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Lehrer werden - aber was für einer und wie ?
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euRope
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Anmeldungsdatum: 03.01.2006
Beiträge: 47

BeitragVerfasst am: 04 Jan 2006 - 15:13:21    Titel: Lehrer werden - aber was für einer und wie ?

hoLa,

ich mach grad studium/ausbildung im gehobenen dienst zum diplom verwaltungswirt.
is aber nich so wirklich mein ding, da sich ständig alles um irgendwelche paragraphen dreht. deswegen schau ich mich zzt nach was anderem um.

lehrer würd ich zb gern werden.

n freund von mir studiert grad an der ph freiburg mit dem ziel grundschullehrer zu werden.
da sind mir die kinder aber glaub ich doch noch n bisschen zu klein.
ich war als zivi lange in der grundschule - war eigentlich schon sehr geil und lustig gewesen, aber sich sein ganzes leben lang aufm niveau von nem kleinkind bewegen is glaub vorallem fürn kerl nich so lustig ( frauen liegt das eher - so is das gemeint, deswegen sind ja auch fast alle grundschullehrer und kindergärtnerinnen frauen, zb. diese babysprache die man ab und zu benutzen muss und sowas.. )

jezz bewerb ich mich also bei der ph freiburg für realschullehrer ( und falls des nich klappt als alternative auch noch als grundschullehrer )


ich würd aber auch gern ma wissen was man machen muss um gymi lehrer zu werden.
ich weiss nur das man da nich an der ph sondern an ner "normalen" uni studiert, zb Geschichte.
muss man dann noch zusätzlich erziehungswissenschaften studieren - und was noch ? etc etc..

wäre sehr dankbar für hilfe !
erzählt alles was ihr wisst, was ihr von meinem plan haltet etc etc.

meine fächerkombi mit der ich mich bewerben will is übrigens :
geschichte als hauptfach, deutsch als leitfach und politikwissenschaft als affines fach.
was haltet ihr davon ?

danke schonmal !
UxPx
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Anmeldungsdatum: 01.01.2006
Beiträge: 14

BeitragVerfasst am: 04 Jan 2006 - 16:12:22    Titel:

Vorneweg: Ich studiere kein Lehramt, allerdings ist meine Freundin gerade mit Lehramt Realschule fertig geworden und ich kenne auch einige Grundschullehrämter. Daher sind meine Infos eher aus 2. Hand.

In den meisten Bundesländern ist es so, dass es für jede Schulgattung einen Studiengang gibt. Also Lehramt Grundschule, Lehramt Realschule etc.
Lehramt Grundschule ist in der Regel verhältnismäßig viel Pädagogik und Didaktik, wohingegen das zum Beispiel bei Realschule eine eher untergeordnete Rolle spielt. Bei Realschule und Gymnasium wird mehr Wert auf die Fächer gelegt, die du unterrichten willst.

Ersteinmal solltest du dir aber wirklich klar werden was du willst. Grundschullehrer und Realschullehrer sind zwei absolut unterschiedliche Schuhe. Überspitzt: Grundschullehrer sind gut bezahlte Kindergärtner und Realschullehrer prügeln sich den ganzen Tag mit pubertären Halbstarken herum. => Ganz verschiedene Welten!

Desweiteren sollte man sich natürlich auch Gedanken machen wie viel Zukunft der Job hat. Es heißt zwar, dass überall Lehrer gesucht werden, aber zum einen ist das relativ und zum anderen können sich die Länder auch nicht wirklich erlauben so viel Kohle rauszuwerfen. Letzteres führt z.B. dazu, dass in vielen Bundesländern die Referendarstelle sehr knapp angelegt sind.
Als Realschullehrer hast du wohl insgesamt mehr Chancen, als als Grundschullehrer (außer vielleicht in Bundesländern, in denen Grund-/und Hauptschuleleramt zusammen gelegt sind), da Lehramt Grundschule meines Wissens recht überlaufen ist. Allerdings ist dann die Fächerkombination Deutsch und Geschichte eher ungeschickt, weil das so ziemlich jeder macht. Mit Mathe hättest du da schon wesentlich bessere Chancen.
euRope
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Anmeldungsdatum: 03.01.2006
Beiträge: 47

