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Jura studieren?
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hani125
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Anmeldungsdatum: 24.01.2006
Beiträge: 1205
Wohnort: Köln

BeitragVerfasst am: 27 Feb 2006 - 16:53:02    Titel:

Ich studier in Köln Jura und man kann hier eigentlich ganz ordentlich studieren.

Es sind keine besonders hohen Anforderungen dabei Jura zu studieren, ob dir das Fach liegt kann ich dir nicht sagen, es ist auch nicht immer von der Note oder von anderen Fähigkeiten abhängig ob du mit Jura gut zurechtkommst.

Auch gibt es Anwälte die ihr Studium/Staatsexamen nicht sonderlich gut abgeschlossen haben, aber im Berufsleben top sind.


Voraussetzung ist wohl, daß
- du Deutsch lesen und schreiben kann
- wohl eine Fremsprache beherrschen müßtest, da nach neuerer Studienordnung ein fremdsprachlicher Rechtskurs vorgeschrieben ist. Was du aber auch noch im Studium machen kannst.

Das Studium kann mit zunehmender Zeit trist werden, da man wirklich oft in Büchern lesen muß und vieles wiederholt wird. Nach Möglichkeit sollte man einen Ausgleich haben um wieder herunterzukommen.

Hier in Köln sind anfangs manchmal die Hörsäle überfüllt. Auch ist das Hauptseminar immer gut besucht. Dafür ist das Studentenvierel recht nahe und es gibt viele Gelegenheiten was man in Köln machen kann.

Die Mieten sind besonders in Uni Nähe recht teuer.

Mann sollte sich das Studium gewissenhaft einplane. Ich will zwar nicht bestreiten, daß es auch Überflieger gibt, die 5 ode 6 Scheine in einem Semester machen, aber ich denke, daß so realistisch 2-4 Scheine im Semester sind. Damit ist man immer noch in der Lage den Freischuß rechtzeitig zu machen.

Die Praktikas solltest du am besten direkt am Beginn des Studiums machen. Da ist das Interesse noch recht groß und gegen Ende kann dir ein fehlendes Praktikum in die Planung kommen.

Ich würde mich dann nach Einschreibung direkt mal bei ner Kanzlei bewerben, ob sie dich in den Ferien für ein Praktikum aufnehmen kann.

Am besten nimmst du im ersten Semester Strafrecht AT, BGB AT und Schuldrecht I und besuchst zwei Grundlagenveranstaltung.
Die meisten Grundlagenveranstaltungen kann man auch nur mit interessierten Besuch der Vorlesung bestehen. Bei einigen (z.B. römische Rechtsgeschichte bei Avenarius) muß man die Sachen nochmal nacharbeiten, da ggfls großen Wert auf Exaktheit gelegt wird.

Auch besteht die Möglichkeit Auslandssemester zu machen. (glaub gibt irgend ein Programm mit der Sourbonné Uni in Paris)
Wenn de deine Sprachkenntnisse erweitern bzw. trainieren willst gibt es eine Sprachtandem Vermittlung an der Uni Köln, du kannst dich aber auch bei Asta der Uni Bonn www.asta-bonn.de für ein Sprachtandem einschreiben.

Viel Spaß!
Krawallbiene
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Anmeldungsdatum: 15.08.2005
Beiträge: 5181

BeitragVerfasst am: 27 Feb 2006 - 17:37:58    Titel:

Hallo!

habe gerade da erste Semester in köln hinter mich gebracht!

Ich denke man muss sich wirklich im klaren sein, dass studium etwas ganz anderes ist als schule bisher war. Es ist viel eigenverantwortung was das lernen etc angeht. gerade bei jura hab ich festgstellt. Lehramt und andere studiengängehaben ja z.B. viele pflichtkurse. jura ja garnicht bis auf die einzelnen AGs. Du kannst hal kommen und gehen wie du lustig bist und keine stört das. es rächt sich wohl nachher dann wennman alles schleifen lässt!

