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HA Zivilrecht II WS 05/06 Frankfurt a.M.
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Foren-Übersicht -> Jura-Forum -> HA Zivilrecht II WS 05/06 Frankfurt a.M.
 
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maxfax
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Anmeldungsdatum: 31.08.2005
Beiträge: 7

BeitragVerfasst am: 25 Feb 2006 - 03:08:58    Titel:

Ich sehe es so, dass die Zuchttiere keine Rolle spielen, denn aus denen werden die Ferkel ge"züchtet".
Zuchttiere können ja gar keine Ferkel sein, weil Ferkel noch keine neuen Ferkel zeugen können und folglich (noch) nicht zum züchten benutzt werden können.

Also meine Meinung:
Zuchttiere = ausgewachsene Schweine (irrelevant für den Fall weil nur Ferkel verkauft wurden)

26 Schweine, die zum verkauf stehen = 26 von ehemals 100 Ferkeln
ladyca
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Anmeldungsdatum: 25.02.2006
Beiträge: 24
Wohnort: Frankfurt

BeitragVerfasst am: 25 Feb 2006 - 11:42:50    Titel:

Guten Morgen...

Ich bin eben durch Zufall bzw googlen auf die Seite gestoßen. Ich bin auch eine Leidensgenossin und versuche die HA zu schreiben Smile

Im Medicus steht tatsächlich der selbe Fall nur mit anderen Zahlen.

Dort heißt es, dass der Bauer auf keinen Fall die Ferkel behalten darf.
Er muss diese entsprechend dem Verhältnis an K und X aufteilen.
Das würde bedeuten K bekommt 19 und B 7.

Stichwort: Gefahrengemeinschaft der Gläubiger hinsichtlich dem Vorat. Folgedessen mindern sich die Lieferansprüche verhältnismäßig so, dass sie den Vorat erschöpfen.
Macht er das so, muss er nicht gem. §§ 280, 283 haften. Die Gläubiger zahlen aber gem. § 326 I 1 auch nur die tatsächlich gelieferten Ferkel.

Liefert der Bauer dem einen alle Ferkel, so kann der andere Schadensersatz statt der Leistung verlangen u nach § 326 I 1 die Gegenleistung verweigern.

So weit so gut..

Was ich aber nicht weiß:

Wie baue ich das Gutachten auf?

Spiele ich alle Varianten durch?
LimpDJZ
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Anmeldungsdatum: 24.02.2006
Beiträge: 16

BeitragVerfasst am: 25 Feb 2006 - 11:43:52    Titel:

Im Sachverhalt steht: 100 Ferkel hat der Bauern, 60 und 20 verkauft er, 20 will er zu Aufzuchtszwecken verwenden. Die Krankheit lässt "bis auf 26 Ferkel und die Zuchttiere" alles verrecken. Daraus würde man ja eigentlich schließen 26 + 20.
Aber wenn B jetzt sagt er behält "seine" 20 Ferkel und der rest wird aufgeteilt, wieso sollte der K alle 26 Ferkel verlangen. Er hat doch 60 gekauft, also würde er wenn dann 46 Ferkel verlangen oder? Und ich finde die eine Argumentation mit den "erwachsenen" Zuchttieren und "kleinen" Ferkeln nicht so gut, weil davon im Sachverhalt nix steht. Das fiele eigentlich unter Sachverhaltsquetsche...
Dusselchen84
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Anmeldungsdatum: 21.02.2006
Beiträge: 99

BeitragVerfasst am: 25 Feb 2006 - 12:02:36    Titel:

es geht hier ja um 20 ferkel die der AUFZUCHT dienen sollen...und die sind ja auch aus dem bestand der ehemals 100 ferkel...

und diese kann ja der K auch verlangen weil ferkel ist ferkel, frage ist nur ob er sie auch bekommt, denn wenn der bauer sonst keine tiere mehr hat, würde er ziemlich blöd da stehen wenn er als schweinezüchter keine tiere mehr zum züchten hat *g*
LimpDJZ
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Anmeldungsdatum: 24.02.2006
Beiträge: 16

BeitragVerfasst am: 26 Feb 2006 - 16:08:06    Titel:

Ich hab bezüglich der "Zuchttiere" den gleichen Vorschlag: Vielleicht sollte die besondere Erwähnung der Zuchttiere einfach nur darauf hindeuten, dass wenn B alle 26 Schweine rausgeben müsste, er dennoch weitere Ferkel "herstellen" könnte, d.h. es wäre ihm nicht unzumutbar, den Vertrag zu erfüllen...
Und wenn es sich wirklich um 46 Ferkel handelt: Wieso sollte der K und der X dann ein Problem damit haben, wenn B 20 Ferkel behält? K fordert "alle" 26 Schweine und B will seine 20 "Zuchttiere" behalten. Dann gäbe es ja gar keine Streit... Das ergibt doch so keinen Sinn. Oder übersehe ich da jetzt was?
Youra
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Anmeldungsdatum: 26.02.2006
Beiträge: 70

BeitragVerfasst am: 26 Feb 2006 - 18:19:18    Titel:

Vielleicht fangen wir erst mal mit den vermeintlichen leichteren Ansprüchen an?
Anspruch K gegen B auf Üei v. 26 F aus § 433 I?
I. A.e.? wirksamer KV (+) => A.e.!
II. A.u.? § 275 I? obj. Unm., aber nur teilweise => B teilweise befreit
(klingt logisch, B kann nur noch die überlebenden F übereignen)
II. A.d.? § 320 I 2? mehrere? (+), Vertrag mit X
der ihm gebühr. Teil? 60 % von 100, jetzt von 26
ganze Gegenleistg.? Kohle für 26 F
Jetzt beginnen aber die Probleme: 1. 60 % von 26 F sind 15,6 F. Wer hat schon einmal ein 0,6 Ferkel rumlaufen sehen? Also dann 16 F? Wer muss dann auf 0,4 verzichten, bzw. besteht dann vielleicht ein SEA? 2. B hat ja ursprüngl. nur 80 % des Bestandes verkauft, wieso also Kohle für 26 F und nicht für 20,8? Verdammt, schon wieder krumm! 3. Vielleicht ist die Leistung gar nicht teilbar, d.h. es wäre doch obj. unmöglich => A.u.!!
Wer kann mir aus diesem pneumatischen Zirkel raushelfen????
orient
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Anmeldungsdatum: 18.08.2005
Beiträge: 102

BeitragVerfasst am: 26 Feb 2006 - 18:54:37    Titel:

bei mir ist es so:

K % B auf Lieferung von 46 Schweinen
I. AE
wirksamer Vertrag +
II. AU
Teilunmöglichkeit:
Leistung 60 Schweine, übriggebliebene 46 bzw 26 also (+)

und dann Leistungsverweigerungsrecht des B aus 275 III, er möchte ja laut Sachverhalt 20 Schweine selbst behalten. EIne Begründung dafür könnte sich daraus ergeben das er von der "Sauerei" lebt Laughing und ihm das dann nicht zuzumuten ist. Aber im Sachverhalt steht davon nichts. Wäre das eine Sachverhaltsquetsche?

Ich weiß nicht wie ich das mit dem X einbringen soll das.
Außerdem spielt das eine Rolle, dass der Vertrag des K zeitlich vorher abgeschlossen ist?

@ Youra

warum denn die Einrede aus §320?? Versteh ich nicht!
cokelight
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Anmeldungsdatum: 27.02.2006
Beiträge: 30

BeitragVerfasst am: 28 Feb 2006 - 11:58:06    Titel:

Gem. § 434 III liegt ein Sachmangel auch bei einer Zuweniglieferung vor...und die ist hier ja wohl gegeben.
Dusselchen84
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Anmeldungsdatum: 21.02.2006
Beiträge: 99

BeitragVerfasst am: 28 Feb 2006 - 12:23:35    Titel:

nur um es zu verdeutlichen:

"Mindermenge"

Bei der Lieferung einer zu geringen Menge ist gemäß § 434 Abs. 3 Alt. 2 BGB ebenfalls ein Sachmangel anzunehmen. Dies wird in den Gesetzesmaterialien damit begründet, dass es für den Käufer wichtig sein könne, die gesamte Lieferung aus einer Partie zu erhalten. Der Fall, dass der Verkäufer dem Käufer zum Ausdruck bringt, dass es sich um eine Teillieferung handelt, also deutlich wird, dass der Kaufvertrag noch nicht erfüllt sein soll, ist jedoch nicht erfasst. Hat der Käufer jedoch Anspruch darauf, die Lieferung auf einen Schlag zu bekommen, kann er den erhaltenen Teil zurückgeben und vollständige Neulieferung verlangen. Anzuwenden ist dies jedoch nur für die Lieferung einer zu geringen Menge bei gleichartiger Sache. Handelt es sich um mehrere verschiedene Kaufsachen die einzeln geliefert werden, findet diese Vorschrift keine Anwendung. Lebhaft umstritten ist, ob die Gleichstellung von Zuwenig- und Schlechtlieferung nur für den Bereich des Kaufrechts oder auch für den Bereich des allgemeinen Leistungsstörungsrechts gilt. Ist bei einer Minderlieferung die Nacherfüllung nicht möglich, weil nicht mehr genügend Ware zur Verfügung steht, kommt nur eine Nachlieferung ganz neuer Waren in Betracht. Nicht erfasst von § 434 Abs. 3 Alt. 2 BGB ist die Zuviellieferung. Aus ihr entstehen keinerlei Ansprüche für den Käufer. (quelle: wikipedia)

egal wie du das nun auslegst, entscheidend ist:
Die Sachmängelgewährleistung greift erst dann ein, wenn die Kaufsache bei Gefahrenübergang fehlerhaft ist.

wie LimpDJZ schon geschrieben hat, gefahrenübergang liegt nicht vor...
blue-ice-pearl
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Anmeldungsdatum: 25.02.2006
Beiträge: 7

BeitragVerfasst am: 28 Feb 2006 - 19:48:48    Titel:

So ich habe mich heute mit der Rechtsabteilung des Bauernverbandes unterhalten (zufällig Kunde in meiner näheren Umgebung) und von dort wurde mir gesagt, die Tiere dürften nie und nimmer weiterverkauft werden, es würde ein sofortiges Verbringungsverbot verhängt werden und der Schaden des Bauern wäre durch eine Versicherung gedeckt. Gehe ich nun nach der Realität, denn sowas hatte ich mir schon fast gedacht oder löse ich nun doch irgendwelche Rechtsgeschäfte???
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