BeitragVerfasst am: 04 Jan 2006 - 16:22:26    Titel:

jau danke.
das mit mathe denk ich mir auch, aber das hat ja auch seinen grund : die wenigsten mögen und können mathe.
ich gehör leider auch dazu :-/

ich mein ich hatte in der 12. / 13. klasse immer so 8-9-10 punkte, aber ich hab mich auch echt angestrengt und hatte auch nachhilfe.

ich glaub nich das ich das packen würde..
UxPx
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Anmeldungsdatum: 01.01.2006
Beiträge: 14

BeitragVerfasst am: 04 Jan 2006 - 16:47:47    Titel:

Das mit Mathe war ja auch nur ein Beispiel. Die Frage ist: Interessiert dich Deutsch und Geschichte wirklich so sehr, dass du es studieren möchtest oder sind es einfach nur die Fächer, die dir als erstes eingefallen sind?

Mein Eindruck bei vielen Lehramtsstudenten ist, dass sie frisch von der Schule kommen, gerade das Abi in der Tasche haben und einfach nicht wissen was sie machen sollen und da Lehrer eben der Beruf ist, den sie am besten kennen, studieren sie Lehramt. Bei Mädels wird es dann vielfach Grundschulpädagogik, weil kleine Kinder ja eh süß sind und ansonsten wählt man sich die Fächer aus, die den Eindruck machen am leichtesten zu sein. Das ist dann meist Deutsch, Geschichte, vielleicht noch Erdkunde. Das Problem ist aber eben, dass sehr viele auf der Suche nach einem leichten Weg sind.
(Ich will keine Vorurteile streuen, aber das ist meine subjektive Wahrnehmung)

Für ein Lehramtstudium würde ich mich entscheiden, wenn mich die Arbeit mit Teenagnern fasziniert, ich nicht leicht reizbar und unempfindlich gegen Stress bin und wenn es zwei Fächer gibt, die mich wirklich enorm interessieren. Wenn das bei Geschi und Deutsch bei dir der Fall ist, kann ich dir nur dazu raten.
Du mußt dich ja nur an deine eigene Schulzeit erinnern: Es gab Lehrer, die waren von ihrem Fach begeistert und die haben es auch geschafft die Schüler für ihr Fach zu begeistern und es gab Lehrer, die haben sich irgendwann 1970 einmal einen Ordner mit allen Unterlagen angelegt und den beten sie Jahr um Jahr runter. Ich für meinen Teil kann mir nicht vorstellen, dass diese Art von Lehrer wirklich glücklich in ihrem Job werden.

Umgekehrt ist es bei Mathe natürlich auch so: Ich studiere Informatik und hatte in vielen Mathevorlesungen Lehrämter sitzen, die das studierten eben weil sie ganz gut in Mathe waren und es studiert haben weil sie sich so gute Jobaussichten erhoffen. Die haben reihenweise abgebrochen.

Ich kenn mich mit dem Beruf des Verwaltungswirt nicht aus, aber gibt es nicht auch Fächer die damit etwas zutun haben? Eventuell könntest du dir ja auch über die Berufsschule Gedanken machen. Nur mal so als weitere Anregung,
Annette89
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Anmeldungsdatum: 15.12.2005
Beiträge: 2228

BeitragVerfasst am: 04 Jan 2006 - 19:16:03    Titel:

Zitat:
Grundschullehrer sind gut bezahlte Kindergärtner


na, ganz so ist das nicht... Rolling Eyes
aber bitte keine grundsatzdiskussion jetzt Mr. Green
UxPx
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Anmeldungsdatum: 01.01.2006
Beiträge: 14

BeitragVerfasst am: 04 Jan 2006 - 19:29:55    Titel:

Lucie23 hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Grundschullehrer sind gut bezahlte Kindergärtner

na, ganz so ist das nicht... Rolling Eyes

Ich habe ja geschrieben, dass ich es überspitzt darstellen wollte, um deutlich zu machen, dass Lehramt Realschule und Grundschule nicht wirklich viel miteinander zutun hat. Es ist einfach etwas ist. Das fängt beim Studium an und hört beim Arbeitsalltag auf.

