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Ausgepowert ! - Woher kommt die Energie der Zukunft?
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Foren-Übersicht -> Politik-Forum -> Ausgepowert ! - Woher kommt die Energie der Zukunft?
 
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Macabre Deified
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Anmeldungsdatum: 11.05.2005
Beiträge: 1916
Wohnort: The Republic of Elbonia

BeitragVerfasst am: 16 Feb 2006 - 15:10:48    Titel:

Die Atomkraft ist natürlich keine dauerhafte Lösung, wäre aber eine sehr sinnvolle Energiequelle für die nächsten Jahrzehnte möchte ich meinen.

Die Umweltbelastung ist relativ gering (strenge Strahlungsnormen, das macht eh nicht sonderlich was aus wenn man die ganze Hintergrundradioaktivität durch vergangene Atomtests berücksichtigt), so braucht man "nur" eine Endlagerstätte, diese kann zwar dann nur in diesem Sinne genutzt werden, aber dies ist es wert, da die Abfälle der Atomkraftwerke in ihrer Masse weit geringer sind als die von anderen Kraftwerken. Das Zeug wird z.b. in speziell ausgestattete stillgelegte Minen gepackt und dort sicher verwahrt.

Wie lange reicht der Rohstoff?
Nach Schätzungen reichen die irdischen Uranvorkommen, die man heutzutage gewinnbringend abbauen kann, noch ca. 50 Jahre, wenn der Verbrauch nicht massiv weitersteigt.
Was heisst das? Dass alle Atomkraftwerke in 50 Jahren nutzlos werden?
Nein, das heisst nur dass danach der Rohstoff im Preis steigt, da es nur mit mehr Aufwand möglich ist, weiterhin Uran abzubauen.
Und diesen erhöhten Preis _werden_ wir mit Sicherheit zahlen wenn bis dahin nicht schon alle 100% Energieversorgung auf regenerative/andere Energien umgestellt sind.
Genauso wars mit dem Erdöl, dessen Preis heute ein Vielfaches des Preises vor wenigen Jahrzehnten beträgt. Wird es deshalb weniger verbraucht? Doch wohl ganz und garnicht.

Rapsanbau in der EU ist nur durch die Subventionen für Bauern ertragreich, im Endeffekt machen wir damit ein massives Minusgeschäft und schädigen zusätzlich noch andere Weltregionen, die Agrarwaren billiger anbauen können.

Braunkohle wird ebenfalls massiv Subventioniert, genauso ein sinnloses Unterfangen.
Viel sinnvoller wäre es doch diese Reserven zu belassen und sie aufzuheben für Zeiten, in denen durch irgendwelche internationalen- oder Handelsprobleme oder durch ein Zuneigegehen der Quellen der Lieferanten diese wieder für uns wirtschaftlich abzubauen ist.
wertkonserve
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Anmeldungsdatum: 16.02.2006
Beiträge: 44

BeitragVerfasst am: 16 Feb 2006 - 16:08:52    Titel: Re: Ausgepowert ! - Woher kommt die Energie der Zukunft?

Mast' hat folgendes geschrieben:
Auch wenn bisher wenig Handlung zu erkennen ist, erste Schritte werden in der EU-Kommission gemacht. So wurde der „Aktionsplan Biomasse“ ins Leben gerufen – die EU will zukünftig die Nutzung von regenerativen Energien, wie Holzpellets zum Heizen oder Biogas zur Stromerzeugung, unterstützen.

...

Europa muss umdenken, sonst verbrauchen wir weiter und immer schneller die wertvollen Rohstoffe der Erde. Und wenn keine Lösungen gefunden werden, dann wird sich Mutter Erde brutal an uns rächen. Ein neuer Energie-Mix muss her. Und da ist die Politik gefordert.


Quelle
Wo kann man ansetzen?
Bringen die paar Windkrafträder in Deutschland wirklich schon irgendetwas?
Sind die Prognosen der Energiexperten wirklich so düster, wie sie sagen?
Was denkt Ihr?[/quote]

es doch ein Witz, wenn man liest: "So wurde der "Aktionsplan Biomasse" ins Leben gerufen"

Was wurde denn seit denn 70ziger Jahren in Brüssel bezüglich erneuerbarer Energie gefördert?

Warum wird den deutschen und europäischen Bauern kein Programm angeboten, wo diese nach der alten 4 Jahresregel anbauen:

z.B.
1. Jahr Raps ( für Öl oder Biodiesel)
2. Jahr Hanf ( für Nutzprodukte der verschiedensten Art )
3. Zuckerüben ( für IndustrieAlkohol )
4. Brachliegend, sodass sich der Boden erholen kann
Rudolf
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Anmeldungsdatum: 27.10.2005
Beiträge: 463
Wohnort: Neuss

BeitragVerfasst am: 16 Feb 2006 - 16:14:21    Titel: Re: Ausgepowert ! - Woher kommt die Energie der Zukunft?

