Verfasst am: 27 Feb 2006 - 21:05:28 Titel: fh vs uni
hallo, ich hab auf www.fom.de gelesen, dass fh und uni sogut wie gleichmäßig anerkannt werden. jedoch höre ich ab und zu von studenten, dass eine uni doch besser ist. man lernt mehr sachen als auf einer fh.
also ich bin etwas verwirrt. könnt ihr mir vor- und nachteile der beiden bereiche nennen ? _________________ BWL
chrisw Full Member Anmeldungsdatum: 11.02.2006 Beiträge: 138 Wohnort: Sachsen-Anhalt - Merseburg
Verfasst am: 27 Feb 2006 - 21:36:24 Titel:
Hier mal eine .pdf dazu vom abi Berufswahl-Magazin:
Hallo,
was besser ist, ist u.a. eine Frage des Fachs. Jura mit dem Ziel 1. (und später 2.) Staatsexamen kann man nur an der Uni studieren, Diplom-Wirtschaftsjurist (FH) an der FH, was aber nicht gleichwertig ist, da man mit dem FH-Abschluß das 2. Staatsexamen nicht erwerben kann. Im Fach BWL ist dies z.B. anders. So gibt es z.B. BWL-Rankings in denen FHs vor bestimmten Uni-Fakultäten rangieren und viele Firmen stellen BWLer beider Hochschularten zu gleichen Konditionen an. Außerdem gibt es Studiengänge, wie z.B. Wirtschaftsinformatik u.a., die man wahrscheinlich an der FH besser studieren kann.
wertze85 Full Member
Anmeldungsdatum: 05.11.2005 Beiträge: 107
Verfasst am: 27 Feb 2006 - 23:03:25 Titel:
hey danke euch beiden.
werds mir durchlesen
wenn ihr noch mehr info material habt, postet es ruhig isch nehme allet _________________ BWL
Neben dem Fach hängt es auch von dem Bereich (Branche) ab, in der Du später arbeiten möchtest.
So ist die FH/Uni-Frage bei BWL eigentlich in 70 - 80 % der Arbeitsplätze völlig banane. Einige Arbeitgeber und Branchen bevorzugen allerdings Uni-Absolvent, so z.B. Investmentbanking, strategy consulting und die großen WPGs. Das heißt zwar nicht, dass Du als FHler absolut chancenlos bist, aber, solltest Du in den Bereich wollen, Du auf mehr widerstand stößt als anderswo. Solltest Du in die Bereiche gar nicht wollen ist es auch S***egal ob Uni/FH.
Genauso kann es passieren, dass einzelne Arbeitgeber sogar FHler bevorzugen.
Desweiteren: Durch Bologna und der damit verbundenen faktischen Gleichstellung von Bachelor / Master (FH/Uni) dürfte sich früher oder später eine Sichtweise nach Qualität der einzelnen Hochschule durchsetzen und nicht dieses Pauschalkriterium Uni/FH. _________________ "Quot homines, tot sententiae." (Horaz)
"Beati pauperes spiritu." Matthäus 5, 3 (Jesus)
rotschl Senior Member
Anmeldungsdatum: 04.12.2005 Beiträge: 646
Verfasst am: 01 März 2006 - 15:26:26 Titel: Re: FH-Uni
Thali1 hat folgendes geschrieben:
Hallo,
was besser ist, ist u.a. eine Frage des Fachs. Jura mit dem Ziel 1. (und später 2.) Staatsexamen kann man nur an der Uni studieren, Diplom-Wirtschaftsjurist (FH) an der FH, was aber nicht gleichwertig ist, da man mit dem FH-Abschluß das 2. Staatsexamen nicht erwerben kann. Im Fach BWL ist dies z.B. anders. So gibt es z.B. BWL-Rankings in denen FHs vor bestimmten Uni-Fakultäten rangieren und viele Firmen stellen BWLer beider Hochschularten zu gleichen Konditionen an. Außerdem gibt es Studiengänge, wie z.B. Wirtschaftsinformatik u.a., die man wahrscheinlich an der FH besser studieren kann.
Blödsinn. 1. Sagt jedes Ranking was anderes 2. haben FHs weniger Mittel 3. Sind Bindestrichwissenschaften (Wirtschaftsinformatik, Wirtschaftsingenieurwesen usw.) typische Uni-Fächer, weil dort mehr Wissen vermittelt wird und schon auf solide Basis im Abitur zurückgegriffen werden kann
4. Ein FH-Abschluss entspricht nicht mal annährend dem 1. Staatsexamen, deswegen kannst du nicht das 2. Staatsexamen erwerben
5. Firmen stellen nur zu gleichen Konditionen ein, wenn die Studiendauer (exklusive Praxissemester) gleich ist und die Zusatzqualifikationen (Sprachen usw.) ebendfalls. Und da FH-Diplom viel kürzer ist (ca. 6 Semester ohne Praxissemester) bekommen sie auch weniger.
rotschl Senior Member
Anmeldungsdatum: 04.12.2005 Beiträge: 646
Verfasst am: 01 März 2006 - 15:36:51 Titel: Re: FH-Uni
Thali1 hat folgendes geschrieben:
Hallo,
was besser ist, ist u.a. eine Frage des Fachs. Jura mit dem Ziel 1. (und später 2.) Staatsexamen kann man nur an der Uni studieren, Diplom-Wirtschaftsjurist (FH) an der FH, was aber nicht gleichwertig ist, da man mit dem FH-Abschluß das 2. Staatsexamen nicht erwerben kann. Im Fach BWL ist dies z.B. anders. So gibt es z.B. BWL-Rankings in denen FHs vor bestimmten Uni-Fakultäten rangieren und viele Firmen stellen BWLer beider Hochschularten zu gleichen Konditionen an. Außerdem gibt es Studiengänge, wie z.B. Wirtschaftsinformatik u.a., die man wahrscheinlich an der FH besser studieren kann.
Blödsinn. 1. Sagt jedes Ranking was anderes 2. haben FHs weniger Mittel 3. Sind Bindestrichwissenschaften (Wirtschaftsinformatik, Wirtschaftsingenieurwesen usw.) typische Uni-Fächer, weil dort mehr Wissen vermittelt wird und schon auf solide Basis im Abitur zurückgegriffen werden kann
4. Ein FH-Abschluss entspricht nicht mal annährend dem 1. Staatsexamen, deswegen kannst du nicht das 2. Staatsexamen erwerben
5. Firmen stellen nur zu gleichen Konditionen ein, wenn die Studiendauer (exklusive Praxissemester) gleich ist und die Zusatzqualifikationen (Sprachen usw.) ebendfalls. Und da FH-Diplom viel kürzer ist (ca. 6 Semester ohne Praxissemester) bekommen sie auch weniger.
-=rand=- Senior Member
Anmeldungsdatum: 21.03.2005 Beiträge: 957
Verfasst am: 01 März 2006 - 15:44:41 Titel:
Mensch rotschl, wir glauben dir doch deine Meinung
die musst du doch nicht gleich 2 mal posten
ach ja als kleine allgemeine Randbemerkung:
es gibt keinen Unterschied zwischen einem Bachelor an einer FH oder Uni. das wird dir sicher nicht gefallen...ist aber tatsache. _________________ "Und was ist, wenn wir nun die falsche Religion erwischt haben? Dann wird Gott von Woche zu Woche wütender auf uns!"
Homer Simpson
DerDommi Senior Member
Anmeldungsdatum: 25.07.2005 Beiträge: 1195
Verfasst am: 01 März 2006 - 15:51:04 Titel:
-=rand=- hat folgendes geschrieben:
es gibt keinen Unterschied zwischen einem Bachelor an einer FH oder Uni. das wird dir sicher nicht gefallen...ist aber tatsache.
