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warum soll Anreiz für Biodiesel abgewürgt werden ?
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Foren-Übersicht -> Politik-Forum -> warum soll Anreiz für Biodiesel abgewürgt werden ?
 
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Rebel Rebel
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Anmeldungsdatum: 01.11.2005
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BeitragVerfasst am: 06 Feb 2006 - 21:47:22    Titel:

Heißt das, dass auch Aldi-Pflanzenöl als Treibstoff der Steuer unterliegt, bzw. ein Verbot wie bei Heizöl kommt?
wolfram45
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Anmeldungsdatum: 01.02.2006
Beiträge: 67

BeitragVerfasst am: 06 Feb 2006 - 22:18:57    Titel:

Rebel Rebel hat folgendes geschrieben:
Heißt das, dass auch Aldi-Pflanzenöl als Treibstoff der Steuer unterliegt, bzw. ein Verbot wie bei Heizöl kommt?


keine ahnung, was genau von den politikern diskutiert wird. Befremdlich finde ich nur, dass es einerseits Prognosen gibt dass ein Barrel Öl §100,- kosten kann, falls es zu einer militärischen Auseinandersetzung mit dem Iran kommen sollte.

Andererseits Druck von Brüssel, die relativ geringe Menge an Biodiesel zurückzufahren, statt zu fördern.

Dass bei jeder Krise die Börsenspekulaten und Bankiers die eigentlichen Profiteure und Preistreiber sind sollte bekannt sein.

Es wirft sich deshalb schon die Frage auf, ob die Profituere & Preistreiber soooviel Einfluss auf Entscheidungen in Brüssel haben, um eine zukünftige Entwicklung von erneuerbaren Energien abzubremsen statt zu fördern ??

--------------------------------------------------------------------------------

hier ein Beitrag, welcher die technischen Möglichkeiten bezüglich BioDiesel aufzeigt.

Energie aus Kraut und Rüben
Umwelt: Biodiesel aus Müll könnte für die Öko-Kraftstoffe den Durchbruch bringen

"Fieberhaft wird daher nach neuen Verfahren gesucht, wie die Energie vom Feld billiger und mit besserer Ökobilanz gewonnen werden kann. Ein Konzept klingt viel versprechend: Die Betreiber der Firma Choren im sächsischen Freiberg setzen darauf, aus Biomasse und Müll hochwertigen Diesel herzustellen.

Sie nutzen nicht nur das Pflanzenöl, sondern auch die ausgepressten Pflanzenreste samt Wurzel. Neben Biomüll verarbeitet Choren in der Versuchsanlage selbst Sondermüll, Säuren und Laugen sowie Kunststoffe und gewinnt daraus Synthesegas, das zur anschließenden "Fischer-Tropsch-Hydrierung" taugt - einem 1926 entwickelten Verfahren zur Gewinnung von Diesel.
Entwickelt hat die Anlage Choren-Gründer und Verfahrensspezialist Dr. Bodo Wolf. Der Vergaser arbeitet mit Temperaturen bis 1600 °C. Er liefert ein Gas, das frei von Teer ist und nur noch Spuren von Kohlendioxid (CO2) enthält. Dadurch liegt sein Wirkungsgrad bis zu
10 % über denen bekannter Verfahren, während das Gas vor der weiteren Verarbeitung zum Kraftstoff mit nur noch geringem Aufwand gereinigt werden muss."

http://schule.de/bics/son/verkehr/presse/2002_2/v5622_23.htm
Freidenker
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BeitragVerfasst am: 06 Feb 2006 - 22:30:14    Titel:

Die Vermutung, daß Lobbyisten Einfluß auf die Entscheidungen in Brüssel haben, ist meines Erachtens gar nicht so verkehrt. Man erinnere sich an die EU-Verordnung, die eine Vergrößerung der zulässigen Toleranzen bei der Benzinmessung an der Zapfsäule verordnete. Das spülte schätzungsweise 650 Mil. Euro in die Kassen der Spritmultis. Und bei solchen Summen gibt es keinen Zufall mehr! Wenn jetzt mit einer EU-Verordnung der Konkurent der Spritmultis kaputt gemacht wird, ist das ebenfalls kein Zufall. Das behaupte ich einfach mal.

