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1. HA StrR, Rücktritt vom versuch
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Foren-Übersicht -> Jura-Forum -> 1. HA StrR, Rücktritt vom versuch
 
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LMUSimone
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Anmeldungsdatum: 18.12.2005
Beiträge: 83

BeitragVerfasst am: 21 Feb 2006 - 12:29:16    Titel:

laut sachverhalt hat sie es zunächst billigend in Kauf genommen -dass N gefährdet war-ehe sie die Feuerwehr gerufen hat. Also Vorsatz haben wir schon gegeben...
Marrymoh
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Anmeldungsdatum: 09.02.2006
Beiträge: 48

BeitragVerfasst am: 21 Feb 2006 - 17:40:28    Titel:

natürlich gibt es keine versuchte fahrlässigkeit. versuchter totschlag i.V.m. rücktritt vom Versuch ist auch klar, aber kann man hier nicht eine fahrlässigkeit bzgl des totschlags, körperverletzung miteinbauen??! ach ich lass die fahrläss. einfach weg. vorsatz liegt auf jedenfall vor, aber sag mal wie hast du den Rücktritt gegliedert? ich meine ich habe mit vers. totschl. angefangen greift das, müssen wir dann die vers. körperverl. auch noch prüfen..... Rolling Eyes bin bissl verwirrt langsam hat mich nämlich die lust verlassen Twisted Evil aaaaaaah
LMUSimone
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Anmeldungsdatum: 18.12.2005
Beiträge: 83

BeitragVerfasst am: 21 Feb 2006 - 18:23:13    Titel:

Ich hab die Gliederung für den Rüchtritt aus der AG übernommen...
Lust hab ich schon seit ca 4 seiten nicht mehr....
Sag mal läuft das jetzt daraufraus dass F ganz ohne "Strafe" davonkommt??
hättest du evtl lust, dass wir uns mal abgleichen??
LMUSimone
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Anmeldungsdatum: 18.12.2005
Beiträge: 83

BeitragVerfasst am: 21 Feb 2006 - 18:24:13    Titel:

Ich hab die Gliederung für den Rüchtritt aus der AG übernommen...
Lust hab ich schon seit ca 4 seiten nicht mehr....
Sag mal läuft das jetzt daraufraus dass F ganz ohne "Strafe" davonkommt??
hättest du evtl lust, dass wir uns mal abgleichen
Marrymoh
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Anmeldungsdatum: 09.02.2006
Beiträge: 48

BeitragVerfasst am: 21 Feb 2006 - 18:55:15    Titel:

ja gern. naja bei mir läufts schon irgendwie drauf raus, aber ich will das nicht, deswegen dachte ich ich könnte sie irgendwie mit der fahrläss. drankriegen.
Recht komisch
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Anmeldungsdatum: 22.07.2005
Beiträge: 1956
Wohnort: Ruhrgebiet

BeitragVerfasst am: 21 Feb 2006 - 19:07:02    Titel:

Mmmh, ich finde Euer Ergebnis irgendwie merkwürdig; folgt man dem BGH, so liegt ein Rücktritt vom Versuch des Unterlassungsdeliktes bzgl. der N ja vor - dasselbe dürfte aber nicht ohne weiteres auch bezüglich des M gelten. Da müßten im Ergebnis doch zumindest versuchter Totschlag (Mord - Problem: Heimtücke) bzw. vollendete Körperverletzung drin sein (zumal es ja auch um eine andere Tathandlung geht)?!
Marrymoh
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Anmeldungsdatum: 09.02.2006
Beiträge: 48

BeitragVerfasst am: 22 Feb 2006 - 00:38:46    Titel:

Hey du bist.... recht komisch.... (hehe) ja auch wieder da! na also hier hab ich mal den sv für dich, doch leuchtet mir das selbst nicht ein, denn kann ein versuchter mord nicht straffrei sein, egal in welcher verfassung man sich befindet.....im ergebnis bzw rechtsfertigung, ist der Irrtum über die tatsächlichen Voraussetzungen der Notstandslage unvermeidbar, weißt schon, seel. verfassungs usw. somit hab ich sie nach 35 II (1) straffrei gelassen. auch hab ich gelesen, dass die Rspr die durch einen Suizidversuch herbeigeführte Gefahrenlage als Unglücksfall im Sinne des 323c, früher halt 330 wertet. unterlassungsdelikt ist gut, dass hab ich mir auch gedacht weil sie aber die FW ruft hab ichs wieder verworfen. es ist nicht schwer, eigentlich, nur sehr verzwickt.... Laughing


