arbeitslosen.
Die Schließung von Eislaufhallen oder anderen Freizeitzentren auch verursacht die Kosten für die Kommunen und außerdem macht dort Beschäftigten arbeitslos.
Außerdem die Kinder wenn nicht in Eislaufhalle, dann vielleicht spielend auf der Straße oder, wie in Schönefeld, wo zwei Mädchen im Eis eingebrochen und ein Mädchen ums Leben gekommen ist, auch ums Leben kommen konnten.

Also, nur die Steuerschenkungen des Medienkanzlers an Spekulationskapital tragen die Schuld an der fehlenden Renovierung, was die Katastrophe von Bad Reichenhall, die 15 Menschen das Leben kostete, verursachte.
Natürlich wird für die Justiz, wahrscheinlich der Bürgermeister, oder ein Unterbeamter daran schuld sein, obwohl seine alleinige Schuld darin lag, dass er die Pflichten auf sich nahm (ganz möglich um sein Arbeitslosendasein zu beenden), die in der Zeit der leeren Staat- und Stadtkassen, nicht zu erledigen sind.

Abramoff-Fall zeigt wie ein parlamentarisches System, auch in den USA, außer Kontrolle geraten kann.
In Deutschland waren die Affären mit Politiker-Nebeneinkünften. Und obwohl die ertappten Abgeordneten müssen ihre Nebeneinkünfte rückwirkend an die Staatskasse abführen, aber die Affären hatten kein strafrechtliches Nachspiel.

Und weiter werden die sog "Jahrhundertreformen" der Arbeitslosen und noch Arbeitenden terrorisieren und nicht selten Tod, auch für ihren Kinder, bringen.

Für die Bevölkerung muss es langsam klar sein, dass man im Land der 1-Euro-Jobber nicht mehr das haben kann, was die früheren Generationen erreicht (gebaut) hatten!

Auch sog. Gesundheitsreformen zeigen jetzt deutlich, dass sie nur im Interesse der Pharmaindustrie gemacht wurden, aber die Krankenkassen können sie nicht verkraften, obwohl es schon dem Volk die Gesundheit für über 4 Mrd. Euro geraubt wurde.
Die CDU/CSU will jetzt endlich die Zuzahlungsregelungen für Medikamente ändern, damit Patienten nach preisgünstigen Arzneimitteln fragten.
Die Arbeitszeit der Ärzte, 70 bis 100 Stunden wöchentlich, ist auch für die Patienten hochgefährlich. Die Pflichtversicherten haben kaum zur Chefarzt, aus Geldmangel, einen Zugang, der zumindest ausgeschlafen ist. Außerdem wären alle die Privatpatienten, dann die Beitragserhöhungen wären unvermeidlich, weil zurzeit die Pflichtversicherte tragen die Unterhaltungskosten der Gesundheitswesensubstanz und oft haben sie 10 Euro nicht übrig, um den Arzt zu besuchen.
So lange die Krankenhäuser werden beleidigende Entschädigungen für Fehler der übermüdeten Ärzte zahlen, was dabei statt in Ruin führen lässt die Gewinne maximalisieren, so lange werden die Ärzte, aber nur den Pflichtversicherten, an der Grenze der Belastbarkeit behandeln!

Die Tatsachen:

Wie es schon in der Geschichte war, jede industrielle Revolution konnte nur mit der Arbeitszeitreduzierung im Einklang bringen werden, um die Anzahl der Arbeitslosen zu reduzieren.
Leider die Entwicklung der Produktivität, wenn der Staat nicht richtig eingreift verursacht die Massenarmut und Massenarbeitslosigkeit.
Natürlich, es muss zuerst die Gesamtrechung der Kürzung der Arbeitszeit (30-35 Stunden pro Woche) durchgeführt sein. Dass, das Spekulationskapital abwandert wo anders plündern das wird noch ein Plus für die Staatsfinanzen.
Für die Spekulationskapital die Verlängerung der Arbeitszeiten ist ein Reingewinn. Am besten 14 Stunden pro Tag mit ganzen Familien. Die Kinder können den Eltern den Schweiß von der Stirn abwischen. (Was erledigt auch die Kinderbetreuung wenn die Eltern arbeiten!)