Die Uni an sich ist, naja sagen wir mal so, keine schönheit. Die Juristen sind im hauptgebäude angesiedelt. Köln ist halt eine Massenuni und das wirst dann schnell rausfinden weil man eigentlich doch nur eine Nr. ist und nicht mehr.Es gibt leute die stört das..mich ehe rnicht. Inmeinem semester sind ca 450- 500 leute. Die Hörsäle waren zu beginn imme rgut voll, habe auch schon ein mal auf ner Trepp egesessen, aber lass dich da am anfang nicht von abschrecken- das legt sich nach 4 wochen wieder. Anfangseuphorie...

Was die Klausuren angeht.. nach neuer Studienordnung hast du bis zu zwischenprüfung 12 klausuren und eine Hausarbeit zu scheiben.
Wenn du in Köln studierst wirst du im ersten semester folgende fächer haben: BGB AT (geht ca 8 wochen), danach dann die nächsten 8 wochen Schuldrecht AT, Strafrecht AT, Staatsorganisationsrecht und 4 Grundlagenfächer. je nach dem wie du es willst kannste dir AGs nehmen. ich hatte 2 und würde das auch so weiter empfehlen.
Wieviel Klausuren du schreibst liegt bei dir.
du kannst alles schreiben wa angebotenw ird oder keine. ich habe 4 gechrieben und schreibe zur zeit noch ne HA. 4 klausuren sind ohne probleme machbar, eher sogar noch mehr. freunde haben alle 6 geschrieben, das geht wirklich..

wenn du sonst noh fragen hast kannstemich aj gerne ma anschreiben...

grüße
lawstudent83
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Anmeldungsdatum: 27.02.2006
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 27 Feb 2006 - 21:04:15    Titel:

Also ich kann nur sagen, dass das Jurastudium insgesamt - aus meiner ganz persönlich-individuell-spezifischen Perspektive Wink - ziemlich zermürbend und demotivierend ist.

Man muss, um eine ausreichende Zensur zu erlangen, für eine Semesterabschlussklausur bestimmt doppelt so viel lernen wie für z. B. eine LK-Abiturprüfung. Das geht mitunter schon ganzschön an die Substanz. Ich studiere in Mainz und der Ruf der hiesigen Fakultät ist auch ziemlich gut, weswegen es die Klausuren regelmäßig in sich haben.

Es geht im Prinzip immer um logisch-abstraktes Denken, um die Herleitung einer Falllösung - vom Allgemeinen zum Konkreten. Das Ganze erfolgt dann nach traditionsreichen Schemata und Prüfverfahren, die von Rechtsgebiet zu Rechtsgebiet, aber auch von Artikel/Paragraph zu Art./§ verschieden sein können. Angeblich kommt es laut Aussage des Lehrkörpers weniger auf umfangreiches Detailwissen, sondern auf die Kenntnis von Systematik und Gesamtzusammenhängen der Gesetze an - aber in Klausuren stellt man dann schnell fest, dass man ohne weitergehende Kenntnisse zu keiner ansprechenden, über die 3-4 Punkte hinausgehenden Lösung kommen kann.

DAS ist auch das Dilemma des Jurastudiums, meines Empfindens nach: Es ist einfach zu viel an Stoff, zu viel an Materie, die man zu beherrschen hat. Im Examen (neuerdings "Erste Juristische Prüfung") muss man schließlich an die 35-40 Rechtsgebiete "auf der Latte haben", sonst geht man das Risiko ein, zu einer bestimmten Thematik nichts aussagen zu können. Davor muss man dann mindestens 1 Jahr lang täglich 8-12 Stunden pauken und private Repetitoren besuchen, um lerntechnisch nicht vollkommen aufgeschmissen zu sein.

Wenn man in der Schule in Deutsch, Geschichte und GK gut war, dann heißt das garnichts. Die Rechtswissenschaft ist eine absolut verklausulierte, sich in abstrakten Schemata und Begriffs(unter)welten bewegende - aber sehr anwendungsbezogene! - Scheinwissenschaft (denn außer RGeschichte, RPhilo, Allg. Staatslehre ist nicht wirklich viel mit "Wissenschaft").

