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warum soll Anreiz für Biodiesel abgewürgt werden ?
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Foren-Übersicht -> Politik-Forum -> warum soll Anreiz für Biodiesel abgewürgt werden ?
 
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wolfram45
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Anmeldungsdatum: 01.02.2006
Beiträge: 67

BeitragVerfasst am: 06 Feb 2006 - 23:18:17    Titel:

bei den technischen details, bin ich überfragt.

ich habe nur keinen bock über karikaturen zu diskutieren, welche als thema in der ein oder anderen richtung hochgeschaukelt wurden. warum auch immer???

als deutscher europäer will ich licht am ende des tunnels sehen. dieses licht sehe ich - perspektiwisch - in einem beschleunigten ausbau der erneuerbaren energie techniken...

hier guckst du bei ebay >>
http://search.ebay.de/biodiesel_W0QQsalisZ77
Freidenker
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Anmeldungsdatum: 27.07.2005
Beiträge: 344
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BeitragVerfasst am: 06 Feb 2006 - 23:32:23    Titel:

Die Sache ist ja auch die: In den nächsten 30 Jahren wird der Ölpreis aufgrund der Verknappung schrittweise steigen. Der Biodiesel wird in seinen Herstellungskosten aber konstant bleiben. Ab einem gewissen Ölpreis wird der Biodiesel selbst mit Steuer billiger als der Erdölsprit sein. Um Umsatzeinbußen abzuwenden, werden die Ölkonzerne alles in ihrer Macht stehende in Brüssel tun, um den Biodiesel kaputt zu machen.
Sheep
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Anmeldungsdatum: 14.06.2005
Beiträge: 972

BeitragVerfasst am: 06 Feb 2006 - 23:38:01    Titel:

Freidenker hat folgendes geschrieben:
Die Sache ist ja auch die: In den nächsten 30 Jahren wird der Ölpreis aufgrund der Verknappung schrittweise steigen. Der Biodiesel wird in seinen Herstellungskosten aber konstant bleiben. Ab einem gewissen Ölpreis wird der Biodiesel selbst mit Steuer billiger als der Erdölsprit sein. Um Umsatzeinbußen abzuwenden, werden die Ölkonzerne alles in ihrer Macht stehende in Brüssel tun, um den Biodiesel kaputt zu machen.


Sicher, die bösen Konzerne werden sich gegen die Gesetze des Marktes stellen. Wink
Freidenker
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Anmeldungsdatum: 27.07.2005
Beiträge: 344
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BeitragVerfasst am: 06 Feb 2006 - 23:43:40    Titel:

Sheep, ich wäre Dir sehr verbunden, wenn Du Deine Überzeugung mit Argumenten begründen würdest. Wenn hier jeder nur spottet, kommt keine konstruktive Diskussion zustande.

Zur Sache: Ist es völlig absurd anzunehmen, daß bei Summen in mehrstelliger Milliardenhöhe mit allen Bandagen gekämpft wird, also auch mit Lobbiismus?
Sheep
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Anmeldungsdatum: 14.06.2005
Beiträge: 972

BeitragVerfasst am: 06 Feb 2006 - 23:58:20    Titel:

Freidenker hat folgendes geschrieben:
Sheep, ich wäre Dir sehr verbunden, wenn Du Deine Überzeugung mit Argumenten begründen würdest. Wenn hier jeder nur spottet, kommt keine konstruktive Diskussion zustande.

Zur Sache: Ist es völlig absurd anzunehmen, daß bei Summen in mehrstelliger Milliardenhöhe mit allen Bandagen gekämpft wird, also auch mit Lobbiismus?


Ich wäre Dir sehr verbunden, wenn Du selber ein klein wenig nachdenken würdest und vernünftige Argumente brächtest, warum ein Milliarden-Dollar Konzern plötzlich nicht mehr das tun sollte, womit er gross geworden ist: Energie bereitstellen und dabei den Gesetzen des Marktes folgen !

Du kannst sicher sein, dass Shell, BP, Exxon und wie sie alle heissen, nicht däumchen drehend zuschauen werden, wie ihre Umsätze so langsam einbrechen, bis es gar kein Öl mehr gibt. Wenn der Bio-Diesel es wert sein sollte - steigen sie ganz gross dabei ein. Riesige ARAL-Raps-Plantagen sind doch nicht undenkbar. Vielleicht packen sie aber auch bei der Wasserstoff-Brennzelle mit an. Wer hat denn die erste Wasserstoff-Tankstelle eröffnet ? Shell! Wer unterstützt die Forschung nach alternativen Energieträgern mit Milliardenbeiträgen ? Shell, ARAL, BP, RWE usw.
Freidenker
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Anmeldungsdatum: 27.07.2005
Beiträge: 344
Wohnort: Auf´m Sofa

BeitragVerfasst am: 07 Feb 2006 - 00:15:27    Titel:

Sheep, der Umstieg auf einen anderen Treibstoff wie Wasserstoff ist für die Ölmultis natürlich nur dann interessant, wenn sie der Hauptzulieferer bleiben und so ihr Oligopol in die Zukunft retten können.

