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Anstiftung zum Mord
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Maximus
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Anmeldungsdatum: 24.08.2005
Beiträge: 18

BeitragVerfasst am: 22 Feb 2006 - 17:52:14    Titel: Anstiftung zum Mord

A ist mit F verheiratet, führt aber eine heimliche Beziehung zu G. G schreibt F daraufhin einen Brief und stellt A zur Wahl: "Entweder du wirst die F los oder unsere Liebe ist beendet!" Sie hält es durchaus für möglich , dass A sich nun der tötung der F entschließt, es ist ihr aber ganz gleichgültig, wie er sich seiner Frau entledigt.

Hab eine Frage zur strafbarkeit der G:

Ich hab mir hier gedacht eine Anstiftung zum Mord gem. §§ 212, 211, 26 zu prüfen.

1. Hat G den A bestimmt? Bestimmen ist das Hervorrufen des Tatentschlusses. Durch die Worte hat A doch den tatentscluss gefasst , F zu töten. Dann müsste G den A doch bestimmt haben oder?

2. wie ist es mit dem Vorsatz? Hier müsste G doch mit Eventualvorsatz gehandelt haben oder?
My
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Anmeldungsdatum: 19.05.2005
Beiträge: 148

BeitragVerfasst am: 22 Feb 2006 - 19:05:53    Titel:

hmm. also ich würde mal in einem kommentar nachschlagen wie das mit dem Bestimmen ist. Der anstifter muss den angestifteten zu einer konkreten Tat anstiften. wenn z.B. jemand sagt : ' Du hast kein Geld? Dann mach einen Bruch!' reicht es ja aufgrund unkonkretheit für eine anstiftung nicht aus.

ich würde auf den ersten blick eher dazu tendieren zu sagen, dass ihre 'Aufforderung' zu unbestimmt ist. 'los werden' kann ja auch im wege des verlassens begangen werden.

bin mir nicht sicher; ist nur mein erster gedanke gewesen
Eisblume
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Anmeldungsdatum: 01.08.2004
Beiträge: 16

BeitragVerfasst am: 23 Feb 2006 - 21:18:13    Titel:

ja aber wie sieht es aus, wenn die F beim Lesen des Briefes, diesen als Aufforderung zur Tötung sieht?
Ist es dann vielleicht nicht doch hinreichend bestimmt?
Recht komisch
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Anmeldungsdatum: 22.07.2005
Beiträge: 1956
Wohnort: Ruhrgebiet

BeitragVerfasst am: 23 Feb 2006 - 21:50:59    Titel:

Man muß stets bedenken, daß der Anstifter gleich einem Täter bestraft wird; vor diesem Hintergrund sind schon Anforderungen an die Tathandlung "Bestimmen" recht umstritten. Der Streit setzt sich subjektiv bei der Frage fort, welche Vorstellung der Anstifter von der Tat haben muß (Konkretisierung der Tatvorstellung).
Fazit: die Frage erfordert Recherche.
Schöner Fall zu Mord und Anstiftungsvorsatz:
http://www.fall-des-monats.de/file.php/inline/FAMOS_2005_04.pdf?id=WWWREWI_LSMXN0000000000002204
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