Überleg es Dir gut, denn Du musst Dich täglich quälen, das mindestens 8-9 Semester lang, danach ein unterbezahltes Referendariat durchlaufen, um dann die anschließende Aussicht auf eine unlukrative, in keinem Verhältnis zur Ausbildungszeit und den damit verbundenen Mühen und Entbehrungen stehenden Job in einer Kleinkanzlei - oder eben als Einzelanwalt auf Sozialhilfeniveau - zu haben. Die Goldenen Neunziger sind vorbei und es strömen immer mehr mit "ausreichend" examinierte Jungjuristen in die Arbeitsmärkte. Totalüberfüllung!

Studier lieber was Anständiges - z. B. Medizin oder was auf Lehramt...

Heute hätte auch ich den Mut, meinen Talenten zu folgen, als ein Fach zu studieren, das mir - eigentlich - noch nie wirklich gelegen hat. ABer so ist das mit Jura...man lässt sich vom "Prestige" dieses Studienganges blenden, denkt, dass man damit nicht falsch machen kann, es doch immer nett klingt, sich als Jurastudent bezeichnen zu dürfen, etc.

Naja, ist halt alles nur das, was die anderen sehen sollen. Aber wenn man dann in der Klausur sitzt, weiß man eh worauf man sich da eingelassen hat...
spacekeks
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Anmeldungsdatum: 02.03.2006
Beiträge: 82

BeitragVerfasst am: 02 März 2006 - 17:33:24    Titel: "Vom Beruf des Juristen und vom Studium des Rechts"

von Prof. Dr. Dr. h. c. mult. Claus Roxin

http://www.jurawelt.com/aufsaetze/methodik/8691



sehr gut aufsatz, wie ich finde, auch wenn die anderen beiträge sicherlich auch sehr hilfreich waren.
Freshfire
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Anmeldungsdatum: 27.01.2006
Beiträge: 37

BeitragVerfasst am: 02 März 2006 - 22:12:11    Titel:

Der Text ist in der Tat äußerst empfehlenswert.
Celest
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Anmeldungsdatum: 04.11.2005
Beiträge: 70

BeitragVerfasst am: 03 März 2006 - 17:33:27    Titel:

Vielen Dank, für eure Beiträge. Ich bin zwar noch verunsicherter als vorher, aber es war gut mal was von anderen über das Thema zu hören. Smile

Wer trotzdem noch was schreiben möchte, kann das sehr gerne tun!!!

Very Happy Very Happy Very Happy
my_precious
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Anmeldungsdatum: 06.01.2006
Beiträge: 2117

BeitragVerfasst am: 03 März 2006 - 17:43:57    Titel:

beitrag editiert

Zuletzt bearbeitet von my_precious am 02 Jul 2010 - 00:25:58, insgesamt einmal bearbeitet
Chrisah
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Anmeldungsdatum: 03.03.2006
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 03 März 2006 - 22:50:46    Titel:

Hallo,
ich bin mir ziemlich sicher, dass euch diese Fragen zum Hals raushängen und deshalb werde ich es auch lieber in einem bestehenden Thread hier schreiben.

Bin momentan in der Stufe 13 und schreib ab dem 24. April mein Abi. Sollte eigentlich kein Problem werden -höchstens die mündl. Bioprüfung macht mir etwas Bammel- und hoffe dann so mit ca. 1,8 abschließen zu können. Ich hab eigentlich bisher immer so an der Zahnmedizin überlegt allerdings schlägt das Studium mit über 10.000€ schon ordentlich ins Budget und abgesehen davon haben mich die Erfahrungsberichte von Studenten abgeschreckt.

Nun nebenbei hab ich auch mal immer wieder an Jura überlegt. Eigentlich lag es wohl eher daran ,dass ich gerne JAG geguckt habe. Nunja auf jeden Fall steht Jura momentan an oberster Stelle bei der Studienwahl.

Nun ein paar Fragen, bevor ich euch weiter mit der Einleitung langweile:

1. Sind so Serien wie JAG, die eigentlich im rechtsteil als seriös recherchiert gelten vollkommen realitätsfern oder kann man sich als Prozessanwalt einen solchen Ablauf vorstellen.

