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A und B schiessen auf C. Bestrafung von A und B?
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Foren-Übersicht -> Jura-Forum -> A und B schiessen auf C. Bestrafung von A und B?
 
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EzoCan
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Anmeldungsdatum: 17.02.2006
Beiträge: 7

BeitragVerfasst am: 17 Feb 2006 - 17:14:54    Titel: A und B schiessen auf C. Bestrafung von A und B?

Hallo,

ich brauche dringend Hilfe. Habe folgendes Problem:

A und B schiessen "unvorsätzlich" und aunabhängig voneinander auf C. Dabei stirbt C. Es ist nicht festzustellen wer C getroffen hat.

Wonach werden A und B bestraft?
Marina85
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Anmeldungsdatum: 22.06.2005
Beiträge: 4764
Wohnort: Aachen

BeitragVerfasst am: 17 Feb 2006 - 18:57:21    Titel:

Zunächst mal vollendetes Delikt anprüfen (Erfolg ist ja eingetreten).

Es scheitert an der Kausalität: Ursächlich ist jede Bedingung, die nicht hinweggedacht werden kann, ohne dass der Erfolg in seiner konkreten Gestalt entfiele.

Da man aber nicht nachweisen kann, wessen Schuss zum Tod des C geführt hat, ist zu Gunstenbeider Angeklagten ("in dubio pro reo") für A und B zugrunde zu legen, dass jeweils der Schuss des anderen kausal war.
Somit muss man davon ausgehen, dass der jeweils eigene Schuss nicht kausal war und somit hinweggedacht werden könnte, ohne dass der Erfolg in seiner konkreten Gestalt entfiele.

Anschließend prüfst du den Versuch. Wie kann man unvorsätzlich auf jemanden schießen???
Mit Vorsatz wird auf jeden Fall aus Versuch bestraft, aber ohne Vorsatz?? Ich denke, da käme dann nur Fahrlässigkeit in Betracht (da bin ich mir jetzt aber auch nicht sicher, weil ich noch keine Fahrlässigkeit hatte).
EzoCan
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Anmeldungsdatum: 17.02.2006
Beiträge: 7

BeitragVerfasst am: 18 Feb 2006 - 11:24:26    Titel:

Versuch ist leider nicht gegeben. Also, ich schrib dir kurz den Sachverhalt:

A und V verbringen ein Skiwochenende in den Bergen. Sie trinken Glühwein und später fahren sie einen Tal hinab. Sie wissen zwar, dass durch den Genuss des Glühweins und die zunehmende Dämmerung ihr Fahrvermögen eingeschränkt wird, beschließen aber dennoch, das Risiko eines Wettrennens hinab ins Tal zu wagen. Sie erreichen eine kleine Bergkuppe, hinter welcher sich der gestürzte S befindet, der grade dabei ist seine Ski wieder anzuziehen. Sie fahren mit hoher Geschwindigkeit, so dass sie nicht imstande sind zu bremsen. Es kommt zu einem Zusammenprall. A tifft mit seinem Skistock seine Freundin V am Kopf, die ohnmächtig zu Boden fällt. S wird schwerer verletzt und stirbt an seinen Verletzungen.

Im Sachverhalt steht, dass es nicht zu ermitteln ist, ob S von A oder V oder von beiden getroffen wurde.

Also, ich geh hier von einer Fahrlässigkeit aus, da A und V bezüglich der Körperverletzung und Tötung des S keinen Vorsatz hatten.
Ich weiss aber nicht, ob ich die Körperverletzung und Tötung des S von A und V gemeinesam prüfen soll. Da ja nicht zu ermitteln ist, wer der Täter ist Confused
Marina85
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Anmeldungsdatum: 22.06.2005
Beiträge: 4764
Wohnort: Aachen

BeitragVerfasst am: 18 Feb 2006 - 21:04:41    Titel:

Also, da kann ich jetzt auch nicht weiterhelfen. Bin erst im 1. Sem. und hatte Fahrlässigkeit noch nicht. Hört sich aber danach an... Hatte erst an dolus eventualis gedacht, weil sie ja wissen, dass es gefährlich ist, was sie tun. Aber der kommt wohl eher nicht in Betracht, weil sie ja nicht wussten, dass S gestürzt ist und somit ein Mensch in Gefahr sein könnte.

Naja, vielleicht sollten die "Älteren" mal helfen Wink .
seyda
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Anmeldungsdatum: 19.07.2005
Beiträge: 9

BeitragVerfasst am: 18 Feb 2006 - 21:19:05    Titel:

hallo!!
Hier ist meiner ansicht nach der tatbestand des § 222 Fährlässige Tötung gegeben; bzgl der freundin § 229 Fahrlässige körperverletzung
seyda
Newbie
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Anmeldungsdatum: 19.07.2005
Beiträge: 9

BeitragVerfasst am: 18 Feb 2006 - 21:30:52    Titel:

Aber merke!!!!!!!
Hier könnte auch der grundsatz " in dubio pro reo" anwendung finden. Es ist eigentlich nicht ublich, dass bei einer kleinen hausarbeit man schon mit dem grundsatz konfrontiert wird. Daher
Wenn der Sachverhalt bestimmte tatbestantsvoraussetzungen nicht eindeutig hergibt, ist eine lebensnahe Auslegung angesagt!!!!!
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