Bachelor und Master von Uni und FH gelten als gleichwertig. Es handelt sich also hier um eine Fiktion und jeder weiß, dass eine Uni stets höhere Ansprüche stellt. Dies wird von Wirtschaft und Unis (bei Bewerbung für Masterprogramme) honoriert.
Verfasst am: 01 März 2006 - 16:21:54 Titel: Re: FH-Uni
[quote="rotschl"]
Thali1 hat folgendes geschrieben:
Hallo,
was besser ist, ist u.a. eine Frage des Fachs. Jura mit dem Ziel 1. (und später 2.) Staatsexamen kann man nur an der Uni studieren, Diplom-Wirtschaftsjurist (FH) an der FH, was aber nicht gleichwertig ist, da man mit dem FH-Abschluß das 2. Staatsexamen nicht erwerben kann. Im Fach BWL ist dies z.B. anders. So gibt es z.B. BWL-Rankings in denen FHs vor bestimmten Uni-Fakultäten rangieren und viele Firmen stellen BWLer beider Hochschularten zu gleichen Konditionen an. Außerdem gibt es Studiengänge, wie z.B. Wirtschaftsinformatik u.a., die man wahrscheinlich an der FH besser studieren kann.
Blödsinn. 1. Sagt jedes Ranking was anderes 2. haben FHs weniger Mittel 3. Sind Bindestrichwissenschaften (Wirtschaftsinformatik, Wirtschaftsingenieurwesen usw.) typische Uni-Fächer, weil dort mehr Wissen vermittelt wird und schon auf solide Basis im Abitur zurückgegriffen werden kann
4. Ein FH-Abschluss entspricht nicht mal annährend dem 1. Staatsexamen, deswegen kannst du nicht das 2. Staatsexamen erwerben
5. Firmen stellen nur zu gleichen Konditionen ein, wenn die Studiendauer (exklusive Praxissemester) gleich ist und die Zusatzqualifikationen (Sprachen usw.) ebendfalls. Und da FH-Diplom viel kürzer ist (ca. 6 Semester ohne Praxissemester) bekommen sie auch weniger.[/quote
Also in Sachen Höflichkeit und Diplomatie bist Du ja echt spitze! Sozialkompetenz !?
mr_spongebob Full Member
Anmeldungsdatum: 15.11.2005 Beiträge: 114
Verfasst am: 01 März 2006 - 17:37:31 Titel:
@rotschl
Wirtschaftsingenieurwesen ein typischer Unistudiengang?
MÖÖÖÖP!!! Falsch...
arakohg Full Member Anmeldungsdatum: 26.11.2005 Beiträge: 226
Verfasst am: 01 März 2006 - 22:55:05 Titel: Re: FH-Uni
rotschl hat folgendes geschrieben:
Thali1 hat folgendes geschrieben:
Hallo,
was besser ist, ist u.a. eine Frage des Fachs. Jura mit dem Ziel 1. (und später 2.) Staatsexamen kann man nur an der Uni studieren, Diplom-Wirtschaftsjurist (FH) an der FH, was aber nicht gleichwertig ist, da man mit dem FH-Abschluß das 2. Staatsexamen nicht erwerben kann. Im Fach BWL ist dies z.B. anders. So gibt es z.B. BWL-Rankings in denen FHs vor bestimmten Uni-Fakultäten rangieren und viele Firmen stellen BWLer beider Hochschularten zu gleichen Konditionen an. Außerdem gibt es Studiengänge, wie z.B. Wirtschaftsinformatik u.a., die man wahrscheinlich an der FH besser studieren kann.
Blödsinn. 1. Sagt jedes Ranking was anderes 2. haben FHs weniger Mittel 3. Sind Bindestrichwissenschaften (Wirtschaftsinformatik, Wirtschaftsingenieurwesen usw.) typische Uni-Fächer, weil dort mehr Wissen vermittelt wird und schon auf solide Basis im Abitur zurückgegriffen werden kann
4. Ein FH-Abschluss entspricht nicht mal annährend dem 1. Staatsexamen, deswegen kannst du nicht das 2. Staatsexamen erwerben
5. Firmen stellen nur zu gleichen Konditionen ein, wenn die Studiendauer (exklusive Praxissemester) gleich ist und die Zusatzqualifikationen (Sprachen usw.) ebendfalls. Und da FH-Diplom viel kürzer ist (ca. 6 Semester ohne Praxissemester) bekommen sie auch weniger.
Ja, genau...
maro459 Senior Member
Anmeldungsdatum: 06.05.2005 Beiträge: 274
Verfasst am: 01 März 2006 - 23:26:55 Titel: Re: FH-Uni
rotschl hat folgendes geschrieben:
Thali1 hat folgendes geschrieben:
Hallo,
was besser ist, ist u.a. eine Frage des Fachs. Jura mit dem Ziel 1. (und später 2.) Staatsexamen kann man nur an der Uni studieren, Diplom-Wirtschaftsjurist (FH) an der FH, was aber nicht gleichwertig ist, da man mit dem FH-Abschluß das 2. Staatsexamen nicht erwerben kann. Im Fach BWL ist dies z.B. anders. So gibt es z.B. BWL-Rankings in denen FHs vor bestimmten Uni-Fakultäten rangieren und viele Firmen stellen BWLer beider Hochschularten zu gleichen Konditionen an. Außerdem gibt es Studiengänge, wie z.B. Wirtschaftsinformatik u.a., die man wahrscheinlich an der FH besser studieren kann.
Blödsinn. 1. Sagt jedes Ranking was anderes 2. haben FHs weniger Mittel 3. Sind Bindestrichwissenschaften (Wirtschaftsinformatik, Wirtschaftsingenieurwesen usw.) typische Uni-Fächer, weil dort mehr Wissen vermittelt wird und schon auf solide Basis im Abitur zurückgegriffen werden kann
4. Ein FH-Abschluss entspricht nicht mal annährend dem 1. Staatsexamen, deswegen kannst du nicht das 2. Staatsexamen erwerben
5. Firmen stellen nur zu gleichen Konditionen ein, wenn die Studiendauer (exklusive Praxissemester) gleich ist und die Zusatzqualifikationen (Sprachen usw.) ebendfalls. Und da FH-Diplom viel kürzer ist (ca. 6 Semester ohne Praxissemester) bekommen sie auch weniger.
1. Rankings sind gut, aber sicherlich nicht absoluter Maßstab
2. finanzielle Mittel für Forschung ? finanzielle Mittel für Ausstattung ?
3. Wirtschaftsingenieurwesen ist eines von den typischten Bespielen angewandter Forschung
4. keine Ahnung
5. Wie kommst du eigentlich darauf, solch pauschalierende Aussagen zu treffen ? Durchschnittlich gesehen sind die Einstiegsgehälter von Uni Absolventen höher, das ist statistisch richtig, aber spielt für den Einzelfall eine nebensächliche Rolle. Einerseits ist die Stelle bewertet, anderseits kann man sein Einstiegsgehält durch zusätzliche Qualifikationen positiv beeinflussen. Die Studiendauer ist jedoch nicht von ausschlaggebender Bedeutung, wie du es hier folgerst.
rotschl Senior Member
Anmeldungsdatum: 04.12.2005 Beiträge: 646
Verfasst am: 02 März 2006 - 11:57:46 Titel:
Entschuldigung für mein Doppelposting:
Zu Wirtschaftsingenieurwesen: Das sind quasi 2 Fächer die man studiert. An einer Uni studiert man die nach Regelstudienzeit länger (10 Semester inkl einem Praxissemester, im Gegensetz zu 8 inkl. 1-2 Praxissemestern an der FH). Das man dann mehr Geld bekommt ist doch logisch und da sind wir uns wohl alle einig (Vergleicht mal die Inhalte schematisch z.B. von der Uni Karlsruhe mit einer FH, da wird einiges an mehr rauskommen, vermutlich sogar mehr als nur 2 Semester Stoff - ist nun mal so).
