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Streiks im Öffentlichen
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Aeris
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Anmeldungsdatum: 14.02.2006
Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: 15 Feb 2006 - 01:37:38    Titel: Streiks im Öffentlichen

Na, warum diskutiert denn hier noch keiner darüber, ist doch derzeit hochaktuell und nebenbei in allen Medien.

Also, was denkt ihr? Sind die Streiks im Öffentlichen Dienst, bzw. die geplanten Streiks gerechtfertigt?

Ist es berechtigt, wegen einer Erhöhung der Wochenarbeitszeit von 38,5 auf 40 Stunden, großangelegte Streiks zu veranstalten?

Stellt eine erhöhung eine Gefahr für Arbeitsplätze dar?

was denkt ihr?


[ ps: freut ihr euch auch schon auf die Strafzettelfreie Zeit? Razz ]
Freidenker
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Anmeldungsdatum: 27.07.2005
Beiträge: 344
Wohnort: Auf´m Sofa

BeitragVerfasst am: 15 Feb 2006 - 07:45:46    Titel:

Nach dem was man so hört, hat es fünf Jahre keine Lohnerhöhung gegeben. Durch die Inflation ist das de Facto eine Reallohnsenkung. Und jetzt wollen die noch die Arbeitszeit verlängern? Das bedeutet weitere Lohnsenkung, bezogen auf den Stundenlohn.

Solange wir noch genug Geld haben, um Dank Merkel unseren EU-Beitrag zu erhöhen und 333 Mio. € in Form von U-Booten an die Israelis zu verschenken, müssen wir nicht den Müllmänner, die einen klasse Job machen den Lohn kürzen! Solidarnocz!
carabao
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Anmeldungsdatum: 31.12.2005
Beiträge: 104

BeitragVerfasst am: 15 Feb 2006 - 11:35:52    Titel:

Es geht ja um eine Erhoehung der Arbeitszeit.

Wenn jeder laenger arbeitet, werden automatisch weniger Arbeitskraefte benoetigt. Also automatisch Arbeitsplatzabbau.

Deswegen halte ich den Streik schon fuer gerechtfertigt. Es geht einfach um den Erhalt der Arbeitsplaetze.
VFA17
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Anmeldungsdatum: 22.12.2005
Beiträge: 708
Wohnort: Kassel

BeitragVerfasst am: 15 Feb 2006 - 11:49:01    Titel:

Ich schließe mich meinen Vorrednern an. Die Streiks sind gerechtfertigt. Exclamation Exclamation
konka
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Anmeldungsdatum: 03.02.2006
Beiträge: 117

BeitragVerfasst am: 15 Feb 2006 - 12:00:39    Titel:

also ich finde es einfach mal angebracht das die arbeiter ganz aus dem prinzip endlich mal ihre macht,zusammenhalt und ihre zähne zeigen!!!!!!!!!1ich finde diese streiks sehr gut,erforderlich..alleine das man sehen kann oder eher diese ganzen vorstände,bosse,chefs,firmeninhaber,aufsichtsräte e.t.c. das man nicht alles mit den arbeitern machen kann und sie sich ggf. auch wehren....mir wäre es ein genuss zu sehen das auch die ganzen packer von dhl und ups ,alle fliessbandarbeiter,alle arbeiter die für 20 tage arbeit bei 8stunden täglich weniger als 1500 eu netto mon.bekommen,wenn sie auf die barrikaden gehen..alle geringverdiener sollten auf die strasse gehen udn ihre arbeiten niederlegen....denn arbeiter haben eigentlich ne grosse mahct um bessere löhne udn arbeitszeiten durchzusetzen wenn sie geschlossen agieren....man muss diesen abzokcern endlich zeigen was sache ist.............................................
Sheep
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Anmeldungsdatum: 14.06.2005
Beiträge: 972

BeitragVerfasst am: 15 Feb 2006 - 15:20:08    Titel:

Sollen sie nur streiken, die Kassen der Kommunen bleiben trotzdem leer. Der Streik leert eben noch zusätzlich die Streikkassen von verdi. Die Folge wird sein, dass einfach mehr öffentliche Aufgaben an private Unternehmen übertragen werden, weil die hohen Personalkosten nicht mehr bezahlt werden können. Auch eine Möglichkeit für (jetzt noch) Arbeitslose, wieder einen Job zu bekommen Wink
Guido
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Anmeldungsdatum: 08.06.2005
Beiträge: 717
Wohnort: Süddeutschland

BeitragVerfasst am: 26 Feb 2006 - 18:31:38    Titel:

Sheep hat folgendes geschrieben:
Sollen sie nur streiken, die Kassen der Kommunen bleiben trotzdem leer. Der Streik leert eben noch zusätzlich die Streikkassen von verdi. Die Folge wird sein, dass einfach mehr öffentliche Aufgaben an private Unternehmen übertragen werden, weil die hohen Personalkosten nicht mehr bezahlt werden können. Auch eine Möglichkeit für (jetzt noch) Arbeitslose, wieder einen Job zu bekommen Wink


Das die kommunalen Kassen leer sind, ist nicht gottgegeben sondern Folge der Finanzpolitik der vergangenen Jahre. Das müsste nicht sein. Somit ist es auch kein Argument gegen den Streik.

