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wie kann man sich auf das Studium vorbereiten?
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shazarar
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Anmeldungsdatum: 13.01.2006
Beiträge: 1
Wohnort: Saarbrücken

BeitragVerfasst am: 13 Jan 2006 - 12:52:54    Titel: wie kann man sich auf das Studium vorbereiten?

Hallo,

mein Freund möchte zum WS 06 ein Jurastudium anfangen und er will jetzt schon anfangen, sich darauf vorzubereiten.

Die Frage(n) ist(sind) also:
Wie kann man sich vorbereiten?
Was genau ist für das Studium von Bedeutung?
Worauf sollte man achten?
Welche Bücher sind für den Einstieg zu empfehlen?

Könnt ihr mir da evtl. ein paar Tipps geben? Dafür wäre ich wirklich dankbar!

Liebe Grüße,
shazarar
Shafirion
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Anmeldungsdatum: 01.04.2005
Beiträge: 1290

BeitragVerfasst am: 13 Jan 2006 - 13:04:10    Titel:

Da ich ohnehin ein Verfechter der These bin, man lernt den Stoff letztlich besser selbst mit Büchern - ob auf der Couch oder in der Bibliothek bleibt freilich Geschmackssache - würde ich hier einfach zu verständlichen Erstsemesterwerken raten.

Meine Empfehlungen wären da Brox für BGB-AT, Wessels/Beulke für Strafrecht AT und für Staatsorganisationsrecht bin ich mir nicht sicher. Vom Ipsen kann ich aber abraten. Dazu würde ich im je ein Hemmer Fallheft empfehlen. So kann er sich schonmal in die Materie einlesen. Und wo im die Lehrbücher zu abstrakt und theoretisch sind, schaut er sich die Umsetzung in seinem Fallheft an. Wink
Recht komisch
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Anmeldungsdatum: 22.07.2005
Beiträge: 1956
Wohnort: Ruhrgebiet

BeitragVerfasst am: 13 Jan 2006 - 14:40:18    Titel:

Hi,
ich würde weniger sofort Fachbücher empfehlen; wichtig ist, sich erstmal eine grundlegende Orientierung (Google, Seiten von Professoren etc.) zu verschaffen, wovon das Studium überhaupt handelt. Angesichts des desolaten Berufsmarktes für Juristen ("Juristenschwemme") sollte man schon sicherstellen, daß einen die Themenbereiche des Studiums wirklich interessieren - als "Pragmatikstudium" scheint Jura mittlerweile wenig geeignet
Diese Seiten könnten schonmal helfen:
http://www.jura.uni-tuebingen.de/reichold/erstsemester/
http://www.uni-rostock.de/fakult/jurfak/Hardtung/
http://www.lrz-muenchen.de/~Lorenz/
http://www.dennisbreuer.de/
Mitschi
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Anmeldungsdatum: 20.03.2005
Beiträge: 217

BeitragVerfasst am: 13 Jan 2006 - 16:10:17    Titel:

Shafirion hat folgendes geschrieben:
Da ich ohnehin ein Verfechter der These bin, man lernt den Stoff letztlich besser selbst mit Büchern - ob auf der Couch oder in der Bibliothek bleibt freilich Geschmackssache - würde ich hier einfach zu verständlichen Erstsemesterwerken raten.


Jau, die These untersütze ich auch. Ab mit der Literatur auf die Couch und dann los. In den ersten Semstern sind die Arbeitsgemeinschaften auch ziemlich sinnvoll, aber die Vorlesungen.....naja.....
Wenn der Prof gut ist, dann gehe ich auch gerne hin, aber da gibbet auch leider ganz andere....Wink


Shafirion hat folgendes geschrieben:

Meine Empfehlungen wären da Brox für BGB-AT, Wessels/Beulke für Strafrecht AT und für Staatsorganisationsrecht bin ich mir nicht sicher. Vom Ipsen kann ich aber abraten. Dazu würde ich im je ein Hemmer Fallheft empfehlen.


