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warum soll Anreiz für Biodiesel abgewürgt werden ?
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Foren-Übersicht -> Politik-Forum -> warum soll Anreiz für Biodiesel abgewürgt werden ?
 
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carabao
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Anmeldungsdatum: 31.12.2005
Beiträge: 104

BeitragVerfasst am: 03 Feb 2006 - 19:26:00    Titel:

Freidenker, die Idee ist nicht schlecht.

Baeume brauchen natuerlich eine gewisse Zeit, bis sie Ertrag liefern. Aber langfristig sicher eine Moeglichkeit.

Generell bin ich der Meinung, dass die Loesung der Energieprobleme durch viele Techniken angegangen werden muss.

Windenergie, Photovoltaik, Wasserkraft, Holzenergie, Biomasse

Ein wichtiger Punkt ist auch Erdwaerme. Hier steckt ein riesen Potential.
Praktisch unbegrenzt vorhanden und billig umzusetzen ohne Landschaftsverbrauch.
wolfram45
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Anmeldungsdatum: 01.02.2006
Beiträge: 67

BeitragVerfasst am: 03 Feb 2006 - 19:34:43    Titel:

carabao hat folgendes geschrieben:
Generell bin ich der Meinung, dass die Loesung der Energieprobleme durch viele Techniken angegangen werden muss.

Windenergie, Photovoltaik, Wasserkraft, Holzenergie, Biomasse

Ein wichtiger Punkt ist auch Erdwaerme. Hier steckt ein riesen Potential.
Praktisch unbegrenzt vorhanden und billig umzusetzen ohne Landschaftsverbrauch.


was guckst du hier >>

"Einleitung:

In Deutschland wird die Nutzung von Biokraftstoffen über eine vollkommene Befreiung von der Mineralöl- und Ökosteuer gefördert und auch die Europäische Union verfolgt eine ehrgeizige Strategie zur forcierten Substitution von mineralölstämmigen Energieträgern. Im Mai 2003 trat auf EU-Ebene eine Richtlinie zur Förderung der Verwendung von Biokraftstoffen in Kraft, die deren Mindestanteil am Kraftstoffverkauf bis 2005 auf 2% und bis 2010 auf 5,75% festschreibt.

Ziel einer stärkeren Nutzung von Biokraftstoffen ist primär die Verbesserung der Versorgungssicherheit und eine Verminderung der CO2-Emissionen. Zudem wird die Schaffung von neuen Perspektiven für Landwirtschaft und strukturschwache Regionen als willkommener Nebeneffekt angeführt.

Die wirtschaftlichen Chancen im Bereich Biokraftstoffe werden deutlich, wenn man dem gegenwärtigen Marktanteil von unter 1% die Zielvorgaben der EU gegenüber stellt. Auch wenn bereits einige Unternehmen in der Erzeugung von Biokraftstoffen tätig sind, ist dieser zukünftige Milliarden-Markt zudem noch weitgehend unerschlossen.

So steht auch noch nicht fest, welche Biokraftstoffe sich langfristig durchsetzen werden. Ob Pflanzenöl, Biodiesel, Ethanol, aufbereitetes Biogas oder synthetische Biokraftstoffe, jeder Treibstoff hat seine Vor- und Nachteile. Neben Rohstoffpotential und Energiebilanzen sind insbesondere die Herstellungskosten von Bedeutung. Darüber hinaus spielen unter anderem die Integrationsmöglichkeit in die bestehende Tankstelleninfrastruktur und die Kompatibilität zu zukünftigen Motorengenerationen sowie der Brennstoffzellentechnologie eine Rolle. °

http://www.diplom.de/db_go//diplomarbeiten7679.html
Sheep
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Anmeldungsdatum: 14.06.2005
Beiträge: 972

BeitragVerfasst am: 03 Feb 2006 - 23:46:07    Titel:

wolfram45 hat folgendes geschrieben:
Ob BIODIESEL tatsächlich ein "nicht konkurrenzfähiges Produkt" ist wage ich zu bezweifeln. Wenn eine grössere Menge produziert würde, wird ja auch der ProduktionsPreis pro Liter geringer. Zusätzlich die strategischen Vorteile. z.B. weniger Belastung des Grundwassers.