Es muss sogar der Verstoß gegen die Wochenarbeitszeit so bestrafen werden, wie fahren mit 70 km/h in der 30 km/h Zone. Also, hohe Geldstrafe und ein Arbeitsverbot, wenn die Arbeit als Geldquelle und nicht als eine Strafe zu verstehen ist. In diesem Fall, der Arbeitgeber soll zumindest wie ein Zuhälter traktiert werden.
Genauso wie der Straßenverkehr, muss auch der Arbeitsmarkt rechtlich reglementiert sein, damit möglich viele Leute an ihm den Teil nehmen können.
Wenn das klappt nicht, dann bleibt nur die Arbeitslose im Ausland zu verjagen oder anders zu entsorgen, weil die Regierungsvorschläge dazu führen:
misslangen die 1-Euro-Jobs und Verlängerungszeiten, dann vielleicht die 50-Cent-Jobs und noch verlängerte Arbeitszeiten (schließlich die Woche hat 168 Stunden) endlich klappen. Aber sie werden nie klappen und haben nur ein Ziel, die ausgeraubten Arbeitlosen-Opfer zu Tätern zu machen.

Nach dem Einsturz der Eislaufhalle in Bad Reichenhall haben die krankhaften Ideen der "Jahrhundertreformen" die Grenzen der Wirtschaftskriminalität überschritten.
Ganz einfach diese "Reformen" töten, und scheinen sie noch das vollkommene Wirtschaftsverbrechen zu sein, denn zur Rechenschaft werden die Kommunenpolitiker und nicht die Volksspitzenpolitiker gezogen.


Wie das schockierend nicht klingte würde, der Abbau der Arbeitslosigkeit wird erst möglich sein, wann die Firmen, um die Gewinne zu erwirtschaften, Arbeiter suchen werden und nicht umgekehrt, also durch Steuergeschenke, Lohndumping oder sogar das Rausschmeißen von Arbeitnehmern, was die aktuellen Rahmenbedingungen geradezu erzwingen.
Also die Belebung des Innenmarkts. Aber die Staatskassen sind leer, und werden immer mehr leer, weil die angewandte Wirtschaftskriminalität gerade meistert, um den Rest der Gelder von Armen auszubeuten.
Andernfalls musste man die Wohlhabenden und Reichen stärker zur Kasse bitten. Auch würde die Wiedereinführung der Vermögensteuer für diese Oberschicht unvermeidlich. Gerade der Schutz der Vermögen der Wohlhabenden frisst den Staatshaushalt und die Wohlhabenden partizipieren dabei kaum.

Es ist erschreckend, aber nicht nur Arbeitslosen droht die Abschneidung von Finanzquellen.
Diesmal nach einem Beschluss des UN-Sicherheitsrates, die auf Terror-Verdachtsliste stehenden darf von Banken und anderen Institutionen kein Geld ausgezahlt werden - grundsätzlich auch keine staatlichen Unterstützungsleistungen. Man kann sagen: dura lex, sed lex.
Aber das wahre Problem liegt drin, dass es keinen "ausreichenden Rechtsschutz", gegen solche Terrorliste, gibt. Und nach der Sperrung des Kontos, den Betroffenen droht der Hungertod. (Sogar im III-Reich durch einfaches "Zeigen" konnte man sich von Rassenhass-Folgen und das ohne Anwalt befreien!)
Dabei auch die Ehefrau von Terrorverdächtigten sollte kein Geld mehr bekommen, damit sie ihren Mann nicht finanziell unterstützt. Und das ist schon wie es im III-Reich war. In ihrem Fall gab es nicht einmal eine Rechtsgrundlage für das Aussetzen der Sozialleistung, da sie nicht auf der UNO-Liste aufgeführt war. Auf Antrag von Anwalt vor dem Landessozialgericht konnte sie die Sozialleistung kriegen.

Kein Wunder, dass viele versuchen sich im Rechtsextremismus wieder zu finden. Übrigens beim Abstieg von Rechtsextreme krieg man eventuell eine Unterstützung.

Wenn noch jemand glaubte, dass die Jahrhundertreformen ein Segen für die Wohlhabenden sind, und die Katastrophe von Bad Reichenhall ihm nicht erschreckte, dass Platzen der WM-Eröffnungsgala in Berlin, zeigt deutlich, dass ohne der Kaufkraft des Volkes sogar die Spiele für das Volk können nicht stattfinden. Dem Volk wurde das Brot auch fast weggenommen.