2. Mit wie vielen Wochenstunden kann ich in den ersten Semestern so rechnen. Ich wollte nämlichgerne in Köln studieren und da stellt sich bei mir die Frage, ob ich dafür nach Köln ziehen soll oder erstmal noch etwas zu Hause wohnen bleibe. Wohne nämlich in Hückeswagen bei Remscheid, falls das jemand kennt. Sind so ca. 40km und 30 Min nach Köln

3. So und nun die letzte: ich habe jetzt schon öfters gelesen, dass der Lernaufwand dem eines LK's für die Abiturprüfung entspricht. ist diese Bewertung ungefähr korrekt? (Auch wenn ich das mit dem Lernwaufwand nicht so beurteilen kann ,da Geschichte(LK1) sowieso ein Hobby von mir ist und Englisch (LK") eigentlich zweite Muttersprache bei mir ist Wink )

Wenn sich jemand trotz der Fülle an similarer Beiträge dazu erbarmen würde die Fragen zu beantworten, wäre ich sehr dankbar Wink
Thali1
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Anmeldungsdatum: 24.02.2006
Beiträge: 314
Wohnort: Stuttgart

BeitragVerfasst am: 03 März 2006 - 23:04:13    Titel:

Chrisah hat folgendes geschrieben:
Hallo,
ich bin mir ziemlich sicher, dass euch diese Fragen zum Hals raushängen und deshalb werde ich es auch lieber in einem bestehenden Thread hier schreiben.

Bin momentan in der Stufe 13 und schreib ab dem 24. April mein Abi. Sollte eigentlich kein Problem werden -höchstens die mündl. Bioprüfung macht mir etwas Bammel- und hoffe dann so mit ca. 1,8 abschließen zu können. Ich hab eigentlich bisher immer so an der Zahnmedizin überlegt allerdings schlägt das Studium mit über 10.000€ schon ordentlich ins Budget und abgesehen davon haben mich die Erfahrungsberichte von Studenten abgeschreckt.

Nun nebenbei hab ich auch mal immer wieder an Jura überlegt. Eigentlich lag es wohl eher daran ,dass ich gerne JAG geguckt habe. Nunja auf jeden Fall steht Jura momentan an oberster Stelle bei der Studienwahl.

Nun ein paar Fragen, bevor ich euch weiter mit der Einleitung langweile:

1. Sind so Serien wie JAG, die eigentlich im rechtsteil als seriös recherchiert gelten vollkommen realitätsfern oder kann man sich als Prozessanwalt einen solchen Ablauf vorstellen.

2. Mit wie vielen Wochenstunden kann ich in den ersten Semestern so rechnen. Ich wollte nämlichgerne in Köln studieren und da stellt sich bei mir die Frage, ob ich dafür nach Köln ziehen soll oder erstmal noch etwas zu Hause wohnen bleibe. Wohne nämlich in Hückeswagen bei Remscheid, falls das jemand kennt. Sind so ca. 40km und 30 Min nach Köln

3. So und nun die letzte: ich habe jetzt schon öfters gelesen, dass der Lernaufwand dem eines LK's für die Abiturprüfung entspricht. ist diese Bewertung ungefähr korrekt? (Auch wenn ich das mit dem Lernwaufwand nicht so beurteilen kann ,da Geschichte(LK1) sowieso ein Hobby von mir ist und Englisch (LK") eigentlich zweite Muttersprache bei mir ist Wink )

Wenn sich jemand trotz der Fülle an similarer Beiträge dazu erbarmen würde die Fragen zu beantworten, wäre ich sehr dankbar Wink




Im Vergleich zum ersten juristischen Staatsexamen ist das Abitur mit seinen LK's ein Witz. Außerdem wird auf der Schule kein wissenschaftsmethodisches Arbeiten ausgebildet, sondern nur prosaische Wissensausbreitung.
Ein Abitur mit 1,8 wäre aber eine gute Voraussetzung, denke ich.

Schau mal ansonsten, was ich im Thread "Wechsel zu Jura" geschrieben habe.

JAG kenn ich leider nicht.
Chrisah
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Anmeldungsdatum: 03.03.2006
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 04 März 2006 - 14:56:03    Titel:

Ich interessiere mich auch sehr für Jura. Ich finde alleine schon die Falldiskussionen hier ziemlich faszinierend!
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