Studium, Ausbildung und Beruf
 StudiumHome   FAQFAQ   RegelnRegeln   SuchenSuchen    RegistrierenRegistrieren   LoginLogin

Nach bejahtem versuchten Mord noch §§ 223,224,22,23 prüfen?
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen
Foren-Übersicht -> Jura-Forum -> Nach bejahtem versuchten Mord noch §§ 223,224,22,23 prüfen?
 
Autor Nachricht
Eisblume
Newbie
Benutzer-Profile anzeigen
Newbie


Anmeldungsdatum: 01.08.2004
Beiträge: 16

BeitragVerfasst am: 21 Feb 2006 - 18:24:51    Titel: Nach bejahtem versuchten Mord noch §§ 223,224,22,23 prüfen?

Habe mal ne Frage und zwar frage ich mich, ob ich , wenn versuchter Mord vorliegt, noch eine versuchte Körperverletzung prüfen muss, oder kann ich das kurz in einem Satz oder zwei abhacken indem ich sage, dass das im Versuchen Mord mit inbegriffen ist?

ach ja und wie ist das zum beispiel, wenn ich vorhatte eine Person zu vergiften mit einer Flüssigkeit, diese jedoch gar nicht schädlich ist, ich jedoch davon ausgegangen bin, dass sie tötlich ist. und dies NAch meinem versuchten Mord in der küche in einer Wasserflasche stehen lasse, und mein sohn das trinkt, jedoch davon nur schläfrig wird und einschläft. Muss ich dann noch auf versuchten Mord und versuchte Körperverletzung prüfen? Hatte ja eigendlich keinen vorsatz bezüglich seines Kindes. Oder kann man da irgendwas mit unterlassen prüfen wegen Garantenstellung gegenüber seinem sohn?
zorrihv
Newbie
Benutzer-Profile anzeigen
Newbie


Anmeldungsdatum: 27.01.2006
Beiträge: 12
Wohnort: muenchen, Deutschland

BeitragVerfasst am: 22 Feb 2006 - 00:30:24    Titel:

hi ,

also wenn du ein versuchter Mord bejaht hast...dann muss du ne Koerperverletzung nur kurz ansprechen und dann gleich verneinen , da eine solche vom Mord verdraengt wird....Konkurrenansprueche Very Happy ,
sonst was deine 2. Frage betrifft ... muss du auf jeden Fall nen versuchten Mord pruefen, weil es auf den subjektiven Horizont des Taeters ankommt , er hat naemlich mit Vorsatz gehandelt und er glaubte ,dass die Fluessigkeit schaedlich ist... bezueglich des Sohnes bin ich auch der Meinenung , dass es um Garantenpflicht geht...obwohl auch die Fahrlaessigkeitsdelikte in betracht kommen koennten...

viel Erfolg Razz
Recht komisch
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 22.07.2005
Beiträge: 1956
Wohnort: Ruhrgebiet

BeitragVerfasst am: 22 Feb 2006 - 01:23:16    Titel:

Früher war mal strittig, ob, wer Tötungsvorsatz hat, auch Körperverletzungsvorsatz hat; der Streit gilt aber gemeinhin als ausgetragen und nicht mehr der Erwähnung wert. Nur wenige meinen noch, man müsse das kurz, in 1-2 Sätzen, ansprechen.
Jedenfalls sollte man Delikte, die erkennbar auf Konkurrenzebene wegfallen, nur sehr kurz abhandeln.
Zu der Mutter/Sohn-Geschichte: man kann anfangen, über Vorsatzdelikte nachzudenken, wenn der Täter den Taterfolg wenigstens für möglich hält. dafür gibt der bisher geschilderte SV keine Anhaltspunkte. Nur, daß er daran hätte denken müssen, wäre jedenfalls nur ein Fahrlässigkeitsvorwurf.
Dann bliebe die (vollendete) fahrlässige Körperverletzung durch das Schlafmittel zu prüfen, hier wohl eher aktives Tun (Hinstellen des Glases).
Eisblume
Newbie
Benutzer-Profile anzeigen
Newbie


Anmeldungsdatum: 01.08.2004
Beiträge: 16

BeitragVerfasst am: 22 Feb 2006 - 12:10:27    Titel:

Also kann ich kurz schreiben, versuchte Körperverletzung könnte vorliegen, sage dann kurz, dass dies im versuchten Mord enthalten ist und aufgrund der Konkurrenzen hinter § 211, 22, 23 zurück tritt?
Das wäre schon mal ne erleichterung, habe nämlich irgendlwie zuviele Seiten *G*
Dann habe ich noch mal ne frage zu dem Sohn.
Der A (also der Vater) hat die Glasflasche in der Küche stehen lassen und ist dann gegangen. Als sein Sohn nach hause kam hat er seinen Durst mit dem Inhalt der Glasflasche gelöscht und ist dann auf der Toilette von einer starken Müdigkeit übermann worden und eingeschlafen.
Ich meine das Verhalten von dem Vater war ja schon recht fahrlässig, besonders weil er ja dachte in der Flasche befände sich Gift. (Im Sachverhalt steht jedoch nicht, dass er mit absicht die Flasche in der Küche hat stehen lassen, hatte eigendlich nur vor seine Frau umzubringen.)
Kann bzw. muss man da versuchten Mord an seinem Sohn prüfen? Oder versuchter Mord durch unterlassen oder so? Oder versuchte schwere Körperverletzung oder das gleiche durch unterlassen? Oder soll ich das alles wegen des Giftes nicht prüfen und nur ne Körperverletzung prüfen wegen dieser Flüssigkeit die in großen Mengen zu Schläfrigkeit führen kann druch unterlassen?
Bin mir aber gar nicht sicher wie man diese Sachen durch unterlassen in diesem Fall lösen müsste, hat ja eher was vergessen, was er hätte nicht vergessen dürfen. Für mich wäre es am einfachsten, nur Körperverletzung da den Vorsatz ablehen und dann Fahrlässige Körperverletzung *G* aber was ist richtig, und was muss man wirklich alles prüfen bin voll irritiert *G* Shocked
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Foren-Übersicht -> Jura-Forum -> Nach bejahtem versuchten Mord noch §§ 223,224,22,23 prüfen?
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Seite 1 von 1

 
Gehe zu:  
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.

Chat :: Nachrichten:: Lexikon :: Bücher :: Impressum