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Ebay Betrug, kann ich es anzeigen?
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Recht komisch
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Anmeldungsdatum: 22.07.2005
Beiträge: 1956
Wohnort: Ruhrgebiet

BeitragVerfasst am: 25 Feb 2006 - 22:29:59    Titel:

Joei hat folgendes geschrieben:
naj wie kein obj TB des § 263 ?

1 Täschungshandlung = ich kaufe die sache

( unterstellt es steht von Anfang an fest, dass er sie in wirklichkeit nicht bezahlen wird, da er einfach das geld nicht hat, aber das wusste er ja wohl schon vorher )

Genau das darf man weder an der Uni noch im wirklichen Leben unterstellen - es muß bewiesen werden; nach dem geschilderten Sachverhalt klingt es noch nicht einmal wahrscheinlich.

Joei hat folgendes geschrieben:
3. der getäuschte tätigt eine Vermögensverfügung ( er hat dem Käufer die Ware geschickt )

4 somit Vermögensschaden


Siehe oben.
Rolling Eyes
TheGuard
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Anmeldungsdatum: 05.03.2006
Beiträge: 1

BeitragVerfasst am: 05 März 2006 - 23:54:45    Titel:

Also ich würde schon sagen, dass zumindest

Täuschungshandlung und Irrtumserregung erfüllt sind.

A spiegelt ja konkludentes Verhalten vor, da nach sozial üblichen Gesichtspunkten nach Abgabe eines Gebotes zum x-Wert auch der x-Geldwert ausgeglichen werden muss. Zumal A nach Angebotsende als Höchstbietender Rechtsanspruch auf den Artikel hat, genau wie der Verkäufer Anspruch darauf hat, das gezahlt wird. Er täuscht also bzgl. seiner Zahlungsfähigkeit und seines Zahlungswillen hinweg.

Irrtum kommt kausal zustande.

Nur bei der Vermögensverfügung tu ich mich schwer. D.h., wenn er den Artikel noch gar nicht erhalten hat, hat er auch keine Vorteil. Falls er jedoch den Artikel aufgrund der Irrtumserregung zuschickt und er kein Geld erhält, besteht der Vermögensschaden. Schaden und Verfügung sind stoffgleich. Rechtsanspruch hat er keinen. Und mit Bereicherungsabsicht hat man wohl gehandelt, wenn man kein Geld für ne Ware zahlt und diese einfach einbehält ohne jeglichen Kommentar.
Es ist sicherlich etwas schwieriger bei dem doch dürftigen Sachverhalt Vorsatz und Bereicherungsabsicht nachzuweisen, doch für die Anzeigenerstattung reicht es und ob er dann tatsächlich verurteilt wird oder nicht, ist die Sache der StA oder später des Richters.
Boom Shakalaka!
Recht komisch
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Anmeldungsdatum: 22.07.2005
Beiträge: 1956
Wohnort: Ruhrgebiet

BeitragVerfasst am: 06 März 2006 - 01:02:41    Titel:

Gregsen hat folgendes geschrieben:
er hat ihm keine Ware geschickt, daher hat er bis auf den vertrauensschaden auch keinen Schaden.
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