Noch mal:

Die Arbeit muss als Geldquelle und nicht als die biblische Strafe für Arbeitnehmer betrachten werden. Und muss durch den Staat vor Missbrauch geschützt und geteilt sein. Schon jetzt unbezahlte Mehrarbeit macht einen immer steigenden Anteil des gesamtwirtschaftlichen Arbeitsvolumens aus. So kann man jeden Staat zum Finanzkrach bringen, wenn das Geld, (durch de facto wirtschaftskriminellen Steuervergünstigungen) bei immer weniger Bürgern landet. Und das ist das einzige erkennbare Ziel der "Jahrhundertreformen" und dazu noch verfassungswidrig:
"Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen." Und deswegen Rahmenbedingungen müssen den Wohlstand für das Volk ermöglichen und nicht ihn dem Volk (auf wirtschaftskriminelle Art und Weise u.a. durch 1-Euro-Jobs oder unbezahlte Mehrarbeit) vereiteln!
Auch die Gesetze in Deutschland entscheiden über den Wohlstand des Landes.
Nach der sog. "Jahrhundertreformen", also die Machenschaften mit Steuergeschenken zu Gunsten der Wohlhabenden, der Wirtschaft geht es kontinuierlich bergab, weil die Wohlhabenden konsumieren fast nichts, investieren auch nicht (Gewinnmaximierung auch durch rausschmeißen von Arbeitnehmer) und fortpflanzen sich auch kaum.
Wegen steigender Armut - Deutschlands Bevölkerung schrumpft stetig!
Kaum zu glauben, aber das sieht aus wie die selbst entwickelte Modifikation des Kaufman-Plans "Germany must perish!" aus dem Jahre 1941. (Heutzutage die Armut "sterilisiert"! Dazu kommt noch, de facto, die staatliche Kinderfeindlichkeit! Den Spitzenpolitikern ist es lieber weitere Steuervergünstigungen für Wohlhabenden, also auch für sich, als z.B. die Abschaffung der Kita-Gebühren!)

Also, es ist höchste Zeit kehren zur Prinzipien, die wirklich die Wirtschaft ankurbeln und die Armut bekämpft: "Gib dem kleinen Mann Geld (die Möglichkeit Geld zu verdienen), dann gibt er's wieder aus".

Resümee:

- Für die Handlungsfähigkeit des Staates braucht man Geld.
- Durch Wirtschaftskriminalität (u.a. leer Staatskassen, Massenarbeitslosigkeit, zaristische Steuergeschenke für das Spekulationskapital) versuchen die Spitzenvolkspolitiker den Weg zurück ins 19. Jahrhundert zu pflastern, um das Volk noch mehr auszubeuten.
- Das Kapital beteiligt sich nur indirekt, durch sog. Lohnnebenkosten, an Sozialkassen.
Durch die Produktivitätssteigerung braucht man immer weniger Arbeitnehmer.
Deshalb ist es höchste Zeit das Kapital direkt an die Beteiligung an Sozialkassen zu koppeln. Nur durch das lassen sich die Lohnnebenkosten effektiv sinken.
- Auch die Steuergeschenke müssen weg. Die Vermögenssteuer muss leider zurück. Sonst wird das Prinzip: "Staatsraub" der Armen fortgesetzt. Und natürlich wäre es nicht das erste Mal, dass der Reichtum auf der Verarmung der Bevölkerung basieren würde.

Aber manchmal muss man zurückrudern, weil sich nur so der Wohlstand für das Volk erreichen und dem IV-Reich vorbeugen lässt. (Vorbote ist schon da: Muslim-Test. Obwohl ganz möglich, dass er nur als Terrorismusbekämpfung gedacht war.)

Andernfalls kann die Guillotine zur Aktion kommen, um wie in der französischen Revolution damalige u.a. ökonomische Debilität (die auch Finanznot, u.a. im Zusammenhang mit den heutigen USA, meisterte) endlich zu enthaupten. Manchmal geht es nicht anders!
coffeinjunky
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BeitragVerfasst am: 23 Jan 2006 - 23:05:00    Titel:

Ach ja, das deutsche Volk und seine Leid-Kultur. Das Leiden in Form des Jammerns macht ihm immer Spaß, nur Konstruktivität, das wird hin und wieder vermisst.
Sheep
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Anmeldungsdatum: 14.06.2005
Beiträge: 972

BeitragVerfasst am: 24 Jan 2006 - 19:38:28    Titel:

Zitat:
Also, es ist höchste Zeit kehren zur Prinzipien, die wirklich die Wirtschaft ankurbeln und die Armut bekämpft: "Gib dem kleinen Mann Geld (die Möglichkeit Geld zu verdienen), dann gibt er's wieder aus".


Mensch, das ist DIE LÖSUNG !

Jeder überweist jedem 100 Euro ! Dann werden wir alle reich, kaufen natürlich was das Zeug hält, damit auch die Wirtschaft "angekurbelt" wird, und dadurch bekommen wir alle einen Arbeitsplatz.
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