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Jura studieren?
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Celest
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Anmeldungsdatum: 04.11.2005
Beiträge: 70

BeitragVerfasst am: 27 Feb 2006 - 16:17:49    Titel: Jura studieren?

Hallo!!! Denke darüber nach Jura zu studieren und wollt mal fragen, wie das Studium so ist? Insbesonders in KÖLN, PASSAU und FREIBURG! Könnt ihr mir mal erzählen, was man so können muss, wenn man es schaffen will (Interessen)? Und wie die Studiensituationen/ -atmosphäre in den oben genannten Unis ist?

Erzählt mir einafch alles, was man wissen muss übers Jurastudium!!! Alles, was ich weiß, ist wie es aufgebaut ist. Aber so ein paar persönliche Meinungen wären hilfreich! Wink

DANKE, DANKE, DANKE!!!

Very Happy Very Happy Very Happy UND ALAAF UND HELAU Very Happy Very Happy Very Happy
Thali1
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Anmeldungsdatum: 24.02.2006
Beiträge: 314
Wohnort: Stuttgart

BeitragVerfasst am: 27 Feb 2006 - 20:00:34    Titel: Helau

HELAU,

hoffe, Ihr verbringt den Rosenmontag nicht im Juraforum. Ich in Stuttgart darf das (Karnevalsdiaspora), obwohl wir, wie Ihr alle wißt, alles können (,außer natürlich Hochdeutsch). Bei den Voraussetzungen MUßTE ich praktisch in Tübingen studieren.
Ich stell jetzt aber mal kurz den Spaß in'n Schrank...
Also: Die besten Unis für Jura sind meines Wissens München und Freiburg. (Ausbildung, Reputation) Dann folgen angeblich Tübingen und Heidelberg. Über Passau, Düsseldorf und Kiel habe ich auch schon Gutes gelesen. Die Examina sind in Bayern und Baden-Württemberg am anspruchsvollsten, da dort die Justiztradition besonders hochgehalten wird. (Deswegen heißt das Oberverwaltungsgericht in Baden-Württemberg ja auch Verwaltungsgerichtshof uns das Landesverfassungsgericht Staatsgerichtshof, weil das klingt ja viel geiler.) Über Tübingen läßt sich z.B. faustregelmäßig sagen, daß bei jedem 1. Staatsexamen ca. 33% der Kandidaten durchfliegen. 33% bestehen mit der Note ausreichend, 20% mit befriedigend, 10% mit der völlig überflüssigen Notenstufe "vollbefriedigend" und ein paar mit gut oder sehr gut. Vielleicht schreib ich nachher noch was. Bis dahin, äh Helau!
Chrisah
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Anmeldungsdatum: 03.03.2006
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 04 März 2006 - 13:51:44    Titel:

Die einzige Sorge ist eigentlich, was ich danach mache. Also ich habe gelesen ,dass man mit einem Abschluss von 11 Punkten eigentlich schon sone freie Auswahl hat. Sagen wir mal, ich schließe mit 9 Punkten ab (auch wenn ich das jetzt nicht einschätzen kann), was kann ich da überhaupt machen.

Für mich ist da irgendwie so die Vorstellung: Letzter Tag und ich bin fertig, so und jetzt steh ich da und weiß nicht, was ich machen soll...
Würde ja gerne für ne größere Firma in der Rechtsabteilung arbeiten (Medizinrecht finde ich interessant).
Solar
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Anmeldungsdatum: 20.12.2005
Beiträge: 59

BeitragVerfasst am: 04 März 2006 - 13:58:37    Titel:

Ähm... wenn du 9 Punkte hast, kannst du auch schon naheuzu alles machen.
Das ist das sogenannte Prädikat für große Kanzleien, etc.

11 Punkte im Schnitt des Staatsexamens schafft fast niemand und schon 9 Punkte sind sehr rar.

Hört sich alles so einfach an, ist es aber nicht - die Notengebung in Jura ist äußerst seltsam. Vergiss also gleich die Punktevorstellungen von der Schule.
Ich glaube das Einzige, das du mit 11 Punkten schaffst nicht aber mit 9, ist ein Richterposten. Ansonsten würde ich mir eher 9 als Ziel setzen - is schwer genug!
Marina85
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Anmeldungsdatum: 22.06.2005
Beiträge: 4764
Wohnort: Aachen

BeitragVerfasst am: 04 März 2006 - 14:28:03    Titel:

@ Chrisah
Du denkst da total falsch! Entweder man will Jura studieren, weil es einen interessiert oder nicht! An den Job denke ich noch nicht allzu viel... ans Examen schon, das ist ja das Ziel! Aber über den späteren Berufswerdegang kann man sich wohl noch nicht zu viele Gedanken machen, weil das halt extrem von der Note im Examen abhängt und die kann keiner vorhersehen!

Nach dem ersten Examen macht man ja eh erstmal Referendariat und da man dann ja schon seine Note kennt, kann man da anfangen, sich zu überlegen, was man nach dem 2. machen will bzw. was man mit dem Examen überhaupt machen kann!