Sollte jedoch der Biodiesel von jedem jetzigen Kleinbauern marktfähig produziert und vertrieben werden können, würden die Ölmultis gewaltige Umsatzeinbußen hinnehmen müssen. Folglich sind alle Treibstofformen, die eine Unabhängigkeit von Konzernen nach sich ziehen für diese ein rotes Tuch.

Natürlich sind auch Aral-Raps-Plantagen denkbar. In Europa sind die Grundflächen jedoch bereits von den Bauern besetzt. Sollte die EU das Ziel anstreben, von externen Treibstofflieferanten unabhängig zu werden, könnte das daß Ende für das Geschäft der Ölmultis in Europa sein. Warum die EU ein solches Ziel anstreben sollte, habe ich weiter oben gepostet.
wolfram45
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Anmeldungsdatum: 01.02.2006
Beiträge: 67

BeitragVerfasst am: 07 Feb 2006 - 00:27:03    Titel: "Erfolgsstory EEG"

Sheep hat folgendes geschrieben:
Sicher, die bösen Konzerne werden sich gegen die Gesetze des Marktes stellen. Wink


in der Theorie ist es "der Markt" welcher alles von selbst reguliert...

In Realität sind es Typen wie JR von DALLAS, die mit harten Bandangen dafür sorgen dass die Verteilung der Profite immer bei der eigenen Familie landet.

Warum hat sich die USA denn bisher geweigert, das Kyoto Protokol zu unterstützen?

Fakt ist: die Bevölkerung der USA ist ca. 5% der Gesamtbevölkerung, verbraucht aber ca 25% der Weltenergie. Doieses Backgroundwissen spielt iegendwie mit hinein in die Entscheidungen des Irak Krieges... und spielt auch eine erhebliche Rolle bezüglich des Iran. Der Iran ist der viertgrösste Erdölproduzent weltweit.

hier ist ein Beitrag, zwar älteren Datums, welcher einigesüber das europäische Energie Programm zeigt.

"Erfolgsstory EEG

Inhalt:
Ein einfaches und klares Gesetz
Unerhebliche Mehrkosten für Normalverbraucher
Eine Chance für den Mittelstand
Europaweit vorbildlich
Die Novellierung des EEG
So funktioniert das EEG

Es gibt keine guten Nachrichten mehr?
Bitte, hier haben Sie gleich mehrere auf einen Schlag:
50 Millionen Tonnen CO2 weniger in der Atmosphäre. 130.000 Menschen mit einem neuen Arbeitsplatz. Marktanteil am deutschen Stromverbrauch: acht Prozent. Über fünf Milliarden Euro Investitionen pro Jahr in die deutsche Wirtschaft.
All diese guten Nachrichten haben eine Quelle: die verstärkte Nutzung von Sonne, Wind, Wasser, Biomasse und Erdwärme als Energielieferanten. Zentrales Instrument für den Ausbau der sauberen Energien im Stromsektor ist das Gesetz für den Vorrang Erneuerbarer Energien (Erneuerbare-Energien-Gesetz - EEG).
Das EEG ist eine Erfolgsstory, die weltweit beachtet und kopiert wird. "

http://www.eeg-aktuell.de/index.php/article/articleview/4/1/3/

keywords: erneuerbare+energien+subventionen
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Anmeldungsdatum: 01.11.2005
Beiträge: 418
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BeitragVerfasst am: 07 Feb 2006 - 00:28:54    Titel:

Schade das der Tesla nicht mehr lebt. Der sei angeblich mit einem Auto ohne Kraftstoff durch NY gefahren. Antriebsquelle sei die sogenannte freie Energie gewesen sein!
Sheep
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Anmeldungsdatum: 14.06.2005
Beiträge: 972

BeitragVerfasst am: 07 Feb 2006 - 02:39:02    Titel:

Freidenker hat folgendes geschrieben:
Sheep, der Umstieg auf einen anderen Treibstoff wie Wasserstoff ist für die Ölmultis natürlich nur dann interessant, wenn sie der Hauptzulieferer bleiben und so ihr Oligopol in die Zukunft retten können.


Das ist Unsinn. Sie machen sich doch heute schon Konkurrenz. Der Umstieg ist einzig und alleine dann interessant, wenn der Gewinn stimmt. Und das ist allemal besser, als die subventionierten Windrädchen und Solarpanele, die uns im Moment nur Steuergelder kosten.

Zitat:
Natürlich sind auch Aral-Raps-Plantagen denkbar. In Europa sind die Grundflächen jedoch bereits von den Bauern besetzt.