Sorry, falls ich jemandem auf den Schlips getreten bin. Wink
Tom84
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Anmeldungsdatum: 29.07.2005
Beiträge: 216

BeitragVerfasst am: 04 Jan 2006 - 19:38:51    Titel:

- deleted -

Zuletzt bearbeitet von Tom84 am 04 März 2009 - 15:13:36, insgesamt einmal bearbeitet
euRope
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Anmeldungsdatum: 03.01.2006
Beiträge: 47

BeitragVerfasst am: 04 Jan 2006 - 19:46:13    Titel:

Ja, also geschichte interssiert mich wirklich - schon immer - und deutsch hat auch immer zu den fächern gehört die ich lieber hatte, wobei ich so jambus kakke und den dreck nie gelernt hab weil ich das nich so interssant fand.

aufsätze über bestimmte themen, bücher etc das fand ich gut.
effi briest fanden die meisten aus meiner klasse scheisse - ich fands super ^^

was ich auch noch interessant fand war bio (hatte ich als lk), aber chemie und vorallem physik fand ich scheisse.


naja.. is schwierig mit mir ich weiss.

ich weiss auch mittlerweile echt nich mehr ob ich grund oder realschule machen soll.

in der realschule könnts mir vielleicht schon mal irgendwann zu stressig werden wenn die mich dauernd fertig machen.
grundschule wär da schon sicher gechillter, aber es stört mich halt nen bisschen das die kleinen noch so wenig blicken und man ihnen halt echt nur des abc und 1x1 beibringt - überspitzt gesagt Wink


es is so schwierig !
UxPx
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Anmeldungsdatum: 01.01.2006
Beiträge: 14

BeitragVerfasst am: 04 Jan 2006 - 20:28:48    Titel:

euRope hat folgendes geschrieben:

grundschule wär da schon sicher gechillter,

Also dadrauf würde ich nicht unbedingt wetten.
Eine Freundin von mir hat Grundschule studiert und macht gerade Vertretung während sie auf ihr Refrendariat wartet. So wie ich das mitbekommen habe ist die jeden Abend fertig mit den Nerven.

Kinder sind auch stressig, aber eben auf eine andere Art und Weise als pubertierende Jugendliche.
Annette89
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Anmeldungsdatum: 15.12.2005
Beiträge: 2228

BeitragVerfasst am: 04 Jan 2006 - 23:44:35    Titel:

Zitat:
Es ist als Lehrer unabdingbar autoritär zu sein, ganz egal welche Klasse an welcher Schuform - sonst wird man in diesem Beruf nie glücklich werden.

Das stimmt. Es muss natürlich auch die "richtige Art" von Autorität sein.
In einer neuen Studie hat sich herausgestellt, dass den Schülern selbst vor allem wichtig ist, dass der Lehrer durch fundiertes Fachwissen überzeugt und die Autorität des Lehrers vor allem auf intellektuelle Art und Weise zum Ausdruck kommt.

Zitat:
UxPx schrieb: Sorry, falls ich jemandem auf den Schlips getreten bin.

bist du nicht Wink , ich studiere selbst nicht grundschullehramt, aber ich denke dennoch aufgrund eineiger praktischer erfahrungen (und auch aufgrund der Erfahrungen von freundinnen, die es studieren), dass man es nicht unterschätzen sollte. (nicht dass ich dir jetzt unterstellen würde, dass du das getan hättest Wink aber viele Leute tendieren ein bißchen dazu.) natürlich ist der Inhalt der Fächer nicht wie bei LA Gymnasium, dafür ist das mit der Didaktik teilweise "anspruchsvoller" und fordert einen durchaus auch sehr...
Bei Lehramt Grundschule liegt der Hauptanspruch wohl einfach nicht im Studium, das soll sehr gut machbar sein, dafür ist halt der Beruf selbst recht anspruchsvoll, wenn man einen Sinn darin sieht und das ernst nimmt.
Wie auch immer, hat halt alles Vor- und Nachteile, je nachdem, wie man das persönlich sieht... Smile
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