Mast' hat folgendes geschrieben:
Hier ein interessanter Bericht, über die Energie-Alternativen, wenn einmal alles andere verbraucht ist.
Zitat:
(Matthias) Wovon wir am wenigsten haben geben wir am meisten aus. Europas Rohstoffe werden knapp, die Reserven gehen zur Neige, unsere Abhängigkeit von Öl-Ländern im Nahen Osten steigt. Und genau das wissen diese Länder auch. Europa braucht einen neuen Energie-Mix – und zwar dringend. Wird die Atomkraft eine Renaissance erleben? Was ist mit der Windkraft? Und kann Biomasse langfristig das Öl ersetzen?




Unter den fossilen Energieträgern ist Erdöl das am wenigsten vorhandene auf der Welt. Doch anstatt sparsam damit umzugehen, verfeuern wir es, als könnten wir noch hunderte von Jahren damit auskommen. Doch Experten weisen immer wieder darauf hin, dass die Reserven des schwarzen Goldes in 40 bis 100 Jahren aufgebraucht sind. Ebenso sieht es beim Erdgas aus, wo der Vorrat noch 60 Jahre reichen wird, und bei der Kohle, wo die Ressourcen in circa 120 Jahren aufgebraucht sind. Und auch Uran wird knapp. Laut Expertenmeinung reicht dieser Rohstoff noch für gut 100 Jahre.

All diese Rohstoffe lagerten sich über Millionen von Jahren natürlich auf der Erde an. Seit Beginn der Industrialisierung plündern wir diese schonungslos und die Ressourcen gehen dramatisch zurück. Allein das Beispiel Steinkohle zeigt dies sehr deutlich. Im Jahr 2004 wurden weltweit 330 Millionen Steinkohleeinheiten verbraucht. 122 Millionen davon gingen allein auf das Konto des weiter wachsenden Industrieriesen China. Tendenz steigend.

Die internationale Energieagentur (IEA) schätzt, dass sich der Energieverbrauch bis ins Jahr 2030 verdoppeln wird. Doch neben dem hohen Verbrauch gibt es zusätzlich noch die Problematik der damit verbundenen Kohlendioxid-Belastung, die ja den Treibhauseffekt zur Folge hat. Die Folgen hieraus werden auch erst in einigen Jahrzehnten richtig zu spüren sein.

Es gibt zwei Möglichkeiten: Entweder wird die atomare Energie eine Renaissance erleben – eine gerade in Deutschland unwahrscheinliche Variante – oder man wird und muss in Zukunft mehr auf erneuerbare Energien setzen. Doch da ist man erst am Anfang eines langen Weges.
Jeder kennt die Windkrafträder, die in den letzten Jahren quer durch das Land aufgestellt worden sind. Doch die daraus entstehende Energie macht nur einen Bruchteil des Bedarfs aus. Windkraft ist ein Bestandteil der neuen Möglichkeiten, doch es gibt weitere Ressourcen, von denen wir viel haben, aber wenig nutzen. Biomasse und Sonnenenergie. Gerade die Biomasse ist ein schlafender Riese unter den regenerativen Energien. Schon im Jahr 2020 könnten 10 Prozent des europäischen Energieverbrauchs durch Biomasse abgedeckt sein. Potential hierfür bieten die Holz- und Agrarwirtschaft, die Biogasnutzung von Müllanlagen sowie die Wasserstoffproduktion aus Biomasse

Die Politik ist sich der Problematik, die in den nächsten Jahrzehnten entsteht, heute bewusst, doch es wird bisher zu wenig gehandelt. Der CDU-Europaabgeordnete Peter Liese will den schlafenden Riesen Biomasse aufwecken. "Wir müssen Biomasse verstärkt nutzen." Biomasse habe gegenüber konventionellen Energien, aber auch gegenüber anderen erneuerbaren Energien wie Wind und Sonne den Vorteil, dass sie nicht von kurzfristigen Wetterschwankungen abhängig, sondern dann verfügbar sei, wenn sie gebraucht werde. Dazu sei die energetische Nutzung von Biomasse CO2-neutral, also Klima-unschädlich.

Auch wenn bisher wenig Handlung zu erkennen ist, erste Schritte werden in der EU-Kommission gemacht. So wurde der „Aktionsplan Biomasse“ ins Leben gerufen – die EU will zukünftig die Nutzung von regenerativen Energien, wie Holzpellets zum Heizen oder Biogas zur Stromerzeugung, unterstützen.