F ist seit 15 Jahren mit ihrem Ehemann M verheiratet; das Ehepaar lebt mit dem gemeinsamen zehnjährigen Sohn S in einer Doppelhaushälfte. Schon immer war M gegenüber F äußerst herrschsüchtig und dominant gewesen und hatte sie auch mehrfach geschlagen. Nachdem M etwa vor drei Jahren seine Arbeit verloren hatte, war die Situation eskaliert: er konsumierte regelmäßig Alkohol und wurde immer wieder, zuletzt fast täglich, in massiver Weise gewalttätig gegenüber seiner Frau und seinem Sohn. Bei einem Teil dieser Vorfälle war M nachts von Kneipenbesuchen zurückgekehrt und hatte die schlafenden F und S ohne Vorwarnung unter üblen Beschimpfungen geschlagen. M hatte der F stets gedroht, er werde sie umbringen, wenn sie ihn verlasse. Bei einer Gelegenheit hatte F tatsächlich versucht, zu ihren Eltern zu flüchten und die Beziehung zu beenden, war aber von massiven Drohungen und körperlichen Übergriffen des M davon abgehalten worden. In ihrer verzweifelten Lage beschließt die F, sich das Leben zu nehmen; aber auch M soll nicht am Leben bleiben, da der Sohn vor seinem gewalttätigen Vater sicher sein soll. Einen anderen Weg, S zu schützen sieht sie nicht.
An einem Wochenende sorgt die F deshalb dafür, dass ihr Sohn auswärts bei ihren Eltern übernachtet. Sie wartet, bis ihr Ehemann, der sie an diesem Tag ausnahmsweise unbehelligt gelassen hatte, sich schlafen legt. Nachdem M eingeschlafen ist, schließt sie alle Fenster der Wohnung und dreht zwei Gashähne auf. Sie rechnet damit, dass sowohl sie als auch M durch das ausströmende Gas ersticken werden. Erst nach einiger Zeit wird ihr plötzlich klar, dass das sich im ganzen Haus verbreitende Gas auch Explosionen hervorrufen kann, die zugleich ihren Nachbarn N, den einzigen Bewohner der anderen Doppelhaushälfte, in Lebensgefahr bringen würden. Das nimmt sie zunächst in Kauf und lässt die Gashähne weiter offen.
Letztendlich ist ihr der Gedanke an den möglichen Tod unbeteiligter Dritter aber doch unerträglich: sie verständigt per Handy die Feuerwehr und bittet um Rettung des N. Der zuständige Beamte bittet die F unter Hinweis auf die Explosionsgefahr eindringlich, die Gashähne zuzudrehen. F lehnt dies aber ab, da sie ihren ursprünglichen Plan nicht aufgeben will. Sie verriegelt sogar die Türen ihrer Wohnung, um eine Rettung von sich oder von M zu verhindern; gleichzeitig vertraut sie darauf, dass die Feuerwehrleute aufgrund ihrer Erfahrung in der Lage sein werden, N zu retten, ohne zugleich sich selbst in Gefahr zu bringen.
Die kurz darauf eintreffende Feuerwehr kann nicht nur N, sondern nach dem Aufbrechen der Wohnungstür auch die mittlerweile bewusstlosen F und M retten. Während N und die Rettungskräfte keinerlei Beeinträchtigungen erfahren, muss M aufgrund anfänglich sogar lebensgefährlicher Lungenverletzungen einige Wochen im Krankenhaus behandelt werden. Bleibende Schäden trägt M aber nicht davon.
Strafbarkeit der F?
Zu prüfen sind nur Tötungsdelikte (§§ 211, 212 StGB ohne § 213 StGB) sowie Körperverletzungsdelikte (§§ 223, 224 StGB).
zorrihv
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Anmeldungsdatum: 27.01.2006
Beiträge: 12
Wohnort: muenchen, Deutschland

BeitragVerfasst am: 22 Feb 2006 - 00:47:00    Titel:

hi Leute Very Happy ,wir sind aber viel Razz

also was N betrifft hab ich ne passende BGH-Entscheidung gefunden, lohnt sich nachzulesen...Ruecktritt des Unterlassungstaeter (aehnlich mit unserem Fall) BGH StV 1998,369; NJW 2000, 1730,1732. :

"Der Angeklagte öffnete in Selbsttötungsabsicht zwei Gashähne in seiner im Erdgeschoss eines Zwölf-Familien-Hauses gelegenen Wohnung. Er dachte nicht daran, dass durch sein Handeln möglicherweise andere Hausbewohner zu Schaden kommen könnten. Als ihm dies bewusst wurde, nahm er dies zunächst billigend in Kauf, änderte dann jedoch seine Willensrichtung und rief über die Notrufnummer zunächst die Feuerwehr, sodann die Polizei an, nannte seinen Namen und seine Anschrift und forderte die genannten Stellen auf, sogleich für eine Rettung der Hausbewohner zu sorgen, da er nicht wollte, dass diese durch eine Gasexplosion zu Schaden kämen. Seinen Entschluss, sich selbst durch Gasvergiftung zu töten, gab er nicht auf. Der Aufforderung, das Gas abzudrehen, kam er nicht nach. Nach Beendigung des zweiten Telefongesprächs wurde der Angeklagte bewusstlos. Wenige Minuten später traf die Feuerwehr ein, evakuierte etwa 50 Personen und drehte den Gashahn zu. "
"Hiernach ist der Taeter im vorliegenden Fall strafbefreiend vom Versuch zurückgetreten. Dass er die weiter bestehende und sich vergrößernde Gefahr eines Erfolgseintritts auch nach seinem Entschluss zur Verhinderung der Vollendung erkannte und unschwer durch eigenhändiges Schließen der Gashähne hätte abwenden können, steht der Strafbefreiung nach § 24 I 1 Hs. 2 StGB nicht entgegen."

sonst der Hinweis auf Fall des Monats ist sehr gut, hab ich vor kurzem auch gefunden...genau das was wir brauchen Wink

GreetZ
zorri
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Anmeldungsdatum: 22.07.2005
Beiträge: 1956
Wohnort: Ruhrgebiet

BeitragVerfasst am: 22 Feb 2006 - 00:59:38    Titel:

Da sind übrigens noch zwei Threads zu dieser HA:
http://www.uni-protokolle.de/foren/viewt/52198,0.html
http://www.uni-protokolle.de/foren/viewt/49606,0.html
Marrymoh
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Anmeldungsdatum: 09.02.2006
Beiträge: 48

BeitragVerfasst am: 22 Feb 2006 - 17:19:59    Titel:

ja schön, noch einer Laughing ich meld mich mo wieder bis dahin hab ich sicher auch ne menge raus. ihr könnt auch gern mal ne email schicken, dann können wir wenigstens die gliedrung bissl austauschen, hmm?! ich geh mal ins woende und wüsch euch was, bis mo!!
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