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Streiks im Öffentlichen
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W.Kaiser
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Anmeldungsdatum: 09.01.2006
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BeitragVerfasst am: 15 Feb 2006 - 18:02:52    Titel:

DerBuerger hat folgendes geschrieben:
Viele die in den letzten Jahren im öffentlichen Dienst angefangen haben, haben ganz bestimmt keinen sicheren Job sondern sind befristet angestellt. Darüber hinaus wenn ich manchmal hier lese was man in einem Büroberuf in´der privaten wirtschaft bekommt und was ich als Fachkraft im öffentl. Dienst bekomme da schlucke ich schon. Weihnachts- und Urlaubsgeld bekomme ich keins. Hab eine 38 Stunden-Woche arbeite aber meist 42 Stunden.
Vor Jahren wurde die Arbeitszeit verkürzt mit Lohnverzicht. Erhöht man heute die Arbeitszeit erhöht sich ganz bestimmt nicht das Gehalt. Aber die Streiks betreffen ja nur Bund und Kommunen, ich arbeite beim Land.

Wegen den paar Minuten Mehrarbeit gehen ganz bestimmt die Wenigsten streiken.


Das Gefühl, dass jetzt im Öffentlichen Dienst wieder mehr gearbeitet werden muss, beschleicht mich auch langsam. Aber mit denen ist’s wie mit den Beamten, da kann man schon noch draufhauen. Und Arbeitszeiten wie in der Industrie, das habt ihr ja noch nicht.
W.Kaiser
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Anmeldungsdatum: 09.01.2006
Beiträge: 1623
Wohnort: BGL

BeitragVerfasst am: 15 Feb 2006 - 18:26:40    Titel:

Freidenker hat folgendes geschrieben:
W.Kaiser schrieb:
Zitat:
Kaufst du auch beim Aldi und so, oder teuer im Einzelhandel bzw. Wochenmarkt? Keine Schnäppchen, billige China – Tools?
Die billigen China-Tools sind nur deshalb so bilig, weil die Arbeiter in China nicht an der Wertschöpfung beteiligt werden, statt dessen aber ausgebeutet werden. (welch drastisches Schlagwort Smile )

Und damit solche Arbeitsbedingungen und Entlohnungsarten hier gar nicht erst entstehen, gehen die Staatsbediensteten jetzt auf die Straße. Und ich finde das gut!



Das mit China ist delikat, ich weiß schon, da wurde ich schon an anderer Stelle belehrt. Drum schrieb ich’s jetzt ja. Ich kann nur nicht beurteilen, werden noch die von den ausklingenden Kommunisten oder schon von den aufkommenden Kapitalisten ausgebeutet. Kommen die vom Regen unter die Traufe? Oder von der Glückseligkeit in die Hölle?

Meine rhetorische Frage wäre gewesen, kaufst du teuer oder billig.

Den Streik finden einige gut, ich selbst weiß jetzt nicht genau warum aber sicher ist es gerecht.
peace now
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Anmeldungsdatum: 13.02.2006
Beiträge: 100

BeitragVerfasst am: 17 Feb 2006 - 00:27:22    Titel:

Zitat:
Jeder verantwortlichen und schlüssigen Finanzpolitik muss ein klares Staatsverständnis zugrunde liegen. Ich will deshalb drei Fragen an den Anfang stellen, die neben ihrer grundsätzlichen auch eine sehr aktuelle Berechtigung haben: Wie hält es jeder Einzelne, und wie halten wir alle es mit dem Staat? Was kann der Staat heute und in Zukunft noch leisten? Und was muss er leisten? Vor der Beantwortung dieser Fragen ist es sicher hilfreich, sich das gegenwärtige Gesamtbild unseres Gemeinwesens vor Augen zu führen, mit dem alle verantwortlichen Politiker zu tun haben, und das sieht aus meiner Sicht so aus:· Die Verschuldung der öffentlichen Haushalte hat die Summe von 1,4 Billionen Euro überschritten. Jeder sechste Euro der Bundesausgaben wird für Zinszahlungen aufgewendet. Rund 20 Prozent des Bundeshaushalts, also etwa 50 Mrd. Euro, sind nicht durch nachhaltige Einnahmen gedeckt.· Trotz dieser Situation sind die Erwartungen an staatliche Leistungen ungebrochen hoch und offenbar immer noch steigerungsfähig. Diese Erwartungen stehen im krassen Missverhältnis zu den staatlichen Einnahmen, aber sie werden - wo immer der Staat die geforderten Ausgaben durch Einnahmen zu Deckung bringen muss - spielend mit dem vielfach geäußerten Vorwurf der staatlichen "Abzocke" kombiniert. Dieses - mit Verlaub - schizoide Verhältnis zum Staat zeigt sich nicht nur bei Bedürftigen, sondern auf allen Etagen der Gesellschaft, wobei die am besten organisierten Lobbies sicher eher der oberen Hälfte zuzuordnen sind. · Die demographische Entwicklung und die Erosion sozialversicherungspflichtiger Beschäftigungsverhältnisse untergraben die Finanzierbarkeit der sozialen Sicherungssysteme.· Die Situation der öffentlichen Haushalte lässt es nicht mehr zu, einen vornehmlich konsumtiv, auf Alimentation ausgerichteten Sozialstaat weiterhin im bisherigen Volumen zu finanzieren. Hinzu kommt, dass soziale Transfers dort sinnlos und sogar kontraproduktiv werden, wo sie nicht Aufstiegchancen eröffnen, sondern gesellschaftliche Randständigkeit verfestigen und verstetigen.· Die zunehmende Globalisierung schränkt die Reichweite nationaler Maßnahmen ein.· 15 Jahre nach dem Glück der deutschen Wiedervereinigung brauchen wir immer noch unsere ganze Kraft, um das wirtschaftlichen Zusammenwachsen zu finanzieren. Jedes Jahr wenden wir dafür rund 4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts auf.Die Lage unseres Gemeinwesens gibt zwingenden Anlass, sich auf unverzichtbare Aufgaben zu konzentrieren. Nach meinem Verständnis ist es die wichtigste Aufgabe des Staates, jedem Bürger zu ermöglichen, ein selbst bestimmtes Leben zu führen, seine Fähigkeiten zu entfalten und seine Existenz aus eigener Kraft zu sichern.