Das man seine Chance durch Zusatzqualifikationen erhöhen kann habe ich nie bestreitet und sogar geschrieben.
Bachelor/Master an FH und Uni sind natürlich nicht das gleiche, dass sie rechtlich gleichgestellt sind hat doch nichts mit dem Inhalt zu tun. Sie müssen nur Mindeststandards genügen, die Messlatte ist aber bei Uni und FH immer noch weit auseinander (Wer das leugnet tut mir leid). Fakt ist auch, dass man an einer FH mit einem Jahr Schule weniger beginnt, dass man mehr oder weniger nachholen muss. Sie bekommen auch weniger Mittel in Forschung UND Lehre.
P.S.: Ich habe nichts gegen die FH, sehe es als sinnvolle Einrichtung, besonders für diejenigen die kein Abi haben sondern eine Ausbildung gemacht haben und das sie rechtlich gleichgestellt werden ist sicherlich für High-Potentials gut (ca. 1,0-1,3 Abschluss), so dass sie ohne Probleme eine Forscher Karriere starten können.
Elijah Senior Member
Anmeldungsdatum: 25.03.2005 Beiträge: 582
Verfasst am: 02 März 2006 - 12:25:56 Titel:
@rotschl... FH ist für Leute die kein Abi haben Aha dann erklär mir mal warum in meiner FH die hälfte Abitur besitzt? (13 Klasse). Dir ist klar das man auch ohne Abitur an eine Universität kann? (5 Jahre Berufserfahrung + Ausbildung).
Dir ist auch klar das eine Ausbildung(ohne Abitur) in der Regel nicht reicht um an eine FH zu kommen?
"Bachelor/Master an FH und Uni sind natürlich nicht das gleiche, dass sie rechtlich gleichgestellt sind hat doch nichts mit dem Inhalt zu tun" Nein genausowenig wie ein Industriekaufmann der bei Daimler Chrysler gelernt hat gleichwetig ist mit einem der das selbe bei "Aldi" gelernt hat.
Tatsache ist das Bachelor/Mater(Uni, FH) rechtlich gleichgestellt sind. Somit kommt es nur auf den Ruf an. Ein BWL Student der FH Reutlingen hat pauschalisiert bessere Chancen als ein BWL Student der Uni-Kassel. Es kommt auf die Hochschule an! nicht ob Uni oder FH.
Und ja der Unterschied Uni, FH wird auf Dauer verschwinden
Elijah Senior Member
Anmeldungsdatum: 25.03.2005 Beiträge: 582
Verfasst am: 02 März 2006 - 12:35:20 Titel:
Fakt ist.:
-Die neuen Abschlüsse (Bachelor, Master) sind rechtlich gesehen gleichgestellt egal ob UNI/FH.
-Bestimmte Dinge kann man einer FH nicht studieren (Medizin, Jura, Vwl etc.)
-Eine Uni ist meist theoretischer eine FH eher praktischer Orientiert
-Man kann auch mit einem FH Abschluss (Master, Diplom) promovieren, der Weg ist halt steiniger.
-UNI/FH sind Hochschulen
-Der Uni Abschluss zählt in manchen Bereichen nunmal mehr als ein FH Abschluss (wer in so einen Bereich will ab an die UNI!) (ca 2% aller Studenten)
-Ein Fh Studium ist oft Kürzer (Dipl) an der Uni dauert es länger
-Das Studentenleben an Unis ist oft besser, da Unis im allgemeinen größer sind
@rotschl
-Uni Absolventen kriegen bei gleicher Qualifikation oft ein bisschen mehr Gehalt (ca. 2-15%), dafür studieren sie auch länger, somit ist dies meist kein wirklicher Vorteil. (speziell beim Diplom) aber auch 1-2 Semester beim Bachelor müssen erstmal aufgeholt werden (10.000-2000 Euro bei 2-15 % mehr Gehalt... it is a long way to road )
Erich Full Member
Anmeldungsdatum: 15.03.2006 Beiträge: 111
Verfasst am: 15 März 2006 - 11:13:24 Titel:
Zitat:
Blödsinn. 1. Sagt jedes Ranking was anderes 2. haben FHs weniger Mittel 3. Sind Bindestrichwissenschaften (Wirtschaftsinformatik, Wirtschaftsingenieurwesen usw.) typische Uni-Fächer, weil dort mehr Wissen vermittelt wird und schon auf solide Basis im Abitur zurückgegriffen werden kann
4. Ein FH-Abschluss entspricht nicht mal annährend dem 1. Staatsexamen, deswegen kannst du nicht das 2. Staatsexamen erwerben
5. Firmen stellen nur zu gleichen Konditionen ein, wenn die Studiendauer (exklusive Praxissemester) gleich ist und die Zusatzqualifikationen (Sprachen usw.) ebendfalls. Und da FH-Diplom viel kürzer ist (ca. 6 Semester ohne Praxissemester) bekommen sie auch weniger.
Wie auch der andere Kollege, will auch ich gerne meinen Senf zu dieser Aussage geben.
1. Übereinstimmung mit dem Kollegen
2. keine Ahnung.
3. kann auch an der FH auf Abi-Wissen zurückgegriffen werden. Es ist mindestens ein Fachabi notwendig oder ein Abschluss, der dem entspricht. Ich selbst habe ein Abitur und mir ist deswegen an der FH nicht alles geschenkt worden.
4. keine Ahnung - und das gilt auch für dich, lieber rotschl. Denn als Feinwerktechnikstudent muss ich mich auch mal im Internet bemühen, Übungsaufgaben oder Informationen aus Universitäten zu bekommen, um fachlich vorzugreifen, wenn ich es für ein Praktikum (z.B. hatte ich noch keine Regelungstechnik) brauche. Ich habe diverse Übungsaufgaben zu manchen Themen von der Uni heruntergeladen, die einfach zu lösen waren. Auf der anderen Seite habe ich schon von FHs recht komplexes gefunden (meist mechanische Themen und da solls keine großen UNterschiede geben). Viel Spaß jedenfalls mit deinen Staatsexamina, wenn sie ach so schwer sind. Ich bin staatlich geprüfter Fachinformatiker - als habe ich auch so ne Art Staatexamen hinter mir
5. Das FH-Diplom ist nicht viel kürzer. Es kommt weniger auf die Fachsemester, als viel mehr auf die Semesterwochenstunden an. Da ist der Unterschied (ich glaube, ich habe im Hauptstudium 179) nicht all zu groß. Teilweise habe ich sogar mehr als meine Uni-Freunde, die es irgendwie schaffen, fast die ganze Woche daheim zu sitzen oder zu jobben (das ist bei mehr Semestern und wenn man sich nicht an die REgelstudienzeit hält, auch sehr leicht). Auch diese geben beim Betrachten meiner Stundenpläne gerne zu, dass sie nicht wüssten, wie sie das mit einem zusätzlichen VErdienst anstellen sollten. Außerdem gibt es in meinem Studium 7 Theoriesemester, weil man dadurch, dass man das 1. praktische Semester durch ein Grundpraktikum ersetzen konnte (für uns wurden dadurch Ferien durch Praktika ersetzt...), einfach mehr reingepackt hat. Weiterhin habe ich mir von einem Abteilungsleiter bei Siemens (selbst Dipl. Ing. (FH)) sagen lassen, dass es für die Einstellung teilweise unwichtig ist, was studiert wurde und wo, so lange es technisch ist. Wichtig wäre ohnehin, dass man technische Fachliteratur versteht. Mein Bekannter hat als Maschinenbauer nen E-Techniker-Job (bestimmt keinen extrem schwierigen natürlich) bekommen und bewältigt. Weiterhin gleicht sich das Gehalt von Ingenieuren im Laufe der Jahre sowieso an. Lediglich beim Staat ists anders.