Die Bauern könnten ihre Länder verkaufen, oder bei vorhandenen Konzernen einsteigen, oder sich zusammentun und neue Grossunternehmen bilden. Das wäre das erstemal, dass ein Industriezweig sich auf Familienunternehmen beschränkte. Wenn eine neue Technologie geboren ist, entstehen früher oder später immer größere Unternehmen, bis hin zu Konzernen.
Wenn der Biodiesel wirklich was taugt, oder irgendetwas anderes unsere Energieform der Zukunft darstellt, dann wird es weltweit Lieferanten für diesen neuen "Treibstoff" geben, und die EU wäre schlecht beraten sich dann wieder im Protektionismus zu üben.
Freidenker
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Anmeldungsdatum: 27.07.2005
Beiträge: 344
Wohnort: Auf´m Sofa

BeitragVerfasst am: 07 Feb 2006 - 10:28:30    Titel:

Sheep schrieb:
Zitat:
Sie machen sich doch heute schon Konkurrenz.
Macht sich das Öloligopol wirklich Konkurrenz? Dann wären sie wirklich saublöd. Alein der Glaube fehlt mir! Sind nicht Organisationen wie die OPEC institutionalisierte Preiskartelle, die nur deshalb nicht vom Kartellamt geknackt werden können, weil das Kartellamt dafür zu schwach ist?

Zitat:
Der Umstieg ist einzig und alleine dann interessant, wenn der Gewinn stimmt. Und das ist allemal besser, als die subventionierten Windrädchen und Solarpanele, die uns im Moment nur Steuergelder kosten.
Zunächst mal haben Biodiesel und Holzvergasermotoren ja nichts mit wahrscheinlich unwirtschaftlichen Solarpanelen zu tun. Das sind zwei Paar Schuhe. Wenn der Biodiesel aktuell mit 10 Cent subventioniert wird, dürften die Herstellungskosten z.Z. nach Abzug der Steuer bei schätzungsweise <50 Cent/Liter liegen. Bei einem großflächigeren Anbau und einigen technischen Innovationen ließe er sich vielleicht sogar noch weiter nach unten schrauben.

Stellt man sich vor, daß die komplette Selbstversorgung mit Treibstoff in Deutschland realisiert wird, dürften auch jede Menge Arbeitsplätze entstehen. Dieser Abbau von Arbeitslosigkeit wiederum entlastet die Staatskasse und es kann die Spritsteuer gesenkt werden. Ich vermute, Spritpreise von 70 Cent wären wieder möglich.

Zitat:
Die Bauern könnten ihre Länder verkaufen, oder bei vorhandenen Konzernen einsteigen, oder sich zusammentun und neue Grossunternehmen bilden. Das wäre das erstemal, dass ein Industriezweig sich auf Familienunternehmen beschränkte. Wenn eine neue Technologie geboren ist, entstehen früher oder später immer größere Unternehmen, bis hin zu Konzernen.
Das die Konzerne daß gerne hätten, glaube ich gern. Wäre aber nicht im Interesse der Endverbraucher, des Staates oder der Bauern. Je mehr Zwischenhandel entsteht, desto teurer wird die Mobilität. Ich stelle mir eine gänzliche Ausschaltung des Zwischenhandels und eine Dezentralisierung der Treibstoffversorgung vor. Der Bauer vertreibt den hergestellten Treibstoff an seiner eigenen Tankstelle, macht dadurch einen besseren Schnitt und ermöglicht niedrigere Preise für den Endverbraucher.

Zitat:
Wenn der Biodiesel wirklich was taugt, oder irgendetwas anderes unsere Energieform der Zukunft darstellt, dann wird es weltweit Lieferanten für diesen neuen "Treibstoff" geben
Richtig. Dann würden Großgrundbesitzer in Brasilien den Weltmarktpreis, wie es aktuell beim Zucker geschieht, durch Sklavenhaltung kaputt machen, hier entstände wieder Arbeitslosigkeit, ruinierte Staatskassen und weltweit unmenschliche Arbeitsbedingungen. Ein paar etablierte sahnen groß ab und der hart malochenden Arbeiter wird von den Erträgen der Wertschöpfung abgekoppelt.

Der Biodiesel o.ä. eröffnet uns die Möglichkeit den europäischen Treibstoffmarkt ganz neu zu gestalten. Die Treibstoffherstellung kann zu einer Form eines (teils) gemeinnützigen Berufszweiges umfunktioniert werden, der die Bevölkerung mit Sprit versorgt, die Arbeitslosigkeit senkt und den Bauern ein adäquartes auskommen verschafft. Gesellschaftliche Interessen vor kapitalistischen Minderheitsinteressen!

Die Gesellschaft braucht beim Treibstoffmarkt keine Großkonzerne, die ihren Einfluß nutzen um z.B. zu einem Irakkrieg zu drängen, keine Spekulanten, die den Preis unnötig in die Höhe treiben.

Zitat:
und die EU wäre schlecht beraten sich dann wieder im Protektionismus zu üben.
Begründe bitte diese Behauptung. Meiner Ansicht nach wäre eine Abschottung und staatliche Regelung des innereuropäischen Treibstoffmarktes im Interesse des Allgemeinwohls, die Gründe dafür habe ich oben geschildert.
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