http://www.bundesregierung.de/Reden-Interviews-,12405.944838/rede/Rede-von-Bundesfinanzminister-.htm
Freidenker
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Anmeldungsdatum: 27.07.2005
Beiträge: 344
Wohnort: Auf´m Sofa

BeitragVerfasst am: 17 Feb 2006 - 01:10:34    Titel:

Das solche einseitigen Statements ausgerechnet von einem korrupten Politiker wie Steinmeier kommen, ist nicht verwunderlich. So kann man natürlich seine eigene Schuld an der aktuellen Finanzlage unter den Tisch kehren und der Bevölkerung eine schlechte Einstellung unterstellen und so den schwarzen Peter zuschieben.

Der Grund für die aktuelle Haushaltslage ist jedoch nicht die Einstellung einer Bevölkerung mit angeblich überhöhter Erwartungshaltung, sondern miserable Politik in etlichen Bereichen über Jahrzehnte hinweg. Steinmeier dürfte da wohl auch seinen Beitrag geleistet haben. Da schaue man nur mal auf die Korruption in seiner NRW-Spd, Stichwort EON.
peace now
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Anmeldungsdatum: 13.02.2006
Beiträge: 100

BeitragVerfasst am: 17 Feb 2006 - 01:25:03    Titel:

Zitat:
Der Grund für die aktuelle Haushaltslage ist jedoch nicht die Einstellung einer Bevölkerung mit angeblich überhöhter Erwartungshaltung, sondern miserable Politik in etlichen Bereichen über Jahrzehnte hinweg. Steinmeier dürfte da wohl auch seinen Beitrag geleistet haben. Da schaue man nur mal auf die Korruption in seiner NRW-Spd, Stichwort EON.


Da will ich dir nicht widersprechen, aber ich finde seine Rede trotzdem nachdenkenswert.
Sheep
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Anmeldungsdatum: 14.06.2005
Beiträge: 972

BeitragVerfasst am: 23 Feb 2006 - 13:45:17    Titel:

Zitat:
Streiks erhöhen Seuchenrisiko

Ungewollte Nebenwirkungen könnte der Streik im Öffentlichen Dienst mit sich bringen: Der seit Wochen herumliegende Müll wird bald Aasfresser anlocken und so beste Voraussetzungen für die Ausbreitung der Vogelgrippe schaffen, warnt die Medizinervereinigung Hartmannbund.


http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,402362,00.html


Es wird Zeit die "Bundeswehr im Inneren" einsetzen, um den Müll zu beseitigen, angesichts dieser Gefahrenlage.
cue96
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Anmeldungsdatum: 23.06.2005
Beiträge: 65

BeitragVerfasst am: 23 Feb 2006 - 14:07:57    Titel:

DerBuerger hat folgendes geschrieben:

Wegen den paar Minuten Mehrarbeit gehen ganz bestimmt die Wenigsten streiken.


