Studium, Ausbildung und Beruf
 StudiumHome   FAQFAQ   RegelnRegeln   SuchenSuchen    RegistrierenRegistrieren   LoginLogin

Problem bei Hausarbeit im Strafrecht (Ms)
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen
Foren-Übersicht -> Jura-Forum -> Problem bei Hausarbeit im Strafrecht (Ms)
 
Autor Nachricht
Eisblume
Newbie
Benutzer-Profile anzeigen
Newbie


Anmeldungsdatum: 01.08.2004
Beiträge: 16

BeitragVerfasst am: 15 Feb 2006 - 21:01:14    Titel: Problem bei Hausarbeit im Strafrecht (Ms)

Hi!
Habe irgendwie nen Problem mit der Hausarbeit habe nur folgende Strafbarkeiten entdeckt und bei manchen bin ich mir da noch nicht mal sicher, ob sie wirklich einschlägig sind

A. Strafbarkeit des A
1. §§ 211, 22,23I an seiner Frau (-) durch Rücktritt?
2. §§ 223(-) Flüssigkeit beeinträchtigt nicht die gesundheit?
3. §§ 223,224I Nr. 1, 5, 22, 23I (+)
4. §§ 223 an seinem Sohn (-) schlafen ist keine Gesundheitsbeschädigung?
5. §§ 223, 224I Nr. 1, 5, 22, 23I (-) an seinem Sohnhatte keinen Vorsatz
6. § 303I am Cognac? da bin ich mir gar nicht sicher ob man das prüfen muss

B. Strafbareit des B
1. §§ 211, 22,23I, 26 (-) wegen übergabe der Substanz jeoch liegt keine vorsätzliche rechtswidirge Haupttat vor, somit kann er sich auch nicht beteidigen
2. §§ 211, 30 (-) wollte nicht die F vergiften und umbringen ( bin mir überhaupt nicht sicher, wie und ob man das prüfen kann würde mich freuen, wenn mir da jemand weiterhelfen könnte)
3. §§ 223, 224I Nr.1,5 , 22, 23 I, 26 (weiss gar nicht ob das geht würde jedoch auch (-))

C. Strafbarkeit der F
1. §239 wegen einsperren des Sohnes (-) befand sich im Erlaubnistatbestandsirrtum dachte, wäre gem. 127 StPO gerechtfertigt

Wie ihr seht bin ich mir in vielen Punkten überhaupt noch nicht sicher, ob das so gehen kann oder ob ich mal wieder voll auf dem Holzweg bin würde mich sehr freuen, wenn ihr mir helfen könntet ist bereits meine 2. Hausarbeit in Strafrecht, darf diese also nur noch dieses eine mal schreiben. Bin also über jede Hilfe dankbar Very Happy
damit ihr wisst worum es überhaupt geht ihr der Sachverhalt:

A ist seit vielen Jahren mit F verheiratet, führt aber seit einiger Zeit eine heimliche Liebesbeziehung
mit seiner Kollegin G. G drängt zur Heirat, doch A fürchtet, F werde niemals in eine
Scheidung einwilligen und vertröstet G immer wieder.
G will sich aber bald nicht mehr hinhalten lassen. In einem leidenschaftlichen Brief stellt sie
A vor die Wahl: „Entweder Du wirst die Schlampe F los oder unsere Liebe ist beendet!“ Sie
hält es durchaus für möglich, dass A sich nun zur Tötung der F entschließt, es ist ihr aber ganz
gleichgültig, wie er sich seiner Ehefrau entledigt.
A will G auf keinen Fall verlieren und begibt sich deshalb zu seinem Freund B, der eine Apotheke
führt. A zieht den B ins Vertrauen und bittet ihn, ihm ein tödliches Gift zu verschaffen.
B geht zum Schein auf das Ansinnen des A ein und händigt ihm in einer Wasserflasche eine
klare Substanz aus, die angeblich schon in kleinen Mengen tödliche Wirkung habe. Tatsächlich
handelt es sich um eine völlig harmlose Flüssigkeit, die allenfalls in höheren Dosen zu
Schläfrigkeit führen kann.
Am Abend desselben Tages schenkt A der F nach dem Essen einen Cognac ein, den er zuvor
mit einem kleinen Schuss der vermeintlich giftigen Flüssigkeit versetzt hat. Entgegen seiner
Erwartung zeigt das Getränk bei F nicht die gewünschte Wirkung. Stattdessen wird F ganz
redselig und meint, nun sei der Moment gekommen, dem A ihr langjähriges Liebesverhältnis
zu ihrem Nachbar N und ihren Scheidungswunsch zu beichten. A, der gerade noch überlegte,
der F eine weitere Portion von seinem „Gift“ zu verabreichen, hält dies nun für sinnlos und
verlässt den Raum, um die neue Lage zu überdenken. Dabei bemerkt er nicht, dass der Brief
der G aus seiner Jackentasche flattert. Als F den Briefumschlag mit der weiblichen Handschrift
erblickt, kann sie der Versuchung nicht widerstehen und nimmt den Brief heraus, um
ihn zu lesen. So erfährt sie vom geheimen Liebesleben ihres Mannes. Wie A versteht F das
Ansinnen der G als Aufforderung zu ihrer Tötung und ist entsetzt. Sie mutmaßt nun, der A
habe sie vielleicht sogar schon an diesem Abend umbringen wollen. F steht auf, um den A zur
Rede zu stellen. Als sie in der Küche die Glasflasche des B erblickt, wird ihr alles klar: Mit
dieser Flasche wollte A sie bestimmt erschlagen, wenn sie vom Cognac müde geworden wäre.
Nur wegen ihres Scheidungswunsches hatte er wohl davon abgesehen. In dem Moment hört F,
wie im Hausflur die Toilettentür geschlossen wird. F meint, A dürfe nicht ungestraft davon
kommen, nachdem er sie fast umgebracht hat. Schnell läuft sie hinzu und verriegelt die Tür
von außen. Dann ruft sie die Polizei.
Als die Polizeibeamten eintreffen und die Toilettentür öffnen, finden sie dort den schlafenden
Sohn von A und F auf dem Fußboden. Dieser war von F unbemerkt nach Hause gekommen
und hatte in der Küche seinen Durst mit dem Inhalt der Glasflasche des B gelöscht. Auf der
Toilette war er dann von einer so starken Müdigkeit übermannt worden, dass er eingeschlafen
war, bevor er überhaupt gemerkt hatte, dass die Tür verschlossen war. A hingegen war bereits
vorher zu G gefahren, um die Wendung der Ereignisse zu feiern.
Strafbarkeit von A, G, B und F?
cool_angel_22
Newbie
Benutzer-Profile anzeigen
Newbie


Anmeldungsdatum: 16.02.2006
Beiträge: 2
Wohnort: Göttingen

BeitragVerfasst am: 16 Feb 2006 - 12:10:31    Titel:

Ich schreibe diese HA zwar nicht, aber was mir beim Lesen aufgefallen ist, ist dass du gar nichts über die Strafbarkeit der G geschrieben hast; also spontan habe ich dabei an Erpressung und Anstiftung zum Totschlag gedacht.

Bezgl. A geht m.E der Rücktritt nicht durch, da es an der Freiwilligkeit mangelt.

Und bezgl. F ist vor dem ETB noch zu problematisieren, ob bei einem Schlafenenden überhaupt eine Freiheitsberaubung vorliegen kann.

So, dass wären jetzt noch meine Ideen dazu; ich hoffe sie helfen dir ein klein wenig weiter!
Recht komisch
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 22.07.2005
Beiträge: 1956
Wohnort: Ruhrgebiet

BeitragVerfasst am: 16 Feb 2006 - 14:25:48    Titel:

Freiheitsberaubung bei Schlafenden o. ä. = großes Problem;
vgl. Hillenkamp, 40 Probleme aus dem BT, Problem Nr. 6
Eisblume
Newbie
Benutzer-Profile anzeigen
Newbie


Anmeldungsdatum: 01.08.2004
Beiträge: 16

BeitragVerfasst am: 17 Feb 2006 - 13:39:35    Titel:

Stimmt habe vergessen was zur G zu schreiben *G*
Bin mir aber nicht sicher, ob ich bei der wirklich Erpressung anprüfen muss, ist ja kein Vermögensschaden, da finde ich wenn schon § 240 sinniger oder? Der geht aber auch nicht durch, da das kündigen einer Freundschaft etc ja auch kein empfindliches Übel darstellt.

