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Klausur in "Einführung Recht" - Schema?
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tweety500
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Anmeldungsdatum: 12.08.2005
Beiträge: 3
Wohnort: Baden-Württemberg

BeitragVerfasst am: 20 Jan 2006 - 21:52:07    Titel: Klausur in "Einführung Recht" - Schema?

Hallo,

ich studiere einen betriebswirtschaftlichen Studiengang und schreibe nächste Woche eine Klausur in "Einführung Recht".

Mein größtes Problem bei der Beantwortung von Fragen ist die Art und Weise wie man eine Antwort aufbaut.
Gibt es dafür ein Schema, nachdem man vorgehen kann?

Gruß tweety500 Very Happy
Slade
Gesperrter User
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Anmeldungsdatum: 08.09.2005
Beiträge: 99

BeitragVerfasst am: 20 Jan 2006 - 22:13:45    Titel:

einführung recht?
lol naja ich denke eher dass ihr standart fragen bekommt und die kanst du ohne prüfungsschema beantworten Laughing
vielleicht meinst du ja aber was anderes denn für fast alle bereiche gibt es prüfungsschemen.
tweety500
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Anmeldungsdatum: 12.08.2005
Beiträge: 3
Wohnort: Baden-Württemberg

BeitragVerfasst am: 20 Jan 2006 - 23:04:53    Titel:

Naja, es sind jetzt nicht unbedingt die schwierigsten Themenstellungen, dass gebe ich zu...

Ich weiß z. B. bei einem Fall, dass der § 823 BGB (Schadensersatzpflicht) betroffen ist. Leider reicht es nicht, einfach nur den nötigen Paragraphen zu nennen (auch wenn es "nur" Standardfragen sind), sondern soll ich diesen auf seine Gültigkeit für den jeweiligen Fall prüfen. Wie gehe ich dann vor? Ist es richtig, den einzelnen Paragraphen nach seinen Voraussetzungen und seiner Rechtsfolge zu untersuchen?
Slade
Gesperrter User
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Anmeldungsdatum: 08.09.2005
Beiträge: 99

BeitragVerfasst am: 22 Jan 2006 - 18:40:59    Titel:

ja klar ist es wichtig die voraussetzungen des §823 zu nennen und zu prüfen. wie es geht siehst du hier.

schadenersatz aus 823

1. rechtsgutsverletzung (siehe gesetzes text)
2. durch den "täter"
a. handlung
b. erfolg
c. kausalität (äquivalent und adäquat)
3. rechtswidrigkeit (ja, wenn keine rechtfertigungsgründe "notwehr" vorliegen)
4. schuld (vorsätzlich oder fahrlässig)
5. schadenersatz (rechtsfolge) aus 249 und ggf. 253
hani125
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Anmeldungsdatum: 24.01.2006
Beiträge: 1205
Wohnort: Köln

BeitragVerfasst am: 26 Jan 2006 - 00:30:29    Titel:

Folgende Vorgehensweise ist anwendbar.

Vor dir liegt irgend ein Sachverhalt (das Geschehen des Falles).

Dann stellst de dir immer die Frage
Wer will von Wem Was Woraus?

Das nennt man die vier großen W's (Wer von Wem Was Woraus)
Dann suchst du so lange im Gesetz herum bist du irgendne
Bestimmung findest die auf diese Frage Antwort geben könnte.

Zu Einleitung deiner Bearbeitung des Falles formulierst du dann
einen einleitenden Satz (im folgenden Obersatz genannt) sinnigerweise an die 4 W's denken.


Beispiel.....

A kann gegen B einen Anspruch auf Schadenersatz aus §823 I haben.

Dazu müßten die Voraussetzungen des §823 I vorliegen.

§823 I bestimmt "Wer vorsätzlich oder fahrlässig das Leben, den Körper, die Gesundheit, die Freiheit, das Eigentum oder ein sonstiges Recht eines anderen widerrechtlich verletzt, ist dem anderen zum Ersatze des daraus entstandenen Schadens verpflichtet."

(Nun prüft man ob das Geschehen/Sachverhalt sich unter die Vorrausetzungen des §823 I einordnen läßt. Das Geschehene muß sich begrifflich mit dem Tatbestand des §823 I decken. Ist dies der Fall ist der Tatbestand erfüllt; wenn nicht ist der Tatbestand nicht erfüllt. Notfalls müssen dabei einige Mermale des Tatbestandes die nicht selbsterklärend sind näher erläutert werden. Das ist später zwingend, da du aber gerade erst anfängst kann das von dir nicht in juristischer Genauigkeit erwartet werden, daß du weißt was Vorsatz bedeutet oder Kausalität deshalb reicht es zunächst, daß du versucht den Sachverhalt unter dem Tatbestand einzuordnen)

A hat vorsätzlich den Körper einer anderen Person mit einem Messer verletzt. Da da diese Handlung nicht gerechtfertigt war, geschah sie widerrechtlich. Dem A ist dadurch ein Schaden an seiner Gesundheit entstanden.

Folglich liegen die Voraussetzungen des §823 I vor.

Der Anspruch des A gegen B auf Ersatz des Schadens ist entstanden.
Die Höhe des Schadens ergibt sich aus §249 BGB.

(Wenn nichts mehr im Sachverhalt für die Prüfung anderer gesetzlicher Paragraphen spricht zum Beispiel, wenn er schon den Schaden beglichen hat (juristisch gesehen der Anspruch damit untergegangen) ....oder der Anspruch verjährt ist weil schon mehr als 30 Jahre vergangen ist (juristisch gesprochen der Anspruch nicht mehr durchsetzbar ist) und Sachverhalt nicht unter den Tatbestand dieser Normen eingeordnet werden kannt, sagst du am Ende)

A hat gegen B einen Anspruch auf Schadensersatz aus §823 I BGB in Höhe von xxx Euro.

- - - - - - - - -

Mach dir da nicht so viel Gedanken. Da du gerade erst am Anfang stehst darf man nicht so viel von dir abverlangen.
Das wichtigste ist.

Frag dich zuerst Wer will von Wem Was Woraus (die 4 W's)
Such ne Norm die einschlägig sein könnte.
Prüf diese indem du überprüfst ob sich die Voraussetzungen der Norm mit
dem Sachverhalt/tatsächlichem Geschehen deckt.
Wen du den Tatbestand richtig geprüft hast hast du die richtige Antwort (egal ob diese Antwort JA-der Anspruch aus §x besteht, oder Nein - der Anspruch besteht §x besteht nicht heißt)
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