Studium, Ausbildung und Beruf
 StudiumHome   FAQFAQ   RegelnRegeln   SuchenSuchen    RegistrierenRegistrieren   LoginLogin

Ist es wirklich ratsam mit 26 noch zu Jura zu wechseln?
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen
Foren-Übersicht -> Jura-Forum -> Ist es wirklich ratsam mit 26 noch zu Jura zu wechseln?
 
Autor Nachricht
pk06
Newbie
Benutzer-Profile anzeigen
Newbie


Anmeldungsdatum: 24.01.2006
Beiträge: 3
Wohnort: Hamburg

BeitragVerfasst am: 24 Jan 2006 - 12:23:43    Titel: Ist es wirklich ratsam mit 26 noch zu Jura zu wechseln?

Hallo,

irgendwie zermürbe ich mir schon seit längerem den Kopf und langsam bereitet mir folgendes Problem auch schlaflose Nächte.
Ich bin momentan 26 Jahre alt und studiere technische Informatik. Irgendwie bin ich jetzt aber an dem Punkt angekommen in dem ich das was ich gerade mache in Frage stelle. Es ist einfach so dass ich mir nicht sicher bin, später ein Leben lang nur am PC zu sitzen.

Dadurch dass ich erst vor kurzem mit in diese Abmahnwelle gezogen wurde, bin ich erst richtig auf das Thema Jura aufmerksam geworden. Es war richtig interessant sich durch verschiedene Fälle zu lesen. Auch scheint dieses Fach sehr abwechslungsreich zu sein. Vor allem bin ich eher jemand der den Kontakt zu anderen Menschen braucht, ich diskutiere für mein Leben gern und irgendwie möchte ich anderen helfen. Mit meinem jetzigem Studium werde ich aber eher irgendwo in einem Büro oder einem Labor mein Dasein fristen.
Und nun sitze ich hier und überlege alles über den Haufen zu werfen und mit einem kompletten Neuanfang zu beginnen.

Nur mein Alter macht mir zu schaffen, denn dadurch dass ich etwas länger bei der Bundeswehr geblieben bin, habe ich das jetzige Studium spät angefangen und bin momentan im 4. Semester und das mit 26.

Beworben habe ich mich für Jura schon und in den nächsten Wochen muss ich mich dann entscheiden ob ich den Schritt wirklich wage, oder in den sauren Apfel beisse und mich durchs Informatikstudium quäle.
Entweder jetzt oder nie, denn wenn ich mit dem SS06 anfange, dann bin ich ende des ersten Semesters 27. Nur lohnt sich das wirklich noch? Hab ich später überhaupt noch Chancen in der Berufswelt einen Fuß zu fassen?
Und auch wenn mir Jura momentan ziemlich interessant erscheint, hab ich doch eher, beim durchlesen einiger Klausuren, diesen "höh?!?"-Effekt; wie kommt der denn jetzt genau auf diese Paragraphen?
Die Fälle finde ich halt richtig interessant, nur hab ich da Angst dass ich einen Fall lösen soll und dann vor der Aufgabe stehe "öhm... joa schuldig". Es stellt sich mir halt die Frage ob ich wirklich schon im ersten Semester in der Lage bin die Sacherhalte so richtig zu erkennen, dass ich genau weiß welche Paragraphen ich wo anwenden muss.

Dass dieser Wechsel die letzte Chance für mich darstellt ist mir klar und ich würde im Falle des Jurastudium meine ganzen Energien darauf konzentrieren und mich richtig hineinknien.

Tja und so sitze ich nun hier und ihr glaubt nicht wie ich daran zu knabbern habe.

Lieben Gruß
Patrick


Zuletzt bearbeitet von pk06 am 24 Jan 2006 - 12:33:24, insgesamt einmal bearbeitet
Helmut79
Full Member
Benutzer-Profile anzeigen
Full Member


Anmeldungsdatum: 29.08.2005
Beiträge: 114
Wohnort: HESSEN

BeitragVerfasst am: 24 Jan 2006 - 12:29:15    Titel: Ja

Ich habe auch erst VWL studiert und bin dann nach dem Vordiplom noch umgesattelt.

War da zwar erst 24, aber auch schon älter wie die meisten.

Das Studium ist in 4 Jahren ganz realistisch zu meistern, und die zwei Jahre zum 2. Stex gehen dann auch noch rum (insofern DU das überhaupt machen willst.

Grüße

Helmut
rosii
Newbie
Benutzer-Profile anzeigen
Newbie


Anmeldungsdatum: 11.01.2006
Beiträge: 26

BeitragVerfasst am: 24 Jan 2006 - 12:35:27    Titel:

Also, Jurastudium bedeutet nicht Pragraphen finden. Du musst Sachverhalte nach einem bestimmten Schema (Gutachtenstil) lösen und richtig subsumieren. Die Pragraphen hast du bei jeder Prüfung als Hilfsmittel in Form eines Gesetzbuches zur Verfügung. Das Problem ist, man lernt, das was nicht im Paragraphen steht und das macht die Masse aus. Aber das wirst du im laufe des Studiums schon erlernen. Setz dich doch mal in einige Vorlesungen rein und schau wie dir die so gefallen. Du musst dir halt sicher sein, dass das das richtige für dich ist. Ich kann dir aber sagen, du wirst gerade bei Jura manchmal verzweifeln und vielleicht wieder an den Punkt kommen, an dem du gerade bist. Viel mit anderen Menschen diskutieren ist hier auch nicht, im endeffekt musst du alleine arbeiten können.
dannyk25
Newbie
Benutzer-Profile anzeigen
Newbie