Sehr schöne Empfehlungen. Die Bücher hätte ich auch genannt. Jedoch hätte ich den Ipsen im Staatsorganisationrecht noch gerne hinzugefügt. Wer sonst? Maurer? Rolling Eyes
Zudem gibt es ein Buch von Uwe Wesel mit dem Namen "Juristische Weltkunde". Ist ein sehr schönes Werk, welches versucht dem Leser die Arbeit und Arbeitsweise von Juristen zu erklären. Hat, glaube ich, etwas mehr als 200 Seiten.
Recht komisch
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Anmeldungsdatum: 22.07.2005
Beiträge: 1956
Wohnort: Ruhrgebiet

BeitragVerfasst am: 13 Jan 2006 - 16:52:45    Titel:

Wenn´s denn Bücher sein sollen, kann ich noch Schimmel, Juristische Klausuren und Hausarbeiten richtig formulieren, empfehlen; vermittelt mE einen schönen Einstieg für Anfänger (nicht nur...) hinsichtlich dessen, wie der sog. Gutachtenstil und die Gesetzesanwendung in Arbeiten funktionieren.
Das mE wohl beste Buch zum Staatsorganisationsrecht ist zwar der Degenhart; ist aber sehr problem- bzw. klausurorientiert, durchaus anspruchsvoll und recht trocken, daher für Anfänger nur bedingt zu empfehlen. Es muß noch bessere Bücher geben, die diese an sich recht spannende Materie zur Einführung einigermaßen unterhaltsam aufbereiten.
Klaus_Kinski
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Anmeldungsdatum: 10.10.2005
Beiträge: 90

BeitragVerfasst am: 13 Jan 2006 - 19:16:05    Titel:

Fürs Strafrecht würde ich eher den Rolf Schmidt empfehlen, da er sehr übersichtlich ist.
Vor allem für dei Anfangsemester.
Beulke ist am anfang echt schwere Kost (Fussnoten im laufenden Text).
Ansonsten würde ich deinem Freund empfehlen, sich ein paar Jura Vorlesungen anzuhören um zu sehen, was ihn praktisch erwatrtet.
Ausserdem kann er noch zu der fachschaft gehen und sich Infomaterial geben lassen.

Mfg
My
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Anmeldungsdatum: 19.05.2005
Beiträge: 148

BeitragVerfasst am: 13 Jan 2006 - 19:45:18    Titel:

Ich würde mich nur in VL setzen und die freie Zeit genießen, die man noch hat!!!! Hinter bücher wirst du dich noch genug klemmen Wink
Krawallbiene
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Anmeldungsdatum: 15.08.2005
Beiträge: 5181

BeitragVerfasst am: 14 Jan 2006 - 15:31:43    Titel:

hallo!

ich bin gerade im ersten semester jura in köln.

verstehe nicht wirklich warum sich alle schon vorher darazuf vorbereiten wollen?!
Ich finde den stoff sehr komplex und ohne die vorlesung weiß ich nicht obs nur das einfache bücherlesen gebracht hätte.
ich mein sicher kannman bücher vorher lesen, aber da stehen ja sachen drin von denen man, oder bzw ich vorher noch net wirklich was gehört hat.
Außer staatsrecht, das kennt man ausm SOWI unterricht wenn man nen guten gehabt hat!
Aber BGB oder Strafrecht...oder schuldrecht..naja das is für mich alles neuland.
aber auch ich kann den Brox für BGB empfehlen. den hatte ich auch.
Für Schuldrecht- naja ich hab den looschelders- den find ich net soo gut.
Strafrecht is wohl geschmackssache...ich hab den Wessels/beulke. ich persönlich find den ok. Und für staatsrecht hab ich den ipsen...

Es kommt immer auf die person an.
Aber an deiner stelle würd ich das alles auf dich zu kommen lassen. Du wirst noch früh genug Bücher dazu lesen.