Im Übrigen würde ich mir schon 11 zum Ziel setzen (obwohl es unrealistisch ist), denn wann man sich 9 zum Ziel setzt, können es auch schnell mal 8 werden. Die Ziele sollte man immer höher stecken als das, was man tatsächlich als realistisch ansieht.
Solar
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Anmeldungsdatum: 20.12.2005
Beiträge: 59

BeitragVerfasst am: 04 März 2006 - 14:39:52    Titel:

Ja, da ist natürlich was dran Wink
Übrigens sind 8 Punkte ja auch nich schlecht - im Gegenteil, immernoch respektabel.
Kommt ja aber auch drauf an, was man später mal machen will
Marina85
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Anmeldungsdatum: 22.06.2005
Beiträge: 4764
Wohnort: Aachen

BeitragVerfasst am: 04 März 2006 - 22:30:25    Titel:

@ Solar:
Ob du dich für "Jura" interessierst, kannst du jetzt noch gar nicht wissen. Also ob du dich für das, was du im Studium machst, interessierst, kannst du erst IM STUDIUM SELBST merken! Ob man die Falldiskussionen hier interessant findet oder es interessant findet, sie SELBST zu lösen, kann man vor dem Studium noch gar nicht wissen. Aber genau deshalb sollte man es ja ausprobieren, wenn einen das Thema interessiert Wink.
Bei mir kann es sich auch noch ändern, bin ja erst am Anfang...

Finde es auch immer merkwürdig, wenn manche Leute behaupten, sie hätten einen "Narren" am Strafrecht gefressen, weil sie einmal beim Anwalt Praktikum gemacht haben Laughing ...

@ Thali
Ist ja alles wahr, was du sagst. Aber es ist nunmal so, dass die Note im Examen das Ausschlaggebende ist. Wenn du Prädikat hast, hast du überall bessere Chancen als wenn du schlechter bist und Zusatzausbildungen hast, v.a. Staatsdienst. Da kommts nur auf die Note an.
Thali1
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Anmeldungsdatum: 24.02.2006
Beiträge: 314
Wohnort: Stuttgart

BeitragVerfasst am: 04 März 2006 - 23:04:42    Titel: Hallo

@ Marina85,

an den Dienst in der Justiz oder an eine Bewerbung in einer internationalen Topkanzlei habe ich beim Verfassen meines Beitrags natürlich nicht gedacht, da ist das Punktethema bekanntermaßen vorrangig.
Ich wollte eigentlich nur eine in der Awaltschaft bestehende Meinung wiedergeben, die eine sinnvolle Ergänzung zur Mainstreamansicht darstellt. Cool
Solar
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Anmeldungsdatum: 20.12.2005
Beiträge: 59

BeitragVerfasst am: 06 März 2006 - 09:57:12    Titel:

Zitat:
@ Solar:
Ob du dich für "Jura" interessierst, kannst du jetzt noch gar nicht wissen. Also ob du dich für das, was du im Studium machst, interessierst, kannst du erst IM STUDIUM SELBST merken...

Ich tippe mal darauf, dass du "@Chrisha" schreiben wolltest... Wink

Zitat:
an den Dienst in der Justiz oder an eine Bewerbung in einer internationalen Topkanzlei habe ich beim Verfassen meines Beitrags natürlich nicht gedacht, da ist das Punktethema bekanntermaßen vorrangig.
Ich wollte eigentlich nur eine in der Awaltschaft bestehende Meinung wiedergeben, die eine sinnvolle Ergänzung zur Mainstreamansicht darstellt.

Da hast du definitiv Recht!
In der Wirtschaft interessiert es nicht sonderlich ob du nun mit 9 Punkten oder mit 7 Punkten abgeschlossen hast..
5 sollten es allerdings vielleicht auch nicht grade sein.
Wink

Grundsätzlich denke ich aber es kann nicht schaden, dass man 9 hat - denn so kann man sich - außer in der Wirtschaft - immer noch für den Staatsdienst bewerben!
Generell geht mir die Ansicht 8 Punkte seien nicht gut aber auch gegen den Strich.
Ich halte das für Erstsemester-Träumerei.
Die Zahlen, die Thali genannt hat, sind durchaus auch realistisch für die Uni Freiburg. Und nun überlegt mal, dass ihr - je nach Uni - nur mit Leuten studiert, die ein 1,x ABI gemacht haben, also schon überdurchschnittlich diszipliniert sind (Ich sage EXPLIZIT nicht überdurchschnittlich intelligent).

Und dann sollt ihr während des Studiums auch noch besser sein als 85% dieser 1,x Abiturienten? - Das ist doch schon ein sehr hochgestecktes Ziel.
Aber nun gut, kann ja eigentlich nicht schaden... außer, dass die Entäuschung nachher doch größer ausfallen sollte als bei einem realistischen Ziel. Wink
Solar
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Anmeldungsdatum: 20.12.2005
Beiträge: 59

BeitragVerfasst am: 06 März 2006 - 20:50:20    Titel:

OhGott OhGottt!

Du hast es geschafft in meinem Beitrag auch wirklich ALLES falsch zu verstehen! Respekt! Laughing
Zuerstmal:
Keine meiner Aussagen war auf dich bezogen! Weder das mit der Erstsemesterträumerei, noch der Rest.
Das mal vorweg.