Anmeldungsdatum: 09.03.2005
Beiträge: 10
Wohnort: Nürnberg

BeitragVerfasst am: 24 Jan 2006 - 13:01:39    Titel:

Also ich würde es mir wirklich lieber genau überlegen, aber das tust du ja auch. Ich habe mit 26 Jahren angefangen, aber mittlerweile würde ich es nicht mehr machen, weil einfach zu lang dauert 6 Jahre und da musst du dann auch vollgas geben. Du musst auch überlegen, dass man mit ende 20 das Leben oft anders sieht. Es rücken andere Dinge in den Vordergrund vielleicht eine Familie gründen usw., aber das kommt natürlich immer auf den Typ an. Viel Glück egal was du machst
Lenny
Junior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Junior Member


Anmeldungsdatum: 01.03.2005
Beiträge: 58

BeitragVerfasst am: 24 Jan 2006 - 13:42:54    Titel:

Also ich habe mit 29 angefangen Jura zu studieren.

Ich bin verheiratet und hatte auch schon einen recht gut bezahlten Job, aber ich muss sagen ich bereue den Schritt keinen Augenblick!!! Ich hatte lange überlegt ob ich mir dieses sehr schwierige und anstrengende Studium noch antun soll, aber es war die richtige Entscheidung. Ich kann jedem nur empfehlen, sich für den Beruf/das Studium zu entscheiden in dem er auf Dauer Spaß haben kann, nur dann kann man wirklich gut in seinem Job sein und wer gut ist findet eine feste Anstellung.

Also geh in die Vorlesung schau Dir an, was Dich erwartet, sprich mit anderen Studenten und wenn möglich frag mal einen Anwalt, ob Du ihm mal für eine Woche über die Schulter schauen darfst. Wenn es Dich dann immer noch interessiert, dann mach es.

Herzliche Grüße
Lenny
hani125
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 24.01.2006
Beiträge: 1205
Wohnort: Köln

BeitragVerfasst am: 24 Jan 2006 - 17:30:18    Titel:

... hmm dachte ich hätte dazu was abgeschickt ... naja war eh zu lang um es zu wiedehrolen
Curtis.BlowE
Newbie
Benutzer-Profile anzeigen
Newbie


Anmeldungsdatum: 15.08.2005
Beiträge: 34

BeitragVerfasst am: 25 Jan 2006 - 17:02:32    Titel:

Also wie es sich anhört bist Du hauptsächlich von Deinem zukünftigen Berufsalltag abgeschreckt und nicht vom Informatikstudium an sich. Du kannst mit Deinem Studium nämlich Patentanwalt werden (sofern Du Informatik an der Uni studierst). Das können nämlich nur Absolventen von technischen Studiengängen. Du müsstest den Studiengang nicht wechseln und könntest nach meinen Informationen als Studienabsolvent in 26 Monaten die Ausbildung zum Patentanwalt durchschreiten.

Wenn es Dich interessiert, kannst Du ja mal als ersten Anlaufpunkt www.kandidatentreff.de nehmen.

Ich hoffe ich konnte Dich bei Deiner Entscheidung ein wenig unterstützen
BitterBlue911
Newbie
Benutzer-Profile anzeigen
Newbie


Anmeldungsdatum: 01.10.2005
Beiträge: 25

BeitragVerfasst am: 03 Feb 2006 - 23:02:51    Titel:

Ich habe gehört, dass Patentanwälte zT sogar händeringend gesucht werden, weil es nur wenige Leute gibt, die die hohen Voraussetzungen erfüllen - ja genau, abgeschlossener technischer bzw. naturwissenschaftlicher Studiengang. Und es soll angeblich eine sehr interessante Tätigkeit sein! (Kommt natürlich auf die Person an.)

Ansonsten: Ich habe auch mit 25 erst mit Jura angefangen. Manchmal mache ich mir zwar auch Sorgen, dass manche Arbeitgeber mich für "zu alt" halten könnten, aber andererseits denke ich mir "Hey, dafür habe ich Lebenserfahrung, die jemand, der direkt nach dem Abi zu studieren angefangen hat, gar nicht haben KANN!" Außerdem finde ich es immer total wichtig, dass was man tut auch mit Hingabe und gerne zu tun, für alles andere ist das Leben zu kurz! Auf keinen Fall würde ich mich durch einen Studiengang quälen wollen, der mir nicht zusagt - bin froh, mein voriges Studium abgebrochen zu haben. Selbst, wenn ich arbeitslos werden sollte, habe ich immer noch etwas studiert, was mir innerlich eine gewisse Befriedigung gegeben hat. Aber im Endeffekt denke ich nicht, dass ein vom schnurgeraden 08/15-Schema abweichender Lebensweg einem gleich alle Berufschancen vermasselt.
eliane
Junior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Junior Member


Anmeldungsdatum: 01.06.2005
Beiträge: 56

BeitragVerfasst am: 03 Feb 2006 - 23:55:28    Titel:

weisst Du, es gibt so viele Jura-Studenten, die direkt mit Jura angefangen haben und dennoch erst Ende zwanzig/ Anfang 30 fertig werden (einfach weil sie nebenher zu viel jobben oder die Sache nicht richtig angehen oder vielleicht den Freischuß nicht schaffen und dann wieder viel Zeit ins Land geht). Wenn es das ist, was Du machen möchtest, würde ich auf das Alter nicht schauen.
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Foren-Übersicht -> Jura-Forum -> Ist es wirklich ratsam mit 26 noch zu Jura zu wechseln?
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Seite 1 von 1

 
Gehe zu:  
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.

Chat :: Nachrichten:: Lexikon :: Bücher :: Impressum