Dass mehr kommunale Versorgungsaufgaben privatisiert werden, wird wohl so oder so kommen. Und ein paar Jahre später beklagen sich dann die Bürgermeister und Stadträte über ihren mangelnden Einfluss auf die Grundversorgung in ihren Städten. Und darüber dass Leute mit halbierten Löhnen auch deutlich weniger Geld ausgeben und weniger Steuern in die Gemeindekasse zahlen (der Kommunalanteil an der Einkommenssteuer liegt bei ca. 15%). Oder dass eine verarmte und verdummte Bevölkerung von "sozialen Problemfällen" das Viertel umkippen lässt, da allen alles am Arsch vorbeigeht, solange sie mit bloßem Überleben beschäftigt sind.
Sheep
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Anmeldungsdatum: 14.06.2005
Beiträge: 972

BeitragVerfasst am: 27 Feb 2006 - 02:04:37    Titel:

Guido hat folgendes geschrieben:
Dass mehr kommunale Versorgungsaufgaben privatisiert werden, wird wohl so oder so kommen. Und ein paar Jahre später beklagen sich dann die Bürgermeister und Stadträte über ihren mangelnden Einfluss auf die Grundversorgung in ihren Städten.


Und welchen Einfluss haben Bürgermeister und Stadträte denn zur Zeit auf die staatliche Müllentsorgung ? Sie müssen hilflos zusehen, wie ihre Bürger Müllsäcke vor der Türe stapeln. In den Landkreisen, die ihre Müllabfuhr privatisiert haben, streikt hingegen niemand. Wenn die Kommune öffentliche Aufgaben ausschreibt, hat sie durch Festlegung von Standarts, die sich in Verträgen formulieren lassen, gute Einflussmöglichkeiten auf die Qualität der angebotenen Dienste.
Sheep
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Anmeldungsdatum: 14.06.2005
Beiträge: 972

BeitragVerfasst am: 28 Feb 2006 - 09:09:29    Titel:

Guido hat folgendes geschrieben:
Sheep hat folgendes geschrieben:
Wenn die Kommune öffentliche Aufgaben ausschreibt, hat sie durch Festlegung von Standarts, die sich in Verträgen formulieren lassen, gute Einflussmöglichkeiten auf die Qualität der angebotenen Dienste.


Das ist zumindest in der Theorie zutreffend. In der Praxis bekommen Stadträte und Kommunalverwaltungen sowas meist nicht hin. Das Abfassen, Controllen und Einfordern von SLAs (Service Level Agreements - Vereinbarungen über Art und Güte zu erbringender Leistungen) überfordert die Kommunalverwaltungen regelmäßig.


Dann ist es aber nicht schlechter als heute schon, oder ist der öffentliche Dienst automatisch qualitativ hochwertiger ?

Zitat:
Ganz abgesehen davon ist das Streikrecht ebenso elementar für das Funktionieren unserer Demokratie wie das Demonstrationsrecht. Und auch bei ausgelagerten Dienstleistungen komt irgendwann in der Kette derjenige der die Arbeit letztlich macht. Und der kann streiken - egal ob er nun für die Kommune oder für irgendeinen Krauter arbeitet.


Sicher, aber im Moment streiken nur die im öffentlichen Dienst.
banker25
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Anmeldungsdatum: 31.01.2006
Beiträge: 70
Wohnort: FFM

BeitragVerfasst am: 28 Feb 2006 - 12:08:51    Titel: 5 Millionen Arbeitslosen müssen sich doch bei Streiks veräpp

Zwar wird im Grundgesetz ist das Streikrecht nicht ausdrücklich erwähnt, jedoch wird es durch die Bestimmungen des Artikels 9 III des Grundgesetzes über die Koalitionsfreiheit abgedeckt.
Einige Länder regeln das Streikrecht in ihren Landesverfassungen, sonst gelten die Bestimmungen der Gesetze des Zivil-, Verwaltungs- und Strafrechts.

Allerdings darf an Streikende keine Arbeitslosenunterstützung gezahlt werden.

Andererseits kann aber auch kein Arbeitsloser verpflichtet werden, eine durch Streik freigewordene Stelle zu übernehmen. Ich denke aber, dass es schon jemanden geben wird der die Jobs übernehmen würde. Ein Verbot gibt es zumindest nicht.

5 Millionen Arbeitslosen müssen sich doch bei Streiks veräppelt vorkommen oder?
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