Du kannst (gerade weil du wenig Ahnung hast), lieber rotschl, nicht einfach so tun, als würde an der Uni die Elite (weil man ja mit dem Abi automatisch jemand ganz tolles ist...) sitzen und an der FH das, was übrig bleibt. Meine Freunde erzählen mir oft genug dass dem eben nicht so ist. Ich habe in Praktika schon fertige Maschinenbauer von der TU München erlebt, die überhaupt keine Ahnung von Mechanik hatten.
Das aussterbende FH-Diplom ist sicherlich nicht so wenig wert, wie es einige (vor allem aber die Uni-Studenten) gerne hätten.
Ich musste mein Studium einfach verteidigen - tut mir Leid
Zuletzt bearbeitet von Octavian am 01 Feb 2012 - 11:46:06, insgesamt einmal bearbeitet
someDay Senior Member
Anmeldungsdatum: 04.09.2005 Beiträge: 3889
Verfasst am: 15 März 2006 - 18:57:56 Titel:
Du hast vielleicht (anfangs) mehr Ahnung was du in deinem Job machen musst, aber du hast bestimmt kein groesseres theoretisches Wissen als ein Uniabsolvent. Die Lehre ist praktisch vielleicht schwierig, theoretisch definitiv nicht. Natuerlich packt Infinion/etc genau die Inhalte rein, die ihnen wichtig sind - und zwar groesstenteils nur ihnen. Das mindert deine Chancen auf dem Arbeitsmarkt, wenn du mal nicht bei Inf. arbeiten willst, und sonderliche theoretische Faehigkeiten wie ein Unistudent wirst du dabei nicht erwerben. Ich wage mal zu behaupten, das du keine Lehre machst, um spaeter mal Oberboss zu spielen, die in einer Lehre vermittelten Kenntnisse sind dazu vielleicht nicht gerade perfekt geeignet.
sD.
KexDose Junior Member
Anmeldungsdatum: 28.06.2005 Beiträge: 31
Verfasst am: 15 März 2006 - 21:56:00 Titel:
ich stimme absolut mit dem erich überein. mache nämlich dieselben erfahrungen. aber das größere theoretische wissen auf der uni, was hier angesprochen wurde.....nun ja.....da gibt es so einen spruch, den ich mir sehr zu herzen genommen habe:
der fh-absolvent baut ein brücke und sie hält, aber er weiss nicht warum. der uni-absolvent baut eine brücke und sie stürzt ein, und er weiss genau warum.
TK1985 Senior Member
Anmeldungsdatum: 16.09.2005 Beiträge: 988
Verfasst am: 15 März 2006 - 22:32:54 Titel:
Hab das Thema jetzt länger verfolgt und muss jetzt auch mal meine Meinung dazu abgeben.
1. Das es an der FH nur Praxis gibt halte ich für ein Gerücht. Ich studiere an einer FH und kann nach 3 Semestern nicht gerade behaupten viel Praxis erfahren zu haben. Das ist dann eher eine Sache für das Praxissemester oder für das Grundpraktikum während den Semesterferien.
2. An einer Uni wird mit Sicherheit net so viel mehr durchgenommen als anders wo und wenn dann ist das nur als Sieb gedacht. Ein Kumpel von mir studiert an der TU München, der meint sie sind so an die 700 Leute in der Vorlesung, nach 2 Semestern soll das laut Erfahrungen auf 200 Studenten minimiert werden. Klar das da so Sachen wie Mathe reinhauen, da man damit viele vergraulen kann. Das heißt aber noch lang net das da viel hängenbleibt, denn nur weil man mal etwas davon gehört hat kann man das noch lange nicht. Außerdem gibts an der FH teilweise mehr SWS und die Semesterferien sind kürzer. Wenn man das mal zusammenrechnet hat ein Uni Absolvent nach 10 Semestern so viel gemacht wie ein FH'ler nach 8 Semestern.
maro459 Senior Member
Anmeldungsdatum: 06.05.2005 Beiträge: 274
Verfasst am: 15 März 2006 - 23:32:28 Titel:
Immer wieder das gleiche Thema, aber irgendwie habe ich Lust auch etwas dazu zu schreiben.
Meiner Meinung nach ist ein Uni Studium grundsätzlich höher angesiedelt als ein Fh Studium. Die Frage ist lediglich was für ein Ziel der Einzelne verfolgt.
Einstiegsgehalt:
Oft wird auf die höheren Einstiegsgehälter verwiesen. Doch das heisst nicht (besonders Uni Studenten), das dies auf jeden zutrifft ! Es handelt sich um einen Durchschnitt (von Absolventen, die eine Job bekommen !), wobei die Bandbreiten der jeweiligen Einstiegsgehälter (Uni/Fh) überlappen.
Wissenschaft:
Ganz klar, Uni im Vorteil. Wer eine wissenschaftliche Karriere anstrebt sollte doch an eine Uni gehen, sonst sieht es schlecht aus.
Praxis:
Fh ist ganz klar praxisorientierter, wobei man dies nicht als pauschalen Vorteil sehen kann, da man auch als Uni Student Praktika und Werkstudenten Tätigkeiten ausführen kann (und das auch sehr viele machen ! oft sogar mehr als Fh Studenten !)
Reputation:
Geistes-, Natur-, Sozial-.... Wissenschaften auch ganz klar auf Seiten der Uni, wobei ich (ich hasse so eine Argumentation, aber ich habe relativ viel Industrieerfahrung und das wurde mir bei zahlreichen Gesprächen mit Abteilungsleitern und Personalern bestätigt) bei Ingenieurwissenschaften eine Fh bevorzuge.
Eigentlich will ich sagen, das es auch gute Fh Studenten (mit Auslandssemestern/Praktika; Sprachen; Fachwissen; Persönlichkeit (sehr wichtig !)) gibt und ein alleiniges: "Ich habe bzw. ich studiere an der Uni" nicht ausreicht um tatsächlich Erfolg zu haben. Es klingt komisch, aber man kann sich ja mal Gedanken darüber machen. Geht morgen in die Vorlesung schaut euch euer Semester mal an. Wieviele sind dabei, die wirklich gut sind und beruflich (aller Wahrscheinlichkeit nach) richtig Karriere machen ?
Meine Erfahrungen an der Fh sind sehr positiv. Es ist alles organisiert (klar könnte man jetzt sagen, das die Selbständigkeit darunter leidet....) und die Betreuung ist hervorragend. Wir haben Übungsstunden und Tutorien (ich halte selbst welche) in sehr kleinen Gruppen (ca. 10-15) und auf viele Frage oder Anregungen kann eingegangen werden. Oft ergibt sich auch eine interessante Diskussion, was meiner Meinung nach eine gute Arbeitsgrundlage ist und zudem das Denken fördert, da man andere Standpunkte respektive Interpretation eines fachlichen Problems kennenlernt.
Zuletzt bearbeitet von Octavian am 01 Feb 2012 - 11:39:51, insgesamt einmal bearbeitet
Annette89 Inaktiver Account
Anmeldungsdatum: 14.12.2005 Beiträge: 2231
Verfasst am: 16 März 2006 - 01:40:12 Titel:
Ich würde auch gerne noch etwas zu dem Thema sagen -
Ich habe den Eindruck, dass viele Unistudenten krampfhaft versuchen, FH-Studenten "kleinzureden" nur um sich selbst besser zu fühlen - vielleicht ist das auch eine gute Möglichkeit seine eigenen Zukunftsängste zu zerstreuen - frei nach dem Motto - "Ich bin eh besser - ich bin an der Uni. Ich werde einen Job bekommen, die anderen nicht." Die Frage ist, wie es dann aussieht, wenn ein besser qualifizierter FH Absolvent einem bei der Bewerbung vorgezogen wird. Ob die Überheblichkeit einem dann auch noch was nützt?