Das sehe ich eigtl anders....die meisten ärgert es, dass sie die Paar Minuten länger arbeiten müssen und gehen nur unter dem Deckmantel der Arbeitsplatzsicherung auf die Straße..wenn ich das manchmal lese, auf Plakaten in manchen Krankenhäusern beispielsweise, wo Angestellte ihre Meinung sagen dürfen und dann als Schlagzeile da steht: "18 Minuten weniger Zeit, die ich mit meiner Familie verbringen kann" dann denk ich doch oft: Leute seid doch einfach froh dass ihr nen Job habt...

ergänzend muss ich allerdings sagen, dass mir ein Beitrag hier besonders gefallen hat...und zwar von Freidenker...ich lese oft mit in anderen Threads, antworte zwar selten aber bin trotzdem oft nicht seiner Meinung...doch über diesen Beitrag sollte jeder mal ne Minute nachdenken, der anderer Meinung ist...

Freidenker hat folgendes geschrieben:

Nach dem was man so hört, hat es fünf Jahre keine Lohnerhöhung gegeben. Durch die Inflation ist das de Facto eine Reallohnsenkung. Und jetzt wollen die noch die Arbeitszeit verlängern? Das bedeutet weitere Lohnsenkung, bezogen auf den Stundenlohn.

Solange wir noch genug Geld haben, um Dank Merkel unseren EU-Beitrag zu erhöhen und 333 Mio. € in Form von U-Booten an die Israelis zu verschenken, müssen wir nicht den Müllmänner, die einen klasse Job machen den Lohn kürzen!


Fettes Lob nochmal für diese Worte, die wahrscheinlich in Diskussionen dieser Art nicht oft bedacht werden...denn es geht nicht immer nur um 18 Minuten des Einzelnen sondern um Dinge die sich weit oben über unseren Köpfen abspielen...
dowi
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Anmeldungsdatum: 17.02.2005
Beiträge: 144
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BeitragVerfasst am: 23 Feb 2006 - 17:52:16    Titel:

so wie ich es in den medien verfolgt habe, hat der streik nichts mit dem bund zutun. es stimmt schon das man an anderer seite das geld praktisch verschenkt und dann für solche dinge kein geld hat.

ich denke aber, dass die länder und kommunen trotzdem nicht mehr geld hätten.

die streiks in krankenhäusern find ich persönlich nicht inordnung, dort wird wirklich mit dem leben von menschen gespielt. es erscheint mir sehr eigenartig, das verdi-funktionäre entscheiden was ein notfall und was nicht. gerade in krankenhäusern wiegt es sehr viel schwerer wenn gestreikt wird, da ist es nicht so wie in der verwaltung das mal ein antrag liegen bleibt oder bei der müllabfuhr, wo im notfall private firmen den dreck entfernen.

es grenzt schon sehr an einer körperverletzung was in den krankenhäusern gemacht wird. ich kann den familienvater verstehen der wegen einer verschobenen operation an seinem kind die verdi-funktionäre wegen körperverletzung angezeigt hat.

niemand lässt sich nur so zum spaß eine op machen, bei jeder verschobenen op ist es in gewisserweise eine körperverletzung.

ich will damit sagen, dass man von der seite der gewerkschaften bei krankenhäusern mit mehr feingefühl rangehen muss und nicht mit aller gewalt zum streik aufrufen ! wenn die verdi verantwortenlichen wegen der körperverletzung nicht irgendwie belangt werden, dann wird sich an deren verhalten wohl nichts ändern.

nebeneffekt, der rückhalt in der bevölkerung geht verloren !
Hendrik_86
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Anmeldungsdatum: 05.02.2006
Beiträge: 8
Wohnort: Lüneburg

BeitragVerfasst am: 02 Apr 2006 - 17:37:58    Titel:

Die Streiks sind natürlich nicht gerechtfertigt!
Man muss sich mal vor Augen führen, worum es hier geht.
Es geht um lächerlicher 18 Minuten pro Tag. Dafür werden Millionen von Euro in den Sand gesetzt, weil sich Gewerkschaftsbosse mal wieder surchsetzen wollen und somit langsam aber sicher sämtliche Unternehmen vergraulen.
Wir Deutschen müssne mal wieder aufwachen und dran denken, dass es 5 Millionen Arbeitslose gibt, die würden gerne arbeiten, auch 18 Minuten mehr.
Die Mentalität muss sich ändern und zwar zügig. Es gibt nicht mehr Wohlstand für alle.
Anpacken, dass muss Deutschland !
Rene1985
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Anmeldungsdatum: 24.02.2006
Beiträge: 264

BeitragVerfasst am: 02 Apr 2006 - 18:25:06    Titel:

das sehe ich genauso. mitlerweile habe ich absolut kein verständnis für diesen streik mehr. wir müssen alle wieder länger arbeiten vielleicht 42 std. in der woche, das tut doch keinem weh, andere länder machen das genauso. die gewerkschaft hat schon nach der wiedervereinigung großen schaden angerichtet, indem sie 10% lohnerhöhung durchsetzte.
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