Habe noch ne Frage und zwar wie sieht es mit versuchter gefährlicher Körperverletzung des A an seinem Sohn durch Unterlassen aus? Er dachte ja, dass in ihr Gift war. Hätte sie doch wegstellen müssen oder mitnehmen?
Kann man das überhaupt prüfen?
Maximus
Newbie
Benutzer-Profile anzeigen
Newbie


Anmeldungsdatum: 24.08.2005
Beiträge: 18

BeitragVerfasst am: 17 Feb 2006 - 16:52:33    Titel:

Ist es bezüglich A eigentlich ein beendeter oder unbeendeter Versuch?
Eisblume
Newbie
Benutzer-Profile anzeigen
Newbie


Anmeldungsdatum: 01.08.2004
Beiträge: 16

BeitragVerfasst am: 17 Feb 2006 - 17:12:21    Titel:

Also ich würde sagen, es ist nen unbeendeter Versuch, da er ja von seiner Steite noch die Tat vollenden könnte. Fraglich ist eher, ob er freiwillig zurückgetreten ist oder nicht
habe noch ne frage kann man bei der F sagen, dass sie sich nicht gem. § 239 StGB strafbar gemacht hat, da sie sich in einem erlaubnistatbestandsirrtum befand und dann noch den Versuch an A prüfen ?
Maximus
Newbie
Benutzer-Profile anzeigen
Newbie


Anmeldungsdatum: 24.08.2005
Beiträge: 18

BeitragVerfasst am: 17 Feb 2006 - 17:40:03    Titel:

Daran hab ich auch gedacht! Die freiheitsberaubung wird verneint wegen dem vorliegen eines Erlaubnistatbestandsirrtums. Dann ist es glaub ich richtig den Versuch gegenüber A zu prüfen.
Nochmal eine Frage zum Rücktritt:
bin bischen durcheinander. Beendet ist der Versuch , wenn der Täter alles getan zu haben glaubt, was nach seiner vorstellung von der tat zur Herbeiführung des Erfolges notwendig oder möglicherweise ausreichend ist.
A ging doch davon aus, dass F durch die Flüssigkeit stirbt. Er hat doch nach seiner vorstellung alles getan, was nach seiner vorstellung zum Tod der F führt.
Erst als er bemerkt hat , dass die F nur müde wird und sie ihm von ihrem Verhältnis erzählt, überlegt er es sich anders.
Ist es daher nicht ein beendeter Versuch?
Warscheinlich hab ich wieder einen blöden denkfehler! :s
Eisblume
Newbie
Benutzer-Profile anzeigen
Newbie


Anmeldungsdatum: 01.08.2004
Beiträge: 16

BeitragVerfasst am: 17 Feb 2006 - 19:43:54    Titel:

Habe ich auch erst gedacht, doch nach dem Rücktrittshorizont muss er nach seinen Handlungen gedacht haben, dass er alles zur verwirklichung der Tat getan hat, doch hier hat er ja gesehn, dass das Gift nicht gewirkt hat. Somit war der Versuch noch nicht beendet. Jedenfalls wird das so in den Fällen behandelt Very Happy Ausserdem wäre sonst nen Teil vom Sachverhalt irrelevant.( der indem steht, dass er sich das noch mal durch den Kopf gehen lässt und ihr nicht noch einmal Gift in den Cognac schüttet)
Ich habe eher nen echtes Problem mit der Freiwilligkeit gibt ja bei diesen Denkzettel Fällen die möglichkeit des freiwilligen Rücktritts auch wenn er den sein aussertatbestandliches Ziel erreicht hat. Kann man das hier anwenden? Hat ja eigendlich sein Ziel auch erreicht, nämlich, dass die F sich von ihm scheiden lassen will.
nach den anderen Theorien hat sich ja nur der Sachverhalt geändert, und er ist nur deshalb zurückgetreten.
Ich bin verwirrt Confused
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Foren-Übersicht -> Jura-Forum -> Problem bei Hausarbeit im Strafrecht (Ms)
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Seite 1 von 1

 
Gehe zu:  
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.

Chat :: Nachrichten:: Lexikon :: Bücher :: Impressum