Dann kann man ihn auch gleich besteuern, wie den fossilen Diesel. Sobald die fossilen Brennstoffe teurer werden, wird er automatisch in grösseren Mengen produziert, weil ja damit auch die damit erzielbaren Gewinne steigen.
daysleeper
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Anmeldungsdatum: 08.09.2005
Beiträge: 899
Wohnort: ESSEN

BeitragVerfasst am: 04 Feb 2006 - 14:28:45    Titel:

Zitat:
Der groesste Teil des Biodiesels wird in der konventionellen Landwirtschaft erzeugt. Also mit Kunstduenger, Giftspritzen und herkoemmlichen Traktoren.
Zur Produktion von Kunstduenger wird Erdoel verwendet. Auch Traktoren fahren mit normalem Diesel. Das laesst sich natuerlich aendern, aber die Produktivitaet sinkt dann gewaltig.

Ich bin auch gegen eine Besteuerung, aber man sollte sich von Biodiesel keine Wunder erwarten. Man kann auch nicht auf allen Feldern nur noch Raps anbauen.
Unsere Energieprobleme sind damit (allein) nicht zu loesen.


1. raps ist eine sehr anspruchlose pflanze, und weder dünger bedarf erdöl, noch die traktoren.
http://de.wikipedia.org/wiki/Ammoniumnitrat
und traktoren, die mit diesel fahren, können auch mit biodiesel fahren.

2. hältst du es für sinnvoller, tomaten anzubauen, und diese dann zu vernichten, weil es in der EU zu viele davon gibt?
wolfram45
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Anmeldungsdatum: 01.02.2006
Beiträge: 67

BeitragVerfasst am: 04 Feb 2006 - 14:44:34    Titel:

Sheep hat folgendes geschrieben:
wolfram45 hat folgendes geschrieben:
Ob BIODIESEL tatsächlich ein "nicht konkurrenzfähiges Produkt" ist wage ich zu bezweifeln. Wenn eine grössere Menge produziert würde, wird ja auch der ProduktionsPreis pro Liter geringer. Zusätzlich die strategischen Vorteile. z.B. weniger Belastung des Grundwassers.


Dann kann man ihn auch gleich besteuern, wie den fossilen Diesel. Sobald die fossilen Brennstoffe teurer werden, wird er automatisch in grösseren Mengen produziert, weil ja damit auch die damit erzielbaren Gewinne steigen.


es hängt aber neben der Produktion von BIODIESEL auch noch eine ganze Kette von technischen Produkten mit dran. z.B. Motoren und Zubehör, Lagerungs Optionen, etc.

Hier könnte in D doch ein neuer Industriezweig weiter ausgebaut werden, und damit auch zukunftsträchtige Arbeitsplätze geschaffen werden...

Produktion und Einsatz von Biodiesel und ähnliche "erneuerbare energien" sollte forciert und nicht abgebremst werden.

Falls die derzeitige Regierung tatsächlich den Biodiesel abwürgen statt fördern würde, wäre das auch ein fatales Signal für andere, zukunftsweisende Entscheidungen der Energiepolitik...
Sheep
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Anmeldungsdatum: 14.06.2005
Beiträge: 972

BeitragVerfasst am: 04 Feb 2006 - 16:37:14    Titel:

wolfram45 hat folgendes geschrieben:

Hier könnte in D doch ein neuer Industriezweig weiter ausgebaut werden, und damit auch zukunftsträchtige Arbeitsplätze geschaffen werden...


Der alte Fehler. Man kann Industriezweige nicht planen und aufbauen. Kommt Zeit kommt Nachfrage. Was nur subventioniert wächst, bricht zusammen, sobald die Subventionen gestrichen werden. Was nur durch Subvention überlebt, hat für uns keinen Nutzen, weil wir solch Industrie mit unseren Steuern bezahlen.
wolfram45
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Anmeldungsdatum: 01.02.2006
Beiträge: 67

BeitragVerfasst am: 04 Feb 2006 - 16:44:44    Titel:

Sheep hat folgendes geschrieben:
wolfram45 hat folgendes geschrieben:

Hier könnte in D doch ein neuer Industriezweig weiter ausgebaut werden, und damit auch zukunftsträchtige Arbeitsplätze geschaffen werden...


Der alte Fehler. Man kann Industriezweige nicht planen und aufbauen. Kommt Zeit kommt Nachfrage. Was nur subventioniert wächst, bricht zusammen, sobald die Subventionen gestrichen werden. Was nur durch Subvention überlebt, hat für uns keinen Nutzen, weil wir solch Industrie mit unseren Steuern bezahlen.


oh je...

dann streich mal alle Subventionen für die Landwirtschaft oder für den restlichen Abbbau von Kohle. Dann gibt es noch etliche andere Bereiche die derzeit ohne Steuerzuschüsse oder Erleichterungen nicht "marktfähig" wären.

Fakt ist, dass die fossilen Energien knapper werden, deshalb sollte in D auf breitester basis in der ein oder anderen richtung experimentiert werden, um die neuen technologien zu entwickeln.