Man stelle sich auch mal vor, in Zukunft würde jeder Bauer Sprit herstellen! Dann würde die zentrale Absahnung durch Ölmultis zerstört. Hat jemand ne Ahnung was für gigantische Summen da im Spiel sind? Hier gehts um das ganz große Geld!
Rebel Rebel
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Anmeldungsdatum: 01.11.2005
Beiträge: 418
Wohnort: Deutsches Reich

BeitragVerfasst am: 06 Feb 2006 - 22:35:03    Titel:

Der Biodiesel an der Tankstelle ist Mist!

Habe mir trotz 1 zu 1 Mischung vor einigen Jahren den Motor ruiniert!
Einspritzpumpe und sämtliche Gummiteile im Motor waren hin!
Reparatur kostete mich 4.500 DM (AUDI 100 TDI)!

Die Mischung mit reinem Supermarkt-Pflanzenöl läuft ohne Probleme! Rolling Eyes
Freidenker
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Anmeldungsdatum: 27.07.2005
Beiträge: 344
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BeitragVerfasst am: 06 Feb 2006 - 22:41:23    Titel:

Der ADAC meinte ebenfalls daß der Biodiesel agressiv ist.
Man braucht für eine dauerhafte Verwendung desselben spezielle Dichtungssätze - ansonsten soll das Probs geben.

Funzt das mit dem Salatöl tatsächlich? Habe im TV schon mal gehört, daß das gehen soll. Der Preisunterschied ist ja zumindest enorm.
wolfram45
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Anmeldungsdatum: 01.02.2006
Beiträge: 67

BeitragVerfasst am: 06 Feb 2006 - 22:43:24    Titel:

Freidenker hat folgendes geschrieben:
Die Vermutung, daß Lobbyisten Einfluß auf die Entscheidungen in Brüssel haben, ist meines Erachtens gar nicht so verkehrt. Man erinnere sich an die EU-Verordnung, die eine Vergrößerung der zulässigen Toleranzen bei der Benzinmessung an der Zapfsäule verordnete. Das spülte schätzungsweise 650 Mil. Euro in die Kassen der Spritmultis. Und bei solchen Summen gibt es keinen Zufall mehr! Wenn jetzt mit einer EU-Verordnung der Konkurent der Spritmultis kaputt gemacht wird, ist das ebenfalls kein Zufall. Das behaupte ich einfach mal.

Man stelle sich auch mal vor, in Zukunft würde jeder Bauer Sprit herstellen! Dann würde die zentrale Absahnung durch Ölmultis zerstört. Hat jemand ne Ahnung was für gigantische Summen da im Spiel sind? Hier gehts um das ganz große Geld!


@ Freidenker
Es ist den Börsenspekulanten natürlich nur recht, wenn eine Zuspitzung der IranKrise zu einem erhöhten Barrelpreis für Rohöl führt.

Wir könnten uns in Europa zu einem grossen Teil selbst mit Energie versorgen. Agrarflächen in Osteuropa (Polen, Ukraine, Ungarn etc wäre zum Anbau vorhanden) Dadurch könnte unsere Abhängigkeit von der jeweiligen geopolitischen Lage reduziert werden...

Es sind solche und ähnliche Überlegungen, warum ich in der jetzigen Situation die Diskussion über erneuerbare Energien für dringend notwendig erachte. Es handelt sich nicht um ein Randthema...
wolfram45
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BeitragVerfasst am: 06 Feb 2006 - 22:56:48    Titel:

Finanzministerium: Biodiesel-Besteuerung ist Vorgabe der EU

Berlin - Die umstrittene Besteuerung von Bio-Kraftstoffen ist nach Darstellung des Bundesfinanzministeriums aus EU-rechtlichen Gründen notwendig. Deutschland sei gehalten, "Überkompensation" bei der Förderung von Biokraftstoffen zurückzuführen, sagte der Sprecher des Bundesfinanzministeriums, Torsten Albig, am Freitag in Berlin.

