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Hartz-Reformen - Arbeitsmarkttechnisch ein Flop?
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Freidenker
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Anmeldungsdatum: 27.07.2005
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BeitragVerfasst am: 02 Feb 2006 - 16:39:56    Titel:

Also, Tv-Dokus zufolge ist das mit der Idee hier in Deutschland nicht das Problem. Wir Deutsche machen demnach mit die meißten Erfindungen/Patente weltweit. Das Problem ist, daß die deutsche Bürokratie hier Neuentwicklungen erstickt. Die Erfindungen gehen i.d.R. nach Amiland und kommen dann als Amiprodukt nach Deutschland.
Sheep
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Anmeldungsdatum: 14.06.2005
Beiträge: 972

BeitragVerfasst am: 02 Feb 2006 - 16:47:19    Titel:

Freidenker hat folgendes geschrieben:
Also, Tv-Dokus zufolge ist das mit der Idee hier in Deutschland nicht das Problem. Wir Deutsche machen demnach mit die meißten Erfindungen/Patente weltweit. Das Problem ist, daß die deutsche Bürokratie hier Neuentwicklungen erstickt. Die Erfindungen gehen i.d.R. nach Amiland und kommen dann als Amiprodukt nach Deutschland.


Da muss ich zustimmen. Zusätzlich, wenn eine "Ethik-Kommision", oder eine politische Ideologie gewisse Forschungs und Entwicklungen hierzulande erstickt, bedeutet das nicht, dass die betroffenen Akademiker ihr Steckenpferd nicht weiterbetreiben. Sie wandern oft ab in Länder, wo sie dafür Karriere machen können.
Dann sind die anderen Länder zufrieden, die Wissenschaftler zufrieden, und unsere linken Blockwarte hierzulande ebenfalls. So ist (fast) allen gedient.
W.Kaiser
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Anmeldungsdatum: 09.01.2006
Beiträge: 1623
Wohnort: BGL

BeitragVerfasst am: 02 Feb 2006 - 16:53:49    Titel:

zu:" Also, Tv-Dokus zufolge ist das mit der Idee hier in Deutschland nicht das Problem........"

Das habe ich auch schon gehört, ich kenne den Grund dafür aber nicht.
Auch ist ein Patent ist noch kein Produkt, das sind meist Verbesserungen, es besagt jedoch schon etwas.

@sheep: Sehe ich auch so.
Freidenker
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Anmeldungsdatum: 27.07.2005
Beiträge: 344
Wohnort: Auf´m Sofa

BeitragVerfasst am: 02 Feb 2006 - 17:03:26    Titel:

Und diese Bürokratie wird nun nicht abgebaut, wie uns alle Parteien seit Jahrzehnten erzählen, sondern weiter ausgebaut!
Nebenbei belastet die Bürokratie auch die Staatskasse. Wirklich ärgerlich.

Was ich auch als Insolvenztreiber und damit Arbeitslosigkeitsschaffer ansehe, ist die eingeführte Umsatzsteuervorauszahlung, mit der sich der Staat praktisch einen zinslosen Kredit bei den Unternehmen holt. Und da die Kapitaldecke kleinerer Unternehmer wie z.B. Handwerker nicht besonders dick ist, bedeutet das nicht selten eine staatl. herbeigeführte Insolvenz.

Auch das erzwungene Abgeben von Statistiken durch die Unternehmen an den Bund ist eine kostenverursachende Bürokratie.
W.Kaiser
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Anmeldungsdatum: 09.01.2006
Beiträge: 1623
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BeitragVerfasst am: 02 Feb 2006 - 18:33:07    Titel:

Freidenker hat folgendes geschrieben:
Und diese Bürokratie wird nun nicht abgebaut, wie uns alle Parteien seit Jahrzehnten erzählen, sondern weiter ausgebaut!
Nebenbei belastet die Bürokratie auch die Staatskasse. Wirklich ärgerlich.

Was ich auch als Insolvenztreiber und damit Arbeitslosigkeitsschaffer ansehe, ist die eingeführte Umsatzsteuervorauszahlung, mit der sich der Staat praktisch einen zinslosen Kredit bei den Unternehmen holt. Und da die Kapitaldecke kleinerer Unternehmer wie z.B. Handwerker nicht besonders dick ist, bedeutet das nicht selten eine staatl. herbeigeführte Insolvenz.

Auch das erzwungene Abgeben von Statistiken durch die Unternehmen an den Bund ist eine kostenverursachende Bürokratie.