Ziel sollte sein, dass diese neuen Technologien irgendwann auch ohne Subventionen auskommen. Vom Thema her, geht es mir um pragmatische Denkansätze, ohne die Förderung von erneuerbareh Energien mit dem EU-Beitritt der Türkei zu verknüpfen, wie das ja derzeit von den Grünen gemacht wird.
Sheep
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Anmeldungsdatum: 14.06.2005
Beiträge: 972

BeitragVerfasst am: 04 Feb 2006 - 20:22:44    Titel:

wolfram45 hat folgendes geschrieben:
dann streich mal alle Subventionen für die Landwirtschaft oder für den restlichen Abbbau von Kohle. Dann gibt es noch etliche andere Bereiche die derzeit ohne Steuerzuschüsse oder Erleichterungen nicht "marktfähig" wären.


Ja. Und ? Ist das ein Grund für eine weitere Subvention ?

Zitat:
Fakt ist, dass die fossilen Energien knapper werden, deshalb sollte in D auf breitester basis in der ein oder anderen richtung experimentiert werden, um die neuen technologien zu entwickeln.


Experimentieren und Forschen heisst nicht, dass ich einen Wirtschaftszweig subventionieren muss. Nur weil der Raps-Bauer mehr Gewinn macht, forscht er noch lange nicht an einer Technologie.

Zitat:
ohne die Förderung von erneuerbareh Energien mit dem EU-Beitritt der Türkei zu verknüpfen, wie das ja derzeit von den Grünen gemacht wird.


Hört sich ziemlich verrückt an, daher könnte es wirklich von den Grünen kommen. Hast Du einen Link ?
wolfram45
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Anmeldungsdatum: 01.02.2006
Beiträge: 67

BeitragVerfasst am: 04 Feb 2006 - 21:02:42    Titel:

Sheep hat folgendes geschrieben:


Zitat:
ohne die Förderung von erneuerbareh Energien mit dem EU-Beitritt der Türkei zu verknüpfen, wie das ja derzeit von den Grünen gemacht wird.



Hört sich ziemlich verrückt an, daher könnte es wirklich von den Grünen kommen. Hast Du einen Link ?


dass sich die grünen für erneuerbare energie einsetzen, dürfte dir bekannt sein...

dass sie am lautstärksten den EU Beitritt der Türkei fordern, siehe hier >>

In Verhandlung: EU-Türkei / 4. Oktober 2005

"In letzter Minute gab es noch ein heftiges Tauziehen um den Verhandlungsrahmen. Nach mehr als 40 Jahren Wartezeit haben die Verhandlungen über einen möglichen EU-Beitritt mit der Türkei in der Nacht zum 4. Oktober begonnen. Bündnis 90/Die Grünen unterstützen den Beginn der Beitrittsverhandlungen mit der Türkei mit dem alleinigen Ziel der Vollmitgliedschaft in der Europäischen Union."

http://www.gruene-bundestag.de/cms/europaeische_union/dok/88/88092.htm

also um dir meine Position zu verdeutlichen:

Ich bin für den konsequenten Ausbau von regenerativen Energien und zwar aus nationalen bzw. eu-weiten Gesichtspunkten.

aber

ich bin gegen eine Vollmitgliedschaft der Türkei in der EU und halte eine "privilegierte Partnerschaft" für beide Seiten für sinnvoller
(privat würde man doch auch keine Ehe eingehen, wenn die Probleme schon vorprogrammiert wären)
wolfram45
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Anmeldungsdatum: 01.02.2006
Beiträge: 67

BeitragVerfasst am: 06 Feb 2006 - 11:18:54    Titel: Atom-Streit mit Iran treibt Ölpreis hoch

Atom-Streit mit Iran treibt Ölpreis hoch

Singapur - Der Atomstreit mit Iran treibt den Ölpreis nach oben.

Nachdem der UN-Sicherheitsrat einschaltet ist, verteuerte sich ein Barrel (159 Liter) leichten US-Öls der Sorte WTI am Montag im asiatischen Handel um 97 Cent auf 66,34 Dollar.

Der milde Winter in den USA und positive Lagerbestandsdaten hatten den Ölpreis in den Tagen davor noch etwas gedrückt. "Grund für den Ölpreisanstieg ist die Unsicherheit im Hinblick auf die Lage im Iran nach der sehr klaren Einschaltung des Sicherheitsrates", sagte Dariusz Kowalczyk, Investmentstratege von CFC Seymour. Iran ist der viertgrößte Rohöl-Exporteur der Welt.
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