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FU Große Übung Strafrecht Geppert
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koscha
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Anmeldungsdatum: 21.01.2005
Beiträge: 36

BeitragVerfasst am: 27 Feb 2006 - 11:53:50    Titel: FU Große Übung Strafrecht Geppert

Hallo,

weiß jemand Rat, was hier zu machen ist?

A und V machen, ein wenig angetrunken, auf einer schwarzen Skipiste ein Wettrennen. Hinter einer Bergkuppe ist der ebend gestürzte S. A und V können aufgrund der hohen Geschwindigkeit nicht bremesen und prallen mit dem S zusammen, wobei alle drei stürzen. S fällt bewusstlos zu Boden. A hat mitbekommen, dass S offenbar schwer verletzt ist, ob diese lebensgefährlich ist, oder er dieser erliegen könnte ist ihm gleichgültig. Er geht davon aus, er habe den S verletzt. Er fährt weiter, um seine Beteiligung zu verbergen. V wurde auch durch Zusammenstoss verletzt.
Es ist nicht zu klären, ob S von A oder von V oder gemeinsam von beiden getroffen wurde.

Strafbarkeit von V und A?


I. § 212

Sind A und V kausal geworden?
Würde ich schon bejahen, da seine Handlung nicht hinweggedacht werden kann, ohne dass konkreter Erfolg entfällt.
Ohne ihn, oder der V gäbe es kein Wettrennen und auch kein solchen Zusammenprall.

Aber, wie geht es weiter, da ja nicht geklärt werden kann, wer den S nun getroffen hat. Wie behandelt man diese Problrmatik, habe bis jetzt noch keinen Fall gefunden, und kein Lehrbuch, wo das angesprochen wird!
Oder habe ich es übersehen?

Spätestens am Vorsatz entfällt es dann ja, sie wussten nicht, dass der S da ist, und sie wollten ihn ja auch nicht treffen.

II. § 222 +
koscha
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Anmeldungsdatum: 21.01.2005
Beiträge: 36

BeitragVerfasst am: 28 Feb 2006 - 17:06:41    Titel:

Hat denn keiner eine tolle Idee?
Ich komme nicht so recht weiter!
Biiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiitte Hiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiilfe!
kralice
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Anmeldungsdatum: 16.03.2006
Beiträge: 16

BeitragVerfasst am: 16 März 2006 - 18:02:10    Titel:

du musst auf die sache mit dem in dubio pro reo eingehen, da ja nicht festzustellen ist, wer von beiden ihn getroffen hat....
hast du eigentlich körperverletzung geprüft???
kralice
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Anmeldungsdatum: 16.03.2006
Beiträge: 16

BeitragVerfasst am: 16 März 2006 - 18:35:33    Titel:

ich schreibe auch die hasuarbeit...muss sagen das sie sehr anspruchsvoll ist....in wieviel handlungsabschnitte hast du die ha geteilt???wo bist du auf den grundsatz in dubio pro reo eingegangen???
trennst du die strafbarkeit von beiden oder???
ich hoffe du meldest dich....
Kartal25
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Anmeldungsdatum: 16.03.2006
Beiträge: 7

BeitragVerfasst am: 16 März 2006 - 22:59:44    Titel: ...

ICh schreibe auch gerade an der HA und denke, dass man die Tat in 2 Handlungen sehen muss!
also KV und Totschlag!
oder nicht!???
Mailt mir doch auch einfach mal ne e-mail.
Kartal25
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Anmeldungsdatum: 16.03.2006
Beiträge: 7

BeitragVerfasst am: 16 März 2006 - 23:09:34    Titel:

Kralice istersen bulusalim. rahat konusuruz...
Pandur
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Moderator


Anmeldungsdatum: 16.03.2006
Beiträge: 849

BeitragVerfasst am: 17 März 2006 - 02:15:08    Titel:

Natürlich fliegt man wohl spätestens bei 212, 223 beim Vorsatz raus.
Ich habe aber den Eindruck, dass bereits im objektiven Tatbestand noch viel mehr an Differenzierung vorgenommen werden muss. Worin liegt eurer Meinung nach denn die strafbare Handlung?

a) im alkoholisierten fahren
b) im (zu) schnellen fahren
c) im Unterlassen vor dem Hügel - mangels Sicht - abgebremst zu haben

Wenn ihr das sauber rausarbeitet, habt ihr schon m.E. ein paar Pluspunkte gesammelt.

Pandur
Nicolli
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Anmeldungsdatum: 15.02.2006
Beiträge: 22

BeitragVerfasst am: 17 März 2006 - 11:23:18    Titel:

Also ich habe in 4 Handlungsabschnitte eingeteilt...
212 habe ich in 2 Sätzen abgehandelt, da ja offensichtlich nicht mal eventualvorsatz gegeben ist...
222 stecke ich gerade in der obj. zurechnung
kausalität habe ich bejaht.. ist das richtig?
Kartal25
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Anmeldungsdatum: 16.03.2006
Beiträge: 7

BeitragVerfasst am: 17 März 2006 - 16:01:16    Titel:

Ich habe die Kausalität auch bejaht,würde sagen dass sie gegeben ist! Confused
Zola
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Anmeldungsdatum: 17.03.2006
Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: 04 Apr 2006 - 14:37:38    Titel:

Hallo Koscha,
danke für deine Antwort.
Zur objektiven Sorgfaltspflichtverletzung kommt man doch gar nicht, wenn man beide einzeln prüft, da doch dann schon die einzelne Handlung nicht kausal ist. Oder meinst du, wenn man als Handlung das Wettrennen ansehen würde, würde sich daran etwas ändern? Ist dieser Fall denn nicht mit dem "rolling-stone-Fall" vergleichbar?
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