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Hexenjagd auf non-konfomistische Dozenten in USA
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coffeinjunky
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Anmeldungsdatum: 27.07.2005
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BeitragVerfasst am: 29 Jan 2006 - 16:26:52    Titel: Hexenjagd auf non-konfomistische Dozenten in USA

Das Erbe des J.R. McCarthy gibt es anscheinend immer noch:

Zitat:
Los Angeles - Das Angebot zur Bezahlung habe "vom eigentlichen
Problem abgelenkt", sagte der Ex-Student der UCLA in Los Angeles. Deshalb soll es jetzt auch ohne gehen. Zumindest einen Freiwilligen hat Andrew Jones schon gefunden. Ein Student, den er nicht namentlich nennen will, habe eingewilligt, an der bezahlten Kampagne teilzunehmen - er werde jetzt auch unentgeltlich mitmachen.

Jones sorgt sich nach eigenen Worten um die "Professionalität" der Dozenten. Deshalb wollte der ehemalige Vorsitzende der Republikaner auf dem Campus über eine von ihm gegründete Alumni-Vereinigung Informationen über "radikale Professoren" an der University of California (UCLA) sammeln. Bis zu 100 Dollar hatte die "Bruin Alumni Association" Studenten für Unterrichtsmaterialien, Mitschriften und Tonbandaufnahmen angeboten. Sie sollen extreme Ansichten von Professoren "entlarven" - jedenfalls das, was Jones für extrem hält.

Ein Sprecher der Universität sagte, die Aktion von Jones verstoße gegen die Richtlinien der Universität, egal ob mit oder ohne Bezahlung. Die Verbreitung von Kursmaterial ohne Erlaubnis des Dozenten und der Verwaltung sei an der UCLA grundsätzlich verboten. Die Anwältin der Universität hatte zuvor in der "L.A.Times" gedroht, Studenten müssten mit gerichtlichen Schritten rechnen, wenn sie sich auf das Geschäft einließen.

Der "L.A.Times" hatte Jones erklärt, er wolle möglichst viel belastendes Material über die Professoren zusammentragen und veröffentlichen, um die Dozenten zu ausgewogeneren Veranstaltungen oder zur Kündigung zu zwingen. Dabei hat die Alumni-Vereinigung besonders die Linken als Übeltäter ausgemacht. Obwohl offiziell Professoren jeder politischer Ausrichtung verfolgt werden sollen, hat sie bisher ausschließlich Profile von 30 Lehrkräften der Universität veröffentlicht, denen sie linken oder liberalen Missionarseifer unterstellt.

Die angeprangerten Lehrkräfte sahen in der Initiative eine "Hexenjagd", die die Unterrichtsatmosphäre an der Universität von Kalifornien empfindlich beeinträchtige. Drei prominente Mitglieder hatten aus Empörung über die Aktion den Beirat der Bruin Association verlassen, darunter ein ehemaliges US-Kongressmitglied.


Quelle: http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,397441,00.html
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