Und das sage ich als Uni-Studentin - und dabei studiere ich sogar an der LMU, an einer der "Elite"-Unis Deutschlands -
Ich kann den Erfolg schon förmlich riechen...
Nein, ernsthaft. Ich schließe mich den Vorrednern an - es ist einfach eine Tatsache, dass es an der Uni einen Haufen hoffnungsloser Existenzen gibt, die trotz angeblich "viel höher angesehenem" Studium keinen Job bekommen, weil sie einfach fünf Jahre das Studentenleben genossen haben, anstatt irgendetwas aus ihrem Studium zu machen - da kenne ich auch ein paar davon.
Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass die Studenten an der Uni im Schnitt mehr Praktika absolvieren, als FH-Studenten. In bestimmten Fächern vielleicht.
Nur zur Erinnerung - das FH-Studium ist ein Studium, keine Lehre und keine Ausbildung.
Es heißt Fach - Hochschule, und unleugbar handelt es sich um eine Hochschule und nicht um eine Lehrstelle.
In meiner Familie gibt es zwei FH-Absolventen - Dipl.-Architekt und Dipl.-Informatiker. Beide haben hervorragende Stellungen in großen Unternehmen bekommen, und das nicht durch Beziehungen, sondern allein durch ihre sehr gute Qualifikation und erfolgreiche Arbeit.
Die zwei FH-Diplomanten in meiner Familie haben nie eine benachteiligte Behandlung gegenüber anderen Akademikern erfahren - ich kann manchmal echt nicht glauben, mit was für einem Halbwissen und was für einer Überheblichkeit Leute Dinge beurteilen, von denen sie nichts wissen.
Ich würde all diese Behauptungen von wegen FH schlechter/ Uni besser gerne von Leuten hören, die hervorragend informiert sind und mir anhand der Studienordnung und Statistiken beweisen können, dass FH-Studenten so viel weniger lernen.
(Es gibt nämlich auch eine Menge Studenten, die an der Uni nicht viel lernen. Akademiker kann man in einigen Fächern auch mit einem Minimum an Aufwand werden.)
Natürlich ist es so, dass an der FH viele Studiengänge, anders ausgerichtet sind - natürlich geht Uni grundsätzlich mehr in Richtung Forschung, ich hatte mich z.B. einmal wegen Gartenbau informiert, da ist es schlicht und ergreifend so, dass der Studiengang an der TU mehr Mathe beinhaltet und an der FH mehr Wirtschaft. Das heißt aber nicht, dass die FH-Studenten weniger lernen, teilweise sind es nur andere Schwerpunkte in den Studienfächern.
Und was Planung und Betreuung betrifft - ganz ehrlich - bei uns an der LMU ist es total chaotisch, aber warum deswegen später einer selbständiger oder besser qualifiziert sein sollte kann ich mir beim besten willen nicht vorstellen.
Das ist einfach nur das Problem von Massenunis. Kleinere Lehrstühle sind z.B. auch an der LMU super organisiert...
Aber es ist wohl einfach so, dass der Mensch glaubt, was er glauben möchte, und wenn einer sich krampfhaft einreden möchte, er sei als Uni-Student automatisch "besser" als ein FH Student, wird vermutlich nichts diesen Glauben erschüttern können.
Zum Nachdenken:
"Wer die anderen neben sich klein macht, ist nie groß" (Johann Gottfried Seume)
In diesem Sinne weiterhin jedem viel Erfolg bei seinem Studium - egal ob Uni oder FachUni
lg, lucie
-=rand=- Senior Member
Anmeldungsdatum: 21.03.2005 Beiträge: 957
Verfasst am: 16 März 2006 - 10:04:44 Titel:
ganz genau meine Meinung. _________________ "Und was ist, wenn wir nun die falsche Religion erwischt haben? Dann wird Gott von Woche zu Woche wütender auf uns!"
Homer Simpson
Erich Full Member
Anmeldungsdatum: 15.03.2006 Beiträge: 111
Verfasst am: 16 März 2006 - 10:29:40 Titel:
Auch ich bestätige vieles. Es sind hier sehr gute Schreiber unterwegs
Egal - ich wollte erstmal nur untermauern, dass die FH auch sehr theoretisch ausbildet (Fächer wie "Systemtheorie" zeugen davon). Es wird nur anders gelehrt (s. Spruch weiter oben):
Da sagt der Dozent einfach mal, dass diese und jene Rechnerei, wie sie einigen Kommilitonen nach an der Uni propagiert wird, unnötig ist. Oft ist Ausprobieren einfach besser (gerade im Bereich WErkstofftechnik erinnere ich mich da an ein Beispiel).
Aber was mir halt auffällt, ist, dass mein Informatik studierender bester Freund nebenher E-Technik machen muss. Das heißt, er hat sich ein Fach auswählen müssen, dass zusätzliche SWS und Prüfungsstress einbringt, und evtl. den Schnitt nach unten zieht, ohne dass er jemals etwas in dem Bereich zu tun bekommen wird (bzw. will). Wenn man das mal wegnimmt verkürzt sich das Uni-Studium im Bezug auf das, was man eigentlich machen wollte, auch. Freilich gibts an der FH sowohl allgemeinwissenschaftliche, als auch fachspezifische Wahlpflichtfächer, von denen man so und so viele SWS in manchen Semestern belegen muss, aber das ist an sich kein Beinbruch und die gehen meistens auch nur ein Semester.
rotschl Senior Member
Anmeldungsdatum: 04.12.2005 Beiträge: 646
Verfasst am: 16 März 2006 - 11:35:11 Titel:
Erich hat folgendes geschrieben:
Du kannst (gerade weil du wenig Ahnung hast), lieber rotschl, nicht einfach so tun, als würde an der Uni die Elite (weil man ja mit dem Abi automatisch jemand ganz tolles ist...) sitzen und an der FH das, was übrig bleibt. Meine Freunde erzählen mir oft genug dass dem eben nicht so ist. Ich habe in Praktika schon fertige Maschinenbauer von der TU München erlebt, die überhaupt keine Ahnung von Mechanik hatten.
Das aussterbende FH-Diplom ist sicherlich nicht so wenig wert, wie es einige (vor allem aber die Uni-Studenten) gerne hätten.
Ich musste mein Studium einfach verteidigen - tut mir Leid
Tja ist nur die Frage inwieweit man dir glauben kann. Ich hätte das FH-Diplom nicht gerne weniger wert, sondern auf höherem Niveau. Ich hab es doch auch nicht schlechter gemacht sondern nur faktisch richtig gestellt:
1. Zugangsvorraussetzung ist die FH-Reife, d.h. 1 Jahr weniger Schule und häufig "nebenbei" erworben. Das Studium kann überhaupt nicht direkt auf dem Niveau der Uni einsteigen, wer etwas anderes erzählt sollte Märchenonkel werden.
2. Das Studium ist kürzer da mit Praxisphasen. Das man in diesen was lernt ist sicherlich bei Maschinenbauern richtig, aber die haben auch die Leute von den TUs. Mit der Aussage, das FH-Studium wäre mit viel weniger Zeit mehr Wert als ein Unistudium machst du dich sowohl in Praxis und Theorie sehr lächerlich. Das soll es aber auch nicht sein. Es sollte schon immer so etwas wie ein Bachelor sein - nicht mehr und nicht weniger. Das man damit auch einen guten Job bekommen kann habe ich nie bestreitet. Ich würd nur nicht den "Umweg" über die FH gehen wenn ich andere Ziele im Auge habe.
