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Verbesserungsversuch im Examen
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mark twain
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Anmeldungsdatum: 31.10.2005
Beiträge: 9

BeitragVerfasst am: 19 Jan 2006 - 14:23:59    Titel: Verbesserungsversuch im Examen

Hallo zusammen!

Ich habe in meinem Examen erlebt, daß hier einige tatsächlich beim Schummeln erwischt worden sind. Schemata im Schönfelder u.a.
Dabei habe ich mich jetzt gefragt, was wäre hier die Konsequenz im Verbesserungsversuch? Viele nehmen ja gerne fremde Hilfe bei der Hausarbeit in Anspruch, was im krassen Fall ja sicherlich zum Nichtbestehen der gesamten Prüfung führt (Inanspruchnahme eines Ghostwriters führt sogar zur Aberkennung eines Wiederholungsversuches).

Kann eine solche Täuschung im Verbesserungsversuch denn auch dazu führen, daß die ursprünglich rechtmäßig bestandene Prüfung für nicht bestanden erklärt wird? Das wäre ja mal richtig heftig!
Was meint ihr?
mark twain
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Anmeldungsdatum: 31.10.2005
Beiträge: 9

BeitragVerfasst am: 20 Jan 2006 - 00:48:10    Titel:

Hey, hat keiner eine Idee dazu?
Oder ist das so eindeutig?
mark twain
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Anmeldungsdatum: 31.10.2005
Beiträge: 9

BeitragVerfasst am: 22 Jan 2006 - 19:50:29    Titel:

Also, nochmal letzter Versuch.
Hat keiner Lust das Thema zu diskutieren?
Recht komisch
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Anmeldungsdatum: 22.07.2005
Beiträge: 1956
Wohnort: Ruhrgebiet

BeitragVerfasst am: 23 Jan 2006 - 00:21:24    Titel:

Also, das JAG NRW ermächtigt bei einem Täuschungsversuch in der Wiederholungsprüfung grundsätzlich nicht zur Aberkennung eines bereits bestandenen Versuches; könnte mir aber vorstellen, daß bei besonders grobem Fehlverhalten, Kauf einer Hausarbeit o. ä., wegen fehlender Eignung oder aber erheblichen Verdachts, auch bei der ersten Prüfung geschummelt zu haben, Möglichkeiten bestehen, das StEx dauerhaft zu verweigern.
mark twain
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Anmeldungsdatum: 31.10.2005
Beiträge: 9

BeitragVerfasst am: 23 Jan 2006 - 00:55:36    Titel:

Ich hätte dazu folgende Idee:
Sofern der Verbesserungsversuch erfolgreich war,
wird ja ein neues Zeugnis ausgestellt.
Dies ersetzt dann doch das alte.
Wen dieses neue Zeugnis unrechtmäßig war,
so müßte es doch wieder zurückgenommen werden.
Das erste wurde doch aber schon durch das zweite ersetzt.
Damit bliebe ja nichts mehr übrig.
Oder wie ist der genaue Ablauf beim Verbesserungsversuch?
Recht komisch
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Anmeldungsdatum: 22.07.2005
Beiträge: 1956
Wohnort: Ruhrgebiet

BeitragVerfasst am: 23 Jan 2006 - 01:36:10    Titel:

Schätze mal, daß die rechtliche Konstruktion in erster Linie vom entsprechenden Landesgesetz abhängt. Im JAG NRW steht nur, daß über den zweiten Versuch ein Zeugnis ausgestellt wird, nicht aber, daß das erste damit gegenstandslos wird; von einer "Erledigung" würde ich auch nicht ohne weiteres ausgehen (wohl aber von einer seeehr gründlichen Überprüfung des ersten Versuchs hinsichtlich einer Täuschung Wink ).
mark twain
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Anmeldungsdatum: 31.10.2005
Beiträge: 9

BeitragVerfasst am: 23 Jan 2006 - 17:44:12    Titel:

Man könnte das ja noch weiter spinnen:
Derjenige hat bereits sein zweites Examen abgelegt, wurde aufgrund des 1. Versuchs in den Referendariatsdienst eingestellt und ist als RA tätig.
Dann müßte man ja quasi nochmal neu beginnen,
obwohl die Einstellung in den Referendardienst völlig rechtmäßig erfolgt ist.
Recht komisch
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Anmeldungsdatum: 22.07.2005
Beiträge: 1956
Wohnort: Ruhrgebiet

BeitragVerfasst am: 23 Jan 2006 - 17:57:34    Titel:

Vielleicht soll man ja letztlich die Wahl haben, auf welches bestandene Staatsexamen man sich beruft. Wenn das zweite flöten geht, hat man sozusagen noch die erste Prüfung "in Reserve" Laughing
mark twain
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Anmeldungsdatum: 31.10.2005
Beiträge: 9

BeitragVerfasst am: 23 Jan 2006 - 18:37:41    Titel:

Möglicherweise.
In der Praxis ist der Fall wahrscheinlich auch noch nie vorgekommen.
Recht komisch
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Anmeldungsdatum: 22.07.2005
Beiträge: 1956
Wohnort: Ruhrgebiet

BeitragVerfasst am: 23 Jan 2006 - 19:30:32    Titel:

Erst jüngst ging das Urteil herum, daß jemandem wegen groben Fehlverhaltens während des ersten Versuchs auch die Wiederholungsprüfung aberkannt wurde. Die Möglichkeit ist zwar (zumindest in NRW) gesetzlich explizit geregelt, doch wurde allerorten die gerichtliche Klärung der Frage, wann das genau geschehen darf, als "neu" aufgenommen. Dementsprechend wird es wohl den umgekehrten Fall erst recht noch nie gegeben haben.
Als derart grob wurde das Fehlverhalten auch nur bewertet, weil es da um die Beauftragung eines Ghostwriters für die HA ging, was sicher nur äußerst selten überhaupt herauskommt (anders als Schemata im Schönfelder etc.).
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