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Kombilohn und Staatsbetriebe - Konkurrenz für AEG!
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Freidenker
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Anmeldungsdatum: 27.07.2005
Beiträge: 344
Wohnort: Auf´m Sofa

BeitragVerfasst am: 28 Feb 2006 - 21:48:44    Titel:

Pauker schrieb:
Zitat:
Du hast dir aber schon mal die ehemaligen deutschen Staatsbetriebe angeschaut als es noch Staatsbetriebe waren? Keiner von denen hat wirtschaftlich gearbeitet. Warum auch, der Steuerzahler bezahlt ja die ganzen überflüssigen Leute, die überflüssige Dienstleistungen erbringen.
Du hast sicher recht was die bisherigen Staatsbetriebe anbetrifft. Kann man aus 10 unwirtschaftlich arbeitenden Staatsbetrieben schließen, daß immer alle Staatsbetriebe zwangsläufig unwirtschaftlich sein müssen? Nebenbei: Wieso ist VW dann noch nicht pleite?

Pro Jahr gehen in Deutschland ca. 40000 Firmen der freien Wirtschaft pleite. Schließen wir daraus, daß Unternehmen der freien Wirtschaft generell unwirtschaftlich arbeiten müssen? Falls nein, dann doch deshalb, weil wir denken, daß es rentable und unrentable gibt. Wer sagt denn, daß es sich bei Staatsunternehmen nicht ebenso verhalten kann?

Die Frage ist also, was macht ein Unternehmen der freien Wirtschaft wettbewerbsfähig und wie überträgt man diese Eigenschaften auf einem Staatsbetrieb. Untersuchen wir mal:

Eigenschaft: Konkurrenz schafft Notwendigkeit zu ständiger Verbesserung.

Staatbetrieb: Über Konkurrenz braucht man sich angesichts der Globalisierung bei Waschmaschinen keine Sorgen zu machen. Es wird kein Geld aus der Staatskasse in das Unternehmen gepumpt. Der Verbesserungsdruck auf die Angestellten erfolgt durch die Möglichkeit des Arbeitsplatzverlustes bei schlechter Arbeitsleistung. Kein Beamtentum, keine Unkündbarkeit. (Das war jetzt nicht gegen Dich gerichtet.)

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Eigenschaft: Leistung wird in der Privatwirtschaft (immer seltener) belohnt. Dadurch bleibt die Firma leistungsfähig und der Arbeitnehmer hat eine Motivation Leistung zu bringen.

Staatsbetrieb:In den bisherigen Staatsunternehmen existierte dieser Anreiz i.d.R. nicht. In der Waschmaschinenfabrik könnte ein Entlohnungssystem etabliert werden, bei dem der Lohn aus drei Komponenten besteht:

1. Fixum, das sich nach der Schwere und Qualität der Arbeit richtet.

2. Leistungsprovision, die den persönlichen Einsatz also z.B. Stückakkord honoriert.

3. Gewinnbeteiligung am Unternehmensergebnis. Wenn es dem Unternehmen gut geht, geht es dem Einzelnen gut.

Bei dem Ingenieursteam, daß die Produktlinien entwickelt, besteht der Lohn zu einem größeren Teil aus Gewinnbeteiligung. Das Fixum dagegen ist gering. Sind die Produktlinien zu erfolglos, muß der Ingenieur mit Entlassung rechnen.

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Eigenschaft: Der Unternehmer sorgt stetig nach Verbesserungen, die ihm höheren Gewinn verschaffen.

Staatsbetrieb: Neben Unternehmensberatungsfirmen wird ein Rationalisierungsmanager mit befristetem Arbeitsvertrag eingestellt, dessen Gehalt von dem ihm einfallenden Unternehmensverbesserungen abhängig ist. Ist er ineffektiv, sinkt sein Einkommen, bis er schließlich entlassen wird.

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Sheep schrieb:

Zitat:
Und selbst wenn sich ein paar Maschinen verkaufen liessen, dann ist spätestens nach 5-10 Jahren das Waschmaschinenmodell überholt und der Steuerzahler bezahlt Ingenieure die neue Waschmaschinen nach staatlichen Vorgaben entwerfen, die wiederum nicht in marktwirtschaftlicher Produktion gefertigt werden.
Zunächst mal unterlaufen die Waschmaschinen den Marktpreis und sind bei gleicher Qualität gemäß den Gesetzen von Angebot und Nachfrage Marktführer. Wie ich die Qualität der Produktlinien sichern will, habe ich weiter oben geschildert.

Zwecks Umsatzsicherung kann auch über einen Nachlaß für sozial schwache Haushalte nachgedacht werden. Bei dem Preis kann kein Konkurrent mithalten und das Unternehmen erreicht mit ziemlicher Sicherheit den Break-Even-Point. Der Gewinn wird dann durch die Verkäufe von Waschmaschinen zum Standardpreis realisiert werden.
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