Es gehe zwar darum, "Kostennachteile von Biokraftstoffen" zu beseitigen, es solle aber "darüber hinaus keine Subventionierung" geben. Je nach dem Reinheitsgrad des Biokraftstoffs gebe es nach einem Bericht aus dem Jahr von 2004 eine Überkompensation von 5 bis 10 Cent je Liter. "Die sind EU-rechtlich auszugleichen", sagte Albig.

http://www.verivox.de/News/ArticleDetails.asp?aid=13316

keywords: biodiesel+eu ... biodiesel+subventionen


Zuletzt bearbeitet von wolfram45 am 06 Feb 2006 - 22:58:25, insgesamt einmal bearbeitet
Freidenker
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Anmeldungsdatum: 27.07.2005
Beiträge: 344
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BeitragVerfasst am: 06 Feb 2006 - 22:58:15    Titel:

@wolfram45

Die Vorstellung, zeitlich unbegrenzt Mobilität durch nachwachsene Rohstoffe ermöglichen zu können faziniert mich. (Nicht zuletzt, da ich Technikfan bin.)

Die Frage ist halt, ob die verfügbaren europäischen Flächen den aktuellen Spritbedarf decken könnten. Keine Ahnung, wie man das berechnen könnte. Der Sprit müßte aber unbedingt in Europa hergestellt werden, da man so endlich energiepolitisch unabhängig werden würde. Außerdem würde das hier rentable, krisensichere Arbeitsplätze schaffen und enorme Summen im Land halten, die jetzt durch Ölimporte ins Ausland fließen. Auf diese Weise blieben enorme Summen als Spritze für die Binnennachfrage im Land! Das wiederum würde Arbeitsplätze schaffen usw..

Schade, daß die Politik das nicht erkennt, oder sich von den Konzernen schmieren läßt!
wolfram45
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Anmeldungsdatum: 01.02.2006
Beiträge: 67

BeitragVerfasst am: 06 Feb 2006 - 23:00:05    Titel:

Freidenker hat folgendes geschrieben:
@wolfram45

Die Vorstellung, zeitlich unbegrenzt Mobilität durch nachwachsene Rohstoffe ermöglichen zu können faziniert mich. (Nicht zuletzt, da ich Technikfan bin.)

Die Frage ist halt, ob die verfügbaren europäischen Flächen den aktuellen Spritbedarf decken könnten. Keine Ahnung, wie man das berechnen könnte. Der Sprit müßte aber unbedingt in Europa hergestellt werden, da man so endlich energiepolitisch unabhängig werden würde. Außerdem würde das hier rentable, krisensichere Arbeitsplätze schaffen und enorme Summen im Land halten, die jetzt durch Ölimporte ins Ausland fließen. Auf diese Weise blieben enorme Summen als Spritze für die Binnennachfrage im Land! Das wiederum würde Arbeitsplätze schaffen usw..

Schade, daß die Politik das nicht erkennt, oder sich von den Konzernen schmieren läßt!


@ Freidenker

great minds think alike Wink

wir sollten eine "europaweite-ökologische-bewegung" fördern bezüglich relativer unabhängig von anderen energie resourcen.
(wenn russland noch mit eingebunden ist, dann ist doch fläche zum anbau von raps, hanf, etc überhaupt kein problem)

dann können die börsenspekulaten mit ihren öl-aktien machen wa sie wollen...
Rebel Rebel
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Anmeldungsdatum: 01.11.2005
Beiträge: 418
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BeitragVerfasst am: 06 Feb 2006 - 23:10:40    Titel:

Hallo Freidenker, Salatöl mit normalem Diesel gemischt macht dem Motor außerhalb der Winterzeit nichts aus.

Es sollten jedoch keine übermäßigen Kurzstrecken gefahren werden, es könnte sich evtl. Ölkohle auf den Kolben bilden. Die Ölkohle kann wegen der damit eingeschränkten Wärmeabgabe zum Hitzetot des Motors führen!

Sonnenblumenöl macht mehr Ölkohle als reines Planzenöl!

Bei ATU gibt es für den Tank einen Zusatz der eine innere Motorreinigung durchführt, der soll angeblich Ölkohlebildung verhindern und bestehende Abbauen!

Ein Bekannter von mir fuhr mit 100% Pflanzenöl (funzt im Hochsommer), beim ersten Frost war seine Einspritzpumpe hin. Das Pflanzenöl wurde zähflüssig und baute einen überhöhten Druck in der Einspritzpumpe auf, worauf die Pumpstößel brachen!
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