Technisch ist das alles möglich, nur will es so recht noch keiner nutzen. Doch die globalen und politischen Probleme, aber auch die Ressourcenknappheit machen ein Umdenken in Europa nötig. Auch in den Vereinigten Staaten fängt man an umzudenken. Erst vor einigen Wochen hat George W. Bush noch betont, die USA müssten sich unabhängig von den Ländern im Nahen Osten machen, auf deren Öl man momentan noch angewiesen sei. Klar, wenn er den Iran als nächstes angreift, wird er sich in der arabischen Welt nicht unbedingt mehr Freunde machen. Im Gegenteil. Deshalb sucht man nun auch im Land der unbegrenzten Möglichkeiten nach eben solchen, die die Energieversorgung der Zukunft sichern.

Europa muss umdenken, sonst verbrauchen wir weiter und immer schneller die wertvollen Rohstoffe der Erde. Und wenn keine Lösungen gefunden werden, dann wird sich Mutter Erde brutal an uns rächen. Ein neuer Energie-Mix muss her. Und da ist die Politik gefordert.


Quelle
Wo kann man ansetzen?
Bringen die paar Windkrafträder in Deutschland wirklich schon irgendetwas?
Sind die Prognosen der Energiexperten wirklich so düster, wie sie sagen?
Was denkt Ihr?
Windkrafträder bringen glaube ich gerade mal pro windrad 1,5 bis 3 megawatt an strom stell mal vorne ne stadt wie berlin mit windenergie zuversorgen wieviele tausende windräder man da aufstellen muss.Ich find wir sollten bei der kernenergie bleiben, um das land allein mit windrädern zuverschandeln die eh kaum was bringen.
Mast'
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Anmeldungsdatum: 10.05.2005
Beiträge: 388
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 16 Feb 2006 - 20:03:39    Titel:

Es gibt ja nicht nur Windräder als umweltfreundliche Alternative. Das müsstest du aber auch wissen.

Und dann die Frage: Wo soll der ganze Atommüll einmal hin?
Box
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Anmeldungsdatum: 29.12.2005
Beiträge: 1002

BeitragVerfasst am: 16 Feb 2006 - 20:18:11    Titel:

Sobald möglich in Richtung Sonne schicken. Die juckt das denke ich nicht. Smile

Edit: Das ist sogar ernst gemeint. Was meint ihr was das bewirken würde?
Box
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Anmeldungsdatum: 29.12.2005
Beiträge: 1002

BeitragVerfasst am: 16 Feb 2006 - 20:32:24    Titel:

Da gab es mal diesen Superman Film. Einen von den alten mit Christopher Reeves, wo er alle Atomwaffen der Welt einfach in die Sonne wirft. Das war cool. Very Happy
Sheep
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Anmeldungsdatum: 14.06.2005
Beiträge: 972

BeitragVerfasst am: 16 Feb 2006 - 21:50:27    Titel:

Zack !

...und der Atommüll ist weg.
Rudolf
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Anmeldungsdatum: 27.10.2005
Beiträge: 463
Wohnort: Neuss

BeitragVerfasst am: 17 Feb 2006 - 01:59:19    Titel:

Mast' hat folgendes geschrieben:
Es gibt ja nicht nur Windräder als umweltfreundliche Alternative. Das müsstest du aber auch wissen.

Und dann die Frage: Wo soll der ganze Atommüll einmal hin?
In Frankreich wird an einem projekt gearbeitet wo sich damals viele länder drum beworben haben darunter auch deutschland,es ist an brennstäben zuforschen die nie ausgewechselt werden müssen, wenn das klappt gibt es auch keine atommüll transporte mehr und die energieversorgung ist gesichert.
wertkonserve
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Anmeldungsdatum: 16.02.2006
Beiträge: 44

BeitragVerfasst am: 17 Feb 2006 - 18:12:41    Titel:

Rudolf hat folgendes geschrieben:
Mast' hat folgendes geschrieben:
Es gibt ja nicht nur Windräder als umweltfreundliche Alternative. Das müsstest du aber auch wissen.

Und dann die Frage: Wo soll der ganze Atommüll einmal hin?
In Frankreich wird an einem projekt gearbeitet wo sich damals viele länder drum beworben haben darunter auch deutschland, es ist an brennstäben zuforschen die nie ausgewechselt werden müssen, wenn das klappt gibt es auch keine atommüll transporte mehr und die energieversorgung ist gesichert.


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borabora
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Anmeldungsdatum: 05.06.2005
Beiträge: 6273

BeitragVerfasst am: 17 Feb 2006 - 19:24:47    Titel:

ich glaube rudolf meint die kalte fusion - an der wird schon seit jahrzehnten ohne nennenswerte ergebnise bzgl. der einsetzbarkeit in der praxis für viele milliarden euro geforscht.
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