Zu den Abiturienten: Ich bin der letzte, der einem 1,x Abiturienten bescheinigt, er wäre besser für irgendwelche Lebensaufgaben geeignet als andere Leute.
Nichtsdestotrotz zeugt eine Abinote von 1,x von Fleiß und Lerndisziplin, denn es gibt kaum jemanden, der das mit Intelligenz löst ohne ordentlich was zu tun (Das ABI ja, aber nicht mit 1,4). Ich kenn aber auch haufenweise dämliche Leute, die ein 1,4 ABI haben aber nur Stroh im Hirn.
Dies zeugt aber noch mehr von fleiß und Lerndisziplin (dumm und trotzdem 1,x ABI Wink)
Wenn du meinen Beitrag nochmal aufermksam liest, dann wirst du sehen worauf ich hinaus will: Das Jurastudium hat wenig mit Intelligenz zu tun und viel mit Lernerei und Fleiß.
Genau deshalb halte ich 1,x Abiturienten für die besseren Kandidaten.
Das heißt NICHT, das 1,x Leute die besseren, klügeren, tolleren Menschen sind!
Und auch NICHT, dass sie in allen Studiengängen überdurchschnittlich gut sein werden - aber für Jura trifft es nunmal zu, denn sie sind die fleißigeren und genau das ist bei Jura verlangt! Fleiß und Disziplin! Sich hizusetzen und stundenlang Lehrbücher zu lesen, etc.
(Nur damit du dich abregen kannst: Ich bin auch kein 1,x Abiturient gewesen damals) Ich würde auch sagen, dass dies für viele Studiengänge zutrifft. Aber leider eben nicht für den Beruf später... Wieviele Uni-Abgänger gibt es, die keine Ahnung vom Leben haben... Schule ratzfatz durchgezogen, sehr gutes ABI hingelegt, Studium ratzfatz durchgezogen und dann mit 23 da stehen und irgendwo in einer Firma einen Managerposten besetzen wollen oder Rechtsberater spielen (oder noch schöner: mit 27 Richter!) Buäh... da schüttelts mich grade.

Zitat:
Ich habe auch nie gesagt, dass ICH besser sein werde als die 85 %, aber die Abi-Note hat damit nichts zu tun, wer zu den besten gehört.
"Und dann sollt ihr... auch noch besser sein..."???
Das hört sich nicht grad nett an.

Jesus... ruhig bleiben! Rolling Eyes
Das "ihr" war auf alle bezogen, die sich so schrecklich wundern, warum sie nach der Zwischenprüfung oder dem Staatsexamen keinen 9-Pkt Schnitt haben.
Natürlich soll sich JEDER anstrengen, is doch klar! Ich versuche nur deutlich zu machen, dass man nicht so mir-nichts-dir-nichts erwarten sollte mit Prädikat rauszumarschieren. Zuviel Ehrgeiz ist übrigens auch nicht gut, mal so nebenbei erwähnt. Von 11 Punkten zu träumen tut nicht gut, glaub mir. Das schaffen hierzulande noch 8% oder so und die Leute, die dann mit 9 abschneiden, was ein verfluchter Grund zu feiern ist, sind dann deprimiert. GEnau das kommt dabei raus, wenn man nach den Sternen greift. Hey, versteh mich nich falsch - ich hab auch nix dagegen nachher 11 Punkte zu haben aber ich gebe jetzt alles, versuche 9 zu erreichen - oder erstmal alles zu bestehen. Du glaubst doch nicht ernsthaft, dass ich weniger lerne oder mich weniger anstrenge, nur weil ich nicht auf 11 Punkte hinarbeite - so wie du das sagst ist das alles nur ne Frage der Motivation. Nunja, lass dir gesagt sein: ist es nicht...

Meine Chancen 11 Punkte zu haben sind nicht geringer dadurch, dass ich mir das nicht als Ziel stecke, ich hänge mich genauso rein - aber unterm Strich bin ich der glücklichere Examenskandidat! Cool Ist aber wohl ne Einstellungsfrage. Ich lasche mich eben lieber positiv überraschen als enttäuschen.

Aber egal, ich will nur davor warnen zu viel zu erwarten, nicht zu viel zu wollen.
Zudem ist es in der Tat so, dass die Wirtschaft über deine 11 Punkte müde lächelt.
Wer also nicht Anwalt, Richter oder Staatsanwalt werden will kann getrost mit 6 oder 7 Punkten rausmarschieren und sich freuen.

Woran es liegt, dass in Ba-Wü nur 13% bestanden haben? Rate mal, ich tippe ganz waghalsig darauf, dass es in Bayern genauso war. Hm... liegt das evtl. daran, dass die Universitäten, ebenso wie die Schulen in Ba-Wü und Bayern die härtesten und besten sind? Es ist eine Tatsache, dass das Staatsexamen an anderen Unis wesentlich einfacher ist als im Süden Deutschlands, genauso wie das Abitur oder die Schule im Generellen - und das is auch der einzige Grund, weshalb da unten weniger Leute mit Prädikat abschließen als da oben.
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