Falls noch fragen hast, kannste mich ja ma anschreiben...bin ja im 1. Semester udn quasi direkt an der quelle was den neuanfang betrifft.

grüße
Marina85
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Anmeldungsdatum: 22.06.2005
Beiträge: 4764
Wohnort: Aachen

BeitragVerfasst am: 15 Jan 2006 - 15:57:13    Titel:

Hallo!
Ich bin auch im 1. Sem. in Mainz.
Ich rate auch vom vorher Einlesen ab, das bringt nicht wirklich viel. Ich wollte es selbst nicht glauben, aber wenn du dich z.B. im Strafrecht selbst einliest, verstehst du so gut wie nichts und fragst dich nur: Wie soll man sich das alles merken können?? Die Zusammenhänge kommen erst in den Vorlesung in Verbindung mit den AGs, wo man lernt, den Stoff in die Fälle einzubringen.
Sinnvoll ist es, sich über den Studienablauf zu erkundigen oder im Internet schlau zu machen und ggf. schonmal reinschnuppern in die Abgrenzung der verschiedenen Rechtsgebiete. Ein Buch, das ich auf jeden Fall empfehlen kann, besonders für Anfänger - auch schon vor dem Studium:

http://shop.buecher.de/lernprofi_jura.htm

Das handelt vom Aufbau, den Lerntechniken und Schwierigkeiten im Jurastudium - auch vom richtigen Lernen und wie man Motivation bekommt. Ist echt super und am besten geeignet für Leute, die gerne schon was vorher tun wollen! Vom Stoff und Lernen würd ich hingegen die Finger lassen. V.a. weil ihr auch gar nicht genau wisst, was ihr im 1. Sem. alles habt, z.B. hab ich noch kein BGB, sondern dafür schon Grundrechte.
Von irgendwelchen "Einführungs-Büchern", z.B. "Einführung ins Strafrecht" etc. halte ich generell nicht so viel. ALSO, ich würde das nicht mehr schaffen!! Mir reichen drei Bücher zum durchackern+Vorlesungen+AGs nacharbeiten Wink.
Genießt die freie Zeit, die ihr noch habt. Mir haben das vorher auch alle (@ Mitschi Very Happy ) gesagt, weil ich auch schon vorarbeiten wollte. Ich wollte es nicht glauben, aber es stimmt wirklich: Zum Lernen werdet ihr noch früh genug kommen, schon im 1. Sem. Wink. Und ihr habt auch keinen Nachteil, wenn ihr vorher nichts tut. Es fangen eh alle bei 0 an.
ShocK
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Anmeldungsdatum: 24.06.2005
Beiträge: 44

BeitragVerfasst am: 15 Jan 2006 - 17:45:03    Titel:

Ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen: Es bringt definitiv allenfalls nur "recht wenig", wenn man Fachliteratur liest. Es kann höchstens verwirren oder schlimmstenfalls demotivieren.
Bin selber im 1. Semester. Man versteht die Zusammenhänge erst im Studium, und dafür auch ganz von alleine, wenn man sich mit den Vorlesungen, AGs und dann begleitend den Lehrbüchern beschäftigt. Man ist einfach vorher noch nicht in dieser Welt drin.

Ich selber habe VOR den Studium möglichst viel über das Studium und die Berufsmöglichkeiten an sich herausfinden wollen.

Es war sehr viel hilfreicher, sich Tipps von Bekannten aus höheren Semestern geben zu lassen, im Internet in Foren und ähnlichen Seiten Informationen zum Jurastudium an sich zu finden, als sich schon über ein halbes Jahr vorher mit Lehrbüchern auseinanderzusetzen, die einem, wie ich finde, noch nichts bringen, solange man noch nicht studiert.

Ich selber habe den Sommer vor den Studium mein Leben genossen, Dinge getan, die ich sonst nie geschafft habe oder die sich angesammelt hatten, habe Geld verdient, Urlaub gemacht und genug ausgespannt.

Das solltest du auch deinem Freund raten! Und das möchte ich allen weiteren Lesern und angehenden Jurastudenten raten!

Keine Sorge, man hat am Anfang des Studiums genug Zeit, den Stoff zu lesen und zu verinnerlichen, man verlangt - insbesondere im 1. Semester - nichts unmögliches von euch.

MfG,

ShocK
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