Einige technische Unis akzeptieren übrigens auch keine FH-Bachelor als Zugangsvorraussetzung zum Master - wo auch immer dort der Grund liegen mag - vielleicht weißt du es ja?
Zu deinen anderen Sachen kann ich keine Aussagen machen, da ich mich mit der TU München nicht auskenne.
Tja ist nur die Frage inwieweit man dir glauben kann. Ich hätte das FH-Diplom nicht gerne weniger wert, sondern auf höherem Niveau. Ich hab es doch auch nicht schlechter gemacht sondern nur faktisch richtig gestellt:
1. Zugangsvorraussetzung ist die FH-Reife, d.h. 1 Jahr weniger Schule und häufig "nebenbei" erworben. Das Studium kann überhaupt nicht direkt auf dem Niveau der Uni einsteigen, wer etwas anderes erzählt sollte Märchenonkel werden.
Auch das Abitur kann nebenbei erworben werden (oder auch auf dem 2. Bildungsweg in Vollzeit) und wie zuvor erwähnt, gibt es recht viele FH-Studenten, die sich trotz Abitur für eine Fachhochschule entscheiden. Aus welchen Gründen auch immer!
Meiner Meinung nach, gibt es an einer FH best. Studiengänge, die eben sehr spezialisiert sind und oft auch praxisorientierter, während es an der Uni Dinge wie Medizin, Jura, Psychologie, etc gibt. Je nachdem, was man machen will, ist es eben die Uni eher geeignet oder auch die FH. Das kommt auf die individuellen Vorstellungen an (und zwar nicht auf die späteren Jobchancen oder Gehaltswünsche, sondern auf das Interesse an einem best. Studienfach).
Bsp: Ich will später etwas wie Medienwirtschaft studieren. Dieser Studiengang wird fast ausschließlich von FHs angeboten, (die teilweise auch schon auf das gestufte Studienmodell umgestellt haben und damit eine etwa genauso lange Studienzeit haben wie eine Uni) und die wenigen Unis, die es anbieten, sehen diese Studiengänge oft nur als Zweigstelle für ihre Medienwissenschaften.
Darin sehe ich auch einen wesentliche Unterschied zwischen Uni und FH. Uni soll die zukünftigen Forscher & Wissenschaftler ausbilden, während an der FH Praxis- und Fachwissen für Berufseinsteiger vermittelt werden soll.
Aber sehr viele Uni-Absolventen gehen danach nicht in die Forschung (obwohl sie das ja aufgrund ihres Uni-Studiums tun sollten), sondern ebenfalls in die Wirtschaft.
Deshalb verstehe ich nicht, warum sich die Uni-Studenten den FH-Studenten so überlegen fühlen, denn sie werden eigentlich für einen anderen Bereich ausgebildet (Wissenschaft & Forschung) und tun dann so, als ob nur sie das Recht hätten, eine hochgestellte Position einzunehmen, weil sie ja an der Uni studiert haben.
Ich will hiermit niemanden persönlich angreifen, finde es aber irgendwie schade, dass sich diese Meinung über Uni und FH in Deutschland so sehr eingebürgert hat. Obwohl es im Grunde ganz anders gedacht wurde...
Ich selbst mache im Moment mein Abitur, könnte also an einer Uni studieren, aber ich finde das Angebot von FHs interessanter (auf meine individuellen Wünsche abgeschnitten) und kann dem Studiengang auch eher ein Berufsbild zuweisen als beispielsweise einem Germanistik-Studiengang an der Universität. _________________ Liebe Grüße
Ciggii
Erich Full Member
Anmeldungsdatum: 15.03.2006 Beiträge: 111
Verfasst am: 16 März 2006 - 13:24:11 Titel:
Auch wenn ich Gefahr laufe, mich mit meinen Aussagen lächerlich zu machen, möchte ich mal nebenher erwähnen, dass die hiesigen Medien-FH-TEams für die Animationen im Herrn der Ringe und in Independence-Day (wenn nicht mehr) teilweise oder ganz verantwortlich waren - dafür gabs Auszeichnungen (so in Form von Oscars).
Und was das andere angeht, so habe ich keine Stelle in meinem Text gefunden, die an eine bloße Behauptung erinnern könnte. Zu Dingen, über die ich nichts weiß, gebe ich keine Auskunft, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass ich einem Uni-ABsolventen, der teilweise nur mit Ballast beworfen wird, nicht unbedingt unterlegen sein werde.
Weiterhin sind die "echten" Abiturienten an der FH nicht die mittelprächtigen (zu denen ich mich zähle), sondern teilweise auch sehr gute. Ich weiß von einem, den ich hier hin und wieder sehe, dass er eine 1 vor dem Komma hatte (was danach kam, weiß ich nimmer), aber er hat mit mir, an einem der härteren Gymnasien Nürnbergs Abi gemacht. Von einem anderen Kommilitonen, der in meinem Semester studiert, weiß ich, dass er eine 1.4er Schnitt hat. Er hat mit Maschinenbau an der Uni begonnen und meinte, dass er hier einfach viel mehr vermittelt bekommt und es nicht so langweilig ist. Ich kenne ansonsten noch eine mit gutem 2er Schnitt. Mehr ist mir leider nicht bekannt, aber es sind bestimmt keine Einzelfälle. Die FH ist - so gern rotschl es auch anders sieht - kein Billigstudienort, durch den man sich irgendwie durchwurstelt. Das kommt erst mit den Studiengebühren, wenn die Hochschulen damit anfangen müssen, um Studenten zu werben und ihnen irgendeinen Abschluss garantieren. Die Bezeichnung "Bachelor" eignet sich für so etwas wirklich ausgezeichnet...
-=rand=- Senior Member
Anmeldungsdatum: 21.03.2005 Beiträge: 957
Verfasst am: 16 März 2006 - 16:05:45 Titel:
an der FH (bzw. jetzt HS) bekommt man sicher nichts geschenkt..
ich hatte letztes semester 5 schriftl. Prüfungen innnerhalb 2 Wochen (3 der prüfungen beinhalteten stoff von jeweils 2 verschiedenen vorlesungen..)
nächstes semester hab ich 6 prüfungen..ja da kommt freude auf _________________ "Und was ist, wenn wir nun die falsche Religion erwischt haben? Dann wird Gott von Woche zu Woche wütender auf uns!"
Homer Simpson
someDay Senior Member
Anmeldungsdatum: 04.09.2005 Beiträge: 3889
Verfasst am: 16 März 2006 - 16:27:06 Titel:
5-6 Pruefungen in zwei Wochen sind absolut normal, auch an Unis. 4 Pruefungen in zwei Tagen ist an Unis auch normal.
sD.
Hamburger85 Full Member
Anmeldungsdatum: 23.02.2006 Beiträge: 82
Verfasst am: 16 März 2006 - 16:42:52 Titel:
Hmm interessante Diskussion.
Ich denke, dass über kurz oder lang mit der Einführung von Bachelor/Master die Unterschiede zwischen FH und UNI in puncto Theorielastigkeit weniger werden. Einzelne Unis werden, wie man es schon teilweise an den Studienangeboten sehen kann, auch eher in Richtung Berufsvorbereitung gehen, andere werden weiterhin stark wissenschaftlich ausbilden, in 10 jahren werden einige FH's sicher anderen mittelprächtigen Unis in einigen Fächern den Rang ablaufen und umgekehrt.