Leider fehlt mir dazu jetzt das Detailwissen. Die Klagen bezüglich der Statistiken kenne ich, die haben aber sicher auch einen Sinn, nur?
Bürokratie schafft auch Arbeitsplätze. Über die neuen Bundesländer las ich, dass sie von den Transferleistungen zur Entwicklungsförderung x Milliarden in nicht notwendige Arbeitsplätze im öffentlichen Dienst stecken. Diese Leute betreiben dann auch wieder eine Art Bürokratie, der andere zuliefern müssen.
Freidenker
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Anmeldungsdatum: 27.07.2005
Beiträge: 344
Wohnort: Auf´m Sofa

BeitragVerfasst am: 02 Feb 2006 - 19:26:44    Titel:

Das mit der künstl. Bürokratieaufblähung im Osten habe ich auch gelesen. Man muß sich dabei klar machen, daß dabei nichts produziert wird und auch keine wirklich nützliche Dienstleistung geleistet wird. Im Grunde ist das eine Form von Steuerverschwendung. Mit dem Geld hätte man auch eine bessere Pflege in Krankenhäusern oder Altenheimen bereitstellen können. Oder den Ausbau der Ostseeküste für den Tourismus in Angriff nehmen können. Ach, mit mehreren Miliarden läßt sich so viel auf die Beine stellen!

Ich habe immer wieder den Eindruck, daß die etablierten Parteien einen ganz schlechten Job machen.
W.Kaiser
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Anmeldungsdatum: 09.01.2006
Beiträge: 1623
Wohnort: BGL

BeitragVerfasst am: 02 Feb 2006 - 20:23:12    Titel:

Das sind nicht die Parteien, das verantworten schon wir als Wähler. Die tun das was wir wünschen und wählen. Aus Parteien heraus hörte ich schon öfters, dass sie sich andere Wähler wünschen würden.
Pauker
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Anmeldungsdatum: 26.05.2005
Beiträge: 7831
Wohnort: Schwäbisch Hall

BeitragVerfasst am: 03 Feb 2006 - 13:14:39    Titel:

Freidenker hat folgendes geschrieben:
Also, Tv-Dokus zufolge ist das mit der Idee hier in Deutschland nicht das Problem. Wir Deutsche machen demnach mit die meißten Erfindungen/Patente weltweit. Das Problem ist, daß die deutsche Bürokratie hier Neuentwicklungen erstickt. Die Erfindungen gehen i.d.R. nach Amiland und kommen dann als Amiprodukt nach Deutschland.


Wobei man erst mal "Trivialpatente" aus der Rechnung entfernen müsste. Ich hatte letztin ein Patent über einen "Spiralfahrradständer" gesehen - ein Produkt, das Deutschland nicht retten wird...

Gruß
Pauker
Bounts
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Anmeldungsdatum: 13.06.2005
Beiträge: 54

BeitragVerfasst am: 03 Feb 2006 - 17:01:21    Titel:

Die Patente sind doch gar nicht das ausschlaggebende. Das Problem ist dass uns einfach keiner mehr das Geld zur Verfügung stellt. Ein Student hat will sich nach seinem Studium selbstständig machen, geht aber nur wenn er Leute hat die mit Haus und Hof für ihn bürgen.
Alle anderen haben null Chancen sich selbstständig zu machen

Politiker können übrigens keine Arbeit schaffen, sie können nur Firmen ermutigen mehr Leute einzustellen. Sachen wie die Abschaffung des Kündigungsschutzes was ich sehr begrüße wird jetzt eh bald durchgeführt.
Guido
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Anmeldungsdatum: 08.06.2005
Beiträge: 717
Wohnort: Süddeutschland

BeitragVerfasst am: 05 Feb 2006 - 19:37:54    Titel:

W.Kaiser hat folgendes geschrieben:
Die Klagen bezüglich der Statistiken kenne ich, die haben aber sicher auch einen Sinn, nur?


Das gilt für jede einzelne bürokratische Regel, solange man sie isoliert betrachtet. Das Problem ist die schiere Anzahl und ihre rasche Vermehrung. Es ist ein - völlig inhaltsfrei zu betrachtendes - Quantitätsproblem.


W.Kaiser hat folgendes geschrieben:
Bürokratie schafft auch Arbeitsplätze. Über die neuen Bundesländer las ich, dass sie von den Transferleistungen zur Entwicklungsförderung x Milliarden in nicht notwendige Arbeitsplätze im öffentlichen Dienst stecken. Diese Leute betreiben dann auch wieder eine Art Bürokratie, der andere zuliefern müssen.


Bürokratie, öffentlicher Dienst etc. sind eine Form des öffentlichen Konsums (zulasten des privaten Konsums). Sie können keine echten produktiven Arbeitsplätze schaffen sondern allenfalls beim politisch motivierten Verbrauch von Steuergeldern mitwirken.

Ich gebe aber zu, dass es für den einzelnen Gehaltsempfänger im ö.D. irrelevant sein dürfte, wofür er sein Geld bekommt und ob sein Tun nun gesamtwirtschaftlich und -gesellschaftlich sinnvoll ist oder nicht.
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