Was aber trotzdem Fakt ist, ist, dass man in den höheren Chefetagen und Vorstandsebenen z.B. der Dax-Unternehmen hauptsächlich Uni-Absolventen findet. Um dort hinzugelangen, scheint es wohl nachwievor Pflicht zu sein, einen Uni-Abschluss zu haben, und es ist ja so, dass in D-Land in den Köpfen von vielen Leuten eine Hierachie vorherrscht. Ich seh das in meinem Job oft (Bin Kellner in einem Nobelrestaurant) wenn sich da die Chefetagen treffen egal ob von Eon, Siemens oder Lufthansa, da sitzen zu 80% promovierte Akademiker. Die sind offenbar oft der meinung, dass man das theoretische Uni-Rüstzeug braucht um ganz nach oben zu kommen.
Erich Full Member
Anmeldungsdatum: 15.03.2006 Beiträge: 111
Verfasst am: 16 März 2006 - 17:54:57 Titel:
Das mit den Chefetagen stimmt!
Aber das sind andererseits auch andere Generationen.
Unsere Professoren haben uns gesagt, dass es heutzutage nicht mehr wichtig ist, ob man promoviert oder nicht, wenn man in die Wirtschaft geht. Nur war es in der Zeit, als sie studierten so, dass ein Dr. Pflicht war, um Abteilungs- oder Bereichsleiter zu werden. Anders konnte man sich da nicht hocharbeiten.
Zuletzt bearbeitet von Octavian am 01 Feb 2012 - 11:39:32, insgesamt einmal bearbeitet
Erich Full Member
Anmeldungsdatum: 15.03.2006 Beiträge: 111
Verfasst am: 17 März 2006 - 07:23:55 Titel:
Natürlich werden die Unterschiede gegen Null gehen - es werden einfach die Namen ausgetauscht
Annette89 Inaktiver Account
Anmeldungsdatum: 14.12.2005 Beiträge: 2231
Verfasst am: 18 März 2006 - 16:22:56 Titel:
Also ohne die Diskussion nochmal anheizen zu wollen -
mein Vater ist mit Dipl.-Ing. FH auch Abteilungsleiter in einer sehr großen Firma geworden (bayerische Versicherungskammer)
Soviel zu den Märchen, man könnte das nicht.
Das hing aber allein von seiner Leistung ab - und die war in diesem Fall offensichtlich besser, als die seiner Uni-Kollegen.
Ich denke, die größte Rolle spielt nach wie vor, wie überzeugt man von dem ist, was man tut, denn nur wer 100 %-ig von seinem Fach überzeugt ist bringt auch 100 %-ige Leistung.
lg, lucie.
Erich Full Member
Anmeldungsdatum: 15.03.2006 Beiträge: 111
Verfasst am: 20 März 2006 - 22:20:06 Titel:
So, ich muss Lucies Einsatz hier echt mal loben. Die arme tut mir schon voll Leid!
Fakt ist jedenfalls, dass Uni-Menschen breiter ausgebildet werden, aber aus Angst vor den FH-Leuten meist rummosern. Eine Dipl. Ing. (FH) von uns wurde an der Uni Erlangen eingestellt und sie meint, dass sie dort keiner respektiert. Dass Lucie als Uni-Studentin Respekt ausspricht verdient einfach Anerkennung.
Sonst besteht ja gar keine Hoffnung auf Frieden in Gegenden, die näher liegen als der Osten
Annette89 Inaktiver Account
Anmeldungsdatum: 14.12.2005 Beiträge: 2231
Verfasst am: 21 März 2006 - 21:46:56 Titel:
Zitat:
Die arme tut mir schon voll Leid!
Warum?
Hm.... ich bin eben wirklich der Meinung, dass das eine Frage der persönlichen Einstellung ist.
Zitat:
Eine Dipl. Ing. (FH) von uns wurde an der Uni Erlangen eingestellt und sie meint, dass sie dort keiner respektiert.
Das ist natürlich nicht so toll - aber ehrlich gesagt glaube ich, dass es das überall gibt. Genauso könnte man, wenn man an der LMU eingestellt wird und von einer kleineren Uni kommt respektloser behandelt werden...
Das fängt doch schon an, wenn ein Kind die Schule wechselt und dann die Lehrer an der neuen Schule argwöhnisch sagen - "so, dann wollen wir mal sehen, was ihr an deiner alten Schule so gelernt habt..."
Irgendwie möchte jeder, egal was er gemacht hat oder macht, zur Elite gehören und denken, dass die anderen schlechter sind...
Die FH Diplomanten, die ich kenne, haben da weniger Probleme - und bekommen auch noch dazu sehr gute Gehälter...man könnte direkt neidisch sein, so viel werde ich als Geisteswissenschaftlerin später vermutlich nicht verdienen (selbst wenn mein Studiengang auch sehr praxisnah ist), so realistisch muss man sein.
Abgesehen davon bin ich sehr zufrieden mit meinem Studiengang und ich gönne auch jedem anderen zufrieden mit seinem zu sein - egal, ob Uni oder FH.
Ich denke, rummosern tun - logischerweise - in erster Linie Leute, die unzufrieden sind, und da werden schnell subjektive Ressentiments zu angeblich aussagekräftigen Argumenten....
Zitat:
Dass Lucie als Uni-Studentin Respekt ausspricht verdient einfach Anerkennung.
Danke!
Ich denke, grundsätzlich spricht es einfach eher für Bildung und Weitsicht, in einer Diskussion nicht einseitig zu argumentieren - Schwarzmalereien à la "an der FH lernt man weniger" führen zu nichts, vermutlich ist es genauso wie an der Uni, dass es Studienfächer gibt, die arbeits- und lernintensiver sind als andere - und könnte jetzt wirklich irgendjemand, der an dieser Diskussion beteiligt war, einem FH-Studenten auf den Kopf zu sagen "Du hast definitiv schlechtere Chancen auf dem Arbeitsmarkt als ein Uni-Student" ?
Das ist so pauschal nicht möglich, es sei denn es ist jemand nebenberuflich Hellseher.
Andersherum kann man (leider, schön wär's ) ebensowenig jedem Uni-Studenten eine Karriere garantieren...
Es gibt eben einfach Themen, über die es nicht lohnt zu streiten.
lg, Lucie
Erich Full Member
Anmeldungsdatum: 15.03.2006 Beiträge: 111
Verfasst am: 21 März 2006 - 22:05:07 Titel:
Stimmt.
Aber hast schon mitgekriegt? Dank der EU-Regelung müssen FH- und Uni-Diplom in Europa gleichermaßen anerkannt werden (man mag dieses 2-Hochschulen-System nicht). Deutschland wehrt sich noch dagegen, aber das heißt, dass ein FH-Dipl. Ing. in Europa mancherorts promovieren kann und es in D. anerkannt werden muss
Vielleicht bin ich dann eines Tages, weil ich ja eh auswandere, sowas wie ein
"Dr.-Ing. (FH) Erich"
avata666 Newbie
Anmeldungsdatum: 15.11.2005 Beiträge: 3
Verfasst am: 01 Apr 2006 - 08:53:28 Titel:
Also ich werde mich nun auch endlich mal zu diesem Thema auskotzen!
Kurz zu mir:
Allgemeines Abitur (Deutsch, Englisch LK; Mathe schriftl., Geschi mündl.)
Dipl. - Wirtschaftsinformatiker an der FH Gießen-Friedberg
Magister-Status in BWL (EU-Ausland)
Promotion in BWL (EU-AUsland)
z.Zt. Studium Master of Science in Wirtschaftsinformatik (UNI)
Diese beschissene Diskussion Uni/ FH ist wieder mal ein Zeichen
typisch deutscher Arroganz!
Prinzipiell finde ich es eine Unverschämtheit zu sagen Unis wären
den FHs weit voraus. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass ich im
Master an der Uni den Stoff wiederhole den ich zum größten Teil
an der FH bereits hatte. Viele FHs haben übrigens auch Uni-Profs
die an der FH die gleiche Vorlesung halten!
Alleine mein FH Studium hatte schon 170 SWS was ungefähr
mit Faktor 1.5 auch CPs umgerechnet wird, also ~ 255 CPs
+ Diplomarbeit 30 CPs (wie dies Master These) + Praktische Studien
15 CPs (auch wie bei Master) = 300 CPs
Das entspricht ohne weiterem einem Bachelor + Master!
Übrigens, laut Gesetz ist
Bachelor FH = Bachelor Uni
Master FH = Master Uni
(Laut KMK)
Aber Unis (zumindest in DE) differenzieren noch immer.
So z.B. gibt es an einer Uni offiziell keinen NC aber für FHler
schon!!!!
FH Diplom oder FH Bachelor mindestens mit 2.5, Vordiplom 2.5,
Kernfächer 2.5, kein Bindesstrich Studiengang usw.
Mal sehen was es gibt!
Für Uni Bachelor KEIN NC !!!!!!!!!
Weiter geht es mit der Anerkennung ausländischer EU-Grade.
So nachdem Motto promotion ist KEIN UNI-Abschluß, entspricht also
nicht Uni Niveau. Das Ausland ist übrigens immer empörter
über die deutsche Arroganz. So schribe ein Promovierter der
TU-Darmstadt tatsächlich in ein Forum, das die Anerkennung ausländischer Abschlüsse buw. der Vergleich mit deutschen Unis
ein Witz wäre. D.h. alle Promovierten der Welt sind blöd!!!!!!!!!
Zum Thema FH:
Fast alle rennovierten lehnen FH Absolventen ab,
wenn Sie FH Absolventen einstellen sollten dann für schlappe 35.000 Euro im Jahr (Accenture) unter auf eine Stufe weit unter den Consultants!
Und nur zu Info:
FH Diplom + Promotion wird nicht sehr hoch angesehen!!!
Laut Aussage verträumter Amtsmänner ist dies nicht mal
ein UNI-Abschluß!!!
Man ist ja nur der dumme FHler!!!
Obwohl das nicht stimmt!
Obwohl ich die FH liebe und dort mehr als einer Uni gelernt habe,
zumindest in meinem Studiengang, hätte ich mir viel ersparen können
wenn ich direkt an die UNi gegangen wäre.
Ich würde meine Kinder z.Zt jedenfalls nur an die Uni schicken.
Die Zeit der FHs wird hoffentlich bald kommen!
Ich hoffe durch Bologna wird sich das bald mal ändern....
Erich Full Member
Anmeldungsdatum: 15.03.2006 Beiträge: 111
Verfasst am: 01 Apr 2006 - 10:20:20 Titel:
Schön gebrüllt,
aber drum sprach ich doch scherzhaft vom Dr.-Ing. (FH).
Es macht mir aber in dem Fall noch weniger aus, wenn man das hier nicht anerkennt, weil ich emigrieren will und in Spanien wird man - sollte ich unbedingt promovieren wollen - einen spanischen Dr. wohl anerkennen. Dort gibts eh nur nen Unterschied zwischen Uni und Polytechnikum - beides gleich gestuft, aber das eine geisteswissenschaftlich und das andere technisch. In Hessen gibt's auch keinen Unterschied zwischen den Diplomen ob FH oder Uni, aber deswegen werden hessische Abschlüsse in Bayern nicht anerkannt - reine Arroganz und Schikane.
Auf alle Fälle wird einer der Vorteile der EU sein, dass das gleichgestellt wird, damit die Arroganz endet und die Uni das macht, was sie tun soll: für die Forschung ausbilden und die FH weiter für die Industrie. Man könnte den momentanen Zustand als Einmischen in die Angelegenheiten der "geringeren" Hochschulen durch die Unis sehen.
borabora Moderator Anmeldungsdatum: 05.06.2005 Beiträge: 6273
Verfasst am: 01 Apr 2006 - 11:10:35 Titel:
Wie viele Studiengänge gibt es eigentlich, die man sowohl auf einer Uni als auch einer FH studieren kann? Sooo viel ist das doch nun auch wieder nicht. Die Geistes und Sozialwissenschaften sind größtenteils nicht dabei (mal von Soz.päd-Ablegern wie "soziale Arbeit" abgesehen), Jura, Medizin ebenfalls nicht. Kunstkram, Architektur auch nicht.
Ich glaube diese Grabenkämpfe drehen sich um einen eher kleinen Bereich in den (ich nenne es mal) "angewandte Naturwiss." und "BWL-artiges"??? _________________ Der Vorteil der Klugheit besteht darin, daß man sich dumm stellen kann. Das Gegenteil ist schon schwieriger. (Kurt Tucholsky)
Mancher hält sich für vollkommen, nur weil er geringere Ansprüche an sich stellt. (H.Hesse)
Erich Full Member
Anmeldungsdatum: 15.03.2006 Beiträge: 111
Verfasst am: 01 Apr 2006 - 12:17:36 Titel:
alle technischen, wirtschaftlichen und sozialen Studiengänge sind Zankäpfel.
Natur- und Geisteswissenschaften sind universitär.
avata666 Newbie
Anmeldungsdatum: 15.11.2005 Beiträge: 3
Verfasst am: 01 Apr 2006 - 22:56:07 Titel:
Zum Thema in Hessen wäre FH und Uni Diplom gleich:
Ich komme aus Hessen und hier ist man als FH Absolvent leider
ziemlich wenig wert.
Selbst zwischen Master Uni und Master FH wird noch differenziert!
Die deutsche Arroganz wird noch einmal unser Untergang sein...
Erich Full Member
Anmeldungsdatum: 15.03.2006 Beiträge: 111
Verfasst am: 01 Apr 2006 - 23:20:19 Titel:
dann bleiben uns nur 2 Dinge:
a) Uni-Absolventen den Arbeitsplatz wegnehmen
b) besser sein
zu geil
ich hab eigentlich den tv eingeschalten und wollte einen film anschauen aber die 7 seiten waren besser ^^
ich fände es sehr amüsant, wenn die diskussion in die nächste runde gehen würde ^^
Si!!! Newbie
Anmeldungsdatum: 25.04.2009 Beiträge: 7
Verfasst am: 16 Jun 2009 - 17:54:08 Titel:
Tüdelüü,
ich meld mich mal wieder in diesem verhassten thread zu Wort
Hatte mich inzwischen eigentlich jetzt für eine Fh entschieden, allerdings hatte ich letztes Wochenende ein Gespräch mit einem Freund, was mich wieder etwas verunsicherte.
Sein Vater ist Personaler bei einer vergleichsweise großen Firma, die in der Maschinenbau-Branche tätig ist, Namen tun ja nichts zur Sache.
Besagter Freund hat sich für ein Studium GEGEN die FH Aachen und FÜR die RWTH Aachen entschieden, weil sein Vater hat durchblicken lassen, dass Studenten mti gleicher Studienzeit und Abschlussnote von der RWTH definitv dem der FH Aachen vorgezogen werden würde....
Was meint ihr erfahrungsgemäß, Einzelfall oder eher die Regel?
MFG
Der Si
xmisterDx Senior Member
Anmeldungsdatum: 11.11.2008 Beiträge: 6107
Verfasst am: 16 Jun 2009 - 20:43:35 Titel:
Si!!! hat folgendes geschrieben:
Besagter Freund hat sich für ein Studium GEGEN die FH Aachen und FÜR die RWTH Aachen entschieden, weil sein Vater hat durchblicken lassen, dass Studenten mti gleicher Studienzeit und Abschlussnote von der RWTH definitv dem der FH Aachen vorgezogen werden würde....
Tja, dann erreich mal an der RWTH Aachen dieselbe Note in derselben Zeit, wie an der FH Aachen...
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